Das Recht zu bleiben angesichts der Aktualität von Antiziganismus und Ausgrenzung gegenüber Rom*nija auf dem Balkan“

Unter dem Titel „Das Recht zu bleiben angesichts der Aktualität von Antiziganismus und Ausgrenzung gegenüber Rom*nija auf dem Balkan““ and am 15.12.2020 eine Veranstaltung zusammen mit den Kolleg_innen vom Roma-Center in Göttingen Sandra Goerend und Kenan Emini statt. Die Veranstaltung fand im Begleitprogramm der Ausstellung „Signum Mortis“ statt.

Erschütternd an diesem Abend die Schilderungen der Geschichte und Gegenwart von Kettenduldungen, die es laut Politikerverlautbarungen längst nicht mehr geben dürfte. An zwei Beispielen wurde die Gewalt gegen lang hier lebende Rom*nija deutlich, die in ständiger Unsicherheit leben und z.B. wegen drohender Abschiebungen die Schule abbrechen müssen. Die so folgenden Integrations-“Rückstände“ werden ihnen als dann zum Vorwurf gemacht. Bedrückend waren die Schilderungen vor allem, weil die Lebensrealität abgeschobener Rom*nija, die z.B. aus dem Kosovo geflohen, Jahrzehnte später aber nach Serbien abgeschoben werden, dort so erschütternd sind. Sie können sich dort nicht melden und haben also keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Eine bürokratische Tatsache, von der deutsche Behörden sehr wohl wissen, die sie aber nicht interessiert. Ein Blutzoll, so scheint es, den die Politik für den autoritären Teilen in der Politik selbst und der vermeintlichen Wähler_innenschaft zu zahlen bereit ist.

Ausstellung und Begleitprogramm fanden in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. und der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen statt und wurden gefördert von der Stadt Hannover.

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