Expertise: Rassistische Straftaten – Warum die Zahlen der Behörden zu niedrig sind

In Deutschland kommt es fast täglich zu rassistischen Straftaten. Doch nur ein Teil davon taucht in der Statistik zur „Politisch motivierten Kriminalität“ (PMK) auf. Woran das liegt, erklärt die Rechtsanwältin Kati Lang in einer Expertise für den MEDIENDIENST:
  • Die PMK spiegele lediglich die polizeiliche Einschätzung der Tat wider. Wird erst später – etwa im Gerichtsverfahren – bekannt, dass die Straftat rassistisch motiviert war, gehe das in der Regel nicht in die Statistik ein.
  • Polizeibehörden seien nicht ausreichend für Rassismus sensibilisiert. Das könne dazu führen, dass sie rassistische Straftaten nicht als solche erkennen und dementsprechend falsch erfassen.
  • Nicht alle Betroffenen zeigen rassistische Straftaten an – auch, weil sie wenig Vertrauen in die Polizei haben, so Lang. Opferberatungsstellen, die eigene Statistiken führen, registrieren daher deutlich mehr Delikte als die Behörden.
Die Expertise finden Sie hier.
Zudem hat der Mediendienst Integration die Ergebnisse in einem Artikel zusammengefasst.

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