Fahrraddemo: 32 Fahrräder für Flüchtlinge in Meinersen

Bei strahlendem Sonnenschein startete am Samstag (09.07.2011) die Fahrraddemo zur Unterstützung der Flüchtlinge in Meinersen mit einer Kundgebung am „huckup“ in Hildesheim. Nach einleitenden Worten der Initiative „Räder für alle“ stellten Nurjana  (ehemalige Bewohnerin des Lagers Meinersen), und Kai Weber (Flüchtlingsrat Niedersachsen) die Lebensbedingungen von Flüchtlingen im Allgemeinen und die Situation der Flüchtlinge in Meinersen im Besonderen dar. Anschließend sorgte Nuri mit einem Rap-Song für eine künstlerische Darstellung des Lebensgefühls eines Flüchtlings im Lager. Am Ende nahm die Initiative eine politische Einordnung vor.

Nuri
Rückenwind & Sonne
Nurjana

 

Begrüßung in Meinersen
Testfahrerin in Meinersen
Fahrradinspektion

 

Die Initiative „Räder für Alle“ hatte 32 Fahrräder gesammelt, repariert und fahrtüchtig gemacht. Weitere Hildesheimer/innen schlossen sich der Initiative mit eigenen Fahrrädern an, und so begaben sich am Ende rund 80 Menschen auf die rund 60 Kilometer lange Route von Hildesheim über Peine, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde, nach Meinersen im Landkreis Gifhorn. Mit einem gemeinsamen Essen am Abend und einem workshop zum Theme „Fahrradreparatur“ am nächsten Tag endete die rundum gelungene Aktion, mit der wir nicht nur ein politisches Zeichen gegen die Residenzpflicht gesetzt, sondern zugleich einen Beitrag dafür geleistet haben, dass die Flüchtlinge mobiler werden. Auf diese einfache Weise soll die Ausgrenzung der Flüchtlinge ein Stück weit durchbrochen und eine Beteiligung am politischen und kulturellen Leben erleichtert werden. Begegnungen und Austausch sind eine wichtige Voraussetzung für ein gemeinsames Handeln auf Augenhöhe und für die Durchsetzung gemeinsamer demokratische Forderungen, für die die Flüchtlinge im Lager Meinersen seit über einem Jahr kämpfen.

Zeitungsbericht aus der Haz vom 11.07.2011

NDR-Bericht \“Für Stunden ins Grüne – auf Jahre ins Heim\“

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