Was alle angeht, können nur alle lösen. Hinweise für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in das Gemeinwesen

Anlässlich der Dritten Integrationskonferenz des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ „Werkstatt Wohnen und Leben“ am 29. August in Hannover veröffentlichten der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. – Praxisnetzwerk für soziale Stadtentwicklung eine gemeinsame Broschüre und geben damit Handlungsempfehlungen für die Praxis der Aufnahme von Schutzsuchenden in Niedersachsen. Darüber hinaus soll sie bei der Erstellung von kommunalen Aufnahme- und Integrationskonzepten unterstützen. Die Broschüre ist ein erster Aufschlag und wird prozesshaft weiterentwickelt und zB durch best practice-Beispiele ergänzt. Sie kann bestellt werden und ist online verfügbar.

Broschüre „Was alle angeht, können nur alle lösen. Hinweise für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in das Gemeinwesen“

 

Heft 150: Tag des Flüchtlings 2016

16_04_27_B_TDFL_cover_Layout 1 Wir haben im Jahr 2015 bewiesen, wie stark eine Bewegung werden kann, die auf Solidarität statt auf Abschreckung setzt. Es ist uns gelungen, ein breites Netz zu knüpfen und  Hunderttausende Geflüchtete mit Rat und Tat zu unterstützen. Darauf können wir stolz sein – und weiterhin setzen. Doch die Gefahr ist gegeben, dass die breite Solidarität mit Flüchtlingen schwindet und zerbröselt, nicht nur durch feige Anschläge und Kampagnen von Rassist_innen, sondern auch unter dem Eindruck einer Politik, die sich immer mehr vom internationalen Flüchtlingsrecht wegbewegt. Welcher Politiker, welche Politikerin redet heute noch von »Willkommenskultur«?

Solidarität ist eine Haltung, die wir uns leisten können. Bislang hat die Aufnahme von Flüchtlingen auf die Lebenssituation der meisten Deutschen so gut wie keinen Einfluss. Aber selbst wenn es anders wäre: Wir haben die moralische Pflicht, den Opfern von Krieg und Verfolgung beizustehen. Der fortschreitenden Aushebelung des Asylrechts und einer Entrechtung von Flüchtlingen werden wir auch zukünftig mit Mut und Überzeugung entgegentreten. Informationen und Argumente hierfür finden sich auch in diesem PRO ASYL – Heft zum »Tag des Flüchtlings 2016«.

Heft zum „Tag des Flüchtlings 2016“ als pdf

Flüchtlingspolitik in Niedersachsen – Positionspapier zur aktuellen Lage (als Druckversion vergriffen!)

TitelFLÜCHTLINGSRAT – SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Flüchtlingspolitik in Niedersachsen

Positionspapier mit Forderungen zur aktuellen Lage

20 Seiten, Februar 2016

Unter der Überschrift: „Was zu tun bleibt“, hatten wir im Februar 2015 eine Zwischenbilanz zur Flüchtlingspolitik in Niedersachsen gezogen. Zu diesem  Zeitpunkt  zeigten  wir  uns  zufrieden  mit  den  bisherigen Ergebnissen  des  von  der  neuen  Landesregierung  eingeleiteten „Paradigmenwechsels in der Flüchtlingspolitik“: Niedersachsen hatte bis dahin  bemerkenswerte  Leistungen  erbracht,  um  die  Aufnahme  und Partizipation  von  Flüchtlingen  in  Niedersachsen  zu  verbessern  und pragmatische Antworten auf die sich stellenden Herausforderungen zu finden.
In den letzten Monaten geriet das Land jedoch immer stärker in den Sog einer Bundespolitik, die unter dem Druck vor allem der CSU zunehmend auf Repression und Ausgrenzung setzt in der Hoffnung, auf diese Weise die  Zahl  der  Flüchtlinge  zu  reduzieren.  Errungenschaften  wie  eine frühzeitige  Verteilung  auf  die  Kommunen,  die  Umsetzung  eines Aufnahmeprogramms  für  syrische  Flüchtlinge  oder  die  regelmäßige Ankündigung  von  Abschiebungsterminen  wurden  wieder  zurückgenommen.
Nach wie vor ist die Situation in Niedersachsen in vieler Hinsicht besser als  in  anderen  Bundesländern:  Sprachlich  und  politisch  hält  die Landesregierung an der Zielsetzung einer „Willkommenskultur“ fest und bemüht sich an vielen Stellen um eine Verbesserung der Teilhabe und Integration  von  Flüchtlingen  –  etwa  im  Bereich  der Arbeitsmarktintegration oder im Rahmen einer Bereitstellung weiterer Beratungsangebote. Es gibt bislang keine „Ausreisezentren“ und keine Rückkehr zum Gutscheinsystem und anderen Schikanen.

Unverkennbar ist aber auch, dass der Wind sich bezüglich zahlreicher Sachverhalte  gedreht  hat:  Niemand  spricht  mehr  von
„Paradigmenwechsel“,  und  im  Vollzug  von  Abschiebungen  sind Ähnlichkeiten mit früheren – überwunden geglaubten – Praktiken einer „Abschiebung im Morgengrauen“ offensichtlich. Wir stehen an einem Scheideweg: Wie weit bleibt sich das Land den selbstgesetzten Zielen einer  von  Offenheit  und  Humanität  geprägten  Flüchtlingspolitik  treu? Welche  Bedeutung  haben  die  Menschenrechte,  wenn  sie  von Flüchtlingen  in  großer  Zahl  in  Anspruch  genommen  werden?  Die nächsten Monate werden es erweisen.

Positionspapier mit Forderungen zur aktuellen Lage

Leitfaden Arbeitserlaubnisrecht für Flüchtlinge und MigrantInnen

Aktualisierte 7. Auflage, Juni 2015

Der regelmäßig von AZF II veröffentlichte Leitfaden Arbeitserlaubnisrecht in der 7. Auflage erläutert den Arbeitsmarktzugang von Drittstaatsangehörigen, EU-Bürger_innen und ihren Familienangehörigen. Der Autor geht umfassend auf den Arbeitsmarktzugang von Inhaber_innen aller Aufenthaltstitel, der Aufenthaltsgestattung, der Duldung der BÜMA und der Fiktionsbescheinigungen ein. Aufgrund von Änderungen beim Zugang zu Praktika ist am 10.8.2015 ein Einlegeblatt hinzugefügt worden. AZF II ist zum 30.6.2015 ausgelaufen.

 

Leitfaden „Junge Flüchtlinge in Niedersachsen“ (als Druckversion vergriffen!)

                                                                                                                                                                                                                                                Mit der deutlichen Zunahme der Flüchtlingszahlen in Deutschland steigen die Anforderungen an die Kommunen und die in der Arbeit mit den Flüchtlingen eingebundenen professionellen und   ehrenamtlichen Un20150724104530_00001terstützerInnen. Zudem ist eine Vielzahl neuer AkteurInnen in die Arbeit eingestiegen. Sowohl bei den MitarbeiterInnen der Kommunen als auch den professionellen wie ehrenamtlichen  Unterstützergruppen besteht aktuell ein hoher Bedarf an praktischen, handlungsorientierten Informationen. Das vorliegende Heft versucht, die wichtigsten Informationen für die Beratungs- und Unterstützungspraxis von jungen Flüchtlingen – Kinder und Jugendliche in Familien, unbegleitete Minderjährige und junge Erwachsene – anzubieten.

Hinweis: Das auf Seite 12 und 13 ausgeführte Inkrafttreten des Gesetzes „zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ zum Juni 2015 hat sich auf Grund des sich zeitlich hinausziehenden Gesetzgebungsverfahren deutlich verzögert.  Mit dem Inkrafttreten ist wahrscheinlich im August zu rechnen.

Heft148 (pdf)

Herzlich Willkommen! Die Geschichte einer afghanischen Flüchtlingsfamilie (als Druckversion vergriffen!)

Fluechtlinge_unterstuetzenDiese Broschüre richtet sich an Kinder und Jugendliche. Sie behandelt das Schicksal des zwölfjährigen Mädchens Dunniya, die gemeinsam mit ihrer Familie aus dem vom Bürgerkrieg geplagten Afghanistan flüchtet. In kleinen Geschichten und Bildern wird die Flucht und das Leben der Familie in Deutschland dargestellt.
Leider  ist  Dunniyas  Familie  kein  Einzelfall.  ln  der  heutigen  Zeit  befinden  sich  viele Menschen auf der Flucht, weil sie aus verschiedenen Gründen in ihren Heimatländern nicht  mehr  leben  können.  Weitere  lnformation  zu  Fakten,  Vorurteilen  und  Tipps  zum Weiterarbeiten gibt es am Ende des Heftes.

Die Veröffentlichung ist entstanden im Rahmen des Kooperationsprojektes „Soziale Arbeit mit Flüchtlingen“, das seit April 2013 zwischen dem Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und der Fakultät [s] der HAWK Hildesheim besteht. Wir bedanken und herzlich bei allen Unterstützer*innen!

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Flüchtlingspolitik in Niedersachsen. Was zu tun bleibt. (als Druckversion vergriffen!)

Fluechtlingspolitik NDSIn seinen „Wahlprüfsteinen“ hat der Flüchtlingsrat 2012 aus Anlass der  bevorstehenden Landtagswahl eine Reihe von Anforderungen an die zukünftige  Asyl- und Flüchtlingspolitik im Land Niedersachsen formuliert.

Zweieinhalb Jahre später hat sich der Stil im Umgang mit Flüchtlingen grundlegend geändert. Flüchtlinge werden in Niedersachsen nicht mehr isoliert und ausgegrenzt, sondern willkommen geheißen, aufgenommen und unterstützt. Dies kommt in folgenden Entscheidungen und Maßnahmen der Landesregierung zum Ausdruck:

  • Abschaffung des Gutscheinsystems und anderer Schikanen
  • Frühzeitige Verteilung auf die Kommunen
    Ausbau der Beratungsangebote
  • Umsetzung eines Aufnahmeprogramms für syrische Flüchtlinge
  • Reform der Härtefallkommission
  • Erlass zur Vermeidung von Abschiebungen und Abschiebungshaft
  • Modellprojekt anonymer Krankenschein

Weitere Verbesserungen (u.a. Implementierung einer Arbeitsmarktberatung bereits in der Erstaufnahme, Umsetzung der europäischen Rechtsprechung zum Anspruch auf ein individuelles Bleiberecht wegen Verwurzelung in Deutschland, landesweite Einführung einer Krankenversicherungskarte für Flüchtlinge) sind in Vorbereitung.
In anderen Bereichen blieb die Landesregierung dagegen hinter den Erwartungen zurück. Enttäuschend war aus Sicht des Flüchtlingsrats insbesondere die Tatsache, dass das Land sich seine grundsätzliche Kritik am Asylbewerberleistungsgesetz vom Bund mit einer einmaligen Finanzzusage an die Länder abkaufen ließ und dem Gesetz zustimmte.
Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen und struktureller Unterbringungsprobleme insbesondere in den Städten stellen sich nun neue Herausforderungen. In den Fokus sind v.a. die Balkan-Flüchtlinge geraten, denen von der offiziellen Politik ein Anspruch auf Schutz abgesprochen wird. Es besteht die Gefahr, dass im Zuge der Debatten um eine Begrenzung und schnellere Abschiebung von BalkanFlüchtlingen die positive Stimmung kippt. Um so mehr ist jetzt eine Politik gefordert, die pragmatisch und mit Augenmaß die praktischen Probleme angeht und dabei auch die avisierten, aber noch nicht realisierten Reformvorhaben im Rahmen eines grundlegenden Paradigmenwechsels weiter verfolgt und  umsetzt: Die vorliegende Broschüre beschreibt die Handlungsfelder.

Hier als pdf

Heft 149: TAG DES FLÜCHTLINGS 2015

U1_TDFL_Niedersachsen_webDer Tag des Flüchtlings findet im Rahmen der Interkulturellen Woche in diesem Jahr am 02. Oktober 2015 statt und wird von PRO ASYL und den Flüchtlingsräten in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche/Woche der ausländischen Mitbürger vorbereitet. Das diesjährige Heft zum Tag des Flüchtlings kann hier als pdf heruntergeladen werden. Das Leitthema ist in diesem Jahr Frage, ob Flüchtlinge in Deutschland tatsächlich „willkommen“ sind, und was es braucht, um hier zu konsistenten Lösungen zu kommen.

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Rechte haben und Recht bekommen

heft_recht_haben_recht_bekommenDeutsche Fassung der Printausgabe ist wieder verfügbar!
Kosten: 5 € bzw. 2,50 € (für Mitglieder); Fremdsprachige Ausgaben: kostenfrei

Die wichtigsten Informationen für Asylberechtigte, Flüchtlinge und Menschen mit subsidiärem Schutzstatus

Rechte haben Recht bekommen
to have rights and to obtain rights english version

حق داشتن  (persische Fassung)

Rechte haben Recht bekommen (arabische Fassung)

Die vorliegende Broschüre richtet sich speziell an Menschen, die hier in Deutschland einen Schutzstatus erhalten haben, d.h. als Asylberechtigte, Flüchtlinge oder als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt sind. Die Broschüre soll als Nachschlagewerk und Übersicht dienen. Sie erklärt, was die erteilten Aufenthaltstitel zu bedeuten haben, und ist als Hilfe gedacht, um sich im Behördendschungel leichter zurechtzufinden und Rechte durchsetzen zu können.

Die Schutzgewährung bzw. Anerkennung gewährt Ihnen weitgehende soziale Rechte. Ein wichtiger Schritt ist damit geschafft, dennoch herrscht oft Unwissenheit über bestehende Unterstützungsangebote und Partizipationsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass es in Deutschland viele verschiedene Behörden gibt, was eine Orientierung manchmal schwierig macht. Es ist uns ein großes Anliegen, speziell besonders schutzbedürftigen Menschen, sogenannten vulnerablen Gruppen, wie beispielsweise alleinerziehenden Eltern, traumatisierten oder kranken Menschen, aber auch schwangeren Frauen, Kindern oder Menschen mit Behinderungen, einen Weg aufzuzeigen, welche konkrete Unterstützung und Begleitung sie erhalten können. » Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlinge unterstützen Diskriminierung entgegentreten – Grundlagenwissen zu Flucht und Asyl in Niedersachsen

Grundlagenwissen-zu-Flucht-und-Asyl Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir Interessierten am Thema Asyl und Flucht einen kurzen und möglichst leichten Einstieg in die Sachlage geben und sie mit Fakten und Argumenten versorgen. Für diejenigen, die bereits einige Informationen haben, bietet die Broschüre einen schnellen Überblick über die aktuelle (Rechts-) Lage und Veränderungen in den letzten Jahren in Niedersachsen.

Darüber hinaus geben wir einige Hinweise dazu, wie in einer kontroversen Diskussion zum Thema Asyl argumentiert bzw. wie rassistischen und diskriminierenden Übergriffen im Alltag begegnet werden kann. Damit wollen wir all diejenigen stärken, die sich in der öffentlichen, oft aufgeheizten Debatte um Flucht, Asyl und Rassismus in unserer Gesellschaft für eine sachliche Auseinandersetzung zugunsten von Flüchtlingen und gegen Rassismus einsetzen möchten.

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