Hintergrundbericht der HAZ

Vor drei Jahren hat Gazale Salame ihren Mann und ihre zwei Töchter das letzte Mal gesehen. Die junge Mutter verließ ihre Familie nicht freiwillig “ sie wurde abgeschoben. Ihr Mann Ahmed Siala kennt seinen kleinen Sohn, der in der Türkei auf die Welt kam, nur von Fotos. Wie übersteht die Familie diese Trennung?

Gazale Salame im September des vergangenen Jahres in Izmir. Sie leidet auch gesundheitlich. Ihr fielen die Haare aus, sie hat Ohrgeräusche und jetzt einen Bandscheibenvorfall.

Schams war anderthalb Jahre alt, als sie Deutschland verlassen musste. Dem Mädchen fehlen seine großen Schwestern.

„Sie hat sehr viel Power“

Dingelbe. Fast jeden Tag spricht Ahmed Siala mit seiner Frau Gazale. Aber nur am Telefon, die beiden können sich nicht sehen. Seit drei Jahren schon. Er lebt in Deutschland, sie in der Türkei. Allerdings nicht freiwillig. Gazale Salame ist am Morgen des 10. Februar 2005 in die Türkei abgeschoben worden. In ein ihr unbekanntes Land. Ihre Eltern kommen aus dem Libanon, sie wuchs in Deutschland auf.
An diesem Morgen im Februar sah Ahmed Siala seine Frau und seine kleine Tochter Schams das letzte Mal, wie sich herausstellen soll für lange Zeit. Auch die Töchter Nura und Amina müssen von ihrer Mutter, die ein Baby erwartet, Abschied nehmen. In der Türkei bringt Gazale ihren Sohn Ghasi zur Welt – der Vater kennt bis heute nur Fotos von ihm. „Ich dachte damals, die Trennung ist nur für kurze Zeit, und die Politiker besinnen sich, werden eine Familie, die 18 Jahre lang in Deutschland lebt, nicht trennen“, sagt Ahmed Siala. Doch der heute 28-Jährige irrte sich. Nun ist er unfreiwillig alleinerziehender Vater von zwei Mädchen im Alter von neun und zehn Jahren.
Weil er als Fleischer viel arbeitet und seine Kinder nicht den ganzen Tag über allein lassen wollte, gab er seine Wohnung in Kemme auf. Im vergangenen August zog er nach Dingelbe zu seinen Eltern und seinem Bruder. „Hier haben die Mädchen den ganzen Tag über Ansprechpartner“, sagt Siala. Die sprechen allerdings mehrheitlich arabisch.
Gerade bei den Hausaufgaben können sie den Mädchen daher kaum helfen. Amina (10) und Nura (9) besuchen die Grundschule in Schellerten. Sie gehen mit Freude zur Schule. Besonders Amina lernt gern. Sie mag fast alle Fächer, sogar Mathe, weil „ihr Lehrer so toll ist“. „Ich möchte gern auf ein Gymnasium gehen“, sagt das Mädchen. Vater Ahmed schaut sie lange an und sagt: „Da müsstest Du aber mehr lernen, wenn Du das willst.“
Oftmals zanken sich die Schwestern wegen Nichtigkeiten. „Das haben sie früher nicht getan“, stellt der Vater fest. Seine Mädchen hätten sich sehr verändert, seit dem ihre Mutter weg ist. Sie fühlten sich oft einsam, seien früher einfach glücklicher gewesen. Wenn sie Probleme haben oder reden wollen, gehen sie zu ihrem Vater. Siala hofft, dass das auch so bleibt, wenn die Mädchen in die Pubertät kommen. „Da wird ihnen ihre Mutter noch mehr fehlen. Denn mit Großmüttern redet man in diesem Alter nicht gern über seine Probleme“, weiß der Vater. ßber Sorgen, Nöte und Alltägliches spricht Siala mit seiner Frau am Telefon. Und wenn sich Gazale über ihren Mann aufregt, wirft sie auch schon einmal den Hörer auf. Siala schmunzelt und erzählt; „Sie ist eine sehr impulsive Frau, hat sehr viel Power und sagt ihre Meinung. Das mag ich an ihr. Wir verstehen uns einfach gut“.
Seit zwölf Jahren sind die zwei ein Paar. 1996 ließen sie sich in einer Moschee trauen. Eine Eheschließung, die der deutsche Staat nicht anerkennt. „Eine standesamtliche Heirat war nicht möglich, weil wir keine Ledigkeitsurkunde aus dem Libanon vorlegen konnten.“ Dennoch schlossen sie für sich den Bund fürs Leben.
Dass sie jetzt getrennt leben müssen, ist für Siala nicht nachvollziehbar. „Unsere Familien haben ihre Herkunft nicht verschleiert“, betont er. Als seine Eltern mit ihm nach Deutschland kamen, war er acht Jahre alt. Damals habe er sich sehr behütet in diesem Land gefühlt, erlebte eine glückliche Kindheit. „Im Grundgesetz steht, dass Familien geschützt werden müssen. Was ist mit meiner Familie?“, fragt Siala immer wieder. „Haben wir kein Recht darauf?“ Es sei schließlich kein Verbrecher oder Terrorist. Er habe sich seinen Strafregisterauszug bestellt, damit er das jedem beweisen kann, der daran zweifelt.
Siala kämpft weiter für seine Familie, wünscht sich nichts mehr, als dass seine Frau Gazale, Schams und Ghasi wieder nach Deutschland kommen dürfen, sie wieder eine Familie sind. Hier sollen seine Kinder in Freiheit aufwachsen, Chancen für ein gutes Leben bekommen. Er gehe nicht in ein Land, in dem seine Kinder nicht frei aufwachsen können. „Ich werde meinen Töchtern kein Kopftuch aufzwingen“, sagt er bestimmt.
Im September oder Oktober wird über sein Aufenthaltsrecht erneut verhandelt, inzwischen vor dem Bundesverwaltungsgericht. „Ich gehe nötigenfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte“, sagt Siala. Im vergangenen Herbst hatte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden, dass auch er das Land verlassen muss. Er legte Revision ein und stellte den Antrag, seine Frau in der Türkei besuchen zu dürfen, danach aber wieder nach Deutschland einreisen zu können. Der Landkreis teilte Siala im Dezember mit, dass das Auswärtige Amt keine Möglichkeit sieht, ihm und seinen Töchtern ein Visum zu erteilen. So wird weitere Zeit verstreichen, in der die Familie sich nicht sehen kann. Aber wie erhält ein Paar seine Beziehung über die Entfernung und die lange Zeit? „Unsere gemeinsamen Kinder geben uns Kraft, Hoffnung und Halt“, sagt Siala. Und die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben in Deutschland will er nicht aufgeben. „Wenn meine Frau und ich uns wiedersehen, werden wir ganz von vorn anfangen“, sagt er. Er denke, dass Gazale und er sich dann ein halbes Jahr nur für sich gönnen werden. Seine kleine Tochter Schams, sein „Sonnenschein“, werde er sicher auch keine Minute aus den Augen lassen. „Wahrscheinlich werde ich dann immer vor der Schule auf sie warten, aus Angst, sie wieder zu verlieren.“

„Bitte helfen Sie mir“

Izmir. Die Tasche, die Gazale Salame am 10. Februar 2005 kurz vor ihrer Abreise gepackt hat, ist immer noch nicht ausgeräumt. Wieder und wieder sortiert sie ihre Sachen hinein, in der Hoffnung, die Tasche nur greifen zu müssen, um schnell die Heimreise nach Deutschland antreten zu können. Bis jetzt hat sie vergebens gehofft. Die 27-Jährige und ihre zwei Kinder bewohnen ein altes Haus am Rande von Izmir, sie schlafen auf Matratzen. „Ich möchte mich hier gar nicht einrichten. Ich will endlich wieder nach Hause“, sagt sie am Telefon. „Heimkehren“, das ist offenbar der Gedanke, der sie beherrscht. Salame möchte wieder zu ihren Kindern und ihrem Mann.
Ihre Stimme klingt warm, fest und freundlich. Doch ab und zu wird sie brüchig, hört man ihre Verzweiflung, schon bevor sie sie ausspricht: „Ich halte das hier kein Jahr mehr aus.“ Sie sei krank geworden in den vergangenen drei Jahren. Die Haare fielen ihr aus, Ohrgeräusche (Tinnitus) plagen sie ebenso wie Lähmungserscheinungen in den Beinen und Depressionen. Jetzt ist noch ein Bandscheibenvorfall dazu gekommen. „Ich kann mich vor Schmerzen kaum bewegen“, sagt sie. Im Hintergrund lautes Geschrei. Gazale Salame entschuldigt sich, sie müsse das Gespräch kurz beenden, ihre Kinder streiten sich wieder. „Rufen Sie noch einmal an?“, fragt sie.
Minuten später beim erneuten Anruf ist es wieder ruhig im Hintergrund. Die Mutter hat mit ihren Kindern einen kleinen Spaziergang gemacht. Den Kleinen fehlen Gleichaltige und auch Platz zum Spielen. Die Spielplätze seien heruntergekommen, in ihrem Haus gibt es kaum Spielzeug. Sie kann keines kaufen, weil sie nur wenig Geld hat. Auch die Betreuung der Kleinen in Kindergärten ist nicht finanzierbar. 400 Euro überweist ihr Mann jeden Monat. Nicht viel, wenn man von Lebensmitteln bis zur Windel alles davon kaufen muss. In ihrer Wohnung gibt es kein Warmwasser, keine Heizung. Nur einen Holzofen, den sie befeuern muss. Mit den starken Rückenschmerzen ist die Schlepperei des Brennholzes eine Qual.
„Die Menschen hier beten für mich, damit ich nach Hause zu meiner Familie kann“, sagt Gazale Salame. Das ist aber auch schon fast alles, was ihre Nachbarn und Bekannten für sie dort tun, denn in der Türkei ist sie nach wie vor eine Fremde. „Wenn eine Frau jung und schön ist, darf sie hier nicht allein wohnen. Sie gehört zu ihrem Ehemann“, sagt sie. Die Mutter versteht die Leute um sie herum. In einem Sprachkursus lernte sie schnell die Landessprache, um nicht mehr auf die Hilfe von Dolmetschern angewiesen zu sein. „Gerade als Schwangere wollte ich die ßrzte verstehen können“, erklärt sie.
Mit der Sprache hat die Verständnislosigkeit für ihre Situation hingegen nichts zu tun. „Ich habe doch nichts verbrochen“, sagt sie. Ihre Eltern und ihre acht Schwestern leben in Deutschland. Warum sie nicht? Jetzt setzt die Mutter all ihre Hoffnung auf die Macht der deutschen Kirchen, vielleicht können die ja etwas für sie bewirken. „Ich frage meinen Mann immer wieder, ,warum unternimmst Du nichts?““ Und dann schreie sie ihn an, sie wolle zu ihren Kindern. Das Paar streitet mittlerweile oft am Telefon. Das war anfangs nicht so, da sagten sie sich oft, wie sehr sie sich vermissen. Jetzt wirft Gazale Salame ihrem Mann manchmal vor, dass er sie nicht mehr liebe. Obwohl sie wisse, dass es nicht so ist. „Ich liebe ihn, und er liebt mich“, sagt die Frau.
Sie quält dennoch die Angst, dass ihr Ahmed sich in eine andere Frau verlieben könnte. Aber das ist nur eine von vielen ßngsten. „Was wird in meinem Leben noch auf mich zukommen?“, fragt sie. Eine Zukunft in der Türkei könne sie sich nicht vorstellen. „Manchmal will ich sterben, weil ich nicht so viel Verantwortung alleine tragen kann“, sagt sie leise. Im Hintergrund wird es wieder laut, Gazale ruft ihre Kinder zur Ordnung.
Ghasi und Schams werden leiser, hören auf ihre Mutter. Werden das ihre zwei großen Mädchen, die bei ihrem Mann in Deutschland leben, auch eines Tages wieder? Drei Jahre sind eine lange Zeit. Lassen Nura und Amina sich von ihrer Mutter etwas sagen, wenn sie wieder zusammen sind? „Wir hatten in unserer Familie eine Demokratie aufgebaut. Schule, Hausaufgaben, spielen, ins Bett bringen – wir hatten alles geregelt“, erklärt Gazale Salame. Wie ein Lego-Turm sei alles eingestürzt.
Wenn ihr Traum Wirklichkeit wird und die Familie in Deutschland wieder zusammen leben darf, wird alles gut. „Die Mädchen finden sicher wieder Vertrauen zu mir“, überlegt die Mutter. Sie und ihr Mann werden sich neu kennen lernen müssen. Sie wolle ihn wieder für sich gewinnen, schließlich könne es doch sein, dass er ihre Liebe und Zärtlichkeit vergessen habe.
Die täglichen Telefonate sind ein kleiner Trost für das Paar. Und natürlich spricht die Mutter auch mit ihren Kindern. Hauptsächlich Amina, die große, telefoniert mit ihrer Mama. „Manchmal sagt sie, dass sie schon sehr groß geworden ist und mir helfen wird, wenn ich wieder bei ihr bin. Und dann weint sie“, berichtet die Mutter. Sie tröstet ihre Tochter dann, sagt, dass sie bald wieder bei ihr sei, obwohl sie manchmal nicht mehr daran glaubt. „Und dabei laufen mir selbst die Tränen über das Gesicht, aber das darf meine Tochter nicht merken.“ Im Hintergrund wird es wieder laut. Ghasi und Schams langweilen sich, sie rangeln miteinander, bis einer weint. „Ich muss sie jetzt ins Bett bringen“, erklärt Gazale Salame. Nach einer kurzen Pause sagt sie noch: „Bitte helfen Sie mir und meiner Familie.“

In Deutschland wuchs Gazale Salame zu einer selbstbe-
wussten Frau heran. „Erkennen Sie sie wieder?“, fragt ihr Mann, Ahmed Siala.

Ahmed Siala lebt mit seinen Töchtern Amina (links) und Nura in Dingelbe bei seinen Eltern. Foto: Gossmann

Gegen ein Gesicht zieht kein Argument

Hildesheim. Der evangelische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und das katholische Dekanat Hildesheim sorgen sich um das Schicksal einer Familie: Der von Gazale Salame und Ahmed Siala. Helmut Aßmann, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, und Wolfgang Osthaus, Domkapitular und Stadtdechant, hatten deshalb eine Petition an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtages geschickt.
Inzwischen ist eine Antwort erfolgt, die neben dem Hinweis auf formale Ungenauigkeiten in Aussicht stellt, dass eine Wiedereinreise von Gazale Salame nur auf dem Wege des Visumverfahrens möglich sei. „Wie wir auf diese Auskunft reagieren, wird gerade geprüft“, sagt Helmut Aßmann. Das Anliegen der Kirchen sei es nicht, das deutsche Rechtssystem zu torpedieren. In diesem Falle gehe es ausschließlich darum, eine noch längere Trennung der Familie zu vermeiden und darauf hinzuweisen, dass das mit der nunmehr drei Jahre zurückliegenden Abschiebung begonnene menschliche Elend jedes tolerable Maß überschritten habe. Aßmann ist sich sicher: Hätte einer derjenigen, die in diesem Fall Recht gesprochen haben, allen Betroffenen von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden, wären die Dinge anders abgelaufen. „Gegen ein Gesicht zieht kein Argument“, sagt der Superintendent.
Trotz der zahlreichen Verhandlungen, die es bereits gab, sei eine Situation entstanden, die menschlich nicht zu halten sei.
Die Aussicht auf einen neuen Verhandlungstermin über das Aufenthaltsrecht von Ahmed Siala erst im Herbst dieses Jahres gehe vollständig zu Lasten der Familie.
Ob die große ßffentlichkeit in diesem Fall der Sache dienlich ist? Für seine Antwort greift Aßmann zur Bibel und liest ein Gleichnis vor (siehe nebenstehend). „Manchmal muss man auf die Nerven gehen, um gehört zu werden“, erklärt er.
Am morgigen Sonntag wird der „Fall Salame“ in der St.-Andreas-Kirche bei „Andreas um 6â?³ thematisiert. Superintendent Aßmann wird der Frage nachgehen, wie in den beiden biblischen Testamenten der Umgang mit Recht und Menschlichkeit zusammengebracht wird.

Das Gleichnis: Lukas, Kapitel 18, 1-5

„In einer Stadt lebte ein Richter, der nicht nach Gott fragte und alle Menschen verachtete. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe. Sie kam immer wieder zu ihm gelaufen und bat ihn: Verhilf mir zu meinem Recht! Lange Zeit wollte der Richter nicht, doch schließlich sagte er sich: Es ist mir zwar völlig gleichgültig, was Gott und Menschen von mir halten; aber weil die Frau mir lästig wird, will ich dafür sorgen, dass sie ihr Recht bekommt.“

Zeitraffer

  • 10. Februar 2005: Polizisten holen die 24-jährige, im dritten Monat schwangere Gazale Salame und ihre einjährige Tochter Schams aus ihrer Wohnung, um sie in die Türkei abzuschieben. Der Kreis führt als Begründung an, Gazale habe bei ihrer Einreise nach Deutschland – damals sieben Jahre alt – die Behörden getäuscht und ihre türkische Staatsangehörigkeit verschwiegen. Das Verwaltungsgericht Hannover stimmt der Entscheidung im Eilverfahren zu.
  • 12. Februar 2005: Gazale Salame kommt bei Bekannten ihrer Eltern in Izmir unter, später zieht sie in eine Wohnung eines nicht isolierten Hauses im Armenviertel der Stadt.
  • 31. August 2005: Ghasi wird geboren.
  • 21. Juni 2006: Das Verwaltungsgericht entscheidet, dass Ahmed Siala kein türkischer Staatsbürger ist, sondern seine Familie seit Mitte der fünfziger Jahre nachweislich im Libanon gelebt hat. Der Landkreis soll über Sialas Aufenthaltserlaubnis neu entscheiden.
  • August 2006: Landrätin Ingrid Baule setzt sich beim Innenministerium für Gazale Salames Rückkehr ein. Doch das Land weist den Kreis an, gegen das Urteil in die Berufung zu gehen.
  • November 2006: Das Verwaltungsgericht verpflichtet den Kreis, Gazale Salame und ihren Kindern die Einreise zu ermöglichen und eine befristete Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. Auch gegen diesen Beschluss legt der Kreis auf Weisung des Innenministeriums Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg ein. Mit Erfolg.
  • 5. Januar 2007: Das OVG hebt den Beschluss des Verwaltungsgerichts zur Wiedereinreise auf. Es gebe kein Recht auf Familienzusammenführung, da Salames Mann und die beiden älteren Töchter keinen gesicherten Aufenthaltsstatus hätten. Zudem stehe einer Familienzusammenführung im Libanon oder in der Türkei nichts im Weg.
  • 2. Oktober 2007: Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg spricht sich gegen ein Bleiberecht von Ahmed Siala aus. Seine Rechtsanwältin legt Revision ein. Die nächste Instanz ist das Bundesverfassungsgericht.
  • 7. Februar 2008: Gazale Salame bricht zusammen und kommt in ein türkisches Krankenhaus. Ihr Mann Ahmed Siala beantragt ein Besuchsrecht mit Rückkehrgarantie, um seine Frau besuchen zu können.

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