Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen – verselbstständigt

Das Netzwerk für traumatisiert Flüchtlinge (NTFN) sucht strukturelle Probleme beim Zugang von Flüchtlingen zu psychosozialer Hilfe zu beheben und bis dahin zu kompensieren. Seit November 2007 ist das NTFN ein eigenständiger Verein. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.ntfn.de/.

Flyer des NTFN (2,5 MB)

Gründungsgeschichte des Vereins

Am 27. November hat sich der Verein NTFN – Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge im Ärztehaus in Hannover gegründet.

Zum Vorstand des neuen Vereins wurden gewählt:

  • Susanne Schröder
  • (Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Ausländerrecht)
  • Martin Roger
  • (amnesty international, Asylbeauftragter für Niedersachsen) Dr. Gisela Penteker
  • (IPPNW Arbeitsgruppe Flüchtlinge, Flüchtlingsrat Nds.)

Als Beisitzerinnen wurden gewählt:

  • Dr. Birgit Niebler (Ärztin)
  • Faiema Sediq (Ärztin)

Außerdem wurde ein Beirat berufen. Diesem gehören bisher an:

  • Dr. Cornelia Goesmann (Vizepräsidentin der Bundesärztekammer)
  • Gertrud Corman-Bergau (Vizepräsidentin Psychotherapeutenkammer Niedersachsen)
  • Dr. Lutz Besser (Zentrum für Psychotraumatologie Niedersachsen)

Weitere Beiratsmitglieder sollen berufen werden.

Ziele des Vereins

  • Fachgerechte Versorgung traumatisierter Flüchtlinge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus
  • Verbesserung des Zugangs der Flüchtlinge zu psychotherapeutischer Hilfe
  • Berücksichtigung der besonderen Situation traumatisierter Flüchtlinge in Recht und Verwaltung

Der Vereinsbeitrag beträgt 60 Euro im Jahr, für Menschen ohne Einkommen 20 Euro und für juristische Personen (institutionelle Mitglieder) 120 Euro. Die Vereinssatzung finden Sie hier: satzung2.doc. Eine Beitrittserklärung finden Sie hier: beitrittserklarung.doc Nähere Informationen erhalten Sie unter kl@nds-fluerat.org

Das NTFN setzt sich für die Rechte und für die psychotherapeutische Versorgung traumatisierter Flüchtlinge in Niedersachsen ein

Auf einen Aufruf der Ärztekammer Niedersachsen und der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen haben sich schon erfreulich viele ÄrztInnen und Psychologische PsychotherapeutInnen gemeldet, die – nach Absprache – eine psychotherapeutische Behandlung, stützende Gespräche oder Erstinterventionen für traumatisierte Flüchtlinge übernehmen wollen. Die ÄrztInnen und TherapeutInnen sind in Kliniken oder ambulant in eigener Praxis tätig, haupt- oder nebenberuflich, im Ruhestand oder in der Familienphase. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen übernimmt dabei derzeit – im Rahmen eines EU-geförderten Projektes – die Vermittlung von Anfragen nach psychotherapeutischer Versorgung. Wir helfen auch bei der Frage der Kostenübernahme für TherapeutInnen und/oder DolmetscherInnen. Bei juristischen Fragen vermitteln wir Fachanwälte, die sich zur Mitarbeit im NTFN bereit erklärt haben. Das NTFN setzt sich ein

  • für fachgerechte Versorgung traumatisierter Flüchtlinge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus
  • für hohe fachliche Standards für Gutachten über Traumatisierung
  • für die Verbesserung des Zugangs der Flüchtlinge zu psychotherapeutischer Hilfe
  • für die Vernetzung des medizinischen, psychologischen, sozialpädagogischen und rechtlichen
  • Sachverstands zur Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge
  • für ein Aufenthaltsrecht für Traumatisierte, die bei Rückkehr retraumatisiert werden könnten oder
  • keine fachgerechte Behandlung erwarten können
  • dafür, dass die Situation traumatisierter Flüchtlinge in Recht und Verwaltung berücksichtigt wird

Das NTFN bietet

  • Fortbildungen in der ßrztekammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie in Niedersachsen und der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
  • eine Supervisionsgruppe für TherapeutInnen und BeraterInnen (zunächst in Lüneburg, weitere Supervisions- oder Intervisionsgruppen bei Bedarf)
  • telefonische Fachberatung von TherapeutInnen für TherapeutInnen
  • Unterstützung in aufenthaltsrechtlichen Fragen und Vermittlung begleitender Hilfen

Wir freuen uns, wenn auch Sie sich für die Mitarbeit interessieren, und beantworten gerne Ihre Fragen. Bitte melden Sie sich bei

  • Gertrud Corman-Bergau, Psychotherapeutenkammer Niedersachsen – info@pk-nds.de
  • Dr. Cornelia Goesmann, Bezirksstelle Hannover der Ärztekammer Niedersachsen – 0511 / 3804357
  • Karin Loos, Flüchtlingsrat Niedersachsen – kl@nds-fluerat.org, 05121 / 102686, Langer Garten 23 b, 31137 Hildesheim
  • Martin Roger, amnesty international – roger.amnesty@htp-tel.de

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns: - Konto 4030 460 700 - GLS Gemeinschaftsbank eG - BLZ 430 609 67 - IBAN DE28 4306 0967 4030 4607 00 - BIC GENODEM1GLS - Zweck: Spende, oder werden Sie Fördermitglied im Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.! Spenden an den Flüchtlingsrat sind steuerlich absetzbar.


Ab März 2017 bieten wir keine offene Sprechstunde mehr an, um unsere Beratungstätigkeit effektiver und gezielter gestalten zu können. Bitte nehmen Sie bei Beratungsbedarf telefonisch oder per Email Kontakt mit uns auf. Wir werden uns schnellst möglich bei Ihnen melden und ggf. gern einen Beratungstermin vereinbaren.