Demonstration: Kein Mensch ist allein!

Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen (S-Bahn-Station)

Demonstration zur Unterstützung von Yahya. Der aus den Sudan geflohene Aktivist vom Protestcamp Weißekreuzplatz, befindet sich seit einem Monat in Abschiebungshaft in Hannover-Langenhagen.

Weiteres siehe hier

 

Demonstration in Eschede am 20.06: „Menschenrechte – Universell und unteilbar“

Pressemitteilung Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus
Aufruf als pdf

Das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus ruft zu der vom DGB Nord-Ost-Niedersachsen angemeldeten Demonstration in Eschede am 20.06.2015 auf. Wir wollen dort wieder deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir Nazitreffen nicht unwidersprochen hinnehmen.

Wir treffen uns um 13.00 Uhr in Eschede auf dem alten Marktplatz Kreuzung Am Glockenkolk / Bahnhofstraße und gehen dann zur Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg, wo die Kundgebung bis ca. 16.30 Uhr stattfinden wird. Anschließend gehen wir gemeinsam nach Eschede zurück, wo wir die Veranstaltung gegen 17.00 Uhr beenden.
Unser Motto heißt dieses Jahr:

Menschenrechte – universell und unteilbar
Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede

Anlass für die Demonstration ist, dass in Eschede auf dem Hof des Bauern Joachim Nahtz regelmäßig Treffen der extremen Rechten stattfinden. » Den ganzen Beitrag lesen…

FES Einladung zur Ideenwerkstatt „Ich mache mit“ am 27.06.2015 in Hannover

Ich mache mit!

– Werkstatt zur Ideenentwicklung für politische Partizipation
27. Juni 2015, 11.00 bis 17.00 Uhr
Freizeitheim Linden
Windheimstraße 4
30451 Hannover

Sie selbst haben einen Migrationshintergrund oder setzen sich dafür ein, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte eine stärkere Stimme im politischen Dialog, zum Beispiel im Umgang mit Verwaltung, Presse oder auch Fördermittelgebern, zu verleihen? Dabei wollen wir Sie unterstützen! In den nächsten Jahren will die Friedrich-Ebert-Stiftung Qualifizierungsseminare, Politische Dialogreihen und Begegnungsprojekte nach Ihrem Bedarf organisieren. Gemeinsam mit anderen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind Sie am 27. Juni im Freizeitheim Linden in Hannover herzlich dazu eingeladen, Ideen für Seminare und andere Aktivitäten zu entwickeln. » Den ganzen Beitrag lesen…

Demonstration: Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Polizeigewalt!

Ein Bündnis aus antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen ruft für Freitag, 29.05. zu einer Demonstration in Solidarität mit den betroffenen rassistischer Polizeigewalt auf. Hintergrund sind die öffentlich gewordenen gewalttätigen Übergriffe auf der Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof Hannover, bei der nach Berichten der Medien mindestens zwei Flüchtlinge misshandelt worden seien.

Termin: Freitag, 29.05.2015, 18.00 Uhr
Ort: S-Bahnhof Hannover-Nordstadt (Engelbosteler Damm)

Aufruf zur Demo hier

Demo 29-05-15_Plakat

„Ich weiß genau, wie es den Flüchtlingen geht!“ – Benefizkonzert für Flüchtlinge mit Jasmin Kruskic am 21. Mai, 19 Uhr in der Brunsviga, Braunschweig

bg..“Dass Tiana einen großen Teil ihrer Zeit geflüchteten Menschen widmet, mündet in ihrer eigenen Geschichte. Die 30-Jährige musste selbst während der Jugoslawienkriege mit acht Jahren von Bosnien nach Deutschland fliehen. Die Sängerin kann sich noch gut an diese Zeit erinnern: “Ich wurde zwar immer aus dem Raum geschickt, wenn Nachrichten kamen, doch lange kann man so etwas nicht von seinen Kindern fern halten.” Von paramilitärischen Gruppen vertrieben, landete Tiana mit ihrer Familie in Braunschweig. Mit einer Tasche im Gepäck zog die Familie Kruskic vorerst bei den Großeltern an; ein jahrelanger Kampf um die Deutsche Staatsbürgerschaft begann. “Meine Eltern durften aufgrund eines formalen Versehens in Deutschland arbeiten – jedoch nicht in ihren studierten Berufen als Richter und Lehrerin”, erzählt die Sängerin. Da ihre Eltern unter keinen Umständen von Sozialhilfe leben wollten, verdienten sie anfänglich auf verschieden Wegen ihren Lebensunterhalt. “Wir hatten ganz klischeehaft einen Kiosk in der Weststadt”, sagt Tiana lachend. Dies hätte zwar ein Einkommen für die Familie bedeutet, jedoch auch eine enorme berufliche Unterforderung für ihre Eltern.

Wie es ist, sein Zuhause zu verlieren, dass kann die studierte Philologin gut nachvollziehen. “Ich hatte damals ein Gefühl der Heimatlosigkeit und die Musik hat mir gewissermaßen ein Zuhause gegeben. Heute kann ich auf der Bühne kann ich einfach sein – da kann ich atmen. Da bin ich kein Flüchtling, keine Dozentin und keine Dolmetscherin.”..

aus: Braunschweig heute    » Den ganzen Beitrag lesen…

Einladung zur Tagung der Flüchtlingsinitiativen

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir möchten euch und Sie ganz herzlich einladen zur Tagung der Flüchtlingsinitiativen. Sie findet statt:

am 13.06.2015
von 13.00 Uhr ­ 16.30 Uhr
im kargah e.V.
Zur Bettfedernfabrik 1,
30451 Hannover

Wir freuen uns, dass die Vorsitzende der niedersächsischen Härtefallkommission, Frau Anke Breusing, ihre Teilnahme zugesagt hat. Folgende Schwerpunktthemen sind vorgesehen: » Den ganzen Beitrag lesen…

Fortbildungen: Einführung in die Asylarbeit im Juni in Hannover und Lüneburg

Auf vielfachen Wunsch führt der Flüchtlingsrat gemeinsam mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen im Juni 2015 Fortbildungsveranstaltungen zur Einführung in die Asylarbeit durch. Da die Plätze begrenzt und erfahrungsgemäß schnell vergeben sind, bitten wir um umgehende Anmeldung.

Die Fortbildungen werden alternativ an folgenden Orten bzw. Tagen angeboten:

  1. Samstag den 06. Juni 2015, 10.00 – 16.00 Uhr
    in Lüneburg,Universitätsgelände, Rotenbleicher Weg 67 / Raum RW 16
    Ausschreibung Einführung Lüneburg
  2. Samstag den 20. Juni 2014, 10.00 – 16.00 Uhr
    im Kargah, Zur Bettfedernfabrik 1, Hannover-Linden
    Ausschreibung Einführung Hannover

Referentin: Claire Deery, Rechtsanwältin, Flüchtlingsrat Niedersachsen

Inhalte:
Erläutert werden der Ablauf des Asylverfahrens (Asylantrag, ggf. bundesweite Verteilung, ggf. europaweite Rückschiebung nach Dublin III – VO, Asylanhörung, Rechtsmittel) und die Gründe für den Flüchtlingsschutz (Asylrecht nach Grundgesetz, Genfer Flüchtlingskonvention, subsidiärer Flüchtlingsschutz) sowiemögliche Sozialleistungen in den verschiedenen Verfahrensstadien

Zielgruppe:
Das Seminar ist als Grundlagenschulung für Einsteiger/innen konzipiert und richtet sich an ehrenamtlich Engagierte aus Beratungsstellen und Initiativen. Zusätzlich sollen aktuelle Gesetzesänderung besprochen werden.

Die Teilnahme an den Seminaren ist gebunden an einen Kostenbeitrag in Höhe von 30 Euro pro Person. Wer diese Summe nicht zahlen kann, möge sich melden – wir werden eine Lösung finden.

Weitere Hinweise zum Seminar und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

Benefizkonzertreihe „Jazz wird’s Zeit“ am 06.05. in Hannover

Die Benefizkonzertreihe unter dem Motto „Jazz wird’s Zeit“ feiert am 6. Mai ihr einjähriges Jubiläum und wird dieses Mal zum Festival. Es spielen die hannoverschen Jazz-Bands „Schwarmintelligenz“ und „Kunstofffabrik“ sowie als krönendes Highlight die sudanesische Band „S.P.- Music“ des Refugee-Protest-Camps am Weißekreuzplatz. Des Weiteren gibt es Vorträge zu kargah und zum Niedersächsischen Flüchtlingsrat.

Einladung als pdf-Datei: Frontseite hier, Rückseite hier

Andacht zum Gedenken an ertrunkene Flüchtlinge vor den Küsten Europas

Marktkirche26. April 2015, 18.00 Uhr

Andacht zum Gedenken an die ertrunkenen Flüchtlinge

in der Evangelisch-lutherischen Marktkirche

St. Georgii et Jacobi, Hannover

Andacht Flüchtlinge 26.04.15

500 Menschen bei Demo gegen Asylgesetzesverschärfung // Großdemo für Juni 2015 geplant

Zur freien Verfügung auch hier: http://asylistmenschenrecht.de/#!presse/cito

Ca. 500 Menschen demonstrierten am Freitag, 17.04., in Hannover laut, bunt und kraftvoll gegen die geplante Asylgesetzesverschärfung, die am 03.12.2014 vom Kabinett verabschiedet wurde und im Juni 2015 durch den Bundestag gewunken werden soll. Zu der Demonstration vom Steintor durch die Innenstadt aufgerufen hatte das „Bündnis gegen Asylgesetzesverschärfung Hannover“, ein Bündnis aus Flüchtlingsorganisationen und linken Gruppen, Gewerkschaftsverbänden und Parteijugenden, das sich erst vor 3 Wochen gegründet hatte.

Auf der Versammlung unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen – Asylgesetzesverschärfung stoppen!“ erläuterte zunächst Sigmar Walbrecht vom Flüchtlingsrat Niedersachsen, wo genau die geplanten Gesetzesänderungen ansetzen und wie stark die Zahl der Fälle von Abschiebehaft durch die „Festlegung von Fluchtkriterien“ ansteigen würde. Danach ordnete LUH_Contra den Gesetzestext in den historischen Kontext ein und kam zu dem Schluss, dass antirassistische Arbeit nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie versucht, in „Wir“ und „Ihr“ einteilende Denkweisen aufzubrechen und das auch ganz praktisch zu leben. Bei der Zwischenkundgebung am Kröpcke hielten eine Unterstützerin vom Refugee Protest Camp Hannover und ein Vertreter des Bündnisses gegen Asylgesetzesverschärfung Hannover ergreifende Reden (s.u.). Beide nannten es ungeheuerlich, dass angesichts humanitärer Katastrophen auf der ganzen Welt, ganz speziell jedoch im Mittelmeer und in europäischen Grenzländern, Deutschland auf Abschottung und Abschreckung setze, die Seenotrettung boykottiere und den Flüchtlingen mit dem neuen Gesetz das Leben so schwer wie nur möglich mache. Mit einer Schweigeminute wurde der 400 am 12.04. vor der libyschen Küste im Mittelmeer ertrunkenen Geflüchteten gedacht. Abschließend sprach hier Abeer Ibrahim, eine Geflüchtete aus dem Sudan und Mutter von 3 Kindern, über die Situation ihrer Familie, die nach 2 Jahren auf der Flucht durch Europa noch immer keine endgültige Rast gefunden hat.

Während der gesamten Demonstration wurden tausende Sticker mit der Aufschrift „Warst DU auch schon mal auf der Flucht? – asylistmenschenrecht.de“ an Passanten verteilt. Leicht am Fluchttür-Logo zu erkennen, werden die neonroten und weiß-grünen Sticker in den nächsten Tagen einigen Hannoveranern in die Augen stechen.

Auf der Abschlusskundgebung am Weißekreuzplatz sprachen AktivistInnen der Gruppe „No Lager Osnabrück“ über die dort Praxis gewordenen Abschiebungsverhinderungen, und Protestierende vom Refugee Protest Camp Hannover darüber, dass die Flüchtlingsströme auf dem Weg nach Europa keineswegs die Ursache des Problems wären, und ihre Bekämpfung daher außer vielen Opfern auch nie eine Lösung bringen werde.

Die Demonstration bildete in Hannover den Abschluss einer bundesweiten Aktionswoche gegen den „Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“. Das Bündnis gegen Asylgesetzesverschärfung wies jedoch daraufhin, dass dies keineswegs das Ende, sondern erst der Anfang der Kampagne sei. Für Anfang Juni 2015, wenn das Gesetz in Kraft treten soll, sei bereits eine Großdemonstration geplant. „Vor 3 Monaten haben 2000 Menschen gemeinsam Pegida in Hannover gestoppt, und wir werden es auch schaffen, dieses Gesetz zu stoppen: Wenn nicht im Parlament, dann doch auf der Straße!“, so ein Sprecher des Bündnisses.