Flüchtlingsrat: Ende der Hängepartie für Flüchtlingspat_innen

Die finanzielle Verpflichtung zur Rettung bedrohter Syrer_innen aus den Kriegswirren schien überschaubar. Viele Flüchtlingshelfer_innen in Niedersachsen fürchten aber bereits seit längerem, tausende Euro an Behörden zurückzahlen zu müssen. Der Flüchtlingsrat hat nun die Landesregierung eindringlich zum Beenden der Hängepartie und dem Einrichten eines Hilfsfonds aufgerufen. „Die Bürger und Bürgerinnen müssen irgendwann wissen, woran sie sind“, sagte der Geschäftsführer des Flüchtlingsrats, Kai Weber, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt geht es um drei bis vier Millionen Euro, etwa 5200 Menschen in Niedersachsen übernahmen eine Bürgschaft.

Zwar hat das Innenministerium den Betroffenen zugesagt, sie nicht im Regen stehen zu lassen, über wohlfeile Worte hinaus steht eine praktische Lösung aber weiter aus, sagte Weber. Auch wenn das Geld derzeit nicht eingetrieben werde, hätten Gerichte Betroffene zur Rückzahlung fünfstelliger Euro-Summen verurteilt. „Die können nicht mehr schlafen.“ Der Flüchtlingsrat will nun Proteste organisieren.

Schreibe einen Kommentar