LAG FW und Flüchtlingsrat appellieren an den Innenminister

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) und der Flüchtlingsrat Niedersachsen haben in einem gemeinsamen Schreiben an den niedersächsischen Innenminister appelliert,  angesichts des fortdauernden Lockdowns den Schutz von Geflüchteten vor einer Corona-Infektion zu verbessern und vorhandene Benachteiligungen zu beseitigen. Konkret fordern sie u.a. eine schnellere Verteilung von Geflüchteten auf dezentrale Unterkünfte und den Verzicht auf Mehrbettzimmer.  Damit Geflüchteten keine Nachteile entstehen, sollten Aufenthaltstitel, Duldungen, Aufenthaltsgestattungen und Beschäftigungserlaubnisse ggfs. durch Allgemeinverfügung verlängert werden. Auf Botschaftsbesuche sowie Abschiebungen sollte die Landesregierung nach Auffassung der Organisationen für die Dauer des Lockdowns gänzlich verzichten.

Um den Erfolg einer Impfung von Geflüchteten in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften zu gewährleisten, halten die Verbände darüber hinaus eine kultur- und sprachsensible Ansprache der Betroffenen für sinnvoll und bieten dem Land für die Durchführung von Gruppenaufklärungsgesprächen sowie die Verteilung mehrsprachiger Informationsschriften ihre Unterstützung an.

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