Treffen der Flüchtlingsinitiativen

Die vielen ehrenamtlichen Initiativen in Niedersachsen, die sich vor Ort für die Rechte der Geflüchteten einsetzen, treffen sich mehrmals jährlich zum Austausch, zur gemeinsamen Fortbildung, zur Diskussion aktueller flüchtlingspolitischer Themen. Der Kreis ist offen für alle Interessierten. In den vergangenen Jahren gab es eine große Dynamik. Vielerorts entstanden neue Initiativen, andere langjährig aktive Gruppen machten mit neuen Ideen weiter. Anderswo wurden Initiativen wiederbelebt. Nachfolgend dokumentieren wir die Treffen der vergangenen Jahre. Die Dokumentation spiegeln auch die enorme Dynamik der jüngsten Zeit.

Und: Es geht weiter, schon im August 2017 in Oldenburg. Das dritte Treffen der Flüchtlingsinitiativen findet dann am 18. November 2017 in Hannover statt.

Kommendes Treffen

26. August, Oldenburg
Das nächste Treffen der niedersächsischen Flüchtlingsinitiativen findet am Samstag. den 26. August 2017, in Oldenburg statt. Im Fokus stehen diesmal die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Aufnahme und Unterstützung sowie der Übergang in die Volljährigkeit und aus der Jugendhilfe. Kooperationspartner dieses Treffens ist IBIS e.V. in Oldenburg.

Was war?

6. Mai 2017, Hannover
Das Initiativentreffen am 6. Mai 2017 in Hannover, das gemeinsam mit der Refugee Law Clinic Hannover veranstaltet wurde, widmete sich der Frage „Wie umgehen mit Rassismus?“. Ausgangspunkt des Treffens war die Tatsache, dass Geflüchtete und ihre Unterstützer_innen täglich mit rassistische Ressentiments und rechtspopulistischen Argumentation- und Agitationsstrategien konfrontiert sind und es daher ungemein wichtig ist, sprach- und handlungsfähig zu bleiben.
Eröffnet wurde das Treffen von Anke Egblomassé (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. und Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrats Niedersachsen) mit einem Vortrag über die verschiedenen Ausformungen von Alltagsrassismus. An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. In einem zweiten Teil teilten sich die Teilnehmer_innen in zwei Arbeitsgruppen auf. Nils Merten (Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen) und Anna-Maria Muhi (Flüchtlingsrat Niedersachsen) boten ein Argumentationstraining gegen rechte Parolen. Die zweite Arbeitsgruppe unter dem Titel „Ermutigung und solidarisch sein – Empowerment als Strategie gegen Rassismus“ leiteten Golschan Ahmad Haschemi (Amadeu Antonio Stiftung, Hannover) und Verena Meyer (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland).
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden anschließend im Plenum diskutiert und mit weiteren Strategien zum Umgang mit Rassismus, rechtspopulistischen Argumenten und weit verbreiteten Vorbehalten verbunden. Insgesamt bot das Initiativentreffen eine gute Grundlage für die Auseinandersetzung mit Rassismus und Ressentiments und regte das weitere Nachdenken über Handlungsmöglichkeiten und -strategien an.

12. November 2016, Osnabrück
Initiativentreffen in Osnabrück mit BAMF und nds. Innenministerium zu Anforderungen an die Erstaufnahme in Niedersachsen

 

18. Juni 2016:

Initiativentreffen in Hildesheim zu Fragen des Integrationsgesetzes und der Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland

 

05. Dezember 2015:

Initiativentreffen in Hannover zu Fragen der Gesetzesverschärfungen, zu Sprache, Bildung, Arbeit und zu Fragen der Unterbringung

 

03. Oktober 2015:

Initiativentreffen in Hannover zu Fragen der aktuellen bundesgesetzlich geplanten Gesetzesverschärfungen

 

13. Juni 2015:

Initiativentreffen in Hannover zu Fragen der niedersächsischen Härtefallkommission, zum Dublin-Verfahren und zu in anderen EU-Staaten Schutzberechtigten

 

07. März 2015:

Initiativentreffen in Hannover mit Sozialministerin Rundt

 

08. November 2014:

Initiativentreffen in Ronnenberg zu Fragen der lokalen Willkommenskultur, zu Dublin-Abschiebungen und zur weiteren Vernetzung

 

12. Juli 2014:

Initiativentreffen in Hannover zu Fragen der Dublin-III-Verordnung und zu Fragen des Kirchenasyls

 

22. März 2014:

Initiativentreffen in Hannover zur aktuellen niedersächsischen Flüchtlingspolitik, zu Fragen der Dublin-Abschiebungen und zur Vernetzung der Initiativen


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