Unerwünscht. Lesung mit den Sadinam-Brüdern

                                     “Es war die perfekt organisierte Verantwortungslosigkeit” – S. 216

 am 21.12.2012

 um 16 Uhr

 im kargah, Zur Bettfedernfabrik 1, Hannover – Linden

aus Anlass des 64. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Veranstaltung des Flüchtlingsrat Niedersachsen, des VNB und des kargah e.V. ,gefördert über den Europäischen Flüchtlingsfonds und die UNO-Flüchtlingshilfe

Zum Inhalt:

Die Brüder Milad, Mojtaba und Masoud Sadinam sind in Teheran, der Hauptstadt Irans, geboren. Noch als Kinder flohen sie mit ihrer politisch verfolgten Mutter vor dem iranischen Regime nach Deutschland. Allein und mit nur einem Koffer in der Hand begann für sie in einer westfälischen Kleinstadt ein zehnjähriger, zermürbender Kampf um das Bleiberecht. Er endete beinahe mit der Abschiebung. Durch ihren starken Zusammenhalt und mit Hilfe von Freunden und Bekannten schafften sie es schließlich, sich gegen die Zerstörung ihres Zuhauses erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Sie lernten Deutsch, machten Abitur, erhielten Stipendien und bestanden Aufnahmeprüfungen an privaten Universitäten. Schließlich waren sie da angekommen, wo viele Deutsche hinwollen – dort, wo Menschen Karriere machen. Doch sie entschieden sich, den Eliteunis den Rücken zu kehren. Ihren Platz haben sie woanders gefunden. Heute entwickelt Milad Computerspiele und verwirklicht damit seinen Jugendtraum, Masoud und Mojtaba studieren in Frankfurt Geschichte, Politik und Philosophie.

Ihr biographisches Buch verstehen die Sadinam-Brüder als ihren Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Realität der Flüchtlinge und Migranten/innen, aber darüber hinaus auch als Auseinandersetzung über die Werte unserer Gesellschaft. Weil sie seit ihrer Kindheit alles zusammen erlebt haben, weil sie die schwierigsten Momente nur Hand in Hand überlebt haben, erzählen sie ihre Geschichte auch wirklich “gemeinsam”. Jeder berichtet aus seiner Perspektive, gefüllt mit eigenen Erfahrungen, Ängsten und Sehnsüchten. Wir hoffen, damit ein wahrhaftiges, facettenreiches Bild unseres Lebens zu entwerfen.

Wenn Sie Interesse gefunden haben, kommen Sie zu unser Lesung der Brüder, die gemeinsam vom kargah, dem VNB sowie dem Flüchtlingsrat Niedersachsen angeboten wird. Informationen zu den Sadinams finden Sie im Internet hier.

 

Veranstaltung “Unterbringung von Unbegleiteten Minderjährigen” am 04.12. im Kargah (Hannover)

Dienstag, den 04. Dezember 2012 in Hannover, 10.00 bis 15.00 Uhr

Veranstaltungsort:  Kargah,  Zur Bettfederfabrik, Hannover – Linden
Referenten: Can Kurku (Clearingstelle Nazareth, Norden-Norddeich);  Marcus Beyer (St.Joseph – Kinder-und Jugendhilfe, Hannover) und Christian Stoll (Jugendhilfe Süd-Niedersachsen, Göttingen – angefragt)
 
Die Inobhutnahme eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtling (UMF) durch das Jugendamt umfasst dessen jugendgerechte Unterbringung. Dies kann eine „geeignete Person, eine geeignete Einrichtung oder eine sonstige angemessene Wohnform“ sein.
In Niedersachsen werden UMF bevorzugt bei Verwandten, in der Clearingstelle Nazareth bzw. anderen Jugendhilfeeinrichtungen, seit neustem auch – wegen der besonderen Situation in Friedland bzw. Göttingen vorübergehend – in Pflegefamilien untergebracht.
 
In dieser Veranstaltung wollen wir die Unterbringungssituation von UMF in Niedersachsen sowohl im Rahmen als auch im Anschluß an die Inobhutnahme beleuchten und diskutieren.
 
Einladung

GEMEINSAM in VIELFALT – Veranstaltungen in Syke, LK Diepholz

BEGEGNUNGS- UND DIALOGTAGE FÜR MENSCHEN ALLER KULTUREN IM LANDKREIS DIEPHOLZ

„Herzlich Willkommen – wer immer du bist“ unter diesem Motto setzt die Migrations- und Flüchtlingsselbstorganisation Pro Asyl im Landkreis Diepholz seine Begegnungstage zwischen Einheimischen und Zuwanderern zum interkulturellen Dialog und gleichberechtigten Zusammenleben fort: » Den ganzen Beitrag lesen…

Demo gegen Gutscheine: 01.12.12 in Hannover

Für Sa., 01.12. ruft das Bündnis gegen das Gutscheinsystem Niedersachsen zu einer Demonstration in Hannover auf. Unter dem Motto “Bargeld statt Gutscheine“ fordert das Bündnis, Leistungen an alle Flüchtlinge in Form von Geld auszuzahlen und sämtliche Sondergesetze, denen Flüchtlinge unterliegen und die es ihnen unmöglich machen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, abzuschaffen.
Die Demo, die von Flüchtlingen und UnterstützerInnen organisiert wird, versteht sich als ein Teil der die bundesweiten Proteste gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen von Flüchtlingen und soll auch Ausdruck der Solidarität mit den protestierenden Flüchtlingen in Berlin sein.

Datum: Sa., 1. Dezember 2012, 12.00 Uhr
Ort: Bahnhofstraße (vor dem Hauptbahnhof), Hannover

Aufruf in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Russisch, Kurdisch, Türkisch: hier

Plakat hier

AUF DER FLUCHT – Veranstaltung in Harsefeld, LK Stade, am 7.11.2012

Informationsveranstaltung

Wie ist das eigentlich genauer mit Flüchtlingen und Asylbewerbern ???
Wollten Sie das schon immer mal wissen? Ihre Fragen sind willkommen!
Wir informieren!

„Auf der Flucht . . .“

Informationen und Hintergründe zur Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland
Referentin: Dr. med. Gisela Penteker, Vorstandsmitglied Flüchtlingsrat Niedersachsen

Wann:         Mittwoch, 7.11.2012, 19.30 Uhr
Wo:               Evangelisches Gemeindezentrum, Marktstraße 7, Harsefeld

Veranstalter:  Katholische und Evangelische Kirchengemeinde in Harsefeld

Herzliche Einladung an alle Interessierten !

Austauschseminar am 3.11.2012 in Hannover: Diskriminierungserfahrungen von Flüchtlingen in Niedersachsen

Niedersächsische Flüchtlinge und AsylbewerberInnen Initiative (NFA-Initiative)
Flüchtlingsrat Niedersachsen

Einladung zum Austauschtreffen

Diskriminierungserfahrungen von Flüchtlingen in Niedersachsen

am 3. November 2012, 10.00 – 14.00 Uhr

im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Hiermit laden wir dich zu einem Austauschtreffen der niedersächsischen Flüchtlinge und AsylbewerberInnen nach Hannover ein. Zusammen wollen wir uns über Erfahrungen austauschen, die wir mit Diskriminierung in Niedersachsen gemacht haben und machen. Darüber hinaus wollen wir uns überlegen, wie wir uns gegen Diskriminierung wehren können, und welche rechtlichen Mittel uns hierfür zur Verfügung stehen. Das Treffen findet am Samstag, den 03.11.2012, von 10.00 bis 14.00 Uhr im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover statt (Nähe Hauptbahnhof Nordausgang, ca.300 m). Wir würden uns sehr freuen, Sie / Euch als TeilnehmerInnen begrüßen zu dürfen.

Während der Tagung können Flüchtlinge und AsylbewerberInnen über ihre persönlichen Diskriminierungserfahrungen berichten. Wir wollen die unterschiedlichen Facetten von Diskriminierung sammeln und die Verletzung der Würde von Flüchtlingen und AsylbewerberInnen im Alltag thematisieren und öffentlich machen. Wir wollen uns über das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“ informieren und gemeinsam überlegen, wo es uns helfen könnte, unser Recht zu erstreiten. Die Beiträge über die Diskriminierung von Flüchtlingen und AsylbewerberInnen wollen wir schriftlich und per Video / Audio festhalten.

Bitte gebt diese Einladung auch an Interessierte in eurem Umfeld weiter! Für weitere Auskünfte stehen wie selbstverständlich gerne zu Verfügung.

Die Einladung in deutscher Sprache
Die Einladung in englischer Sprache
Die Einladung in französischer Sprache

Hier die Agenda für das Treffen.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Mit freundlichen Grüßen
Maurice Mwizerwa

Veranstaltung zur Unterbringungspraxis am 29.11.2012 im Rathaus der Landeshauptstadt Hannover

Bestandsaufnahme: Praxis der Unterbringung von Flüchtlingen in Niedersachsen

Donnerstag den 29. November 2012, 10.00 – 15.00 Uhr
Im Neuen Rathaus, Trammplatz 2, Gobelin-Saal, Hannover

Nach drastischem Rückgang der Flüchtlingszahlen von 438.000 (1992) auf 21.000 (2006) steigt die Zahl der Asyl suchenden Flüchtlinge in den letzten Jahren wieder an und wird in diesem Jahr voraussichtlich über 50.000 liegen. Begünstigt durch einen rigorosen Abbau vorhandener Unterbringungskapazitäten kommt es derzeit in einigen Kommunen, vornehmlich den Städten,  zu Unterbringungsengpässen und Debatten um Wohnheime. Anlass genug, dass wir uns mit den Unterbringungskonzepten und der konkreten Praxis der Kommunen bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Niedersachsen eingehender beschäftigen. Am 29.11.2012 wollen wir im Rathaus von Hannover die Unterbringungspraxis einigere Kommunen vorstellen und anschließend Erwartungen an die Politik formulieren. » Den ganzen Beitrag lesen…

13. Oktober: Bundesweite Demonstration des Refugee Protest March to Berlin

Unter dem Motto „Willkommen in Berlin! Für einen menschenwürdigen Aufenthaltsstatus in Deutschland! Asyl und Bewegungsfreiheit sind keine Privilegien, sondern Menschenrechte!“ wird am 13.10. eine bundesweite Demonstration stattfinden, die um 15 Uhr am Oranienplatz beginnen und mit einer Abschlusskundgebung vor dem Bundestag enden wird.

Aufruf deutsch
Aufruf englisch

Aufruf russisch

Aufruf serbokroatisch

Damit sollen noch einmal die Forderungen der bundesweit protestierenden Flüchtlinge an Öffentlichkeit und Politik getragen werden, von denen die zentralsten lauten: Abschiebestopp, Abschaffung der Residenzpflicht, Abschaffung der Flüchtlingslager!

Weitere Infos: www.refugeetentaction.de
Kontakt Fußgruppe:  media.refugeeprotest@gmail.com / 0176 98340806
Kontakt Busgruppe:  refugeeresistanceworldwide@lavabit.com / 0152 23608273

Mit freundlichen Grüßen
das Koordinationskommitee des Refugee Protest March to Berlin

Delegation der streikenden Asylbewerber am 24.09. in Hannover

Am Montag, 24. September wird eine Delegation der „streikenden Asylbewerber“ Hannover erreichen. Aus diesem Grunde wird es an der Lutherkirche in Hannovers Nordstadt einen Empfang und eine Kundgebung geben, auf der die Flüchtlinge über ihren Protestmarsch berichten und ihre Forderungen erläutern.

Ort: An der Lutherkirche, 30167 Hannover
Termin: Mo., 24.09.2012, ab 18.00 Uhr

Infos zum Protestmarsch

Presseeinladung

gez. Sigmar Walbrecht

Waldschlösschen-Tagung 10.-11.10.2012: Auftrag: Integration – junge Flüchtlinge und Bildung

Seminar vom 10.-11.10.2012 im Rahmen von AZF II im ESF-Bundesprogramm ‚Bleibeberechtigte und Flüchtlinge II‘

‚Auftrag: Integration – junge Flüchtlinge und Bildung‘
Ausgangssituation, Bewertung, Perspektiven

Junge Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus stehen in Deutschland im Übergang von der Schule in den Beruf vor enormen Herausforderungen. Schwierigkeiten beim Erreichen von Schulabschlüssen aufgrund noch mangelnder Deutschsprachkenntnisse, fehlende Kenntnisse über das Ausbildungssystem in Deutschland, wenig Unterstützungsmöglichkeiten aus dem sozialen Umfeld sowie Schwierigkeiten beim Zugang zu öffentlichen Unterstützungsleistungen prägen nicht selten ihre Ausgangssituation. Bestehende Arbeitsverbote verhindern einen Zugang zu betrieblichen Ausbildungen. Auf der anderen Seite stehen die jungen Flüchtlinge vor der Aufgabe, über eine möglichst gute Ausbildung eine Existenz sichernde Arbeit zu finden, die letztlich die entscheidende Basis für die Sicherung ihres Aufenthaltes darstellt.

Im Rahmen dieses Seminars wollen wir die Lebens- sowie die rechtliche Ausgangssituation dieser Jugendlichen beleuchten, die Rahmenbedingungen für Integration und Bildung im föderalen System darstellen, einen Überblick über das Übergangssystem Schule-Beruf und seine Fördermöglichkeiten geben und Beispiele erfolgreicher Unterstützungsansätze darstellen. Gemeinsam wollen wir nach Ansätzen suchen, die die Situation der betroffenen Jugendlichen verbessern und herausarbeiten, welche Wege zu beschreiten sind, um diese Ansätze zu implementieren.

Das Seminar richtet sich insbesondere an die Bleiberechtsnetzwerke im Rahmen des ESF-Bundesprogramms ‚Bleibeberechtigte und Flüchtlinge II‘, ist aber selbstverständlich auch offen für alle weiteren Personen, die am Thema interessiert sind.

Ausschreibungstext und Anmeldeformular