Projekte

SAGA-Arbeitsmarktzugang für Asylsuchende
Das Projekt SAGA will einen besseren Arbeitsmarktzugang und eine verbesserte Gesundheitsversorgung für Asylsuchende erreichen. Dabei wird die Verbesserung der Gesundheit als eine wichtige Grundlage zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit gesehen.

Flüchtlingskinder / Kinderflüchtlinge
Durch die Aktivitäten des Projekts Flüchtlingskinder wird versucht, eine Verbesserung der Situation von Flüchtlingskindern zu erreichen. Außerdem soll ein spezifisches Beratungsangebot und eine kontinuierliche Evaluation zur Verringerung von Informationsdefiziten in der Arbeit mit Kinderflüchtlingen gewährleistet werden.

SpuK- Sprache und Kultur: Grundlagen für eine effektive Gesundheitsversorgung (beendet)
Dieses Projekt, das bereits am 1.7.2002 begann, haben wir euch in der Zeitschrift “Flüchtlingsrat” – Sonderheft 89/90, Nov. 2002 ausführlich vorgestellt, es soll der Vollständigkeit halber hier noch einmal kurz erwähnt werden. Ziel des Projektes ist die strukturelle Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen, z.B. durch die Qualifizierung von Asylsuchenden und Flüchtlingen zu Sprach- und KulturmittlerInnen.

Der Einzelfall zählt!

Familie Nguya: Abschiebung in den Tod
Im Juni 2004 geht Tshianana Nguya, 34-jährige Kongolesin, mit den beiden Kindern Josephat (10) und Priscilla (2) zur Hamelner Ausländerbehörde und bittet um einen Krankenschein. Die Frau ist schwanger, es geht ihr nicht gut.Anstatt ihr zu helfen, nehmen die Beamten sie fest. Tshianana Nguya findet sich in Abschiebungshaft wieder, und Priscilla und Josephat kommen in eine Pflegefamilie. Acht Wochen später werden die drei allein nach Kinshasa geflogen und dort ausgesetzt. Tshianana Nguya überlebt die Bedingungen im Kongo nicht. Sie stirbt am 7. Dezember 2004 kurz nach der Entbindung zusammen mit ihrem Baby an einer Sepsis.

Familie Thadchanamoorthy aus Sri Lanka
Wir befinden uns mitten im beschaulichen Münsterland. Ende Oktober 2006, wird eine Flüchtlingsfamilie mit ihren drei Kinder nach Sri Lanka abgeschoben. Nichts aussergewöhnliches, denkt man. Passiert jeden Tag in Deutschland. Und dennoch – in diesem Fall sind die Umstände nicht nur besonders hart, sondern zweifellos besonders brisant. Aussführliche Infos über diesen Fall, gibt es auf der Webseite von Bettina Sander.

Gazale Salame
Seit drei Jahren befindet sich die abgeschobene Flüchtlingsfrau Gazale Salame mit zwei kleinen Kindern in einem Ghetto bei Izmir in der Türkei. Wir kämpfen mit ihrem Mann Ahmed Siala darum, dass seine Frau und seine Kinder zu ihm und den älteren Töchtern zurückkehren können. Gazale geht es denkbar schlecht: Sie will endlich ihren Mann und ihre Kinder wiedersehen und nach Deutschland zurückkehren, wo sie aufgewachsen ist.

Familie Muca
Heute morgen (09.11.2006) um 03:00h unternahm die Ausländerbehörde mit Hilfe der Polizei erneut den Versuch, der Familie Mukaj habhaft zu werden, um sie abzuschieben. Hintergrund dieser Aktion, die bis zur Innenministerkonferenz der Länder (16.11.2006) bundesweit läuft, ist der Versuch der Innenminister dieser Länder, noch schnell massenhaft abzuschieben, ehe die neue Gesetzeslage greift.

Heute morgen gegen drei Uhr wurden sie aus den Betten geholt; seit Monaten schlafen sie in getrennten Wohnungen. Trotz des verzweifelten Weinens von Donaj (7 Jahre) und der versteinerten Blässe seines Bruders wurden die drei, der Vater in Handschellen, abgeführt. Mehr Informationen gibt es hier.