Tag des Flüchtlings

Anlässlich des heutigen „Tag des Flüchtlings“ haben PRO ASYL und Amnesty International eine gemeinsame Presseerklärung herausgegeben.
In dieser kritisieren sie unter anderem den Umgang Deutschlands mit syrischen Flüchtlingen, welche durch den vorübergehenden Abschiebestopp nicht dauerhaft in Sicherheit sind.
Zwar hat Deutschland sich im Rahmen des Resettelment-Programms zur Aufnahem von 300 Flüchtlingen pro Jahr bereiterklärt. Diese Zahl ist jedoch, verglichen mit anderen europäischen Ländern sowie unter Berücksichtigung der zu erwartenen Zahl der Hilfsbedürftigen, viel zu gering.
Kritisiert wird zudem die Flüchtlingspolitik der EU im Allgemeinen, wobei die Situation für Asylsuchende besonders  in den Ländern der EU-Außengrenzen (Griechenland, Malte, Italien, …) immer dramatischer wird. So wird vor allem der Umgang Italiens mit libyschen (Boots-) Flüchtlingen gerügt.

In einer zweiten Pressemitteilung fordert PRO ASYL ein Aufnahme- und Integrationskonzept für Flüchtlinge, da es in Folge steigender Flüchtlingszahlen ansonsten zu Unterbringungsproblemen in einigen Teilen Deutschlands kommt.
Dabei warnt PRO ASYL vor einer „verbalen Aufrüstung“ gegen Flüchtlinge, da keinesfalls von einem „Ansturm“ gesprochen werden kann. Außerdem stellt PRO ASYL fest, dass „keiner wegen ein paar Euro mehr“ aus seiner Heimat flieht, sondern die Fluchtgründe vielmehr Krieg und Unterdrückung sind.
Außerdem unterstützt PRO ASYL die Initiative mehrerer Bundesländer, das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen, da es Menschen ausgrenzt und Integration verhindert.
Darüber hinaus fordert PRO ASYL den Zugang zu Deutschkursen, zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie eine Unterbringung in Wohnungen.

Bilderstrecke der Tagesschau anlässlich des Tags des Flüchtlings

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