Informationen für Schutzsuchende aus der Ukraine

Unsere Informationen für Schutzsuchende aus der Ukraine sind Teil unseres Netzwerkprojekts AMBA – Aufnahmemanagement und Beratung für Asylsuchende in Niedersachsen. Das Netzwerkprojekt-AMBA wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert und durch das Land Niedersachsen sowie die UNO-Flüchtlingshilfe gefördert.

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Informationen für Schutzsuchende aus der Ukraine auf ukrainisch / Інформація для осiб, якi прибули з України і шукають захист

Informationen für Schutzsuchende aus der Ukraine auf russisch / Информация для лиц, ищущих защиты из Украины

Im Folgenden versuchen wir, Antworten auf häufig gestellte Fragen zu geben. Dafür nutzen wir auch Materialien und Informationen anderer Flüchtlingsräte und weiterer Organisationen (vielen Dank!) sowie von Behörden des Bundes und des Landes Niedersachen. Wir bitten um Verständnis, dass wir für die Aktualität verlinkter Inhalte keine Gewähr übernehmen können.

Überdies gibt es eine

Hotline der Landesaufnahmebehörde

zu Hilfsangeboten, aufenthaltsrechtlichen Fragen, Unterbringung, Sozialleistungen, medizinischer Versorgung. Darüber hinaus können Informationen und Kontakte u.a. zu Kommunen vermittelt werden.

0511 – 7282 282

Die Hotline ist Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr und Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr erreichbar.
Kontakt per Email: service-ukraineanfragen@lab.niedersachsen.de
Nähere Informationen finden Sie hier.

Hier finden Sie das Infoportal der Niedersächsischen Landesregierung

Die Landesregierung teilt mit: Wer sich in Niedersachsen befindet, bereits eine Unterkunft hat und hier bleiben will, soll sich bitte bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde melden (Adressen Ausländerbehörden siehe hier). Dort wird dann alles weitere wegen der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis und der Gewährung von Leistungen geregelt. Die örtliche Ausländerbehörde wird die Personaldaten an die LAB NI weitergeben, die LAB NI wird die Person dann der jeweiligen Kommune zuweisen, so dass die Kostenerstattung (nach AsylbLG) geregelt ist.
Eine Meldepflicht besteht erst nach drei Monaten Aufenthalt.

Erlasse und Informationen der Niedersächsischen Landesregierung für Geflüchtete aus der Ukraine:

Erlass des MI Niedersachsen vom 25. April 2022 zur Umsetzung den aktualisierten Anwendungshinweisen des Bundesinnenministeriums zu § 24 AufenthG vom 14. April 2022

Erlasse des MI Niedersachsen vom 17. März und vom 04. April 2022 zur Leistungsrechtlichen Einordnung von aus der Ukraine Vetriebenen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Erlass MI Niedersachsen zur Umsetzung der Anwendungshinweise des Bundesinnenministeriums zu § 24 AufenthG vom 15.03.2022

Erlass MI Niedersachsen zum Status ukrainischer Staatsangehöriger in Deutschland, 08.03.2022

Informationen des Niedersächsischen Innenministeriums auf Deutsch und Ukrainisch:
Allgemeine Informationen und häufig gestellte Fragen

Kinderschutzportal des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung: Ukraine – Hilfen für Geflüchtete und Helfende

Verordnungen und Informationen des Bundes zum aufenthalts-, asyl- und sozialrechtlichen Umgang mit Geflüchteten aus der Ukraine:

Anwendungshinweise des Bundesinnenministeriums zu § 24 AufenthG:
Aktualisierte Version vom 14. April 2022

Informationen des Bundesinnenministeriums auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch:
https://www.germany4ukraine.de/hilfeportal-de

Informationen der Integrationsbeauftragten des Bundes auf Deutsch, Englisch und Ukrainisch:
https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/staatsministerin/krieg-in-der-ukraine

Informationen des BAMF auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch: 
FAQs für Menschen aus der Ukraine zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums:
FAQs zur mediniznischen Versorgung von Ukrainer:innen

Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch
FAQs für Geflüchtete aus der Ukraine zu Arbeit und Sozialleistungen

Informationen der Bundesagentur für Arbeit auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch: 
Hotline, Kontaktadressen und weitere Informationen

Informationen der Bundesministerien und der Länder, Übersicht:
FAQs für ukrainische und russische Flüchtlinge, Stand 07.03.2022

Verordnungen und Informationen der Europäischen Union zum aufenthalts-, asyl- und sozialrechtlichen Umgang mit Geflüchteten aus der Ukraine:

Informationen der Europäischen Kommission auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch:
Flucht vor dem Krieg – Informationen für Menschen aus der Ukraine

Europäischer Rat:
Beschluss zur Feststellung des Bestehens eines Massenzustroms von Vertriebenen aus der Ukraine vom 02. März 2022

Informationen von zivilgesellschaftlichen Organisationen:

Handbook Germany: Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine auf Ukrainisch, Russisch und Deutsch

Niedersachsen packt an: Informationen zur Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine

(Teilweise mehrsprachige) Informationen unsere Kolleg:innen von
PRO ASYL,
des Bayerischen Flüchtlingsrats,
des Informationsverbundes Asyl und Migration und
Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung 

UNHCRInformations for Refugees from Ukraine

Flüchtlingsrat: Übersicht Hilfsangebote in Niedersachsen

  • Alle öffnen
  • 1.
    Einreise (Ukraine)

    Die EU hat sich am 3. März auf eine schnelle und unbürokratische Aufnahme von Schutz suchenden Menschen aus der Ukraine geeinigt und die Anwendung der EU-Richtlinie (2001/55/EG) beschlossen. Damit können bestimmte Gruppen eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG bekommen.

    Informationen zur Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG siehe hier.

    Befreiung von Erfordernis eines Aufenthaltstitels:

    Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums, die am 09. März 2022 in Kraft getreten ist und am 08. April 2022 verlängert wurde, müssen folgende Personen bis zum 31. August 2022 keinen Aufenthaltstitel einholen:

    • „Ausländer, die sich am 24. Februar 2022 in der Ukraine aufgehalten haben“ sowie
    • ukrainische Staatsangehörige, die sich am 24.02.2022 rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben und
    • ukrainische Staatsangehörige, die sich am 24.02.2022 vorübergehend nicht in der Ukraine aufgehalten haben und bis zum 23.05.2022 nach Deutschland einreisen

    Dies gilt auch für Menschen, die in der Ukraine einen internationalen oder gleichwertigen nationalen Schutzstatus haben.

    Da ein Visum ein Aufenthaltstitel ist, sind die genannten Gruppen auch von der Nachholung eines Visums befreit!

    Die niedersächsische Landesregierung hat am 8. März 2022 den Erlass Status von ukrainischen Staatsangehörigen und Drittstaatsangehörigen in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht.

    Am 8. April hat der Bundesrat beschlossen, dass die o.g. Verordnung bis zum 31.08.2022 verlängert werden soll! Damit können sich Menschen, die bereits aus der Ukraine geflüchtet sind und diejenigen, die noch bis zum 31.08.2022 aus der Ukraine nach Deutschland fliehen, weiterhin ohne Aufenthaltstitel legal im Bundesgebiet aufhalten.

    Für ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten, gilt:

    Sie können mit Ihren Familienangehörigen visumsfrei nach Deutschland einreisen und sich für mindestens 90 Tage im Land aufhalten. Zwar besteht in den ersten drei Monaten des Aufenthalts keine Meldepflicht bei den Behörden in Deutschland, Sie sollten sich aber alsbald bei der örtlich für Sie zuständigen Ausländerbehörde melden! Dort wird dann die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 und die Gewährung von Leistungen geregelt.
    Übersicht der Ausländerbehörden in Niedersachsen

    EU-Bürger:innen und Ukrainer:innen mit biometrischem Pass oder blauem Flüchtlingspass können nach Polen einreisen und Angehörige an der Grenze abholen.

    Weitere Personengruppen, die eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland bekommen können, finden Sie in dem Abschnitt Aufenthaltsrecht in Deutschland (Ukraine).

    Weiterreise in Deutschland:

    Das Bundesinnenministerium hat entschieden, dass Geflüchtete aus der Ukraine bei Verwandten, Bekannten oder Freund:innen unterkommen können. Es ist eine eigenständige Weiterreise möglich. Die Deutsche Bahn lässt ukrainische Geflüchtete kostenlos in ihren Zügen fahren. Informationen dazu auf der Seite der Deutschen Bahn. Die Länder- und das Bundesinnenministerium haben entschieden, dass ukrainische Staatsbürger:innen, die nicht privat unterkommen können, nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt werden sollen.

     
    Über welche Grenze soll ich ausreisen? Wie komme ich zur Grenze und weiter?

    Die Situation ist sehr unübersichtlich und ändert sich ständig. Sie müssen selbst entscheiden, über welche Grenze Sie ausreisen wollen. Bitte beachten Sie: Sie werden vermutlich länger warten müssen. Bringen Sie ausreichend Wasser und Essen mit.

    Im „Handbook Germany“ finden Sie Listen und Links, die Ihnen möglicherweise bei der Ausreise helfen. Bei der Einreise von Polen nach Deutschland gibt es normalerweise keine Grenzkontrollen. Am 3. März wurde allerdings bekannt, das anders als sonst die Bundespolizei aus Polen kommende Züge am Bahnhof Frankfurt/Oder scharf kontrolliert.

    Eine Weiterreise ist mit Ukraine-Identitätsnachweis auch eigenständig mit der Bahn innerhalb Deutschlands bis Berlin, Dresden, Nürnberg, München und ins westliche Ausland möglich, wenn man sich bei der Bahn ein kostenloses Ticket ausstellen lässt: https://www.bahn.de/info/helpukraine

    Sind Corona-Regeln zu beachten?

    Coronatests oder Impfnachweise sind für Einreisende aus der Ukraine nicht erforderlich, die Ukraine gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet.

    Wie kann ich meine Angehörigen nachholen?

    Das Innenministerium Niedersachsen verweist darauf, dass eine visumsfreie Einreise möglich ist und Angehörige auf diesem Wege nach Deutschland einreisen können.

    Wenn ich ein Visum (zum Beispiel zu Arbeitszwecken) für Deutschland beantragen möchte, wie mache ich das?

    Wie oben beschrieben, ist die Beantragung eines Visums vor der Einreise derzeit nicht nötig. Wenn Personen ein Visum beantragen möchten, weil der daraus folgende Aufenthaltstitel Vorteile mit sich bringt, kann dieses derzeit auch nach der visumfreien Einreise in Deutschland beantragt werden.

  • 2.
    Aufenthaltsrecht in Deutschland (Ukraine)

    Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG für Ukrainer:innen und nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige:

    Die EU hat sich am 4. März auf eine schnelle und unbürokratische Aufnahme von Schutz suchenden Menschen aus der Ukraine unter Anwendung der EU-Richtlinie (2001/55/EG) geeinigt (siehe den EU-Ratsbeschluss in deutscher Sprache und in englischer Sprache).

    Folgende Personengruppen, die seit dem 24. Februar 2022 als Folge der militärischen Invasion Russlands aus der Ukraine vertrieben worden sind, sollen nach Informationen des Bundesinnenministeriums (siehe: Hinweise des BMI zur Umsetzung von § 24 AufenthG vom 14. März 2022 und vom 14. April 2022 sowie den Erlass des niedersächsischen Innenministeriums vom 15. März 2022 in deutsher Sprache) eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten:
    1. Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24.02.2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten
    2. Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die vor dem 24.02.2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben
    3. Familienangehörige der unter (a) und (b) genannten Personengruppen
    4. Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24.02.2022 auf der Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren
    5. Sonstige nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige, die sich nachweislich rechtmäßig nicht nur zu einem vorübergehenden Kurzaufenthalt (also länger als 90 Tage), in der Ukraine aufgehalten haben und die nicht sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückkehren können
    6. Sonstige nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige, die glaubhaft machen können, dass sie sich zu einem nicht nur vorübergehenden Aufenthalt rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, aber ihren Schutzstatus oder dauerhaften Aufenthaltstitel zum 24. Februar 2022 noch nicht erlangen konnten und die nicht dauerhaft sicher in ihr Herkunftsland zurückkehren können. Z.B. Studierende; Erwerbstätige, die sich nicht zu kurzfristigen Erwerbszwecken in der Ukraine rechtgemäß aufgehalten haben

    Diese oben genannten Personen müssen also keinen Asylantrag stellen!

    Unter der Ukraine ist das gesamte Staatsgebiet der Ukraine inklusive der Krim und der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk zu verstehen.

    Nicht-Ukrainische Staatsangehörige, die sich vor dem 24.02.2022 in der Ukraine aufgehalten haben

    Nicht-ukrainische Staatsangehörige, die vor dem Angriff der russischen Truppen in der Ukraine gelebt haben und in Ihrem Herkunftsland Repressalien, Verfolgung oder ein Leben in (wirtschaftlichem) Elend befürchten, sollten sich nicht vorschnell dazu drängen lassen, einen Asylantrag zu stellen. Stattdessen sollten sie darauf bestehen, dass die örtliche Ausländerbehörde eine Fiktionsbescheinigung ausstellt, in der vermerkt ist, dass ein Aufenthaltstitel nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes beantragt wurde.

    Bei nicht-ukrainischen Staatsangehörigen, die sich vor dem 24.02.2022 mit einem nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben und dies nachweisen können, ist nach den Hinweisen des BMI vom 14. April 2022 (Nr. 2) – unabhängig vom Herkunftsstaat – prima facie von einer maßgeblichen Verbindung in der Ukraine und damit davon auszugehen, dass sie nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland zurückzukehren, weil eine engere Bindung zur Ukraine besteht als zum Herkunftsstaat. Sie erhalten in aller Regel eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG

    Bei nicht-ukrainischen Staatsangehörigen, die sich vor dem 24.02.2022 mit einem nach ukrainischem Recht erteilten gültigen befristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben und dies nachweisen können gilt folgendes:

    Bei Personen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien wird davon auszugehen, dass keine sichere und dauerhafte Möglichkeit der Rückkehr in den Herkunftsstaat besteht, weshalb sie ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten.

    Bei allen anderen Drittstaatsangehörigen mit einem gütltigen, befristeten ukrainischen Aufenthaltstitel hingegen sollen die Ausländerbehörden unter Berücksichtigung der allgemeinen Lage im Herkunftsstaat sowie des individuellen Vorbringens im Einzelfall prüfen, ob Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 und 7 AufenthG vorliegen, die eine „sichere und dauerhafte Rückkehr“ ausschließen und zu einer Aufenthaltsgewährung nach § 24 AufenthG zwingen.

    Wichtiger Hinweis: Besteht begründete Aussicht auf die Erteilung eines anderen Aufenthaltstitels müssen die Ausländerbehörden die Prüfung einer sicheren und dauerhaften Rückkehrmöglichkeit zunächst zurückzustellen. Nicht-ukrainischen Staatsangehörigen, die über eine gültige, befristete ukrainischen Aufenthaltserlaubnis verfügen, sollten daher mit einer Beratungsstelle in Kontakt treten, um sich darüber zu informieren, ob die Erteilung eines alternativen Aufenthaltstitels – etwa zum Studium, für eine Ausbildung oder als Fachkraft – in Betracht kommt. Denn bei nicht-ukrainischen Drittstaatsangehörigen, die keinen vorübergehenden Schutz nach § 24 AufenthG erhalten, aber bei denen alternative aufenthaltsrechtliche Möglichkeiten – etwa zum Studium, für eine Ausbildung oder als Fachkraft – bestehen, ist von der Nachholung des Visumsverfahrens abzusehen. D.h. sie können ein entsprechendes Visum in Deutschland beantragen, ohne in ihren Herkunftsstaat ausreisen zu müssen.

    Tragen nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige der Ausländerbehörde im Rahmen der Prüfung des § 24 AufenthG etwaige Belange vor, welche die Anforderungen des § 13 AsylG erfüllen, – bspw. eine (drohende) politische Verfolgung oder eine ernsthafte individuelle Bedrohung ihres Lebens oder ihrer Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts -,  sollen sie auf eine Asylantragstellung beim BAMF verwiesen werden. Mit der Geltendmachung individueller Gründe im Sinne von § 13 AsylG werden die betreffenden Antragsteller den regulär im Asylverfahren befindlichen Personen gleichgestellt. Hierauf sind die Antragsstellenden im Vorfeld von der Ausländerbehörde hinzuweisen.

    Erfüllen die Ausführungen der betreffenden Personen zu einer nicht sicheren und dauerhaften Rückkehrmöglichkeit in das Herkunftsland demgegenüber nicht die Anforderungen des § 13 AsylG und kann die Ausländerbehörde darüber hinaus auch nicht durch eigene Sachkunde feststellen, ob eine sichere und dauerhafte Rückkehrmöglichkeit besteht, kann/soll insbesondere bei Vortrag zur Zugehörigkeit zu vulnerablen Gruppen (alleinstehende Frauen mit kleinen Kindern, behinderte Menschen), zu medizinischen Gründen (Krankheiten) oder in Bezug auf ein fehlendes Existenzminimum eine Beteiligung des BAMF nach § 72 Abs. 2 AufenthG erfolgen (Siehe Hinweise des BMI vom 14. April 2022, Nr. 4.4).

    Wichtiger Hinweis: Nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige oder Staatenlose, die weder einen vorübergehenden Schutz gem. § 24 AufenthG noch einen anderen Aufenthaltstitel erhalten können,  sollten ebenfalls mit einer Beratungsstelle Kontakt aufnehmen, um sich über die Erfolgsaussichten eines Asylantrags oder anderer aufenthaltsrechtlicher Perspektiven zu informieren!

    Personen, die in der Ukraine ein laufendes Asylverfahren haben

    Personen, die den vorübergehenden Schutz nach § 24 AufenthG ablehnen oder die Voraussetzungen nicht erfüllen und demgegenüber einen expliziten Asylantrag in Deutschland stellen, durchlaufen ein reguläres Asylverfahren. Ein noch laufendes Asylverfahren in der Ukraine hat hierauf keinen Einfluss. Die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft in der Ukraine wäre (nur) als Abschiebungsverbot in den Herkunftsstaat bzw. die Herkunftsregion zu beachten, § 60 Absatz 1 Satz 2 Alt. 3 und Satz 3 AufenthG.

    Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24.02.2022 nach Deutschland / in die EU eingereist sind:

    • Ukrainische Staatsangehörige, die sich bereits mit einem Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufhalten, können einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG stellen, wenn die Voraussetzungen für die Verlängerung des bestehenden Aufenthaltstitels nicht mehr erfüllt sein sollten
    • Ukrainische Staatsangeörige, die nicht lange vor dem 24. Februar 2022, d.h. maximal 90 Tage vor dem 24. Februar, aus der Ukraine geflohen sind oder die sich kurz vor diesem Zeitpunkt (z. B. im Urlaub oder zur Arbeit) im Gebiet der EU befunden haben und die infolge des bewaffneten Konflikts nicht in die Ukraine zurückkehren können, können auch einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG stellen.
    • bei ukrainischen Staatsangehörigen, die vor Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG einen Asylantrag gestellt haben (auch vor dem 24.02.2022), ist zwar ein Asylverfahren durchzuführen, allerdings werden die Verfahren in der Phase bis zur Erteilung der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG vom BAMF gegenwärtig nicht betrieben. Ukrainische Staatsangehörige, die einen Asylantrag gestellt haben (auch vor dem 24.02.), aber keinen vorübergehenden Schutz nach § 24 AufenthG suchen, werden entsprechend ausschließlich im Asylverfahren und durch das BAMF bearbeitet.
    • Ukrainische Staatsangehörige, die sich bereits mit einer Duldung im Bundesgebiet aufhalten, können ebenfalls einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG stellen, wenn der bisherige Duldungsgrund entfallen ist. Ein Entfallen kommt v.a. für Duldungen nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG bei Wegfall der tatsächlichen oder rechtlichen Unmöglichkeit der Abschiebung in Betracht, nicht aber, wenn der Wegfall des Duldungsgrundes ausschließlich oder maßgeblich auf einer bislang unterbliebenen Mitwirkung oder- einer Willensentscheidung des Geduldeten beruht. Duldungen nach § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG wegen fehlender Reisedokumente sowie Duldungen für Personen mit ungeklärter Identität (§ 60b AufenthG) sind soweit Reisedokumente weiterhin fehlen bzw. die Identität weiterhin ungeklärt ist – hiervon ausgeschlossen. Ist der bisherige Duldungsgrund nicht entfallen, soll der Zeitraum der Duldung großzügig bemessen und die Duldung mit der Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit versehen werden, wobei gesetzlich bestehende Erwerbstätigkeitsverbote zu beachten bleiben.
    • Bei ukrainischen Staatsangehörigen, die einem Einreise- und Aufenthaltsverbot nach § 11 AufenthG unterliegen, ist auf Antrag dessen Aufhebung zu prüfen (vgl. § 11 Absatz 4 S. 1f. AufenthG). Eine Aufhebung kommt grundsätzlich nicht in Betracht, wenn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot nach § 11 Absatz 5a oder Absatz 5b AufenthG vorliegt.

    Wo ist die Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG zu beantragen?

    Die Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz wird bei der Ausländerbehörde beantragt. Zuständig ist die Ausländerbehörde des Landkreises oder der Stadt, in der man wohnt.

    Übersicht der Ausländebehörden in Niedersachsen.

    Die Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenhtG wird nach aktuellem Stand für zwei Jahre erteilt. Die EU-Kommission kann dem Rat vorschlagen, den vorübergehenden Schutz dann um ein weiteres Jahr zu verlängern.

    Mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG verfügen Sie nicht nur über ein Aufenthaltsrecht, sondern können darüber hinaus auch Sozialleistungen und Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Eine Asylantragstellung ist in aller Regel nicht erforderlich und in den meisten Fällen auch nicht sinnvoll. Wir raten daher von einer Asylantragstellung ab, sofern eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24  AufenthG erteilt werden kann.

    Wo kann ich mich registrieren lassen, wenn ich keine Anlaufstelle in Deutschland habe?

    Die Landesregierung Niedersachsen hat ein großes Verteilzentrum auf dem Messegelände in Laatzen (Halle 13) eingerichtet, bei dem Sie sich melden sollten. Außerdem können Sie sich auch direkt in einer der Ankunftszentren in Niedersachsen melden. Nähere Infos siehe im Kapitel Sozialrecht, Arbeitsmarktzugang & Wohnen (Ukraine)

    Das Land Brandenburg hat mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums einen digitalen Service fertiggestellt, um den gesamten Prozess der Registrierung, Verteilung und Beantragung des Aufenthaltstitels zu unterstützen. Der Online-Dienst ist in die Oberfläche von www.Germany4Ukraine.de eingebunden und ist somit grundsätzlich für alle Geflüchteten in Deutschland nutzbar. Allerdings scheinen die Ausländerbehörden das Landes Niedersachsen bislang nicht an diesen Online-Dienst angebunden zu sein.

    Welche Rechte habe ich in Deutschland mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG?

    Mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG verfügen Sie nicht nur über ein Aufenthaltsrecht, sondern können darüber hinaus auch Sozialleistungen und Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Eine Asylantragstellung ist in aller Regel nicht erforderlich und in den meisten Fällen auch nicht sinnvoll. Wir raten daher von einer Asylantragstellung ab, sofern eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24  AufenthG erteilt werden kann.

    Kann ich auch eine andere Aufenthaltserlaubnis als die nach § 24 AufenthG erhalten?

    Ja. Auf Wahlmöglichkeiten oder parallel bestehende verschiedene Aufenthaltsrechte finden die allgemeinen aufenthaltsrechtlichen Grundsätze Anwendung. Auch nach Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 24 AufenthG bestehen keine Beschränkungen zum Wechsel in einen anderen Aufenthaltsstatus, wenn die allgemeinen Voraussetzungen zur Erteilung des konkreten Aufenthaltstitels erfüllt sind. In Betracht kommen insbesondere Aufenthaltserlaubnisse nach den §§ 16a (Berufsausbildung), 18a und 18b Absatz 1 (Fachkräfte) AufenthG.

    Bei anderen Aufenthaltstiteln ist der Ausschlussgrund von § 19f Absatz 1 Nummer 2 AufenthG zu beachten. Danach darf Personen, die sich im Rahmen einer Regelung zum vorübergehenden Schutz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten oder die in einem Mitgliedstaat einen Antrag auf Zuerkennung vorübergehenden Schutzes gestellt haben, ein Aufenthaltstitel nach §§ 16b Absatz 1 und 5 (Studium), 17 Absatz 2 (Studienbewerbung), 18b Absatz 2 (Blaue-Karte-EU), 18d (Forschung), 19e AufenthG (EU-Freiwiligendienst nicht erteilt werden.

    Unklar ist bislang wie der – insoweit widersprüchliche – Hinweis des BMI zu verstehen ist, dass es „den aus der Ukraine geflüchteten Personen, die grundsätzlich einen Schutzstatus nach der RL 2001/55/EG innehaben,“ frei steht „eine Aufenthaltserlaubnis nach §§ 16a, 16b, 16c,16e, 16f, 18a, 18b Absatz 1 oder Absatz 2 oder §§ 18d, 18e, 18f oder 19e AufenthG zu beantragen“ ohne das Visumsverfahren (aus dem Ausland) durchlaufen zu müssen. Dieser Frage befindet sich derzeit noch in der Klärung.

    Wo und wie kann ich einen Asylantrag stellen?

    Sie haben jederzeit die Möglichkeit, auch einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Deutschland zu stellen, weil Sie in Ihrem Herkunftsland verfolgt werden. Die Behörde ist auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtungen zu finden. Eine Entscheidung über Ihren Asylantrag wird sich aber wohl etwas hinziehen: Derzeit besteht ein Entscheidungsstopp für Asylsuchende aus der Ukraine beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Das bedeutet, dass Asylanträge von ukrainischen Staatsangehörigen momentan gar nicht beschieden werden. Wie lange dieser Zustand andauert, ist zur Zeit unklar.

    Sofern Sie bereits einen Asylantrag gestellt haben, könnten sie dennoch eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG beantragen und erhalten. Das Asylverfahren würde in diesen Fällen ruhen.

  • 3.
    Sozialrecht, Gesundheit, Arbeit & Wohnen (Ukraine)

    (siehe auch: https://www.nds-fluerat.org/infomaterial/ukraine-aktuelle-informationen/Hotline der Landesaufnahmebehörde)

    Kann ich Sozialleistungen beziehen?

    Bei visumsfreiem Aufenthalt:
    Sobald ukrainische Staatsangehörige oder nach dem EU-Ratsbeschluss umfasste Drittstaatsangehörige (zum umfassten Personenkreis siehe hier) bei der Ausländerbehörde oder dem Sozialamt irgendeine Art der Hilfsbedürftigkeit äußern, z. B. in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung oder medizinische Versorgung etc., wird dies als Asylgesuch gewertet. Damit haben diese Personen Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Ein solches Hilfegesuch ist aber noch kein förmlicher Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)!

    Alle Personengruppen, die sich laut der Verordnung des Bundesinnenministerium bis zum 31.08.2022 (wurde mit Beschluss der Ministerpräsident:innen-Konferenz vom 07.04.2022 verlängert) ohne Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten dürfen, sollten bei Äußerung eines Hilfegesuchs Leistungen nach dem AsylbLG erhalten (vgl. Hinweise des Niedersächsischen Innenministeriums). Das niedersächsische Innenministerium hat die Rechte von aus der Ukraine Vertriebenen nach dem AsylblG konkretisiert – siehe Erlass vom 17. März und Erlass vom 04. April 2022.

    Die Leistungen werden vom Sozialamt an dem Ort erbracht, an dem diese Personen eine Unterkunft haben bzw. wo sie sich tatsächlich aufhalten.

    Siehe dazu auch den Erlass des Niedersächsischen Innenministeriums vom 08.03.2022 sowie die Hinweise des Bundesinnenministeriums vom 05.03.2022 zur Umsetzung des EU-Ratsbeschlusses.

    In vielen Kommunen ist bereits geregelt, dass die Sozialämter schnell und unbürokratisch Leistungen gewähren sollen.
    Also: Bei Bedarf in jedem Fall an das Sozialamt vor Ort wenden!

    Mit einem Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG (auf Grund des Beschlusses der EU): Es besteht ein Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
    Schon bei Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten diejenigen, die laut EU-Ratsbeschluss eine Aufenthaltserlaubnis erhalten sollen, eine Fiktionsbescheinigung und damit auch den Anspruch auf Leistungen nach AsylbLG.

    Das niedersächsische Innenministerium hat die Rechte von aus der Ukraine Vertriebenen nach dem AsylblG konkretisiert – siehe Erlass vom 17. März und Erlass vom 04. April 2022.

    Siehe auch die Übersicht Sozialleistungen bei Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG, vom IQ Netzwerk Niedersachsen, gültig bis 31.05.2022.

    Es gibt zudem in den meisten größeren Städten in Deutschland Unterstützung durch Vereine und Initiativen, die ggf. Geld, Unterkunft, Kleidung, Nahrungsmittel und/oder Hygieneartikel zur Verfügung stellen. [s. unser Adressreader]

    Ab 1. Juni 2022 gilt:
    Bundestag und Bundesrat haben beschlossen, dass ab dem 1. Juni 2022 Geflüchtete aus der Ukraine mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG (oder einer Fiktionsbescheinigung) Leistungen nach dem SGB II (wer erwerbsfähig ist) bzw. SGB XII (wer nicht erwerbsfähig ist) bekommen. Sie sind dann auch regulär über eine gesetzliche Krankenversicherung versichert. Für Erwerbsfähige ist dann das Jobcenter für Leistungen zum Lebensunterhalt und für die Arbeitsvermittlung zuständig.
    Hinweise des GKV-Spitzenverbandes zur Krankenversicherung und Sozialleistungen ab dem 1. Juni 2022.

    Schon jetzt Antrag auf SGB II-Leistungen/ALG II beim Jobcentern stellen!
    Hinweise zur Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II der der Regionaldirektion Niedersachsen Bremen der Bundesarbeitsagentur auf Deutsch und Ukrainisch

    Übersicht Leistungen/sozialrechtliche Rahmenbedingungen ab Juni 2022 für Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG (oder Fiktionsbescheinigung) vom IQ Netzwerk Niedersachsen

    Gesundheitsversorgung:

    Wer sich visumsfrei in Deutschland aufhält und ein Schutzbegehren geäußert hat und wer eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG besitzt, bekommt Leistungen zur Gesundheitsversorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

    In den ersten 18 Monaten des Aufenthalts in Deutschland wird die Gesundheitsversorgung nach den §§ 4 bis 6 AsylbLG erbracht. Es besteht keine Mitgliedschaft in der Krankenkasse. Die Abrechnung der Kosten der Gesundheitsversorgung findet über das Sozialamt statt. Dort müssen Sie bei Erkrankung einen Krankenschein beantragen, bevor Sie zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen.

    Der Erlass des Niedersächsischen Innenministeriums vom 04.04.2022 weist darauf hin, dass für Menschen mit einer Behinderung die UN-Behindertenkonvention und die UN-Kinderrechtskonvention zu berücksichtigen sind. Damit können Leistungen gewährt werden können, die den Eingliederungshilfen entsprechen, auch wenn die Menschen Leistungen nach den §§ 4 und 6 des AsylbLG erhalten.
    Die Bundeskontaktstelle für Geflüchtete aus der Ukraine mit Behinderung/Pflegebedarf vermittelt und koordiniert Angebot und Nachfrage neu einreisender Geflüchteter aus der Ukraine mit Behinderungen und/oder Pflegebedarf:
    https://drk-wohlfahrt.de/bundeskontaktstelle/

    Nach 18 Monaten Aufenthalt erhalten Personen, die weiter Leistungen nach dem AsylbLG erhalten (also auch Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG) eine Gesundheitskarte einer gesetzlichen Krankenkasse und die Leistungen nach dem Katalog der gesetzlichen Krankenkasse sowie Eingliederungshilfe nach Ermessen (vgl. § 2 AsylbLG). Die Personen haben weiterhin keine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse, das Sozialamt rechnet lediglich über die Krankenkassen ab.

    Bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung besteht grundsätzlich eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Privilegierte Gesundheitsversorgung bei Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG: Für Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG müssen die Kosten „für besondere Bedürfnisse“ übernommen werden. Es müssen z.B. „erforderliche medizinische oder sonstige Hilfen“ gewährt werden für Menschen mit Behinderung, für unbegleitete Minderjährige oder für Menschen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erfahren haben (vgl. § 6 Abs. 2 AsylbLG).

    Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. bei Erwerbstätigkeit, besteht zudem ein Anspruch auf Familienleistungen wie Kindergeld oder Elterngeld. Umfassende Informationen bietet die tabellarische Übersicht der GGUA: Sozialrechtliche Rahmenbedingungen für die Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG.

    Ab dem 1 Juni gilt bei Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG:
    Personen mit Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG (oder mit Fiktionsbescheinigung) haben ab dem 1. Juni 2022 Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II bzw. SGB XII und sind über die gesetzliche Krankenversicherung versichert.
    Sie haben damit auch Anspruch auf alle Leistungen der Teilhabe wie Eingliederungshilfe.

    Bei Asylantragstellung: Wenn ein Asylantrag gestellt wird, haben die Antragstellenden einen Anspruch auf Leistungen nach dem AsylbLG.

    Siehe auch die Informationen des Bundesgesundheitsministeriums sowie die Erlasse des niedersächsischen Innenministeriums vom vom 17. März und vom 04. April 2022 zur Leistungsrechtlichen Einordnung von aus der Ukraine Vetriebenen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

    Eingliederungshilfe, Jugendhilfe, Leistungen zur Pflege, Handreichung der Diakonie Deutschland, 28.03.2022

    Darf ich arbeiten?

    Bei visumsfreiem Aufenthalt ohne einen Aufenthaltstitel: Grundsätzlich kann in diesem Zeitraum nicht gearbeitet werden. Von dem Arbeitsverbot sind nur ausnahmsweise einzelne Personen mit Führungspositionen in Unternehmen, Wissenschaftler*innen, Forscher*innen, karitative Beschäftigte, Journalist*innen und Berufssportler*innen ausgenommen (§ 17 Abs. 2 AufenthV i. V. m. § 30 BeschV). Lassen Sie sich dazu von einer Beratungsstelle in Deutschland beraten.

    Mit einem Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG: Allen Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz muss sowohl eine Beschäftigung als auch eine selbständige Erwerbstätigkeit durch die Ausländerbehörden erlaubt werden. Die Erlaubnis muss die Ausländerbehörde in die Aufenthaltserlaubnis eintragen. Es bedarf keiner Zustimmung durch die Bundesarbeitsagentur.

    Bei Asylantragstellung: Asylantragsteller:innen, die eine Aufenthaltsgestattung haben, dürfen in den ersten 3 Monaten des Aufenthalts nicht arbeiten. Solange Asylantragsteller:innen in einer Erstaufnahmeeinrichtungen leben, dürfen sie sogar erst nach 9 Monaten arbeiten. Nach 9 Monaten muss aber Asylantragsteller:innen mit einer Aufenthaltsgestattung die Arbeit erlaubt werden.

    Personen mit einer Duldung: In den ersten drei Monaten des Aufenthalts in Deutschland darf in der Regel keine Beschäftigung aufgenommen werden (mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. eine betriebliche Ausbildung). Nach drei Monaten kann eine Beschäftigung mit Erlaubnis der Ausländerbehörde ausgeübt werden.

    Siehe auch die Informationen der Bundesagentur für Arbeit auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch (Hotline, Kontaktadressen und weitere Informationen) sowie die Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch und den  Flyer „Wege zur Anerkennung kostenlose Quellen für Information und Beratung“ auf Ukrainisch.

    Merkblatt zum Thema Arbeit der Regionaldirektion Niedersachsen – Bremen der Bundesagentur für Arbeit auf Deutsch und Ukrainisch und Russisch.

    Studieren in Niedersachsen/Deutschland:

    Schüler:innen und Studierende, die aufgrund einer kriegsbedingten Flucht aus der Ukraine ihren Sekundarschulabschluss bzw. ihr erstes Studienjahr nicht abschließen können, dürfen sich trotzdem für ein Studium in Deutschland bewerben. Wer auf Grund der Flucht keine Hochschulzugangsberechtigung/Abiturzeugnis vorlegen kann, soll über ein dreistufiges Plausibilitätsverfahren eine Zugangsberechtigung bekommen können (siehe KMK-Beschluss vom 03.12.2015).

    Dies hat die Kultusminister:innen-Konferenz (KMK) hat am 04.04.2022 beschlossen und gilt für Geflüchteten aus der Ukraine, die eine Aufenthaltserlaubnis (oder eine Fiktionsbescheinigung) nach § 24 AufenthG besitzen. In Einzelfällen kann dies auch für schutzbedürftige Personen mit einem anderen Aufenthaltstitel gelten, besagt der Beschluss der KMK. Damit werden v.a. Menschen gemeint sein, die in der Ukraine einen Flüchtlingsschutz hatten.

    Informationen zum Studium in Niedersachsen und wo und wie man sich bewerben kann, sind auf der Seite „Studieren in Niedersachsen“ zu finden.

    Wohnen

    Menschen, die bereits eine Unterkunft gefunden haben: Wer bereits eine Unterkunft hat, kann dort bleiben. Es findet in der Regel keine Umverteilung innerhalb Niedersachsens oder in andere Bundesländer statt. Um Leistungen zu erhalten, ist allerdings eine Meldung bei der örtlichen Ausländerbehörde oder dem Sozialamt notwendig.

    Was mache ich bei (drohender) Wohnungslosigkeit?

    Die Aufnahme und Weiterverteilung Schutzsuchender aus der Ukraine, die am Bahnhof Hannover-Laatzen ankommen, wird zentral über die Landesaufnahmebehörde auf dem Messegelände (Messehalle 13) in Hannover-Laatzen geregelt. Von dort werden die Menschen in andere Bundesländer oder in die Kommunen in Niedersachsen weitergeleitet. Es findet dann eine Unterbringung durch die Kommunen vor Ort statt.

    Menschen, die keine Unterkunft haben: Wer sich in Niedersachsen aufhält und derzeit keine Unterkunft hat, soll sich bitte an die örtliche Ausländerbehörde oder das Sozialamt wenden! Dort wird die Unterbringung organisiert.

    Übersicht der Ausländerbehörden in Niedersachsen

    Darüber hinaus haben sich verschiedenen private Initiativen gegründet, die privat Wohnraum organisieren bzw. vermitteln. Eine Übersicht zu diesen Initiativen findet sich bei den Hilfsangeboten zur Ukraine unter Unterkunft/Wohnmöglichkeiten.

    Da die Erstaufnahmeeinrichtungen bereits voll belegt sind, ist es nicht sinnvoll, sich dort hinzuwenden. Wer trotzdem Kontakt zu den Erstaufnahmeeinrichtungen aufnehmen will oder dort hinfahren will, weil sich dort bereits Angehörige befinden, findet die Adressen und Kontaktdaten finden Erstaufnahmeeinrichtungen in Niedersachsen siehe hier: https://www.lab.niedersachsen.de/startseite/standorte/standorte-der-landesaufnahmebehoerde-niedersachsen-143388.html

    Darf ich umziehen?

    Ja. Auch wenn Ihre Aufenthaltserlaubnis eine sog. Wohnsitzauflage für einen bestimmten Ort enthält, besteht eine Wohnsitzauflage Analog zu den Regelungen in § 12a AufenthG nach § 24 Absatz 5 Satz 2 AufenthG nicht (§ 12 a Absatz 1 Satz 2 AufenthG) oder ist aufzuheben (§ 12 a Absatz 5 AufenthG),

    • wenn die betroffene Person, ihr Ehegatte, ihr eingetragener Lebenspartner, oder ein minderjähriges lediges Kind, mit dem sie verwandt ist und in familiärer Lebensgemeinschaft lebt, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Umfang von mindestens 15 Stunden wöchentlich aufnimmt oder aufgenommen hat, durch die die jeweilige Person mindestens über ein Einkommen in Höhe des monatlichen durchschnittlichen Bedarfs nach den §§ 20 und 22 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch für eine Einzelperson verfügt, oder eine Berufsausbildung aufnimmt oder aufgenommen hat oder in einem Studien- oder Ausbildungsverhältnis steht (analog § 12a Absatz 1 AufenthG); oder
    • wenn die betroffene Person nachweist, dass an einem anderen Ort
      • ihr oder ihrem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder einem minderjährigen ledigen Kind, mit dem sie verwandt ist und in familiärer Lebensgemeinschaft lebt, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im vorstehend genannten Sinne, ein den Lebensunterhalt sicherndes Einkommen oder ein Ausbildungsoder Studienplatz zur Verfügung steht oder
      • der Ehegatte, eingetragene Lebenspartner oder ein minderjähriges lediges Kind, mit dem die betroffene Person verwandt ist und mit dem sie zuvor in familiärer Lebensgemeinschaft gelebt hat, leben, oder
    • zur Vermeidung einer Härte; eine Härte liegt insbesondere vor, wenn nach Einschätzung des zuständigen Jugendamtes Leistungen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch mit Ortsbezug beeinträchtigt würden, aus anderen dringenden persönlichen Gründen die Übernahme durch ein anderes Land oder einen anderen Mitgliedstaat zugesagt wurde oder für den Betroffenen aus sonstigen Gründen vergleichbare unzumutbare Einschränkungen entstehen (analog § 12a Absatz 5 AufenthG).

    Fallen die jeweiligen Gründe innerhalb von drei Monaten ab Bekanntgabe der Aufhebung der Wohnsitzauflage weg, kann sie für den Bereich, in den die betroffene Person ihren Wohnsitz verlegt hat, wieder ausgesprochen werden.

    Eine Streichung oder Änderung der Wohnsitzauflage ist bei der Ausländerbehörde, die die Wohnsitzauflage erteilt hat, zu beantragen und bedarf der vorherigen Zustimmung durch die Ausländerbehörde des Zuzugsortes. Eine Ablehnung des Antrags ist zu begründen. Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn die Ausländerbehörde am Zuzugsort nicht innerhalb von vier Wochen ab Zugang des Ersuchens widerspricht (analog § 72 Absatz 3a AufenthG).

    Wohnberechtigungsschein bei Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG

    Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG können einen Wohnberechtigungsschein erhalten und damit in eine öffentlich geförderte Wohnung mit Belegungsbindung einziehen.
    Vermieter, die an aus der Ukraine geflüchtete Menschen Wohnraum vermieten wollen, der auf Grund der öffentlichen Förderung einer Belegbindung unterliegt, können eine Freistellung von der Belegungsbindung beantragen.
    Weiteres in den Hinweisen des Niedersächsischen Umweltministeriums vom 11.03.2022 des Niedersächsischen Umweltministeriums vom 11.03.2022 an die Landkreise und kreisfreien Städte.

    Hinweise der Stadt und Region Hannover:
    Stadt und Region Hannover veröffentlichen Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine auf ihrer Webseite: Hilfe für Menschen aus der Ukraine

  • 4.
    Unbegleitete Kinder und Jugendliche (Ukraine)

    Unter den Menschen, die aktuell aus der Ukraine nach Deutschland fliehen, sind auch einige Kinder und Jugendliche, die unbegleitet oder in Begleitung von Verwandten, Freund*innen oder pädagogischen Betreuer*innen einreisen. Für unbegleitete Kinder und Jugendliche gelten nach ihrer Ankunft  zu ihrem Schutz andere Bestimmungen als für Erwachsene oder Kindern im Familienverbund.

    Mit diesen FAQ möchten wir Unterstützer*innen und Verwandten erste Anhaltspunkte geben, was sie bei der Ankunft von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (kurz umF/ UmF) beachten müssen und welche Schritte sie gehen sollen, um ein geordnetes und dem Kindeswohl entsprechendes Ankommen der Kinder zu gewährleisten.*

    *Hinweis: Ein Großteil dieser Informationen stammen aus den FAQ des Bundesfachverbandes umF (BumF e.V.) und Ausarbeitungen des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJUF e.V.)

    1) Wer ist unbegleitet?
    
    Begleitung durch Familienangehörige
    
    2) Allgemeine Hinweise zur Ankunft und Unterbringung
    
    Was muss ich tun, wenn ein umF bei mir ankommt?
    
    Unterbringung bei Gast-/ Pflegefamilien
    
    Vormundschaft
    
    3) Informationen für Verwandte von umF
    
    Wie können umF zu ihren Angehörigen in anderen deutschen Städten gelangen?
    
    Kann ich die Vormundschaft übernehmen?
    
    Kann ich das Kind bei mir Zuhause aufnehmen?
    
    4) Schutz gegen Menschenhandel und Ausbeutung
    
    5) Aufenthaltssicherung
    
    6) Weitere Hinweise

     

    1) Wer ist unbegleitet?

    Kinder und Jugendliche gelten dann als unbegleitet, wenn sie sich ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsberechtigten Person in Deutschland aufhalten oder hier einreisen.
    Als begleitet hingegen gilt eine minderjährige Person, wenn die Begleitperson erziehungs- oder personensorgeberechtigt ist. Das sind meistens die Eltern, es können aber auch Familienangehörige oder Dritte sein, die eine entsprechende sorgerechtliche Entscheidung nachweisen können.

    Begleitung durch Familienangehörige

    Verwandte sind nur dann sorgeberechtigt, wenn ihnen das Sorgerecht von den Eltern des Kindes und der jeweils zuständigen Behörde oder einem Gericht übertragen wurde. Voraussetzung hierfür ist eine wirksame Sorgerechtsvollmacht der Eltern. Dazu müssen die bevollmächtigten Verwandten in regelmäßigem Kontakt mit den Eltern stehen, da diese nach wie vor das Personensorgerecht innehaben. Eine amtliche Sorgerechtsübertragung aus dem Ausland wird in Deutschland nach einer eingehenden Prüfung durch das Jugendamt in der Regel anerkannt.

    Die Unterscheidung zwischen begleiteten und unbegleiteten Minderjährigen ist besonders vor dem Hintergrund der kindeswohlgerechten Unterbringung und Leistungszugängen wichtig. Begleitete Kinder und Jugendliche werden mit ihren Eltern oder sorgeberechtigten Begleitpersonen in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. In diesen haben sie die ersten Monate keinen Anspruch auf Schulbildung und sie erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Unbegleitete Minderjährige werden vom örtlichen Jugendamt in altersgerechten Wohngruppen oder Pflegefamilien untergebracht und erhalten Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

    Wichtig: auch wenn Minderjährige mit Verwandten einreisen, die nicht sorgeberechtigt sind, bedeutet die Inobhutnahme durch das Jugendamt nicht automatisch eine Trennung von den Bezugspersonen! Zum Schutz des Kindeswohls gehört nämlich auch, dass das Jugendamt soziale Bindungen zu schützen und insofern Trennungen zu vermeiden versucht.

     

    2) Allgemeine Hinweise zur Ankunft und Unterbringung

    UmF, die nach Deutschland flüchten, haben mit der Meldung über die Wohnsitznahme in Deutschland einen sofortigen Anspruch auf Schutz über das SGB VIII – das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Aus diesem Grund ist es wichtig, neu angekommene umF möglichst bald nach ihrer Einreise bei der örtlichen Meldebehörde zu melden, um ihnen einen schnellen Zugang zu diesen Leistungen zu ermöglichen!

    Was muss ich tun, wenn ein umF bei mir ankommt?

    Wenn das Kind/ die*der Jugendliche nach obiger Definition unbegleitet ist, melden Sie sich so bald es geht bei Ihrem örtlichen Jugendamt. Sie erhalten dann einen Termin für ein erstes Gespräch gemeinsam mit der*dem unbegleiteten Minderjährigen. Hier werden die nächsten Schritte unter Berücksichtigung der Wünsche des Kindes besprochen.

    Eine Liste von Jugendämtern in Niedersachsen mit Kontaktdaten finden Sie hier (runter scrollen).

    Nach der Meldung werden unbegleitete Kinder und Jugendliche vom Jugendamt vorläufig in Obhut genommen. Das Jugendamt prüft dann im Rahmen eines sogenannten „Clearingverfahrens“, ob und wohin das Kind innerhalb der nächsten Tage in eine geeignete Unterbringung umverteilt werden kann. Ein Kriterium ist hierbei unter anderem, ob sich Verwandte des Kindes in Deutschland aufhalten, in dessen Nähe es ziehen kann und möchte. Wenn keine sorgeberechtigte Person mit dem Kind eingereist ist oder bereits in Deutschland lebt, bestellt das Jugendamt ein*e Vormund*in als rechtliche Vertretung für die*den umF.
    In einem nächsten Schritt wird das Kind in einer Jugendhilfeeinrichtung (häufig Wohngruppen, im Einzelfall jedoch auch Gast- oder Pflegefamilien) untergebracht. Im Rahmen der Jugendhilfe werden umF umfangreich krankenversorgt. Sie haben zudem vom ersten Tag an ein Recht auf Bildung. Die Betreuer*innen der Jugendhilfeeinrichtung bemühen sich zeitnah um einen Schulplatz und ggf. Sprachkurse.

    Unterbringung bei Gast-/ Pflegefamilien

    Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in der Regel in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht und betreut. Das ist auch meist im Sinne der jungen Menschen, da sie dort Kontakt zu Gleichaltrigen haben, die in der Regel ähnliche Fluchterfahrungen gemacht haben und mit denen sie sich austauschen können. Außerdem ist eine pädagogische, soziale und rechtliche Betreuung durch Fachpersonal gewährleistet. Eine Unterbringung im familiären Kontext ist jedoch ebenfalls möglich. Familien oder Privatpersonen, die unbegleitete Kinder oder Jugendliche bei sich Zuhause aufnehmen möchten, müssen sich an ihr örtliches Jugendamt wenden. Das Jugendamt prüft dann in jedem Einzelfall, ob interessierte Personen die Voraussetzungen erfüllen, um Gast- oder Pflegeeltern bzw. Gast- oder Pflegefamilie zu werden und meldet sich zurück, falls eine Unterbringung benötigt wird. Die oben genannte Unterstützung durch Fachpersonal des Jugendamtes kann dann von der Gastfamilie in Anspruch genommen werden.

    Mehr Informationen unter „Pflegefamilien/ Gastfamilien: Was müssen wir tun, um junge Flüchtlinge aufzunehmen?“

    Vormundschaft

    Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) sind rechtlich nicht handlungsfähig. Sie werden daher durch eine*n Vormund*in vertreten und unterstützt.
    Diese Person ist für sie Ansprechperson für alle rechtlichen Verfahren, aber auch für ihr persönliches Wohlergehen verantworlich und begleitet sie in der Planung ihrer weiteren Perspektiven. Vormund*innen kümmern sich um die Person und das Vermögen des*der Minderjährigen und vertreten sie*ihn rechtlich. Sie nehmen alle Aufgaben wahr, die sonst die Eltern übernehmen würden. Sie vertreten die jungen Menschen bspw. im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren, vor dem Jugendamt, sorgen für ihre gesundheitliche Versorgung und kümmern sich um ihren Bildungsweg.

     

    3) Informationen für Verwandte von umF

    a) Wie können umF zu ihren Angehörigen in anderen deutschen Städten gelangen?

    Wenn sich Verwandte des Kindes in Deutschland aufhalten, prüft das Jugendamt im Rahmen der vorläufigen Inobhutnahme, inwiefern eine Zusammenführung mit diesen dem Kindeswohl dient. Eine Zusammenführung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Kind auch bei den Verwandten wohnen wird, sondern dass eine geeignete jugendhilferechtliche Unterbringung in deren räumliche Nähe gesucht wird. Wünscht sich das Kind diese Nähe und ist die Zusammenführung förderlich für das Kindeswohl, wird es nicht zur Verteilung angemeldet, sondern direkt an den Wohnort der Verwandten (oder in deren Nähe) untergebracht.

    Mehr Informationen unter „Wie können umF zu ihren Angehörigen in anderen deutschen Städten gelangen?“

    b) Kann ich die Vormundschaft übernehmen?

    Angehörige können grundsätzlich auch die Vormundschaft für die Minderjährigen übernehmen, wenn sie hierfür geeignet sind. Sind Angehörige erst kurz in Deutschland und von rechtlichen Anforderungen ähnlich überwältigt wie das Kind oder der Jugendliche, ist die Vormundschaft vielleicht noch keine gute Idee. Eine externe Person als Vormund*in kann in diesem Fall für die ganze Familie eine Unterstützung sein.

    Wenn Sie die Vormundschaft für ein Kind übernehmen möchten, können Sie sich an das Jugendamt an Ihrem Wohnort wenden. Dieses hat die Aufgabe, Vormund*innen zu qualifizieren und sie zu beraten. Das Familiengericht prüft dann Ihre Eignung als ehrenamtliche*r Vormund*in, bevor es sie bestellt (bestimmt).

    Weitere Informationen unter „Vormundschaft“ (BumF e.V).

    c) Kann ich das Kind bei mir Zuhause aufnehmen?

    Grundsätzlich ist es möglich, dass Verwandte umF bei sich zuhause aufnehmen. Dies muss allerdings vorher mit dem Jugendamt besprochen und von diesem als Maßnahme genehmigt werden. Die private Unterbringung bei Familienangehörigen wird als „Hilfen zur Erziehung“ in Form von Vollzeitpflege gewertet.
    Voraussetzung für die Vollzeitpflege ist, dass eine kindeswohlgerechte Erziehung und Betreuung gewährleistet ist und die aufnehmende Familie zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Jugendamt bereit ist. Auch der Wohnraum spielt eine Rolle, wobei das Jugendamt hier mit ambulanten Leistungen – z.B. bei der Suche nach geeignetem Wohnraum oder Unterstützung bei der Beantragung von Kostenübernahme für privaten Wohnraum beim Sozialamt – unterstützen kann. Die Pflegepersonen haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung vom Jugendamt. Sie bekommen außerdem Pflegegeld, um den Lebensbedarf (z.B. Kosten für Ernährung, Unterkunft, Bekleidung, Hausrat, Körper- und Gesundheitspflege, Bildung, Taschengeld, Fahrtkosten etc.) zu decken.

    Weitere Informationen unter „Betreuung durch Verwandte“ (BumF e.V.)

    4) Schutz gegen Menschenhandel und Ausbeutung

    Leider sind unübersichtliche und chaotische Fluchtbewegungen immer wieder Boden für Missbrauch und Menschenhandel, weil Kriminelle die Not der Schutzsuchenden ausnutzen und sich unter die vielen hilfsbereiten Menschen mischen. Deshalb ist die lückenlose Überprüfung durch das Jugendamt von grundlegender Bedeutung, denn nur so kann das Einschleichen verbrecherischer Absichten verhindert werden. Das ist kein Generalverdacht gegenüber engagierten und hilfsbereiten Menschen, sondern die einzige Möglichkeit Missbrauch systematisch zu bekämpfen. Dazu gehört die z.B. die o.g. Überprüfung von Privatpersonen – und haushalten, die Kinder und Jugendliche bei sich aufnehmen, oder auch die Aufforderung zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Nur durch die sofortige Durchsetzung dieser Schutzmaßnahmen, kann flächendeckender Missbrauch verhindert werden. Die Einschaltung des Jugendamtes dient daher in jedem Fall der Sicherung des Kindeswohls.

     

    5) Aufenthaltssicherung

    Ein Asylantrag ist bei ukrainischen Staatsangehörigen in der Regel nicht notwendig. Ukrainische Staatsangehörige sowie Drittstaatsangehörige, die mit einem internationalen oder nationalen Schutzstatus einen Aufenthalt in der Ukraine hatten, können ein Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG bekommen. Hintergrund ist die Anwendung einer EU-Richtlinie, die im Fall eines „Massenzustroms“ (2001/55/EG) schnellen und unbürokratischen Schutz gewährleisten soll. Diese Personen müssen grundsätzlich keinen Asylantrag stellen, sondern können sich bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde melden. Bei weiteren Staatsangehörigen aus Drittstaaten ist derzeit in Klärung inwiefern der § 24 AufenthG Anwendung findet. Weitere Informationen zur aktuellen Gesetzeslage finden Sie hier. Sollte im Einzelfall doch ein Asylantrag für ein unbegleitetes Kind sinnvoll sein, finden Sie hier weitere Informationen. Die Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen ist zudem eine Aufgabe, die durch das zuständige Jugendamt begleitet werden kann. Die Regelzuständigkeit zur Klärung des aufenthaltsrechtlichen Status liegt hingegen bei der zuständigen Ausländerbehörde. Sollten Unsicherheiten oder weitere Fragen entstehen, können Sie zusätzlich eine professionelle Beratungsstelle aufsuchen.

     

    6) Weitere Hinweise

    Informationen für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine//Інформація для неповнолітніх біженців з України (mehrsprachiger Flyer des BumF e.V.)

    Ablaufschema: Ankommen junger Geflüchteter (DIJUF)

    Formulierungshilfe für Sorgerechtsvollmachten (DIJUF)

    Informationsseite des DIJUF zu Rechtsfragen bzgl. Kindern mit/ohne Familienbegleitung

    Erste Hinweise zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Flucht von ukrainischen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien nach Deutschland (DIJUF, 11.3.2022)

    Regelungen für unbegleitet und begleitet nach Deutschland einreisende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine – BMFSFJ (11.03.2022)

    Kostenlose Mailberatung für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine (Flyer auf Deutsch, Englisch, Russisch und Ukrainisch)

    Diese FAQ als PDF


     

  • 5.
    Weitere Informationen

    Corona – Impfen und Schutzmaßnahmen:

    Gesundheit

    Unterstützer:innen

    Übriges

  • 6.
    Hilfsangebote (Ukraine)

    Nachfolgend führen wir uns bekannte Hilfsangebote für Geflüchtete aus der Ukraine auf sowie Möglichkeiten eigene Hilfsangebote zu verbreiten oder mit Spenden zu unterstützen. Diese Hilfsangebote sind selbstverständlich nicht abschließend. Sie sind von uns auch nicht im Einzelnen überprüft worden.<\p>

    Spenden:

    • Der Ukrainische Verein Niedersachsen nennt Möglichkeiten für finanzielle Spenden und Sachspenden auf seiner Webseite.
    • Die Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge Bad Sachsa e.V. unterstützt mit Geld-Spenden direkt das Sheptytsky Hospital in Lviv einen sowie einen am 01.03. aus Bad Sachsa startenden Hilfstransport an das polnische Rote Kreuz zur Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine, die in Polen angekommen sind:

    Konto:
    Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge Bad Sachsa e.V.
    Stadtsparkasse Osterode am Harz
    IBAN DE69263510150000013037
    BIC NOLADE21HZB

    Suche nach Angehörigen:

    • Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt Personen, die sich in Kriegswirren und auf dem Fluchtweg verloren haben. Dazu hält der Suchdienst des DRK einen Flyer „Suchen, Verbinden, Vereinen“ auf Deutsch und Ukrainisch vor. Ein gesonderter Flyer richtet sich an unbegleite minderjährige Geflüchtete, die Unterstützung bei der Suche nach ihren Familien benötigen ebenfalls auf Deutsch und Ukrainisch.

    Unterkunft/Wohnmöglichkeiten:

    Inwiefern die jeweiligen Angebote auf Seriösität überprüft werden, können wir nicht beurteilen.

    Schutz gegen Menschenhandel und Ausbeutung:

    Die Fachberatungsstelle „Jadwiga“ hat eine Präventions- und Informationskampagne für alleinreisende Frauen und Mädchen aus der Ukraine gestartet.
    Flyern in den Sprachen Ukrainisch und Englisch erhalten Geflüchtete Sicherheits- und Verhaltenstipps, um nicht Opfer von Menschenhändlern zu werden:
    Jadwiga: Sicherheitstipps gegen Menschenhandel auf Ukrainisch, Englisch und Deutsch

    Jadwiga rät: Frauen sollten nie ihren Pass oder ihr Handy aus der Hand geben. Wichtig sei auch, dass die Frauen mit Verwandten, Freundinnen und anderen Geflüchteten in Kontakt blieben.

    Hilfetelefone bei Gewalt gegen Frauen und Kinder und für Schwangere in Not:

    Wichtige Informationen für geflüchtete Frauen / ВАЖЛИВА ІНФОРМАЦІЯ ДЛЯ ЖІНОК-БІЖЕНОK des niedersächsischen Sozialministeriums

    Hilfe und Beratung für Schutz vor Gewalt für Frauen und Kinder / ЗАХИСТ І ДОПОМОГА ЖІНКАМ І ДІТЯМ / ЗАЩИТА И ПОМОЩЬ ЖЕНЩИНАМ И ДЕТЯМ vom Dachverband der Migrantenorganisationen (DaMigra)

    Wichtige Informationen für Hilfsorganisationen und Helfende vom niedersächsischen Sozialministerium

    Informationen für schwangere Frauen in einer Notlage / Інформація для вагітних жінок у тяжкому становищі der Bundesstiftung „Mutter und Kind“

    Beratung und Informationen für Familien aus der Ukraine /РЕКОМЕНДАЦІЇ ТА ІНФОРМАЦІЯ ДЛЯ СІМЕЙ З УКРАЇНИ vom Nationalen Zentrum für frühe Hilfen.

    Psychosoziale Hilfsangebote:

    Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen bietet psychologische und psychosoziale Hilfen für Geflüchtete. An den Standorten in Braunschweig, Cuxhaven, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück gibt es unter anderem offene Sprechstunden sowie Kinder- und Jugendsprechstunden. Informationen zum Angebot und den Adressen der Beratungsstellen finden Sie auf den Seiten des Netzwerks zum und weiteren Sprachen.

    Weitere Informationen zur kostenlosen psychologischen Betreuung für Geflüchtete finden Sie hier: BAfF e.V. – Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.. Beratungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt es zudem beim Sozialpsychiatrischen Dienst.

    Corona – Impfen und Schutzmaßnahmen:

    Informationen zur Corona-Schutzimpfung auf Ukrainisch bei der Niedersächsischen Landesregierung

    Informationen zu Corona und Corona-Schutzimpfungen auf Ukrainisch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Flyer_7_Gruende_Fuer_Die_Impfung_Ukrainisch, Flyer_Impfwissen _fuer_Kinder_Ukrainisch, Flyer_Unsere_beste_Abwehr_gegen_Corona_Jugendliche_Ukrainisch)

    Aufklärungs- und Einwilligungsbögen zur Corona-Schutzimpfung vom RKI auf Ukrainisch:

    Aufklärungs- und Einwilligungsbogen_mRNA-Impfstoff, Aufklärungs- und_Einwilligungsbogen Novaxovid-Impfstoff, Aufklärung- und Einwilligungsbogen Vektor-Impfstoff

    Hilfe für Geflüchtete mit Behinderung

    Bundeskontaktstelle des DRK für Geflüchtete mit Behinderung und/oder Pflegebedarf: Kostenlose Hotline auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch und Englisch

    DeafRefugee.de: Informationen und Vermittlung von Dolmetscher:innen für gehörlose/taube Geflüchtete in den Sprachen Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch

    Linktree von DeafRefugee.de mit Informationen und Hilfsangeboten, u.a. Kontakte zu Gebärden-Dolmetscher:innen

    Informationen und Hinweise zum Gebärden-Dolmetschen vom Berufsverband Gebärdendolmetscher/innen in Niedersachsen

    Einreise und Reisen in Deutschland mit der Bahn:

    Informationen zur Einreise nach Deutschland und zu Fahrten in Deutschland mit der Bahn von der Deutschen Bahn

    weitere Hilfsangebote:

    Koordinierung des zivilen Engagements in Städten und Gemeinden in Niedersachsen (Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch):
    https://buendnis.niedersachsen.de/Aktuelles/koordinierung-in-stadten-und-gemeinden-209216.html

    Migrationsberatung in Niedersachsen: Übersicht Beratungsstellen Migrationsberatung

    Bundesweite Vermittlung von Hilfsangeboten:
    Über die Seite von #LeaveNoOneBehind werden auch weitere Hilfsangebote vermittelt, wie v.a. Übersetzungen, Transport oder Begleitung bei Behördengängen.
    Wer Hilfe anbieten möchte, kann sich auf der Seite registrieren:
    #LeaveNoOneBehind

    Haustierinfo für Menschen aus der Ukraine: https://haustier-info-ukraine.de/

    Kostenlose Telefonate und SMS in die Ukraine:
    Um die Kommunikation z.B. mit Angehörigen in der Ukraine zu erleichtern, haben viele Telekommunikationsunternehmen Telefonie und SMS für Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse kostenfrei gestellt. Dazu zählen unter anderem die Deutsche Telekom, Vodafone, O2/Telefonica, Pyur, NetCologne, M-net, EWE, 1&1 sowie die Freenet-Gruppe mit den Anbietern Klarmobil und Mobilcom-Debitel. Roaming-Gebühren innerhalb der Ukraine fallen ebenfalls nicht an.
    Informationen der Telekom dazu auf Deutsch, Eglisch und Ukrainisch
    Informationen von Vodafone dazu (nur Deutsch)

    PDF-Lernheft zum Spracherwerb:
    In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und ukrainischen Muttersprachlern hat „buchstaben.com“ ein kostenloses PDF-Lernheft entwickelt, das ukrainischen Flüchtlingen die Grundzüge der deutsche Sprache leicht verständlich und übersichtlich näher bringen soll. Neben den exakten Übersetzungen werden die Inhalte auch in der Lautschrift dargestellt, sodass es den Flüchtlingen leichter fällt, die deutsche Aussprache zu verstehen.

    Hilfe in anderen Staaten/internationale Hilfsangebote:

    Ungarn:

    Polen:

    Rumänien:

    Slowakei:

    Moldawien:

     

    Unterstützung für internationale Studierende:
    Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende, die aus der Ukraine fliehen müssen: Kontakt Ungarn: +233244499939, Kontakt Ukraine: +380631133989

    Unterstützung für BIPOC und Nicht-Ukrainer:innen:
    Es gibt ein Pad – dort sind Informationen und Kontakte für Drittstaatenangehörige gesammelt. Zudem gibt es einen Kanal auf Instagram, der ebenfalls Informationen für BIPOC und Nicht-Ukrainer:innern veröffentlicht.

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