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Menschenrechte für Geflüchtete!
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                                                                                                                                    Dezember 2017

Liebe Freund_innen und Unterstützer_innen des Flüchtlingsrats,

der nachfolgende Fall gibt Ihnen anstatt vieler Worte einen kleinen Einblick in unsere Arbeit:

Asad Abdissalam*, 24 Jahre, verließ schon als Kind seine Heimat Somalia, einen gescheiterten, von Willkür und Gewalt geprägten Staat. Nahe Verwandte waren erschossen worden. Nach einer Odyssee durch verschiedene afrikanische Staaten wagte er mit 19 die Flucht über das Mittelmeer in einem kleinen, völlig überladenen Boot, das den Wassermassen nicht standhielt und sank. 10 Menschen starben, Asad konnte mit 116 weiteren Überlebenden gerettet werden und wurde nach Italien verbracht, wo er später subsidiären Schutz erhielt.

Doch bietet Italien Schutzberechtigten ohne familiäres Netz keine Perspektiven. Auch Asad fand dort keine Lebensgrundlagen, lebte lange auf der Straße und erkrankte schwer. Er flüchtete weiter nach Schweden, wurde aber nach Italien zurückgeschickt. Schließlich flüchtete er nach Deutschland. Doch auch die deutschen Behörden wollten ihm keinen Schutz gewähren und lehnten seinen Asylantrag ab. Dagegen klagt er vor Gericht. Bis zum Abschluss des Klageverfahrens darf er zunächst bleiben. Der Flüchtlingsrat hat Asad sowie seine Unterstützer_innen intensiv begleitet. Über den Rechtshilfefonds von PRO ASYL konnten die Rechtsanwaltskosten bezuschusst werden.

Asad lebt nun seit über zwei Jahren in Niedersachsen. Sein Kampf um ein Bleiberecht dauert noch immer an. Der Europäische Gerichtshof soll nun klären, ob Schutzberechtigte wie Asad überhaupt nach Italien zurückgeschickt werden dürfen, weil Italien die entsprechenden EU-Richtlinien für Schutzberechtigte verletzt. Vom Ausgang dieses Verfahrens hängt auch Asads weiteres Schicksal ab.

Asad hat in seinem Leben schon viel Gewalt erfahren. Insbesondere die traumatischen Erfahrungen des Bootsunglücks im Mittelmeer setzen ihm bis heute schwer zu. In Deutschland bekam er endlich die so notwendige psychologische Unterstützung. Trotz seines schwierigen Lebensweges hat er inzwischen wieder Mut gefasst. Über ein vom Flüchtlingsrat geleitetes Arbeitsmarktprojekt konnte er an einem berufsbezogenen Deutschkurs teilnehmen. Nun sucht er bereits nach einer Arbeit oder einer Ausbildung.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen unterstützt Menschen wie Asad auf ihrem Weg. Wir wollen verhindern, dass Menschen zwischen europäischen Staaten wie Stückgut hin- und hergeschoben werden, und fordern eine menschenwürdige Lebensperspektive für alle Geflüchteten.

Zur Durchführung unserer Menschenrechtsarbeit sind wir auch auf Ihre und Eure Unterstützung angewiesen. Auch kleinere Beträge helfen uns. Für Ihre Spenden sagen wir herzlich Dank.

Unsere Bankverbindung lautet:
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
Kontonr.: 4030 460 700
BLZ: 430 609 67 (GLS Gemeinschaftsbank eG)

Verwendungszweck: Spende

IBAN: DE28430609674030460700 / BIC: GENODEM1GLS

Herzliche Grüße

Kai Weber
Geschäftsführer

*Der Name wurde geändert.


Der Flüchtlingsrat Niedersachsen ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns: - Konto 4030 460 700 - GLS Gemeinschaftsbank eG - BLZ 430 609 67 - IBAN DE28 4306 0967 4030 4607 00 - BIC GENODEM1GLS - Zweck: Spende, oder werden Sie Fördermitglied im Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.! Spenden an den Flüchtlingsrat sind steuerlich absetzbar.