Flüchtlingsrat Niedersachsen schlägt Doris-Schröder-Köpf für den Niedersächsischen Verdienstorden vor

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil vorgeschlagen, der niedersächsischen Integrationsbeauftragten und Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf für ihre Leistungen als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte den Niedersächsischen Verdienstorden zu verleihen.

Die Landesbeauftragte erlebten wir in all den Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit seit 2013 stets als eine verlässliche Partnerin des Flüchtlingsrats und als emphatische Fürsprecherin geflüchteter Menschen. Immer wieder erhob sie ihre öffentliche Stimme, wenn Betroffene nicht die ihnen zustehende Behandlung durch staatliche Institutionen erfuhren oder wenn Schutzsuchende Opfer von Diskriminierung, pauschalisierender Beschimpfung, Ausgrenzung oder gar körperlicher Gewalt wurden. Unentwegt und auch in einem zunehmend polarisierten gesellschaftlichen Klima unerschrocken setzte sich Frau Schröder-Köpf für eine demokratische, weltoffene und pluralistische Gesellschaftsordnung ein – ob in Reden auf größerer Bühne, durch zivilgesellschaftliche Initiativen oder über die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte.

Die Forderung der CDU, Frau Schröder-Köpf solle wegen Äußerungen über Putin, die zu anderen Zeiten und in anderen Zusammenhängen gefallen sind, heute zurücktreten, weil sie wegen dieser Äußerungen als niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe nicht mehr tragbar sei und keine ukrainischen Flüchtlinge begrüßen könne, hält der Flüchtlingsrat für abwegig.

Geschäftsführer Kai Weber:

„Ohne den Einsatz von Frau Schröder-Köpf wären von der CDU im vergangenen Jahr genau die Strukturen zerschlagen worden, mit deren Hilfe wir jetzt auch die Aufnahme und Betreuung von ukrainischen Geflüchteten bewältigen können“

Frau Schröder-Köpf hat in den zurückliegenden Jahren zweifelsohne wie kaum eine andere öffentliche Person einen wesentlichen Beitrag für das friedvolle Miteinander in Niedersachsen, für das interkulturelle Verständnis  in der Gesellschaft sowie für verbesserte Integrationschancen zugewanderter und geflüchteter Menschen geleistet. Nicht immer waren die Integrationsbeauftragte und der Flüchtlingsrat in der Sache einer Meinung. Doris Schröder-Köpf ist eigenwillig und streitbar und genießt in ihrer von Unabhängigkeit und Geradlinigkeit geprägten Haltung ein hohes Ansehen, gerade weil sie nicht auf jeden Zug aufspringt. Für ihre Arbeit in den vergangenen zehn Jahren kann unser Bundesland nur dankbar sein. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. spricht sich deshalb dafür aus, dass das Land Niedersachsen Frau Schröder-Köpf als seine Bürgerin jene staatliche Anerkennung und Würdigung zuteil werden lässt, die sie verdient.

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