Inklusiv ankommen – Barrieren überwinden
Geflüchtete Menschen mit Behinderungen stoßen auch in Niedersachsen auf zahlreiche Barrieren. Viele Beratungs- und Unterstützungsangebote sind nicht barrierefrei, nur schwer erreichbar oder nicht ausreichend auf ihre Lebenssituation ausgerichtet. Besonders in ländlichen Regionen fehlt es häufig an geeigneten Anlaufstellen.
Hinzu kommt eine Lücke zwischen Migrations- und Teilhabeberatung: Während die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) nicht zu asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen berät, umfasst die Migrationsberatung in der Regel keine Beratung zu Sozial- und Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen. Genau hier setzt unser Projekt an:
(Orientierungs-)Beratung aus einer Hand
Im Mittelpunkt von „Inklusiv ankommen – Barrieren überwinden“ steht eine landesweite, barrierearme Fachstelle. Sie berät geflüchtete Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus oder davon, ob ihre Behinderung amtlich festgestellt wurde.
Unser kultursensibles Angebot umfasst unter anderem die Beratung zu:
- Sozial- und Teilhabeleistungen,
- asyl- und aufenthaltsrechtliche Fragen,
- den Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten sowie
- weitere Anliegen rund um Flucht, Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Beratung findet telefonisch, digital und bei Bedarf und nach Möglichkeit auch aufsuchend statt. Damit erreichen wir auch Menschen, die bestehende Beratungsstellen aufgrund von Barrieren, eingeschränkter Mobilität oder großer Entfernungen nur schwer nutzen können.
Angebote vernetzen und Versorgungslücken schließen
Die Fachstelle verbindet Migrationsberatung, Teilhabeberatung, psychosoziale Zentren und weitere Unterstützungsangebote. Sie vernetzt Akteur*innen, bündelt Wissen und fördert die dauerhafte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beratungsbereichen.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt bringen wir außerdem in Fachgremien, politische Gespräche und öffentlichkeitswirksame Formate ein. Dadurch machen wir die bislang häufig unsichtbaren Lebenslagen geflüchteter Menschen mit Behinderungen sichtbar und stärken ihre Interessen in Gesellschaft, Politik und Verwaltung.
Unser Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Versorgungslücken zu schließen und die Teilhabechancen geflüchteter Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern.
Für die finanzielle Unterstützung und Ermöglichung des Projekts danken wir herzlich!



Kontakt
Für Fragen, Anregungen und einen fachlichen Austausch stehen wir Ihnen und euch gerne zur Verfügung:
Bartlomiej Bontzol
0177 – 45 90 558
bb@nds-fluerat.org
Muzaffer Öztürkyilmaz
0511 – 98 24 60 38
moy@nds-fluerat.org
Wenn Sie individuell Beratung und Unterstützung brauchen, wenden Sie sich bitte an ...