Bericht einer Wuppertaler Delegation im Lager Bramsche / Niedersachsen

Bericht einer Wuppertaler Delegation im Lager Bramsche / Niedersachsen

am 11.Sept. 2011

Der Bericht kann als pdf-Dokument von der Internetseite der KARAWANE runtergeladen werden auf
deutsch und auf farsi

Die Hölle kann recht hübsch ausschauen, und zuweilen wirkt sie fast wie ein Ferienlager aus. » Den ganzen Beitrag lesen…

NDR – Beitrag zum Tag des Flüchtlings

Der NDR hat aus Anlass des Tages des Flüchtlings einige bemerkenswerte Berichte über Flüchtlinge in Niedersachsen zusammengestellt. In der Anmoderation heißt es:

Flucht ins Abseits

Der 30. September ist der „Tag des Flüchtlings“. Ein Tag, der genutzt wird, um auf Menschen in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen, mit denen die wenigsten im alltäglichen Leben in Berührung kommen. Auch in Niedersachsen führen Flüchtlinge, Migranten und Asylbewerber zumeist ein unauffälliges Leben. Viele bekommen gar nicht erst die Chance, in Erscheinung zu treten, sondern werden in Heimen fernab der Städte untergebracht. Dennoch gibt es Menschen, die in ihrer täglichen Arbeit mit den Schicksalen der Flüchtlinge konfrontiert sind und ihnen helfen. NDR.de hat einige von ihnen begleitet und sie über ihre Arbeit berichten lassen. Und wir haben mit jenen gesprochen, die es am meisten betrifft: den Flüchtlingen.

Die Beiträge finden sich  hier

Wir danken herzlich

Tag des Flüchtlings 2011: Asylsuchende berichten über ihre Erfahrungen

30. September: Tag des Flüchtlings

Asylsuchende berichten über ihre Erfahrungen

Termin: Fr, 30.09.2011, 15.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Schillerdenkmal, (Ecke Schillerstr./Georgstr.), Hannover

Zum Tag des Flüchtlings, am Freitag, den 30.September, laden der Flüchtlingsrat Niedersachsen zusammen mit dem Verein der Roma in Niedersachsen, Romane Aglonipe e.V. und dem antirassistischen Plenum Hannover zu einer Veranstaltung am Schillerdenkmal in Hannover ein. Menschen mit Flucht- und Exilerfahrung, Flüchtlinge und Asylsuchende werden dort sprechen und von der Situation in ihren Herkunftsländern, ihren Fluchtgründen und -wegen sowie ihrer jetzigen Situation in Deutschland und ihren Kämpfen um Sicherheit, Würde und Teilhabe an unserer Gesellschaft erzählen. » Den ganzen Beitrag lesen…

„Für die Rückkehr von Gazale“

Aufruf zur Demonstration am 15.10.2011 in Hildesheim

Treffpunkt: 11.00 Uhr am Huckup in Hildesheim (Schuhstraße)

Am 10. Februar 2005 hat der Landkreis Hildesheim eine in Deutschland integrierte Familie durch die Abschiebung der schwangeren Mutter Gazale Salame und ihres Kleinkinds in die Türkei auseinander gerissen. Zurück blieb Vater Ahmed Siala mit den beiden älteren Töchtern. Die Eltern sind Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon. Sie flohen als kleine Kinder aus Beirut zu uns und haben in der Türkei keine Wurzeln. Gazale lebte 17 Jahre in Deutschland, Ahmed ist seit 26 Jahren hier. Seit über sechs Jahren kämpft die Familie um ein gemeinsames Aufenthaltsrecht.

Hier geht es um Humanität! Hier geht es um unser Grundgesetz! » Den ganzen Beitrag lesen…

Manches Schweigen erzeugt einen gewaltigen Lärm

Menschen, die auf eine Bleiberechtsregelung hoffen, eine Stimme geben / Lesemarathon beginnt morgen um 17 Uhr

Hildesheim/Braunschweig, 28.09.2011. „Die Beteiligung von Vertretern aller politischen Parteien im Landtag ist ein klares Signal“, so die Initiatoren des morgen beginnenden Lesemarathons zum Thema Bleiberecht. Auch die Schirmherren Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber und Bischof Norbert Trelle werden lesen.

Anlässlich des Tags des Flüchtlings am 30. September 2011 veranstalten Caritas und Diakonie in Niedersachsen, die evangelische und katholische Kirche, zahlreiche Organisationen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft einen Lesemarathon auf dem Braunschweiger Domplatz.

Sie appellieren mit dieser Aktion an die politisch Verantwortlichen, endlich eine bundesgesetzliche Bleiberechtsregelung zu schaffen, die den Realitäten entspricht. Ziel sei es, den langjährig hier Lebenden eine wirkliche Perspektive zu eröffnen. „75.000 Menschen müssen noch nach sechs Jahren in Deutschland um ihren Aufenthalt bangen“, so die Initiatoren. Ziel sei es, den langjährig geduldeten Flüchtlingen stellvertretend eine Stimme zu geben.

Unter den Mitwirkenden für je eine Stunde befinden sich Politiker aller Fraktionen ebenso wie Betroffene, Musiker, Künstler oder der Kabarettist Hartmut El Kurdi.

Der Lesemarathon beginnt am Donnerstag, den 29. September 2011, 17 Uhr und wird die Nacht hindurch fortgesetzt. Er endet am bundesweiten Tag des Flüchtlings, Freitag, den 30. September 2011, 17 Uhr.

Lesemarathon Einteilung 280911

Kontakt:

Heribert Schlensok
schlensok@caritas-dicvhildesheim.de
www.caritas-dicvhildesheim.de
Telefon 05121 938112
Mobil 0177/5247779

 

 

Tag des Flüchtlings

Zum Tag des Flüchtlings am 30.09.2011 findet in Hannover eine Veranstaltung statt zu der wir ganz herzlich einladen. Es werden auf dieser Veranstaltung Flüchtlinge über ihre Situation hier in Deutschland sprechen, sie werden berichten, warum sie geflohen sind, welche Hoffnungen sie hatten, als sie in Deutschland ankamen, was sich davon erfüllt hat, welche Hoffnungen zerschlagen wurden und was ihnen wichtig ist, einer Öffentlichkeit bekannt zu machen. Kommen Sie von 15.00 bis 18.00 Uhr zum Schillerdenkmal, Ecke Schillerstraße/Georgstraße in Hannover.

Nähere Informationen:   flyer 30.9.

24 Stunden Lesemarathon vor dem Braunschweiger Dom

Aktion zum „Tag des Flüchtlings 2011“ von Caritas und Diakonie in Niedersachsen

Aktionen müssen nicht immer laut sein. Manches Schweigen erzeugt einen gewaltigen Lärm. Und auch kleine Aktionen können eine große Wirkung entfalten.
Die Stimme der langjährig Geduldeten ist leise. Wann, wenn nicht am Tag des Flüchtlings am 30. September 2011, soll das Anliegen jener Menschen, die auf eine Bleiberechtsregelung hoffen, vernommen werden?
Deutschland ist ihnen eine Heimat geworden, sie leben langjährig hier ohne Sicherheit und Perspektive und müssen ihre Abschiebung fürchten. Von politischer Seite wurde zwar jetzt eine gesetzliche Regelung in das Aufenthaltsgesetz aufgenommen, welches gut integrierten langjährig geduldeten jungen Flüchtlingen eine Perspektive eröffnet, doch betrifft dieses nur einen Teil der Flüchtlinge.
Bischof Norbert Trelle sowie Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber haben die Schirmherrschaft für diese Aktion, und zwar einem Lesemarathon, übernommen, die am 29. September ab 17.00 Uhr nach der 5 Minutenandacht im Braunschweiger Dom auf dem Domplatz beginnt und am darauf folgenden Tag, dem Tag des Flüchtlings 2011, um 17.00 Uhr enden wird. Caritas und Diakonie in Niedersachsen appellieren mit dieser Aktion gemeinsam mit zahlreichenden Mitwirkenden an die politisch Verantwortlichen, eine bundesgesetzliche Bleiberechtsregelung zu schaffen, die sich an den Realitäten der in Deutschland lebenden Menschen orientiert und in Zukunft den langjährig hier Lebenden eine wirkliche Perspektive eröffnet.

Hedwig Mehring

Pressemitteilung

Lesemarathon Einteilung 280911

23 Flüchtlinge aus Nordafrika sind genug

Mit unserer Petition „Voices from Choucha: Fluchtwege öffnen, Flüchtlinge aufnehmen!“ hatten wir versucht, den Landtag dazu zu bewegen, gegen die unmenschlichen Bedingungen in nordafrikanischen Lagern etwas zu unternehmen und den Flüchtlingen zu helfen. Der Niedersächsische Landtag lehnte den Antrag auf Aufnahme von Flüchtlingen aus Nordafrika und dem Nahen Osten jedoch mehrheitlich ab.

Der Niedersächsische Landtag sieht sich mehrheitlich nicht in der Verantwortung, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Zur Begründung heißt es, dass aktuell eine Reihe von Maßnahmen seitens der EU in Planung seien. Hier soll es vor allem um die „Förderung von Mobilität und Migrationssteuerung“ gehen, also im Klartext um die Planung weiterer Abschottungsmaßnahmen und den verstärkten Einsatz von Frontex. Bereits im Oktober 2010 seien neun Flüchtlinge aus Malta aufgenommen worden, weitere 14 von insgesamt 150 Flüchtlingen würden entsprechend der Aufnahmeerklärung von Bundesinnenminister Friedrich noch nach Niedersachsen kommen. Diese Argumentation mutet einigermaßen zynisch an angesichts der Tatsache, dass gleichzeitig 108 Menschen im Rahmen des Dublin II – Verfahrens nach Malta abgeschoben wurden. „Europa schützt die Grenzen, nicht die Flüchtlinge“, bringt PRO ASYL diese Politik treffend auf den Punkt. » Den ganzen Beitrag lesen…

Broschüre Bleiberechtsregelung von Pro Asyl

Die neue Infobroschüre zur Bleiberechtsregelung für Jugendliche und Heranwachsende ( §25a AufenthG), sowie zu weiteren Forderungen kann nun auch bei uns bestellt werden. Einfach eine Mail an:  verwaltung@nds-fluerat.org

Hier schon einmal die Online Version: Broschüre

Sehenswert: Theaterstück „Deportation Cast“

Gestern (am 25.09.2011) lief die Premiere für die Inszenierung „Deportation Cast“ von Björn Bickers in der Regie von Peter Kastenmüller im Ballhof Zwei (Staatstheater Hannover).

Ich muss gestehen, dass ich mit einem gewissen Misstrauen nach Hannover fuhr, da ich ein gut gemeintes agit prop – Theater befürchtete, in dem die Message die Kunst in den Hintergrund drängt. Aber weit gefehlt:  Das Stück kommt ohne alle Propaganda aus. Es lässt die Beteiligten am Abschiebungsprozess für sich sprechen, ohne sie lächerlich zu machen, und ist „parteiisch“ nur insofern, als die Perspektive der abgeschobenen Familienmitglieder deutlich hervortritt. Man spürt sofort, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat und die Akteure des gesellschaftlichen Abschiebungsdramas kennt. » Den ganzen Beitrag lesen…