Leitfaden „Junge Flüchtlinge in Niedersachsen“ (als Druckversion vergriffen!)

Mit der deutlichen Zunahme der Flüchtlingszahlen in 20150724104530_00001Deutschland steigen die Anforderungen an die Kommunen und die in der Arbeit mit den Flüchtlingen eingebundenen professionellen und   ehrenamtlichen UnterstützerInnen. Zudem ist eine Vielzahl neuer AkteurInnen in die Arbeit eingestiegen. Sowohl bei den MitarbeiterInnen der Kommunen als auch den professionellen wie ehrenamtlichen  Unterstützergruppen besteht aktuell ein hoher Bedarf an praktischen, handlungsorientierten Informationen. Das vorliegende Heft versucht, die wichtigsten Informationen für die Beratungs- und Unterstützungspraxis von jungen Flüchtlingen – Kinder und Jugendliche in Familien, unbegleitete Minderjährige und junge Erwachsene – anzubieten.

Hinweis: Das auf Seite 12 und 13 ausgeführte Inkrafttreten des Gesetzes „zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ zum Juni 2015 hat sich auf Grund des sich zeitlich hinausziehenden Gesetzgebungsverfahren deutlich verzögert.  Mit dem Inkrafttreten ist wahrscheinlich im August zu rechnen.

Heft148 (pdf)

Herzlich Willkommen! Die Geschichte einer afghanischen Flüchtlingsfamilie (als Druckversion vergriffen!)

Fluechtlinge_unterstuetzenDiese Broschüre richtet sich an Kinder und Jugendliche. Sie behandelt das Schicksal des zwölfjährigen Mädchens Dunniya, die gemeinsam mit ihrer Familie aus dem vom Bürgerkrieg geplagten Afghanistan flüchtet. In kleinen Geschichten und Bildern wird die Flucht und das Leben der Familie in Deutschland dargestellt.
Leider  ist  Dunniyas  Familie  kein  Einzelfall.  ln  der  heutigen  Zeit  befinden  sich  viele Menschen auf der Flucht, weil sie aus verschiedenen Gründen in ihren Heimatländern nicht  mehr  leben  können.  Weitere  lnformation  zu  Fakten,  Vorurteilen  und  Tipps  zum Weiterarbeiten gibt es am Ende des Heftes.

Die Veröffentlichung ist entstanden im Rahmen des Kooperationsprojektes „Soziale Arbeit mit Flüchtlingen“, das seit April 2013 zwischen dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und der Fakultät [s] der HAWK Hildesheim besteht. Wir bedanken und herzlich bei allen Unterstützer*innen!

Hier als pdf

» Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlingspolitik in Niedersachsen. Was zu tun bleibt. (als Druckversion vergriffen!)

Fluechtlingspolitik NDSIn seinen „Wahlprüfsteinen“ hat der Flüchtlingsrat 2012 aus Anlass der  bevorstehenden Landtagswahl eine Reihe von Anforderungen an die zukünftige  Asyl- und Flüchtlingspolitik im Land Niedersachsen formuliert.

Zweieinhalb Jahre später hat sich der Stil im Umgang mit Flüchtlingen grundlegend geändert. Flüchtlinge werden in Niedersachsen nicht mehr isoliert und ausgegrenzt, sondern willkommen geheißen, aufgenommen und unterstützt. Dies kommt in folgenden Entscheidungen und Maßnahmen der Landesregierung zum Ausdruck:

  • Abschaffung des Gutscheinsystems und anderer Schikanen
  • Frühzeitige Verteilung auf die Kommunen
    Ausbau der Beratungsangebote
  • Umsetzung eines Aufnahmeprogramms für syrische Flüchtlinge
  • Reform der Härtefallkommission
  • Erlass zur Vermeidung von Abschiebungen und Abschiebungshaft
  • Modellprojekt anonymer Krankenschein

Weitere Verbesserungen (u.a. Implementierung einer Arbeitsmarktberatung bereits in der Erstaufnahme, Umsetzung der europäischen Rechtsprechung zum Anspruch auf ein individuelles Bleiberecht wegen Verwurzelung in Deutschland, landesweite Einführung einer Krankenversicherungskarte für Flüchtlinge) sind in Vorbereitung.
In anderen Bereichen blieb die Landesregierung dagegen hinter den Erwartungen zurück. Enttäuschend war aus Sicht des Flüchtlingsrats insbesondere die Tatsache, dass das Land sich seine grundsätzliche Kritik am Asylbewerberleistungsgesetz vom Bund mit einer einmaligen Finanzzusage an die Länder abkaufen ließ und dem Gesetz zustimmte.
Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen und struktureller Unterbringungsprobleme insbesondere in den Städten stellen sich nun neue Herausforderungen. In den Fokus sind v.a. die Balkan-Flüchtlinge geraten, denen von der offiziellen Politik ein Anspruch auf Schutz abgesprochen wird. Es besteht die Gefahr, dass im Zuge der Debatten um eine Begrenzung und schnellere Abschiebung von BalkanFlüchtlingen die positive Stimmung kippt. Um so mehr ist jetzt eine Politik gefordert, die pragmatisch und mit Augenmaß die praktischen Probleme angeht und dabei auch die avisierten, aber noch nicht realisierten Reformvorhaben im Rahmen eines grundlegenden Paradigmenwechsels weiter verfolgt und  umsetzt: Die vorliegende Broschüre beschreibt die Handlungsfelder.

Hier als pdf

Heft 149: TAG DES FLÜCHTLINGS 2015

U1_TDFL_Niedersachsen_webDer Tag des Flüchtlings findet im Rahmen der Interkulturellen Woche in diesem Jahr am 02. Oktober 2015 statt und wird von PRO ASYL und den Flüchtlingsräten in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche/Woche der ausländischen Mitbürger vorbereitet. Das diesjährige Heft zum Tag des Flüchtlings kann hier als pdf heruntergeladen werden. Das Leitthema ist in diesem Jahr Frage, ob Flüchtlinge in Deutschland tatsächlich „willkommen“ sind, und was es braucht, um hier zu konsistenten Lösungen zu kommen.

Weitere Themen: » Den ganzen Beitrag lesen…

Rechte haben und Recht bekommen

heft_recht_haben_recht_bekommenDeutsche Fassung der Printausgabe ist wieder verfügbar!
Kosten: 5 € bzw. 2,50 € (für Mitglieder); Fremdsprachige Ausgaben: kostenfrei

Die wichtigsten Informationen für Asylberechtigte, Flüchtlinge und Menschen mit subsidiärem Schutzstatus

Rechte haben Recht bekommen
to have rights and to obtain rights english version

حق داشتن  (persische Fassung)

Rechte haben Recht bekommen (arabische Fassung)

Die vorliegende Broschüre richtet sich speziell an Menschen, die hier in Deutschland einen Schutzstatus erhalten haben, d.h. als Asylberechtigte, Flüchtlinge oder als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt sind. Die Broschüre soll als Nachschlagewerk und Übersicht dienen. Sie erklärt, was die erteilten Aufenthaltstitel zu bedeuten haben, und ist als Hilfe gedacht, um sich im Behördendschungel leichter zurechtzufinden und Rechte durchsetzen zu können.

Die Schutzgewährung bzw. Anerkennung gewährt Ihnen weitgehende soziale Rechte. Ein wichtiger Schritt ist damit geschafft, dennoch herrscht oft Unwissenheit über bestehende Unterstützungsangebote und Partizipationsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass es in Deutschland viele verschiedene Behörden gibt, was eine Orientierung manchmal schwierig macht. Es ist uns ein großes Anliegen, speziell besonders schutzbedürftigen Menschen, sogenannten vulnerablen Gruppen, wie beispielsweise alleinerziehenden Eltern, traumatisierten oder kranken Menschen, aber auch schwangeren Frauen, Kindern oder Menschen mit Behinderungen, einen Weg aufzuzeigen, welche konkrete Unterstützung und Begleitung sie erhalten können. » Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlinge unterstützen Diskriminierung entgegentreten – Grundlagenwissen zu Flucht und Asyl in Niedersachsen

Grundlagenwissen-zu-Flucht-und-Asyl Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir Interessierten am Thema Asyl und Flucht einen kurzen und möglichst leichten Einstieg in die Sachlage geben und sie mit Fakten und Argumenten versorgen. Für diejenigen, die bereits einige Informationen haben, bietet die Broschüre einen schnellen Überblick über die aktuelle (Rechts-) Lage und Veränderungen in den letzten Jahren in Niedersachsen.

Darüber hinaus geben wir einige Hinweise dazu, wie in einer kontroversen Diskussion zum Thema Asyl argumentiert bzw. wie rassistischen und diskriminierenden Übergriffen im Alltag begegnet werden kann. Damit wollen wir all diejenigen stärken, die sich in der öffentlichen, oft aufgeheizten Debatte um Flucht, Asyl und Rassismus in unserer Gesellschaft für eine sachliche Auseinandersetzung zugunsten von Flüchtlingen und gegen Rassismus einsetzen möchten.

Heft als pdf

Flüchtlinge in Niedersachsen – Bestandsaufnahme 2013/2014 – Partizipation und Teilhabe für Flüchtlinge? (als Druckversion vergriffen)

Bestandsaufnahme-20132014Mit unserer neuen  „Bestandsaufnahme 2013/14 – Flüchtlinge in Niedersachsen” unterziehen wir die Politik der rot-grünen niedersächsischen Landesregierung hinsichtlich ihres Umgangs mit Flüchtlingen seit der Landtagswahl im Januar 2013 erstmals einer grundsätzlichen Bewertung und Kritik.

Die Landesregierung versprach uns eine Neuorientierung in der Flüchtlingspolitik. Es war die Rede von der Schaffung einer „Willkommenskultur“, ein Paradigmenwechsel im Umgang mit Flüchtlingen sollte eingeleitet werden. Wo stehen wir da jetzt? Was wurde versprochen und was sehen wir umgesetzt?

Ein symbolischer Ausdruck des von der Landesregierung verfolgten neuen Kurses war der Besuch des Innenministers Pistorius auf der Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrats im Mai 2013. Pistorius ist auf uns zugegangen und hat zugehört. Er hat von apokalyptischen Visionen Abstand genommen, pragmatisch Probleme benannt und versucht, Perspektiven für eine Politik aufzuzeichnen, die Flüchtlinge als Menschen wahr und ernst nimmt. Das war sympathisch und glaubwürdig. Der Flüchtlingsrat hat den Ball aufgenommen und eine Vielzahl von Forderungen aufgestellt, die bislang nur zum Teil umgesetzt sind. Den Worten müssen weitere Taten folgen.

Unsere Bestandsaufnahme wertet die vorliegenden Zahlen zur Situation der Flüchtlinge in Deutschland aus (Stand: 31.12.2013), beschreibt die politischen Tendenzen und Entwicklungen auf internationaler und bundesdeutscher Ebene, und bewertet vor diesem Hintergrund dann die flüchtlingspolitischen Entwicklungen und Debatten in Niedersachsen bis August 2014. Insofern ist diese Broschüre nicht nur ein Nachschlagewerk über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen im Flüchtlingsbereich, sondern auch eine erste Zwischenbilanz über 21 Monate nach dem Regierungswechsel.

Unter dem Strich können wir ein vorsichtig positives Fazit ziehen: Die Landesregierung hat den Stil im Umgang mit Flüchtlingen grundlegend geändert und in vielen Bereichen das Ruder herumgeworfen. Flüchtlinge gelten in Niedersachsen nicht mehr als ungebetene Gäste, die man möglichst isoliert und so schnell wie möglich wieder los wird, sondern als eine Gruppe von Einwander_innen, die wir bei uns willkommen heißen, nicht nur weil sie Anspruch auf unsere Solidarität und Hilfe haben, sondern auch weil sie Kompetenzen und Stärken mitbringen, die zum Wohle der Gesellschaft genutzt und nicht vergeudet werden sollten.

Der Paradigmenwechsel in der niedersächsischen Flüchtlingspolitik ist also eingeleitet, die Weichenstellungen hin zu einem menschenrechtlich orientierten Umgang mit Flüchtlingen sind getan. Wesentliche der im Koalitionsvertrag enthaltenen Versprechen auf einen Politikwechsel warten jedoch noch auf Verwirklichung. Es gibt eine grundlegende Veränderung der Stimmung, aber noch überall auch eine Änderung der Verhältnisse. Wir werden den eingeleiteten Prozess weiter begleiten – solidarisch, kritisch und natürlich unbestechlich.

Wir freuen uns über jede ernst gemeinte Kritik und wünschen Ihnen und euch eine anregende Lektüre.

Bestandsaufnahme 2013/2014

Heft 142: TAG DES FLÜCHTLINGS 2014 (als Druckversion vergriffen)

heft_142Der Tag des Flüchtlings findet im Rahmen der Interkulturellen Woche in diesem Jahr am 26. September 2014 statt und wird von PRO ASYL und den Flüchtlingsräten in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche/Woche der ausländischen Mitbürger vorbereitet. Das diesjährige Heft zum Tag des Flüchtlings kann hier als pdf heruntergeladen werden. Es thematisiert schwerpunktmäßig Rassismus gegen Flüchtlinge, aber auch eine Fülle weiterer Themen: » Den ganzen Beitrag lesen…

Leitfaden für einen Härtefallantrag in Niedersachsen (als Druckversion vergriffen)

Härtefallantrag Dieser bebilderte Leitfaden richtet sich an alle, die einen Härtefallantrag stellen und wissen wollen, was sie dabei bedenken müssen. Die vom Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (IFAK) und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen gemeinsam herausgegebene Din A 5 – Broschüre enthält auf 36 Seiten wichtige Vorlagen, Tipps und Hinweise für die Antragstellung.
Im Stil ist der Leitfaden bewusst einfach gehalten und bemüht, darzustellen, worauf es im Härtefallverfahren ankommt und was man dabei bedenken muss. Die gewählten Formulierungen mögen nicht immer juristisch ganz exakt sein, aber wer den Hinweisen folgt, wird für die Antragstellung gut vorbereitet. Ein besonderer Dank gebührt den Autor_innen Kaja B. Schellenberg und André Gersmeier. Hingewiesen sei an dieser Stelle aber auf die verdienstvolle Veröffentlichung der LAG der Freien Wohlfahrtspflege, die die rechtlichen Bedingungen und Möglichkeiten eines Härtefallantrags wissenschaftlich genau beschreibt, sowie den Falter der Landesregierung mit kurzen Hinweisen zum HFK-Verfahren. Diesen Falter und weitere Informationen der Landesregierung finden Sie auf der Internetseite der Härtefallkommission.

Leitfaden als pdf

Broschüre Erstinfos für Asylsuchende

heft_erstinformationen

Aktualisierte 5. Auflage von Dezember 2015!

In dieser Auflage sind die am 01.08.15 sowie am 24.10.15 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen berücksichtigt.

Derzeit liegt die aktualisierte Broschüre nur als pdf-Datei in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch vor.

Die Fassungen in Arabisch und Farsi folgen. Ebenso werden die Druckversionen der fünften Auflage des Erstinfos in allen fünf Sprachen in Kürze folgen und beim Flüchtlingsrat zu bestellen sein.

Die vorliegende Broschüre richtet sich speziell an Asylsuchende in Niedersachsen, die ganz neu in Deutschland sind. Zunächst werden erste Schritte im Asylverfahren aufgezeigt und die wichtigsten rechtlichen Grundlagen erklärt. Außerdem soll ein Überblick über mögliche Perspektiven insbesondere bezüglich der Aufnahme von Arbeit geboten werden. Denn eine Arbeit kann auch Ihren Aufenthaltsstatus sichern. Aktualisierte Auflage von Dezember 2015:

Erstinfos für Asylsuchende 5te Auflage 12/2015

Introductary Information for Asylumseekers 5th Edition 12/2015

premières informations pour demandeurs d’asile, version français, 5é édition 12/2015

In den Sprachen Arabisch und Farsi ist derzeit nur die 4. Auflage verfügbar:

Erstinfos, 4. Auflage, Arabisch 06/2015

Erstinfos, 3. Auflage, Farsi 06/2015

siehe auch: Infobroschüre für Hamburg online