Einladung zur Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrats am 14. Juli 2012

Liebe Mitglieder und Aktive in der Flüchtlingsarbeit,

hiermit laden wir euch / Sie herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrats Niedersachsen ein. Sie findet statt am:

Samstag den 14. Juli 2012, 12.00 Uhr – 18.00 Uhr
im Kargah e.V., Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover-Linden

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Göttingen: Benefizkonzert für Schünemann-Opfer

am 8. Juli um 19 Uhr in der Kreuzkirche, Immanuel-Kant-Straße 46 

Der Gospelchor der Kreuzkirche unterstützt die Initiative des Schauspielers Lars Wätzold, der mit der Veranstaltungsreihe „Benefiz für Schünemann-Opfer“ in Göttingen auf die besonders unmenschliche Abschiebepraxis des niedersächsischen Innenministers aufmerksam macht.
Trotz Ankündigungen, die Abschiebepraxis zu überdenken, bzw. im Bundesrat eine Initiative zur Änderung der entsprechenden Gesetze zu initiieren, werden weiterhin Asylsuchende bei Nacht und Nebel von der Polizei aus ihren Wohnungen geholt und in ihre Heimatländer zurückgeschickt, in denen sie nicht nur unter wirtschaftlicher Not leiden, sondern auch Verfolgung und Folter ausgesetzt sind.
Bekanntestes Beispiel für die Willkür dieses Verfahrens ist Gazale Salame. Sie wurde hochschwanger mit ihrer jüngsten Tochter in die Türkei abgeschoben (und damit in ein Land, das sie vorher nie gesehen hatte), während ihr Ehemann gerade die beiden älteren Töchter zur Schule brachte. Als sie zurückkamen, mussten sie mit Erschrecken feststellen, dass die Mutter und die kleine Schwester verschwunden waren. Diese Abschiebung hat Schünemann persönlich betrieben, und er weigert sich seit nunmehr 7 Jahren, Gazale Salame wieder zu ihrer Familie zu lassen. » Den ganzen Beitrag lesen…

Kurzbericht Demo 23.06. in Hannover

Am Sa., 23.06. demonstrierten in Hannover rund 300 Menschen für gleiche Rechte für Flüchtlinge. Die Niedersächsische Flüchtlingsinitiative hatte unter dem Motto “Break Isolation! Refugee’s Rights, Right Here, Right Now!” zu der Demo aufgerufen. Asylsuchende aus ganz Niedersachsen und auch aus anderen Bundesländern forderten eine Abschaffung der Sondergesetze, die Flüchtlinge entrechten und gesellschaftlich ausgrenzen.

Kämpfe gegen den strukturellen Rassismus und die schlechten Lebensbedingungen führen Asylsuchende an vielen Orten in ganz Deutschland. So wurde in einem Redebeitrag auch auf den aktuellen Hungerstreik iranischer Flüchtlinge in Würzburg hingewiesen, die eine schnelle Aberkennung als Flüchtlinge fordern und ihren Protest verschärfen wollen.

Bilder von der Demo am 23.06. gibt es hier.

Der Schattenblick hat einen umfangreichen Artikel zur Demo veröffentlicht.

Die Neue Presse Hannover hat in der heutigen Ausgabe einen kleinen Bericht zu Demo veröffentlicht.

gez. Sigmar Walbrecht

Pressekonferenz der Flüchtlingsinitiative Niedersachsen am 19.06.12

Wir möchten auf die Einladung zur Pressekonferenz der Flüchtlingsinitiative Niedersachsen hinweisen. Die Flüchtlingsinitiative Niedersachsen lädt anlässlich des bevorstehenden internationalen Tag des Flüchtlings für Di., 19.06.2012, um 11.00 Uhr zur Pressekonferenz in das Kulturzentrum Pavillon in Hannover, um auf ihre von Ausgrenzung und Diskriminierung gekennzeichnete Lebenslage hinzuweisen und gleichzeitig auf die am Sa., 23.06. in Hannover unter dem Motto “Break Isolation!” stattfindende Demonstration der Flüchtlinge aus Niedersachsen aufmerksam zu machen.

Infos zur Demo

Boats 4 People – Ein Projekt gegen das Sterben von MigrantInnen auf See

Veranstaltung im Rahmen des festival contre le racisme in Hannover

Auf der Suche nach einem besseren Leben oder um das nackte Leben zu retten, überqueren viele MigrantInnen das Mittelmeer. Als eine Folge des Konflikts in Libyen flohen bisher fast eine Million afrikanische, asiatische und arabische MigrantInnen in die Nachbarländer Tunesien, Ägypten, Tschad und Niger und wurden dort aufgenommen. Während gleichzeitig die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten mit Repression und verstärkter Abschottung antworten. Noch nie sind so viele boat people im Kanal von Sizilien gestorben wie 2011. Zwischen 1.500 und 2.000 Menschen ließen auf dem Weg nach Europa ihr Leben.
Inzwischen ist eine transnationale Organisierung auf beiden Seiten des Mittelmeeres in Gang gekommen, die der Abschottung entgegentreten will. Dazu gehört auch das Projekt Boats 4 People, das im Sommer 2011 gegründet wurde, um dem Sterben an den Seegrenzen ein Ende zu setzen und die Rechte von MigrantInnen auf dem Meer zu verteidigen. Boats 4 People tritt für Bewegungsfreiheit für alle ein und fordert ein Ende der gewaltsamen Seekontrollen, ein Ende der Kriminalisierung der Migration und derjenigen, die schiffbrüchige boat people aus Seenot retten. Boats 4 People fordert von den Regierungen in Afrika, keine Rückübernahmeabkommen zu unterzeichnen, die zu Menschenrechtverletzungen führen.
Boats 4 People wird im Juli dieses Jahres seine Aktivitäten mit einer Bootsüberfahrt von Italien nach Tunesien beginnen, um Verletzungen der Menschenrechte von MigrantInnen auf See zu dokumentieren, anzuprangern und zu verhindern.
Conni Gunsser vom Flüchtlingsrat Hamburg und Afrique-Europe-Interact ist aktiv bei Boats 4 People und nimmt an regelmäßigen Austauschtreffen von AktivistInnen aus Afrika und Europa teil. Sie wird über Hintergrund und Ziele des Projektes sowie die aktuelle Situation in Nordafrika und im Mittelmeer (u.a. an Hand von Kurzvideos und Fotos) berichten. Außerdem wird sie Möglichkeiten zur Unterstützung von Booats 4 Peolpe darstellen.

mit: Conni Gunsser (Flüchtlingsrat Hamburg und Afrique-Europe-Interact)
von: Flüchtlingsrat Niedersachsen
Zeit: Montag, 18. Juni, 20.00 Uhr
Ort: Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Infos zum festival contre le racisme in Hannover: http://fclr.blogsport.de/

Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede – Für Demokratie und Menschenrechte

AUFRUF zur DEMONSTRATION
am 23.06.2012, Beginn 14.00 Uhr am Bahnhof Eschede

Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede – Für Demokratie und Menschenrechte

Die Unterzeichnenden rufen gemeinsam zur Demonstration auf! Alle, die sich unter diesem Motto wiederfinden können, sind willkommen!

Seit Jahren finden in Eschede Treffen von Neonazis unterschiedlichster Couleur statt. Die mehrmals im Jahr stattfindenden Sonnwendfeiern haben leider schon Tradition. Diese als Brauchtumsfeiern daherkommenden Treffen dienen der norddeutschen Naziszene als sinnstiftende, Gemeinschaft fördernde Zusammenkünfte. Es werden Kontakte geknüpft und gepflegt, Termine und Aktionen abgestimmt, aber auch gefeiert.

Das Ganze ist alles andere als harmlos. Die Ideologie der Nazis ist menschenverachtend und absolut nicht zu tolerieren. Auf diese Treffen nicht zu reagieren kommt einem Tolerieren gleich. Dort, wo die Nazis ungestört sind, machen sie sich breit, sie nutzen die Möglichkeit, um neue junge Leute in ihre rechte Weltanschauung und ihr Nazilebensgefühl einzubinden. Durch regelmäßige gemeinsame Naziaktivitäten – ungestört wie hier in Eschede, aber auch öffentliche, wie die ständigen Naziaufmärsche – verfestigt sich die Szene.

Wir wollen den Nazis deutlich zeigen, dass wir ihr Treiben nicht tolerieren!

Presseerklärung Netzwerk Südheide
Aufruf mit UnterstützerInnen
Flyer A5 Vorderseite
Flyer A5 Rückseite
Plakat A4

Wir unterstützen diesen Aufruf: » Den ganzen Beitrag lesen…

Göttingen: Strom und Wasser feat. The Refugees

Als Auftaktveranstaltung des *festival contre le racisme* findet am kommenden

Sonntag, den 3. Juni um 20 Uhr

ein großartiges Konzert statt. *Strom und Wasser feat. The Refugees* wird im Mensa Foyer ein mehrstündiges musikalisches Programm liefern. Der Eintritt ist frei – über einen Solibeitrag würden wir uns freuen.

Heinz Ratz und seine Band Strom&Wasser haben im Frühjahr 2011 knapp 80 Flüchtlingslager überall in Deutschland besucht und dort Musiker*innen getroffen, oft von Weltklasse-Niveau. In ihrer Heimat waren sie sehr bekannt, hier dagegen sind sie mit Reise- und Arbeitsverboten behängt. Daraus ist die Tour „The Refugees“ entstanden, an welchem fast 30 Musiker*innen mitwirkten: aus Gambia, Iran, Afghanistan, Kenia, Russland, der Elfenbeinküste, Deutschland, dem Kosovo, Somalia, Äthiopien, Mazedonien, Griechenland – und vielen anderen Ländern.

Mehr zur Band erfahrt ihr  hier

Welche weiteren Veranstaltungen im Zuge des festival contre le racisme stattfinden, steht hier

Referat für Politische Bildung AStA Uni Göttingen





			

Talkrunde Resettlement und Ausstellung zum Tag des Flüchtlings

Flüchtlingen in Hannover ein Zuhause geben

Eine Bootsflüchtlingsausstellung in der Marktkirche in Hannover hat die Flüchtlinge aus Nordafrika zum Thema. Zur Eröffnung eine Talkrunde mit Vertretern aus Flüchtlingsorganisationen, Landesinnenministerium, Stadt Hannover und ev. Kirche (Hier der Flyer). Zur Finissage liest der bekannte Staatsschauspieler Ernst-Erich Buder aus Texten zum Thema.

Eröffnung 20.6. 17.00Uhr Talkrunde
Ausstellung vom 20.6.- 27.6.2012

Kostenlose Führung für Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Vereinbarung.
Kontakt: Ausstellung@amnesty-hannover.de oder Telefon: 0511/692378

Europa macht dicht. Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand?

Buchvorstellung mit Sabine am Orde (taz-Autorin),
Vorstellung des flüchtlingspolitischen Mainfest und Diskussion

Dienstag 10.07.2012 · 19 Uhr · Pavillon Hannover

Die Festung Europa nimmt Gestalt an. In den letzten Jahren hat es die EU geschafft, mit repressiven Mitteln ihre Außengrenzen für Flüchtlinge immer unüberwindbarer zu machen. Die Situation an den Rändern der EU eskaliert, in den Flüchtlingslagern wie etwa auf Lampedusa drohen humanitäre Katastrophen.

Es ist ein Skandal: Die EU schottet sich ab gegen Flüchtlinge, deren Armut sie durch ihre fragwürdige Subventionspolitik zum Beispiel in Afrika zu großen Teilen mit verursacht. Die Folgen: Für Flüchtlinge wird es immer gefährlicher, in die EU zu gelangen, es wird geschätzt, dass jeder vierte Flüchtling im Mittelmeer ertrinkt; für Schlepperbanden hingegen wird dieser “Geschäftszweig” immer lukrativer. Die EU sperrt den Schutzsuchenden aus Nordafrika den Zugang, überlässt sie in unwirtlichen Wüstenlagern entlang der tunesisch-libyschen Grenze sich selbst.

„Europa macht dicht“ zeigt die fatale Preisgabe der Menschenrechte an Europas Grenzen, untersuchen die fragwürdige Rolle der EU-Grenzagentur Frontex und fordert eine neue Flüchtlings- und Einwanderungspolitik für Deutschland und Europa. » Den ganzen Beitrag lesen…

Delegationsreise in das Kosovo: „Kein Mensch ist illegal – Abgeschoben und vergessen“

Pia Zimmermann (MdL DIE LINKE), Vertreterin im Innenausschuss des Niedersächsischen Landtages, berichtet über die Situation der aus Niedersachsen in den Kosovo abgeschobenen Flüchtlinge.  Unterstützt wird der Vortrag durch eindrucksvolle Fotos. Hier der Flyer

11. Juni 2012
Beginn: 19:00
Ort: kargah – Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover