12. JoG Konferenz in Bonn vom 11. bis 14. Juni 2014

Wenn ab Mittwoch in Bonn die Bundesinnenministerkonferenz stattfindet, tagen die Minister_innen nicht alleine. Parallel gibt es eine Protestkonferenz unter dem Motto: „Willkommenskultur! Bleiberecht für ALLE, jetzt sofort!“

Organisiert wird die Gegenkonferenz von der Organisation „Jugendliche ohne Grenzen“, denn die jugendlichen Flüchtlinge wollen nicht mehr Opfer staatlicher Ausgrenzung sein, sondern ihre Sache selbst in die Hand nehmen.

In Bonn vergeben sie daher nicht nur einen Preis an Initiativen, die sich für die Belange von Flüchtlingen einsetzen, sondern rufen auch zu einer Demo auf – am Donnerstag, den 12. Juni.

Im Rahmen dieser Demo wird auch der Abschiebeminister gewählt. Wer wohl dieses Jahr den Preis davonträgt?

Auf ihrer Homepage zitieren die „Jugendlichen ohne Grenzen“ Goethe mit den Worten: „Toleranz sollte nur ein vorübergehender Zustand sein, er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen“

Nähere Infos gibt es hier: 12. JoG Konferenz in Bonn vom 11. bis 14. Juni 2014

Nelli Foumba Soumaoro kennt das Leben im Duldungsstatus aus eigener Anschauung. In einem Interview mit radio dreyeckland spricht er über die besonderen Schwierigkeiten junger Flüchtlinge, über „Jugendliche ohne Grenzen“ und über das geplante „Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung”:

Radiointerview mit radio dreyeckland

Veranstaltungsreihe “Lampedusa ist überall – Willkommen in Göttingen”

Das Lampedusa-Bündnis (AK Asyl, ai Hochschulgruppe, arap, GRÜNE Jugend, Integrationsrat, Migrationszentrum, Zukunftswerkstatt Göttingen und Einzelpersonen) lädt Euch vom 10. Juni – 24. Juli 2014 zu einer Veranstaltungsreihe in Göttingen unter der Chiffre “Lampedusa” ein:

Bilder von Booten voller Menschen und Leichensäcken dicht an dicht erreichten uns im letzten Jahr vom Mittelmeer. Allein im Oktober 2013 ertranken vor Lampedusa vierhundert Bootsflüchtlinge. Über 18 000 Todesfälle an den europäischen Außengrenzen dokumentiert die Organisation Fortress Europe für die vergangenen zwei Jahrzehnte, die meisten im Mittelmeer.

Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der auf dem Weg nach Europa sein Leben verloren hat. Bislang gibt es keine offizielle politische Reaktion auf die Tragödien, die ernsthaft weitere Tote verhindert und die Abschottungspolitik beendet. Im Gegenteil: Die Aufrüstung der EU-Außengrenzen wird weiter vorangetrieben, verkauft als humanitäre Lösung.

Wir sagen: Diese todbringende Politik an den Grenzen Europas ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nachfolgende Generationen werden darauf schauen und vielleicht die alte Frage stellen: Warum habt ihrnichts dagegen unternommen?

Menschen werden sich immer auf den Weg machen. Hunderte haben es im März geschafft, die Zäune der EU-Exklaven Ceuta und Melilla zu überwinden. In verschiedenen Städten Deutschlands hungern, protestieren, demonstrieren Migrant*innen gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik. Lassen wir uns inspirieren von ihrem Mut und ihrem kreativen Protest.

Der Abschottung Europas an den Grenzen und in den Köpfen setzen wir ein NEIN entgegen. Und ein JA: zu gelebten Nachbarschaften mit den Menschen, die auf der Suche nach einer sicheren Lebensperspektive und einer besseren Zukunft in unserer Stadt angekommen sind. Wir wollen mit ihnen in lebendigen Kommunen leben.

Flüchtlinge, Geflüchtete, Migrant*innen – willkommen in Göttingen!

Weitere Infos hier.

Das Programm: » Den ganzen Beitrag lesen…

Treffen der niedersächsischen Flüchtlingsinitiativen am 12.07.2014 im Pavillon

Das nächste Treffen der niedersächsischen Flüchtlingsinitiativen findet statt am Samstag, 12.07. im kargah, Zur Bettfedernfabrik 1 in Hannover-Linden, Raum 5 und 6

Zeit: 12.00 bis 16.00 Uhr

Themen u.a.:

  • Stand und Perspektiven der Dublin-Kampagne
  • Kirchenasyl
  • Geplante Änderungen des Aufenthaltsgesetzes
  • Vernetzung
  • Verschiedenes

Eine Einladung wird drei Wochen vorher an alle Interessierten verschickt.

Veranstaltung “Willkommenskultur in Sarstedt” am 18.06.

Markus Brinkmann Bürgerbüro Holztorstr. 31 31157 Sarstedt

EINLADUNG

zur Veranstaltung

Flüchtlingen als Menschen begegnen – Willkommenskultur in Sarstedt

Flucht stellt Menschen vor ungeheure Herausforderungen. Welche Situationen es auch sind, die Menschen dazu bewegen ihre Heimat zu verlassen, sie brauchen Hilfe, um in einem für sie fremden Umfeld Fuß zu fassen.

Vor Ort leisten viele ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger zusammen mit den Verwaltungen gute Flüchtlingsarbeit. In manchen Kommunen gelingt es ihnen mit viel Engagement eine Willkommenskultur aufzubauen. Hier ist viel Toleranz und Unterstützung für Zuwanderer und AsylbewerberInnen gefragt. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage: Wie sieht es hier in Sarstedt mit der Willkommenskultur aus oder wie kann sie verbessert werden.

In einer Podiusdiskussion sollen qualifizierten Vertreter aus Politik, Kirche und nicht zuletzt Betroffene zu Wort kommen. Wir wollen die Chance nutzen, für die Probleme zu sensibilisieren und Lösungsansätze zu finden. Auf dem Podium:

  • Anke Breusing – Vorsitzende der Härtefallkommission
  • Frau Pytel- Weber – Stadt Sarstedt
  • Peter Borcholt – Pastor St Paulus Gemeinde Giebelstieg und in Giften
  • Kai Weber – Geschäftsführer des Flüchtlingsrat Niedersachsen
  • betroffene BürgerInnen

Die Moderation der Veranstaltung wird Markus Brinkmann übernehmen.

Die Veranstaltung findet am 18.06.2014 – je nach Anzahl der Teilnehmer/innen – im Gemeindesaal oder in der Kirche der evangelischen St. Paulus Gemeinde in der Matthias-Claudius-Straße 19-21 in Sarstedt statt. Bitte geben Sie die Einladung auch an interessierte Personen weiter.

Medieninstallation im Pavillon BLACK BOX Abschiebung 5. Juni bis 2. Juli

Ab dem 6. Juni ist die Medieninstallation „Blackbox Abschiebung – Geschichten und Bilder von Menschen, die gerne geblieben wären“ im Pavillon Hannover zu sehen, die am Abend des 5. Juni um 20 Uhr eröffnet wird. Zu Gast sein wird Miltiadis Oulios mit seinem Buch „Blackbox Abschiebung“, das aus der Ausstellung hervorgegangen ist und in dem er dem Sinn und Unsinn von Abschiebungen nachgeht. Der Flyer findet sich hier.

Hier ein Ausschnitt aus der Ankündigung: » Den ganzen Beitrag lesen…

Vernissage mit Bahareh Asmanie am 30.05. in Sibbesse

Flyer Khosravan.

Auf Einladung des KulturForum Sibbesse e.V. zeigt die iranische Fotografin Bahareh Asmanie Fotografien aus dem Iran und dem Landkreis Hildesheim. Die Vernissage findet am Freitag, den 30.5.2014 um 19.30 Uhr in der Friedrich-Busse-Schule statt. Andreas Steinert wird für die musikalische Begleitung sorgen. Frau Asmanie wird die Entstehungsgeschichte ihrer Fotografien und ihre kulturelle und soziale Bedeutung skizzieren.

Am Samstag, den 31.5.14 kann die Ausstellung von 17.00 – 20.00 Uhr und am Sonntag, dem 1.6.14 ab 15.00 Uhr besichtigt werden. Ab 17.00 Uhr fragt Professor Keck anlässlich der mehr als eintausendjährigen Geschichte von Sibbesse, wie es rund um Hildesheim in den Dörfern um Kultur und Schule bestellt war. Auch anschließend besteht die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen.

Mit den Erinnerungen an ihre Heimat im Herzen und ihren Fotografien im Gepäck machte sich Bahareh Asmanie, die mit ihren Töchtern seit beinahe einem Jahr in Sibbesse lebt, daran, ihre neue Heimat zu erforschen. Mit dem aufmerksamen Blick der Journalistin streifte sie durch Sibbesse und entdeckte Blickwinkel, die zugleich vertraut und doch fremd wirken. In der Ausstellung stehen diese Aufnahmen den Impressionen aus dem Iran gegenüber, die tiefe Einblicke in eine zweite Kultur gewähren. „So ergibt sich ein Zwiegespräch: Wie sieht eine Neusibbesserin unsere Lebensumstände, und was kann sie uns aus ihrer Welt vermitteln? Gibt es Unterschiede? Gemeinsamkeiten?“, erläutert Sabine Hartmann, Vorsitzende des KulturForums Sibbesse, die Zielrichtung der Ausstellung.

Weitere Informationen unter 05065 1781.

 

Rechtsgespräch betr. Bleiberecht nach Art 8 EMRK am 20. Juni im Pavillon Hannover

Veranstaltung zum Internationalen Tag des Flüchtlings

Bleiberecht für langjährig Geduldete nach Art. 8 EMRK – Wege zur menschenrechtskonformen Auslegung des Aufenthaltsgesetzes

Freitag den 20. Juni 2014, 10.00 – 13.00 Uhr
im Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover

mit

  • Prof. Hans Alexy   OVG Bremen
  • Prof. Thomas Groß   Universität Osnabrück, Fachbereich Rechtswissenschaften, European Legal Studies Institute (ELSI)
  • Dr. Christian Maierhöfer   Leiter des Referats für Verfassungsrecht, Öffentliches Recht und Europarecht beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, ehem. Richter am VG Oldenburg

Moderation: Claire Deery, Dündar Kelloglu, Kai Weber, Flüchtlingsrat Niedersachsen

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Tagung “Flüchtlinge in den Gemeinden — was können wir tun” am 21.6.2014 in Hannover

Wir möchten Sie hiermit herzlich zu unserer Tagung “Flüchtlinge in den Gemeinden — was können wir tun” am Sonnabend, den 21. Juni 2014, 10.00-16.00 Uhr, ins Haus kirchlicher Dienste nach Hannover einladen.

Was können wir für die Flüchtlinge in unserer Gemeinde tun? Vor dieser Frage stehen mittlerweile viele Kirchengemeinden in Niedersachsen, denn die seit 2009 allmählich und seit 2012 stärker steigenden Asylbewerberzahlen und die zunehmend wieder dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge führen dazu, dass in der gesamten Fläche Niedersachsens Flüchtlinge verteilt werden und dort leben.
Zahlreiche Kirchengemeinden haben diese Herausforderung schon angenommen und engagieren sich tatkräftig für die Flüchtlinge in ihrem Ort, in ihrer Region. Andere Kirchengemeinden sind auf dem Weg, Hilfe und Unterstützung zu organisieren und suchen noch Anregungen und Beratung. » Den ganzen Beitrag lesen…

Sa., 26.04.2014: Demonstration gegen Abschiebungen in Osnabrück

Aufruf von NoLager Osnabrück:

DEMONSTRATION GEGEN ABSCHIEBUNGEN

*English below*

Samstag 26.04.2014 15:00 Uhr August-Bebel-Platz 1, Osnabrück (Vor dem DGB-Haus) Nahe dem Hauptbahnhof

Geflüchtete und ein breites Bündnis an Unterstützer*innen gehen nach einer ersten erfolgreichen Demonstration im März, am 26. April erneut und gemeinsam auf die Straße. In einem bunten und lauten Protest wollen wir die Forderungen der Betroffenen zum Ausdruck bringen;

Abschiebungen in Osnabrück und bundesweit zu stoppen sowie das unmenschliche Dublin-System abzuschaffen. Wir fordern, dass Humanität keine (Länder-) Grenzen kennen darf und dass das Menschenrecht insbesondere geflüchteten*fliehenden Menschen zuteil werden muss.

Hintergrund » Den ganzen Beitrag lesen…

Theaterstück „Hurria!“ und Info über Refugee Protest March

Mittwoch, 9. April 2014, 20 Uhr, Alhambra, Hermannstraße 83, 26135 Oldenburg

Riadh Ben Ammar führt am 9. April 2014 um 20h im Alhambra das
Theaterstück „Hurria!“ auf. Das Theaterstück thematisiert die
vielfältigen Wege der Freiheitssuche in Zusammenhang mit der
Revolution 2011 in Tunesien. Es fragt: Was haben europäische
Tourist*innen in Tunis, Frontex, Abschiebungen aus der BRD und
religiöser Fundamentalismus miteinander zu tun?
Im Anschluss an die Aufführung spricht Riadh Ben Ammar über den
aktuellen Stand der Planungen zum Refugee Protest March for Freedom of
Movement. Diese transnationale Karawane startet am 19. Mai in
Strasbourg und führt auf der rund 500km langen Route nach Brüssel.
Nach der Ankunft in Brüssel wird dort anlässlich des EU-Gipfels für
Migrationspolitik eine Aktionswoche stattfinden, um gegen das
europäische Grenzregime zu protestieren.
Zentrale Forderungen des Marsches sind

  • • Bewegungsfreiheit und freie Wohnsitznahme für alle Geflüchteten
  • • Stoppen der Dublin-Verordnung und der Residenzpflicht
  • • Permanente Dokumente für alle ohne bestimmte Bedingungen
  • • Stoppen der Inhaftierung und Abschiebung von Migrant*innen
  • • Gleiche Arbeitsbedingungen für alle
  • • Gleiche politische, soziale und kulturelle Rechte für alle
  • • Stoppen der europäischen Imperialismuspolitik
  • • Abschaffung von Frontex, Eurosur und weiterer Antimigrationspolitiken

Weitere Informationen unter http://freedomnotfrontex.noblogs.org/