Informationen für Personen ohne Aufnahmezusage

Neben den Ortskräften und ihren Familien, haben auch andere Personengruppen Aufnahmezusagen erhalten – u.a. wegen einer Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit mit deutschen Organisationen, einer Tätigkeit bei deutschen Behörden im Ausland oder aber aufgrund einer Gefährdungsmeldung.

Darüber hinaus sind auch Personen eingereist, die nicht auf einer Liste der Bundesrepublik standen. Teilweise sind sie in den Wirren des Flughafens Kabul in das falsche Flugzeug geleitet worden, teilweise sind sie trotz fehlender Aufnahmezusage weitergeleitet worden.

Nach der Einreise

Zunächst erhalten alle evakuierten Personen ein Visum mit 90 Tagen Gültigkeit. In dieser Zeit wird geklärt, ob eine Aufnahmezusage besteht. Personen, die eine Aufnahmezusage eines anderen Landes haben, werden ggf. dorthin ausgeflogen. Personen, die auf keiner Liste stehen, werden auf das Asylverfahren verwiesen.

ACHTUNG: Nach Auskunft des BAMF können Personen, die aktuell nicht über eine Aufnahmezusage verfügen, im Laufe ihres Asylverfahrens weitere Angaben machen, um nachträglich noch eine Aufnahmezusage nach § 22 AufenthG zu erhalten. Folglich sollte bei der Antragstellung bzw. in der Anhörung darauf hingewiesen werden.

Uns ist mitgeteilt worden, dass Personen trotz Aufnahmezusage, ebenfalls auf das Asylverfahren verwiesen wurden. Dies entspricht nicht dem regulären Verfahren und sollte möglichst vermieden werden. Informationen dazu finden Sie hier.

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