Fachinformation des DRK-Suchdienstes zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen (Februar 2020)

Die neue Ausgabe der Fachinformationen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK-Suchdienst) von Februar 2020 zum Thema Familiennachzug konzentriert sich in erster Linie auf den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten und beschäftigt sich mit der aktuellen Rechtsprechung und deren Auswirkungen auf die Beratungspraxis. Dabei wird ein besonderer Augenmerk insbesondere auf den Nachzug zu unbegleiteten minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten (UMF) gelegt, auch in den Fällen, wenn die Volljährigkeit bevorsteht. Ein Problem entsteht dann, wenn die inländischen Behörden die Bearbeitung verzögern. Weitere skizzierte Probleme sind die Art der Bewertung der Integrationsleistungen der in Deutschland lebenden Stammpersonen sowie die wiederholte Anforderung, dass die Familien in einem Drittland die familiäre Lebensgemeinschaft herstellen sollen. Die Fachinformation weist außerdem auf bevorstehende Rechtsprechung hin, etwa auf die Konstellation des Elternnachzugs zu subsidiär schutzberechtigten UMF nach Eintritt von deren Volljährigkeit.

Unabhängig von den Fallkonstellationen mit UMF werden weiterhin höchstgerichtliche Entscheidungen erwartet in Einzelfällen, in denen eine Eheschließung nach der Flucht aus dem Herkunftsland erfolgt ist.

Im zweiten Teil greift die Fachinformation dann das Thema der Praxis der Verwaltungsbehörden auf. Hierbei werden Themen wie die Verwirkung (Erlöschen) eines Rechtsanspruchs auf privilegierten Familiennachzug nach (mindestens einem Jahr) Untätigkeit seitens der nachzugswilligen Angehörigen dargestellt, aber auch Praxishinweise gegeben, etwa über die besondere Bindung an ein Drittland als möglichen Ausschlussgrund für einen Nachzug.

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Fachinformationen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK-Suchdienst) von Februar 2020 zum Thema Familiennachzug

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