„Geh deinen Weg!“ Deine Rechte als Frau in Deutschland

FrauenDer Infoflyer für weibliche Flüchtlinge wurde von Birte Vogel erstellt, die allein das Copyright für den Text hat. Der Flyer beschreibt in nüchternen Worten die Rechte von (Flüchtlings-)Frauen in der deutschen Gesellschaft und im Asylverfahren.

Im Flüchtlingsrat gibt es zu dem Flyer auch kritische Stimmen, weil der Flyer an manchen Stellen Wertungen vornimmt, die nicht von allen geteilt werden. Wenn es zum Beispiel heißt: „In Deutschland sind nicht Frauen, die Gewalt erfahren haben, schlecht angesehen, sondern nur Menschen, die Gewalt ausüben“, so entspricht das nicht immer der Erfahrung von Frauen, die Gewalt in Deutschland zur Anzeige bringen. Andere kritisieren, dass der Flyer teilweise provokative Formulierungen benutzt, statt das Verbindende zu betonen. Wenn z.B. das Recht der Frau postuliert wird, „in einer Kneipe Alkohol zu trinken“ (statt z.B. „in die Disko zu gehen“), wird dies eben auch als Affront gegen religiöse Wertvorstellungen derjenigen verstanden, die der Flyer doch erreichen will.

Wir haben uns dennoch entschlossen, den Flyer zu bewerben und zu verlinken, weil wir darin einen wichtigen Diskussionsanstoß sehen und die Debatte um dieses Thema wichtig finden. In der Anmoderation schreibt Birte Vogel:

Geh deinen Weg! Deine Rechte als Frau in Deutschland“ informiert sie über einige der wichtigsten Punkte der Gleichberechtigung, die sich aus dem Grundgesetz (Artikel 1 und Artikel 3.2) ableiten und den Frauen selbstverständlich zustehen:

  • das Recht auf Bildung,
  • das Recht auf freie Berufswahl,
  • das Recht, das selbst verdiente Geld selbst zu verwalten,
  • das Recht, sich eine_n Partner_in unabhängig von Geschlecht, Religion oder Herkunft dieser Person zu wählen,
  • das Recht, ihre Partnerschaft oder Ehe zu beenden,
  • das Recht, sich zu kleiden und die Freizeit so zu gestalten, wie sie es möchten,
  • das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit
  • u. v. m.

Geh deinen Weg! Deine Rechte als Frau in Deutschland“ wurde von mir erstellt und von zahlreichen, ehrenamtlichen Helfer_innen gegengelesen. Aktuell wird er in insgesamt 19 Sprachen übersetzt. (…)

Interessierte dürfen/müssen den Flyer selbst drucken (lassen). Für Ehrenamtliche ist die Nutzung kostenlos; für Behörden, Wohlfahrtsverbände usw. gibt es spezielle Nutzungsbedingungen. Interessierte wenden sich wegen der Nutzungsbedingungen bitte direkt an Frau Vogel, die über das Kontaktformular des Informationsportals über Hilfsprojekte für Flüchtlinge „wie kann ich helfen?“ zu erreichen ist.


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