Forderung nach Schutz für Geflüchtete und Migrant:innen mit Behinderungen !

Anlässlich der am 20. März in Rostock stattfindenden Integrationsministerkonferenz veröffentlicht der Flüchtlingsrat Niedersachsen einen vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein initiierten offenen Brief, mit dem 258 Unterzeichner:innen Schutz vor Diskriminierung für Geflüchtete und Migrant:innen mit Behinderung verlangen.

Unter dem Titel „Gegen rechte Ideologien und für gleiche Menschenwürde!“ fordern die Unterzeichner:innen:

  • Behinderte Menschen und ihre Angehörigen haben einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung und dürfen nicht nur auf eine freiwillige, auf staatlichem Wohlwollen beruhende Härtefallregelung angewiesen sein. Die Ausnahmeregelung, dass behinderte Menschen die Inanspruchnahme von Sozialleistungen nicht zu vertreten haben, ist wieder einzuführen.
  • Asylsuchende und geduldete Kinder und Jugendliche (mit Behinderungen) sind – so wie es im Koalitionsvertrag beschlossen wurde – im Regelsystem Sozialgesetzbuch (SGB) zu versorgen.
  • Für Beziehende von Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist eine bundesweite ausdrückliche Ausnahmeklausel oder ein gesetzlicher Anspruch auf behinderungsspezifische Sozial-, Gesundheits- und Teilhabeleistungen auf SGB-Niveau zu verabschieden, bis ein Regelzugang zum SGB für alle Menschen von Anfang an ermöglicht wird.
  • Die symbolpolitische Einführung einer bundesweiten Bezahlkarte zur Abschaffung von Überweisungs- und Bargeldmöglichkeiten für Asylsuchende und Geduldete ist zu verhindern.
  • Für Unterstützungsstrukturen im Bereich Flucht und Migration sind zusätzliche Fördermittel auf Bund- und Länderebene bereitzustellen, damit sie ihre elementare Arbeit fortführen können.

Den kompletten offenen Brief hier auf der Seite des Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein lesen

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