Land verwehrt Kindern von Flüchtlingen die Schule

Der heutige Schuljahresbeginn ist für viele Kinder und Jugendliche ein besonderer Tag. Nach sechs Wochen Ferien geht es wieder los, das gemeinsame Schulbankdrücken mit den Freund_innen. Für die Jüngsten und ihre Familien werden die Einschulungen in ganz Niedersachsen am kommenden Wochenende ein besonderer Festtag.

Aber in Niedersachsen dürfen nicht alle zur Schule gehen. Zum Schuljahresanfang sind zahlreiche geflüchtete Kinder und Jugendlichen, die in den niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen leben, vom Schulbesuch ausgeschlossen. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche aus den sogenannten sicheren Herkunftsstaaten. Ihnen wird das Recht auf Bildung verwehrt. Ihre Zukunftschancen werden beeinträchtigt. Niedersächsische und überregionale Medien berichteten.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat bereits in den vergangenen Monaten und Jahren gemeinsam mit dem Netzwerk AMBA – Aufnahmemanagement und Beratung für Asylsuchende in Niedersachsen sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e.V. wiederholt die Missstände kritisiert und die Landesregierung zum Handeln aufgefordert, so zuletzt im Dezember 2017 und Juli 2017.

Presseberichte

Land verwehrt Kindern von Flüchtlingen die Schule, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung online vom 07. August 2018
Flüchtlingskinder aus sicheren Herkunftsländern dürfen Schule nicht besuchen, in: FOCUS online vom 08. August 2018

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