18.09.2021: Rettungskette für Menschenrechte

 

Foto: Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte e.V. Hannover

Quer durch die Republik haben am Samstag Menschen für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer demonstriert.

Im Aufruf der „Rettungskette für Menschenrechte“ heißt es unter anderem:

„Menschenrechte gelten für uns nicht nur für weiße, privilegierte Europäer. Wir sind gegen eine europäische Politik, die Milliarden zur Abschottung von geflüchteten Menschen einsetzt. In den Lagern innerhalb und außerhalb Europas leben Menschen unter unwürdigen und unmenschlichen Bedingungen. Wir fordern ein Europa, das keine Festung baut, sondern alle Menschen als das behandelt, was sie sind: gleich und frei in Würde und Rechten.“

Die Aktion «Rettungskette für Menschenrechte» reichte von der Nordsee bis zum Mittelmeer und richtete sich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung und die Abschottung der EU-Außengrenzen. In Niedersachsen beteiligten sich Aktivist:innen u.a. aus Holzminden, Celle, Hannover und Barsinghausen an der Aktion.

„Wir sind der Überzeugung,“ so die Sprecherinnen der Barsinghäuser Veranstalter Jutta Sprengel-Steinert und Sybille Busse gegenüber dem Deister Echo vom 13.09.2021, „dass die gegenwärtig in Europa praktizierte Flüchtlingspolitik die Grundwerte, die wir für uns selbst in Anspruch nehmen und für überlegen erklären, im Dreck der Flüchtlingslager und in den kenternden Booten im Mittelmeer verschwinden lässt. Mit unserer Aktion verteidigen wir auch unsere eigenen Rechte und Werte. Es ist uns unverständlich, dass zum Beispiel auch Städten und Landkreisen, die dies wollen, verwehrt wird, mehr Menschen aufzunehmen. Wir wünschen uns eine Politik, die eine geordnete Einwanderung ermöglicht und Verfolgten eine sichere Heimat gibt.“

In Holzminden spannte das regionale Aktionsbündnis Seebrücke Holzminden-Höxter mit der Aktion „Hand in Hand für Menschenrechte“ eine Menschenkette als Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die in Ländern leben, in denen Menschenrechte oft buchstäblich mit Füßen getreten werden, oder aus denen sie flüchten müssen in Sorge um Leib und Leben und ihre Zukunft. In Celle setzten gut 120 Menschen in Form einer Menschenkette zwischen Congress Union und Jägerstraße ein Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer und für die Schaffung sicherer Fluchtwege. Mit ihrer Aktion machten die Teilnehmer:innen Werbung für ein offenes Europa und gegen die „Angst- und Abschottungspolitik der EU“ (siehe Bericht Celler Zeitung vom 19.09.29021). In Hannover organisierte das Netzwerk Flüchtlingshife und Menschenrechte zusammen mit der Gemeinde am Döhrener Turm und dem Janusz-Korczak Verein eine Menschenkette, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen für die Achtung der Menschenrechte, für Seenotrettungsmissionen und eine humane Flüchtlingspolitik. Neben den Initiator:innen beteiligten sich auch Antonio Umberto Riccò, Mitbegründer der AG Lampedusa, sowie Dang Chau Lam, Vorstandsmitglied des Vietnamesischen Zentrums Hannover, mit Wortbeiträgen (siehe den Kurzbericht des Veranstaltungskreises). In Barsinghausen organisierten der Runde Tisch für Integration und Barsinghausen ist bunt e.V. eine Kundgebung mit anschließender Rettungskette über den Thie durch die Marktstraße in Richtung Europaplatz (siehe Bericht Deister Echo vom 19.09.2021).

Über 300 Organisationen beteiligten sich an den vielfältigen Aktionen. Weitere Informationen u8nd Berichte finden sich auf der Homepage der Rettungskette.

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