Übergang in die Volljährigkeit

Der Übergang in die Volljährigkeit

Der Übergang zur Volljährigkeit kann zu einer abrupten Beendigung der Jugendhilfe und damit auch dem bestehenden Unterstützungsnetzwerk oder sogar Schulzugangs führen.

Doch bei jungen Menschen in Erziehungshilfen endet mit der Volljährigkeit nicht zwangsläufig der Jugendhilfebedarf. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben Anspruch auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe, diese ist möglich bis zum 27. Lebensjahr.

Um die Jugendlichen entsprechend ihres Bedarfs weiter durch Leistungen der Jugendhilfe zu unterstützen, kann ein Antrag auf Hilfe für junge Volljährige nach §41 SGB VIII gestellt werden.

Ergänzend hierzu eine Arbeitshilfe zur Beantragung der Hilfe für junge Volljährige des Bundesfachverbandes UMF:

http://www.b-umf.de/images/Hilfen_fuer_junge_Volljaehrige_Arbeitshilfe.pdf

 

 

 Notwendig: Unterstützung über die Volljährigkeit hinaus

Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit gibt in ihrem aktuellen Kurzbericht eine klare Empfehlung zur Unterstützung von jungen Geflüchteten über die Volljährigkeit hinaus. Abrupte Hilfebeendigungen im Rahmen der Jugendhilfe führen häufig zu einem Ausbildungsabbruch der jungen Menschen. Darüber hinaus wird eine Schulpflicht über das 18. Lebensjahr hinaus gefordert sowie die Aufhebung von Zugangshürden für junge Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern.

http://doku.iab.de/kurzber/2016/kb1316.pdf

 

Für einen gelingenden Übergang aus der Jugendhilfe in ein selbstständiges Leben:16 Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger

Wie kann der Übergang junger Menschen aus der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit gestaltet werden?

Hierzu geben die aktuellen Handlungsempfehlungen des Careleaver Kompetenznetz für Jugendhilfeträger wichtige Antworten. Diese basieren auf dem Erfahrungswissen von Careleavern und Fachkräften. Careleaver sind junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in stationären Hilfen verbracht haben.

Unter folgendem Link sind die Handlungsempfehlungen aufzurufen:

http://www.b-umf.de/images/handlungsempfehlungen_careleaver.pdf


Der Flüchtlingsrat Niedersachsen ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns: - Konto 4030 460 700 - GLS Gemeinschaftsbank eG - BLZ 430 609 67 - IBAN DE28 4306 0967 4030 4607 00 - BIC GENODEM1GLS - Zweck: Spende, oder werden Sie Fördermitglied im Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.! Spenden an den Flüchtlingsrat sind steuerlich absetzbar.