Vortrag der Kinderhilfe Afghanistan am 19.11. in Wunstorf

Kinderhilfe Afghanistan kommt nach Wunstorf

Dr. Erös, Sanitätsoffizier a. D, war zur Zeit der Besetzung Afghanistans durch die Russen heimlich dort, um unter dem Schutz der Mudschaheddin die Familien in den Bergdörfern Ostafghanistans ärztlich zu versorgen. Daraus folgte 1998 die Gründung der Kinderhilfe Afghanistan. Dr. Erös hat sich kürzlich kritisch mit der Absicht der Bundesregierung auseinander gesetzt, Abschiebungen nach Afghanistan vornehmen zu wollen (siehe Bericht).

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Flüchtlingskatastrophe in Europa

PRO ASYL fordert sofortiges Handeln aller EU-Staaten

Angesichts der Flüchtlingskatastrophe in Europa fordert PRO ASYL ein sofortigen Handeln aller EU-Staaten und der USA. Im reichen Europa sind Schutzsuchende vor dem Winter obdachlos, medizinisch unversorgt und ohne Perspektive, Aufnahme und Schutz zu finden. Die Industriestaaten schauen der Katastrophe tatenlos zu. PRO ASYL fordert Frankreich, Großbritannien, aber auch die USA und andere auf, den Flüchtlingen auf der Balkanroute Aufnahmeplätze anzubieten. » Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlinge aus Afghanistan: De Maizières dilettantischer Ausflug in die deutsche Entwicklungshilfe

PRO ASYL und Flüchtlingsrat Niedersachsen: Fakten zur Kenntnis nehmen!

Bundesinnenminister de Maizière beharrt auf seinem Kurs, mehr afghanische Flüchtlinge nach Afghanistan abschieben zu wollen – mit immer unzulänglicheren Argumenten, die er außerhalb seines Kompetenzbereiches zusammenklaubt. Medienberichten zufolge verweist er darauf, dass viel Entwicklungshilfe nach Afghanistan geflossen sei: „Dann kann man erwarten, dass die Afghanen in ihrem Land bleiben.“ PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen kritisieren die wahnwitzige Idee, dass irgendwelche Mittelflüsse in teilweise hoch korrupte Strukturen Fluchtursachen verhindern. » Den ganzen Beitrag lesen…

Arbeitstreffen für Aktionstage gegen Rassismus vom 23. November – 13. Dezember

[english version below / Englische Version unten]

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No Lager Osnabrück im Netz: http://nolageros.blogsport.eu/

[DE]
Liebe Leute, liebe Aktivist*innen, liebe Ersties, liebe Geflüchteten, liebe Alle.

Eines vorweg, es wird allerhöchste Zeit gemeinsam etwas gegen Rassismus, ob strukturell, ob alltäglich oder politisch, auch abseits von Demonstrationen zu organisieren.
Weil es bei der Asylrechtsverschärfung im Sommer so wunderbar funktioniert hat, laden wir hiermit wieder alle Interessierten zu einem großen Arbeitstreffen ein.
Im Zentrum stehen Aktionstage gegen jeden Rassismus, die wir auf drei Wochen begrenzen möchten. Der Zeitraum der Aktionstage soll grob zwischen dem 23. November und dem 13. Dezember liegen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei der derzeitig oft diskutierten Aufteilung von „guten“ und „schlechten“ Vertriebenen, von sog. „Wirschafts-“ und „Kriegsflüchtlingen“. » Den ganzen Beitrag lesen…

Feiern und Deutschstammtisch mit Flüchtlingen im Schauspielhaus

Impression der ersten „Dance the Tandem“-Montagsbar am 12.10. in der Cumberlandschen Galerie (Copyright: Jörg Völker)

Impression der ersten „Dance the Tandem“-Montagsbar am 12.10. in der Cumberlandschen Galerie (Copyright: Jörg Völker)

Im Rahmen der allwöchentlichen Montagsbar hat das Schauspielhaus Hannover die Reihe Dance the Tandem ins Leben gerufen, die zum Kennenlernen zwischen Flüchtlingen und Deutschen bei Live-Musik und deutsch-arabischem Büfett einlädt. Die Treffen finden einmal im Monat statt. Außerdem startet ab sofort ein Deutschstammtisch im Pausenfoyer des Schauspielhauses, der Flüchtlingen – über offizielle Sprachkurse hinaus – jeden Mittwochnachmittag die Möglichkeit bieten soll, die deutsche Sprache anhand praktischer Beispiele zu erlernen und zu verbessern. Interessierte Flüchtlinge sowie ehrenamtliche Muttersprachler sind herzlich zum Stammtisch eingeladen. Weitere Informationen gibt es bei Ilka Daerr unter ilka.daerr@staatstheater-hannover.de.

Dance the Tandem Montag, 23.11. und 28.12., jeweils 21:00 Uhr (Einlass 20:00 Uhr), Cumberlandsche Galerie Karten 5 € unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater

Deutschstammtisch Jeden Mittwoch, 15:30-17:00 Uhr, Pausenfoyer Schauspielhaus

Schauspielhaus sammelt über 20.000 € für Arbeit des Flüchtlingsrats

© Katrin Ribbe (v. l. n. r.) Die Ensemblesprechenden Sarah Franke und Jonas Steglich, Ulrike Eberle von der Presseabteilung sowie Kai Weber und Martina Mertz vom Flüchtlingsrat Niedersachsen.

Seit Beginn der aktuellen Spielzeit engagiert sich das Schauspiel Hannover in unterschiedlicher Weise für Flüchtlinge in der Region Hannover. Bei Spendensammlungen nach den Vorstellungen kam die überwältigende Summe von 20.320,03 € zusammen, die am Mittwoch, 28. Oktober, dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e. V. übergeben wurden. Kai Weber und Martina Mertz vom Flüchtlingsrat Niedersachsen bedankten sich bei den Ensemblemitgliedern Sarah Franke und Jonas Steglich für die große Spende, die  in weitere praktische Informationsangebote für Flüchtlinge und Ehrenamtliche sowie in einen Ausbau der Rechtsberatung fließen soll. Künftig sammelt das Schauspiel für den Unterstützekreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e. V., in dem die Nachbarschaftskreise der hannoverschen Flüchtlingsunterkünfte organisiert sind.

Das Engagement des Schauspiels beschränkt sich aber nicht nur auf die Sammlung von Spenden.Mehr Informationen gibt es hier.

Freitag, 30.10.2015 Demonstration „Für ein bedingungsloses Bleiberecht für alle – gegen die Asylgesetzesverschärfung“

Am kommenden Freitag, den 30.10.2015, findet um 17 Uhr in Hannover eine Demonstration gegen die Asylgesetzesverschärfung und für eine Perspektive fernab von Verwertungslogik statt: Den Aufruf finden Sie hier.

Bedingungsloses Bleiberecht für alle – gegen die
Asylgesetzesverschärfung!

Demonstration:
Freitag, 30.10.2015
17 Uhr
Steintor, Hannover » Den ganzen Beitrag lesen…

Abschiebungen nach Afghanistan? Interview mit Reinhard Erös

„Ich weiß nur eins, in Afghanistan kamen in den letzten Monaten mehr Zivilisten ums Leben als in den vergangenen 14 Jahren. In Afghanistan kamen doppelt so viel Polizisten in den letzten Monaten seit Jahresbeginn ums Leben als alle 14 Jahre vorher. Das heißt, die Sicherheitslage in Afghanistan im Jahr 2015 ist schlimmer als in all den Jahren, in denen die NATO – also ISAF, die Bundeswehr ist auch dabei – dort tätig war und für Sicherheit sorgen sollte. Und ausgerechnet jetzt entscheidet man in Deutschland de facto zumindest, das Land scheint doch nicht so unsicher zu sein…“

Deutschland plant, afghanische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzuschicken. Das stößt auf heftige Kritik bei Afghanistan-Experten wie dem Entwicklungshelfer Reinhard Erös. Die Situation im Land sei heute weitaus schlimmer als während der NATO-Einsätze.

Der ehemalige Oberstabsarzt der Bundeswehr sagte  im Deutschlandradio Kultur: „Die Situation in Afghanistan ist jetzt so schlimm wie in den letzten 13 Jahren nicht mehr, in fast allen Bereichen. Und die wollen wir jetzt zurückschicken? Das Ganze drei Wochen nach dem Luftschlag in Kundus.“

Hier das vollständige Interview von Deutschlandradio Kultur mit Reinhard Erös

Landesregierung will Zugang zum Härtefallverfahren weiter beschneiden

Die Landesregierung will zukünftig keine Härtefallanträge mehr für Flüchtlinge zulassen, die sich weniger als 18 Monate im Bundesgebiet aufhalten. Der neue Nichtannahmegrund soll mit einem Sonderprüfungsrecht für die Vorsitzende  der Kommission verbunden werden, die unter engen Voraussetzungen Ausnahmen zulassen kann.

Der Flüchtlingsrat hält den Vorschlag, zu dem die Verbände angehört werden sollen, für kritikwürdig. Zu Beginn der Legislaturperiode haben wir erfolgreich darum gekämpft, formale Ausschlussgründe möglichst zu vermeiden. Es liegt in der Natur einer Einzelfallprüfung, dass es darum geht, atypischen Sonderfällen gerecht zu werden. Zu denken wäre hier z.B. an Flüchtlinge, die bereits in der Vergangenheit lange in Niedersachsen gelebt haben und dennoch abgeschoben wurden, aber faktisch hier zu Hause sind. Offenkundig kommt die humanitäre Orientierung der Flüchtlingspolitik in Niedersachsen immer stärker unter die (Abschiebungs-)Räder.

Kai Weber

Änderungen im Aufenthaltsgesetz, Asylgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz

Das sog. „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ ist zum 24.10.2015 in Kraft getreten.

Hier finden Sie (mit Dank an Volker Maria Hügel von der GGUA):