Aufruf vom SDS Hannover zur Mahnwache gegen das Sterben Geflüchteter im Mittelmeer

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Datum/Zeit
17.01.2017
18:30 - 19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Kröpke
Kröpke
Hannover


Das letzte Jahr hat einen dramatischen Rekord gesetzt: Noch nie starben so viele Menschen im Mittelmeer. Kommt deshalb am Dienstag, den 17. Januar um 18.30 Uhr zu unserer Mahnwache am Kröpcke (Hannover) und lasst uns gemeinsam für eine menschlichere Migrationspolitik auf die Straße gehen!

Offene Grenzen für Menschen in Not, statt Abschottung und Obergrenzen!

Das schon viel zu lang anhaltende Massensterben Geflüchteter im Mittelmeer fand im Jahr 2016 seinen traurigen Höhepunkt.

Laut UNHCR ertranken allein im Zeitraum von Januar bis Oktober diesen Jahres ca. 4000 Menschen, bei ihren verzweifelten Versuchen nach Europa zu gelangen.

Das ist ein Mensch alle 80 Minuten.

Die EU trägt mit ihrer Abschottungspolitik ganz wesentlich dazu bei, dass die Zahl der Opfer so stark angestiegen ist.

Statt die vor Krieg, Terror, Gewalt und Verfolgung Fliehenden durch das Schaffen legaler Fluchtwege zu unterstützen und zu schützen, incestieren die EU-Mitgliedsstaaten noch mehr Geld in FRONTEX, die EU-Abschottungsarmee. Dieses Geld sollte lieber in soziale Projekte für Geflüchtete UND für Europäer*innen fließen, anstatt in sinnlose Aufrüstung.

Westeuropa verfügt über die technischen, personellen und finanziellen Mittel, um Geflüchtete zu retten. Es fehlt nicht an der Machbarkeit, sondern an politischem Willen, Menschlichkeit und am Mut sich das Geld für humanitäre Lösungen bei den Superreichen zu holen.

Wir fordern: Offene Grenzen für Menschen in Not, statt Abschottung, Obergrenzen und Krieg!

Langfristig muss die konsequente Bekämpfung von Fluchtursachen höchste Priorität haben.

Wer Waffen und Militärgerät in alle Welt, auch an korrupte Diktaturen, verkauft, braucht sich über ständig neue Fluchtbewegungen nicht wundern.

Unternehmen im viertgrößten Waffenexportland, verdienen deutsche Konzerne an Morden auf der ganzen Welt kräftig mit.

Jede Waffe findet ihren Krieg – deshalb fordern wir einen sofortiges Verbot aller Rüstungsexporte!

Zudem muss die NATO aufhören den nahen und mittleren Osten durch völkerrechidrige Militärinterventionen zu destabilisieren! Wir fordern eine Auflösung des Kriegsbündnisses NATO!

Der Krieg gegen den Terror ist grandios gescheitert, wie es die Lage in Afghanistan, Irak und Libyen zeigt.

Krieg ist nicht nur Terror, er züchtet auch Terror!

Wir fordern: Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden! – Keine weitere Beiteiligung deutscher Truppen an völkerrechtswidrigen Kriegen!


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