Flüchtlingsrat protestiert gegen Abschiebungshaft von pakistanischen Geflüchteten

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen protestiert gegen die heutige Inhaftierung von sechs pakistanischen Staatsangehörigen aus Niedersachsen in der Abschiebungshaftanstalt Hannover-Langenhagen. In Pakistan werden regelmäßig Menschenrechte missachtet. Angehörige bestimmter Religionszugehörigkeit oder gar Atheist:innen werden verfolgt und unterdrückt und sind von der Todesstrafe wegen des Vorwurfs der Blasphemie bedroht. Menschenrechtsaktivst:innen werden von staatlichen Behörden verfolgt, inhaftiert und müssen mit ihrer Hinrichtung rechnen, oder sie verschwinden einfach, ohne dass dies durch staatliche Organe verfolgt würde (siehe z.B. amnesty international).

Angesichts der Corona-Pandemie kommt eine weitere Gefährdung für abgeschobene Geflüchtete hinzu, die vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklung in Indien gerade für diese Region gilt. Der Flüchtlingsrat fordert die Landesregierung auf, Abschiebungen für die Dauer der Corona-Pandemie auszusetzen und die inhaftierten Geflüchteten freizulassen.

Nachtrag: Auf Pakistan wird von EU-Seite ein immenser Druck ausgeübt, Geflüchtete im Rahmen des Rückübernahmeabkommens wieder zurückzunehmen: State watch zur Abschiebungskooperation mit Pakistan

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