
Wir trauern um Kass Kasadi, langjähriger Vorsitzender und Motor des Vereins Baobab – zusammensein e.V., der nach schwerer Krankheit am 21.03. verstarb.
Geboren 1960 im Kongo, floh er als verfolgter Student Anfang der 90er Jahre nach Deutschland, das ihm in den vergangenen 34 Jahren zur Heimat wurde. Mit unerschütterlicher Entschlossenheit setzte sich Kass Kasadi Zeit seines Lebens – gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und WegbegleiterInnen – aus tiefster Überzeugung für Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Menschlichkeit ein.
Im Laufe seines Lebens engagierte sich Kass in vielen demokratischen Projekten. Viele werden Kass, einen der tragenden Säulen migrantischer Selbstorganisation und Projektarbeit in Hannover, auch noch aus anderen Zusammenhängen kennen, beispielsweise im Kontext des Netzwerks „Nigerian Association in Niedersachsen“, die Kass begleitete und in ihrem Kampf für ein Bleiberecht unterstützte.
Die Arbeit gegen FGM/C sowie die Unterstützung betroffener Frauen wurde ihm zur Lebensaufgabe. Sein Einsatz war geprägt von Mitgefühl, Menschlichkeit und einer inneren Stärke, die viele Menschen bewegt, inspiriert und nachhaltig geprägt hat. Wo Hoffnung fehlte, schenkte er sie anderen. Wo Verzweiflung herrschte, brachte er Mut und Zuversicht. Sein Wirken wird weit über sein Leben hinaus nachhallen. Wir werden ihn schmerzlich vermissen.
Flüchtlingsrat Niedersachsen
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