Sudanesische Flüchtlinge Protestieren beim UNHCR gegen Umgang mit Asylanträgen und Lebensbedingungen in Deutschland

Vor wenigen Tagen haben sudanesische Flüchtlinge aus Niedersachsen, die sich im Asylverfahren befinden und z.T. im Lager Braunschweig (u.a. Erstaufnahmeeinrichtung) leben, eine Protestnote an den UNHCR geschickt.
Die sudanesischen Asylbewerber stellen darin fest, dass im Sudan die Menschenrechte massiv verletzt werden und die Regierung durch den kriminellen Omar Hassan Ahmed Al Bashir kontrolliert wird. Obgleich dies vom UN-Menschenrechtskommissar bestätigt wird, leugne die deutsche Regierung diese Fakten.
Die sudanesischen Flüchtlinge werfen der Bundesregierung vor, dass Asylverfahren nicht nach humanitären Gesichtspunkten sondern nach politischem Interesse entschieden würden.
Sie hätten somit nur drei Möglichkeiten:
1. Während des Wartens auf eine Asylentscheidung langsam das Leben zu verlieren
2. In den Sudan zurückzukehren und dann schnell das Leben zu verlieren
3. Die eigene Lebenssituation versuchen zu verbessern, in dem man sich in einen Bereich illegaler Aktivitäten begibt
Im September 2010 haben sich zehn sudanesische Asylsuchende in Braunschweig getroffen. Sie haben festgestellt, dass die Lebenssituation der AsylbewerberInnen inakzeptabel ist durch z.B. Arbeitsverbot und Residenzpflicht.
Die sudanesischen Flüchtlinge erklären, dass sie sich hier verfolgt und diskriminiert fühlen und als Kriminelle betrachten werden und nicht als Schutzsuchende. „Wir suchen Schutz vor dem Beschützer (der deutschen Regierung)“, heißt es in der Protestnote.
Die sudanesischen Flüchtlinge in Niedersachsen fordern die Menschenrecht für sich ein, um ein Leben in Freiheit und Würde führen zu können.
Sie bitten den UNHCR an Stelle der deutschen Behörden ihre Asylanträge zu bearbeiten.

Protestnote hier lesen: Protestnote an UNHCR

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