Schweizer Modell: Mehr Zeit für qualifizierte Beratung im Asylverfahren

Auf der UNHCR-Tagung am 20./21.06. hat Constantin Hruschka das neue Modell der Verfahrensgestaltung in der Schweiz vorgestellt, das u.a. damit wirbt, dass Flüchtlinge durch eine bessere Vorbereitung, unabhängige Rechtsberatung und Stellungnahmemöglichkeit zur (beabsichtigten) Entscheidung die Qualität der Bescheide verbessert und unter dem Strich auch Geld einspart, weil weniger Rechtsmittel eingelegt werden.

Das vorgestellte Modell bezieht sich nicht auf die auch in der Schweiz üblichen Schnellverfahren für Flüchtlinge aus sog. „sicheren Herkunftsländern“. Auch ansonsten ist in der Schweiz nicht alles Gold was glänzt, Dublinverfahren werden z.B. in der Schweiz sehr rigide und in großer Zahl vollzogen. Es ist dennoch bemerkenswert und durchbricht die gängige Logik, wenn Zeit für eine unabhängige Beratung und erneute Stellungnahmemöglichkeit eingeplant wird, um zu qualitativ besseren Entscheidungen zu kommen. Weitere Informationen finden sich auf

www.asylgesetzrevision.ch

Das ist die Webseite, die die Schweizerische Flüchtlingshilfe im Zuge des Abstimmungskampfes für die Abstimmung am 5. Juni 2016 mit einfach verständlichen Informationen zum Verfahren bestückt hat. Am 5. Juli ist Constantin Hruschka abends in Hannover für einen Vortrag bei der Refugee Law Clinic. Dr. Constantin Hruschka ist Jurist, Lehrbeauftragter der Uni Bielefeld und arbeitet in der Geschäftsleitung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Ort: Raum 013 (Erdgeschoss) im Conti-Hochhaus (Königsworther Platz 1, 30167 Hannover)

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