Familie Thadchahamoorthy

Familie Thadchanamoorthy aus Sri Lanka
Wir befinden uns mitten im beschaulichen Münsterland. Ende Oktober 2006, wird eine Flüchtlingsfamilie mit ihren drei Kinder nach Sri Lanka abgeschoben. Nichts aussergewöhnliches, denkt man. Passiert jeden Tag in Deutschland. Und dennoch ” in diesem Fall sind die Umstände nicht nur besonders hart, sondern zweifellos besonders brisant. Aussführliche Infos über diesen Fall, gibt es auf der Webseite von Bettina Sander.

Nachfolgend ein Artikel aus: Die Glocke Online

Spenden für abgeschobene Familie

Warendorf (gl) – Aus den Augen, aus dem Sinn – abgeschoben und vergessen: Asylbewerber, die nach einem gescheiterten Antragsverfahren in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden, erleiden nicht selten dieses Schicksal. Anders die Familie Thadchanamoorthy, für die jetzt Sepnden gesammelt werden.

Auch heute noch, fünf Jahre nach deren Abschiebung in das von einem Bürgerkrieg gebeutelte Land Sri Lanka, kümmern sich Menschen in Warendorf intensiv um das Ehepaar Menaka und Kiddinan Thadchanamoorthy sowie deren Kinder Apisan (11), Apirami (8) und Apinaeja (6). Allerdings: Um der Familie ein einigermaßen menschenwürdiges Leben in Sri Lanka zu ermöglichen, werden jetzt dringend Spenden benötigt. Bettina Sander und Elisabeth Wiengarten von der Initiative „abgeschoben-waf.de“ sowie Konrad Schoppmann und Klaus Wiese (Amnesty International) haben die Aktion „Warendorfer helfen Warendorfern – 1 Euro für Familie Thadchanamoorthy“ ins Lebens gerufen, die in diesen Tagen startet.

In diversen Geschäften und Einrichtungen in der Kreisstadt werden Sammelbüchsen aufgestellt. Wunsch der Initiatoren ist es, dass jeder Warendorfer (mindestens) einen Euro für die Not leidenden, früheren Mitbürger spendet. Im Idealfall kämen so 37 956 Euro zusammen. Von dem Geld könnte sich Kiddinan Thadchanamoorthy Baumaterial für eine kleine Steinhütte anschaffen und ein Stück Land pachten, um Gemüse und Obst für seine Familie anzubauen. Die Kinder, denen der Schulbesuch große Probleme bereitet, könnten gefördert und die medizinische Versorgung der Familie – Menaka Thadchanamoorthy leidet auch heute noch unter Angstzuständen – könnte verbessert werden. „Familie Thadchanamoorthy lebt weiterhin in großer Gefahr“, berichtet Elisabeth Wiengarten, die den Kontakt nach Sri Lanka nie hat abreißen lassen. „Wir dürfen die Familie und die sie betreuenden ‚Schwestern zum Guten Hirten‘ jetzt nicht im Stich lassen“, begründet sie das Engagement.

Die Familie Thadchanamoorthy hatte bis zu ihrer Abschiebung am Vorabend des Fettmarktes 2006 sieben Jahre lang in Warendorf gelebt und in der Emsstadt ihren Lebensmittelpunkt gefunden.

 


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