2000 Teilnehmer*innen auf der „Internationalen Konferenz für Geflüchtete“ in Hamburg

Pressemitteilung  28.02.2016

Teilnehmer*innen der Flüchtlingskonferenz auf Kampnagel fordern bessere Vernetzung untereinander, Abschiebestopp und Bewegungsfreiheit in Europa  

Gut 2000 Teilnehmer*innen zählte die selbst organisierte Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten, die vom 26. bis zum 28. Februar auf Kampnagel stattgefunden hat. Angereist waren sie u.a. aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien. Auch aus vielen deutschen Städten von Rostock bis Passau kamen Geflüchtete und Unterstützer nach Hamburg. Etwa 800 Übernachtungsplätze, davon 100 im temporären „Blue Flamingo Resorthotel“ auf Kampnagel wurden benötigt, um die Gäste von außerhalb unterzubringen. » Den ganzen Beitrag lesen…

Stellenausschreibung: 0,75-Stelle Drittmittelverwaltung

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. setzt sich landesweit für die Interessen von Flüchtlingen ein und sucht zum 01.06.2016

Unterstützung für seine Drittmittelverwaltung:

  • Der Stellenanteil beträgt von 0,75, entsprechend von zzt. 29,25 Wochenstunden,
  • Die Bezahlung erfolgt nach TVöD 8
  • Das Arbeitsverhältnis ist befristet bis zum 30.09.2018
  • Arbeitsort ist die Geschäftsstelle des Vereins in Hannover.

Wir bieten einen spannenden Aufgabenbereich und die Mitwirkung bei der Abwicklung von zwei EU geförderten Netzwerken – AMBA und AZF3 – zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen und zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit einem Dutzend Projektpartnern.

Die Aufgaben umfassen: » Den ganzen Beitrag lesen…

Arbeitsmarktprojekte in Niedersachsen

Im Rahmen des Bundesprogramms Integrationsrichtlinie Bund laufen in Niedersachsen vier Arbeitsmarktprojekte, die die Zielsetzung verfolgen Geflüchtete in Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln. Konkret erfolgen diese Unterstützungsmaßnahmen:

  • Beratung hinsichtlich Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten
  • Vermittlung in Arbeit, betriebliche Ausbildung oder schulische Ausbildung
  • Vermittlung in berufsbezogene Sprachförderung (ESF-BAMF-Kurse)
  • Kooperation mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern zur Vermittlung in Maßnahmen
  • Beratung von Arbeitgebern
  • Bewerbungshilfen
  • Kompetenzfeststellungsverfahren
  • Vermittlung in Weiterbildung und Qualifizierungsmaßnahmen
  • Vermittlung in lokale Netzwerke, die vor Ort Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt leisten
  • Schulungen für Mitarbeiter_innen von Jobcentern, Arbeitsagenturen und weitere Multiplikator_innen

Die Zuständigkeit der Projekte richtet sich nach einer räumlichen Aufteilung. Zur Übersicht finden Sie hier eine Karte von Niedersachsen, die die räumliche Aufteilung darstellt. Um Teilnehmer_in in einem Projekt zu werden, muss man zumindest eine eingeschränkte Arbeitserlaubnis haben, z.B. Arbeitsmarktprüfung inklusive Vorrangprüfung und Arbeitsbedingungsprüfung.

Im Folgenden die Kontaktdaten der einzelnen Projekte: » Den ganzen Beitrag lesen…

Pro Asyl zur EU-Flüchtlingspolitik „Ein rabenschwarzer Tag für den Flüchtlingsschutz“

Deutschlandfunk, 26.02.2016

Pro Asyl zur EU-Flüchtlingspolitik: „Ein rabenschwarzer Tag für den Flüchtlingsschutz“

Die Verschärfung des Asylrechts und die Schließung der Balkanroute seien ein rabenschwarzer Tag für den Flüchtlingsschutz, sagte Karl Kopp von Pro Asyl im DLF. Brüssel spalte mit seiner „rechtspopulistischen Agenda“ Europa und nehme wissentlich eine humanitäre Katastrophe mit noch mehr Toten in Kauf.

Karl Kopp im Gespräch mit Doris Simon

Asylpaket II: CDU/CSU und SPD setzen AfD-Programm um

von Claudius Voigt, GGUA

Am Mittwoch haben CDU/CSU und SPD im Bundestag zwei Gesetzespakete beschlossen, die ihnen die AfD, PEGIDA und andere Menschenfeinde in die Feder diktiert haben. Zusammen mit dem Asylpaket I aus dem Herbst 2015 werden sie das Gesicht Deutschlands strukturell verändern: Sammellager für einen Großteil der Geflüchteten (und zwar längst nicht mehr beschränkt auf Menschen aus den so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“!) werden zu einer weitreichenden Entsolidarisierung und Entrechtung führen. In zwei „Pilotprojekten“ in Bayern lässt sich die Strategie der Isolation und Zermürbung schon betrachten.

Geflüchtete sollen durch eine Renaissance der bereits scheintoten Residenzpflicht, durch Sozialleistungskürzungen und Arbeitsverbote diszipliniert werden. Abschiebungen sollen ungestört und unangekündigt durchgezogen, Krankheiten sollen weitestgehend ignoriert werden. Der Schutz der Familie zählt nichts mehr für bestimmte Migrant*innen. Und Zwei-Klassen-Justiz und Doppelbestrafungen werden institutionalisiert.

Was lernen wir daraus? In Deutschland braucht es keine rassistischen Volksabstimmungen wie in der Schweiz, es braucht auch keine offen rassistische Partei im Bundestag zu sitzen. Denn die Parlamentsmehrheit setzt die entsprechende Politik auch so um. „Das Asylpaket II wurde vom selbst ernannten „Volk“ per Molotow-Cocktail bestellt,“ schreibt Ekrem Şenol im MiGAZIN.

Die Zivilgesellschaft befindet sich in einer Art Schockstarre. Es wird viele Jahre dauern, den aktuellen nationalen Rollback wieder umzukehren, denn spätestens heute ist er für lange Zeit gesetzlich zementiert worden.

Die Ministerialbürokrat*innen und innenpolitischen Hardliner haben ganze Arbeit geleistet – und wir haben dem kaum etwas entgegenzusetzen.

Der Reichtum der Fremden. Lesung mit Hanna und Rosa Legatis am 21.03.2016 in Hannover

„Der Reichtum der Fremden“
Lesung mit Hanna und Rosa Legatis
am Montag, den 21.3.2016 im Raschplatzpavillon in Hannover

Präsentiert werden Gedichte und Prosa von Dichterinnen und Schriftstellern, die aus ihrer Heimat flohen und auf der Suche sind nach einem neuen Leben. Der 21. März, das ist das persische Neujahrsfest Norouz. Daher stehen natürlich auch Werke von iranischen Dichterinnen auf dem Programm. Im Fokus der Lesung gegen Fremdenfeindlichkeit stehen dieses Mal – im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag – Frauen auf der Flucht. Hanna Legatis schreibt dazu:

„Die Gewalt gegen Frauen auf den langen Fluchtwegen ist erschreckend. Das verdeutlichen die aktuellen Recherchen verschiedener Menschenrechts-Organisationen. Vergewaltigungen, Misshandlungen, psychische Gewalt – allen drei Phänomenen sind gerade Frauen, Kinder und Jugendliche ausgesetzt. Die Täter sind Schlepper, Fluchthelfer, Grenzer, Securities in den Unterkünften und andere Flüchtlinge. Frauen überlegen es sich ohnehin hundertmal öfter als Männer, ihre Heimat zu verlassen. Aus Angst um ihre Kinder, weil sie Sorge vor schlechteren Chancen im neuen Land haben und weil sie besonders verletzlich sind. Wenn sie dennoch fliehen, muss der Druck unerträglich sein. Den Reichtum, den diese Frauen dadurch erschufen, indem sie ihre Geschichten und ihre Gefühle aufgeschrieben haben, präsentieren wir Ihnen in unserer Lesung.“

Daniela Kolbe (SPD MdB): Keine Symbolpolitik auf dem Rücken von Geflüchteten

Die Bundestagsabgeordente Daniela Kolbe (SPD) ist  seit dem 7. November 2015 die Generalsekretärin der SPD Sachsen.  Ihre „Erklärung zum Asylpaket II und zum Gesetzentwurf zur Bestimmung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten“ ist bemerkenswert. Ausführlich begründet sie damit, warum sie dem heute im Bundestag zur Debatte stehenden „Asylpaket II“ und der geplanten Festlegung von Algerien, Marokko und Tunesien als sog. „sichere Herkunftsstaaten“ nicht zustimmt. Ihr Credo: „Wir brauchen keine Symbolpolitik auf dem Rücken von Geflüchteten, sondern dringend eine ehrlichere gesellschaftliche Debatte.“

Erklärung Kolbe Asylpaket II und sichere HKS

Umzug des Flüchtlingsrates!!! Ab dem 7.3.2016 sind wir in Hannover!!!

Wir ziehen um! Ab dem 7.3.2016 sind wir in Hannover!

Unsere neuen Kontaktdaten lauten:

Röpkestr. 12
30173 Hannover
Tel.: 0511/98 24 60 30
Fax: 0511/98 24 60 31
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Afghanistan: Fluchtgründe und Unsicherheiten geflüchteter Jugendlicher

In Deutschland leben derzeit ca. 60.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Davon suchten ca. 30.000 Kinder und Jugendliche im Jahr 2015 in Deutschland Zuflucht.
Eine deutliche Mehrheit der jungen Menschen kommt aus Afghanistan.

In Anbetracht der aktuellen Diskussion um u.a. vermeintliche „innerstaatliche Fluchtalternativen“ werden die gestiegenen drohenden Gefahren, Unsicherheiten, Konflikte und Perspektivlosigkeit innerhalb Afghanistans im Hinblick auf Kinder und Jugendliche deutlich gemacht. Ergänzt durch den Blick auf Folgen einer Rückkehr.

Unter folgendem Link ist ein aktueller Artikel vom Bundesfachverband UMF in dem Asylmagazin  1-2/2016 aufzurufen, der eine Auswertung einer aktuellen Studie zur Lage von Kindern und Jugendlichen in Afghanistan vornimmt und die Gründe der Flucht sowie Sorgen jugendlicher Rückkehrer detailiert aufführt.

http://www.b-umf.de/images/Asylmagazin-2-2016-Situation-Afghanistan.pdf

Landesarmutskonferenz: Wem nützt geteilte Republik?!

Pressemitteilung der Landesarmutskonferenz vom 23.02.2016

Schere zwischen Arm und Reich nach wie vor zu hoch / Wem nützt geteilte Republik?

Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen begrüßt den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen. Dieser Armutsbericht bringt den Zustand unserer Gesellschaft auf den Punkt: Wir sind eine geteilte Republik! Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ist nach wie vor viel zu hoch. » Den ganzen Beitrag lesen…