Meldung vom Mittwoch den 19.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
Wir wollen in Freiheit und Würde leben!
Wir wollen nicht isoliert im Lager in Hesepe leben!
22. September 2011
Wir wenden uns an euch, weil wir die uns aufgezwungenen Lebensbedingungen nicht mehr ertragen. Wir sind Flüchtlinge aus dem Lager Hesepe bei Bramsche. Das Flüchtlingslager in Hesepe liegt im Land Niedersachsen 24 Kilometer entfernt von Osnabrück und 4 km von Hesepe. Die Fahrt nach Osnabrück kostet einfach 5,40 Euro. Das Lager kann bis zu 700 Flüchtlinge aufnehmen.
Das von Stacheldraht umzäunte und vom Sicherheitspersonal bewachte Gelände des Lagers war früher eine Militärkaserne. Auf diesem Gelände leben wir in unterschiedlichen Häusern teilweise mit 6 Personen gemeinsam in einem Zimmer. Das Land Niedersachsen hat mit dem Lager ein totales Isolationssystem aufgebaut. Die Ausländerbehörde, das Sozialamt, eine Krankenstation, ein Kindergarten, Schule für unsere Kinder bis zum Alter von 12, eine zentrale Kantine befinden sich alle im Lager selbst. Wir haben sogar Lagerausweise, die die Lagerverwaltung Bewohnerausweis nennt. » Den ganzen Beitrag lesen…
Meldung vom Dienstag den 18.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
Wie auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im niedersächsischen Landtag mitgeteilt wurde, fanden im dritten Quartal des Jahres 2011 aus Niedersachsen insgesamt 151 Abschiebungen statt, davon 147 auf dem Luftweg und 4 auf dem Landweg. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen bereits 469 Menschen abgeschoben, davon 444 auf dem Luftweg und 25 auf dem Landweg. Die Zahlen deuten auf eine klare Steigerung der Abschiebungszahlen im Jahr 2011 hin: Im gesamten Jahr 2010 wurden 532 Personen abgeschoben.
Die häufigsten Zielstaaten von Abschiebungen waren (jeweils in Klammern 1., 2. und 3. Quartal):
- Serbien 95 (23, 31, 41)
- Türkei 40 (16, 10, 14)
- Kosovo 38 (5, 13, 20)
- Georgien 20 (8, 5, 7)
- Mazedonien 19 (12, 7, -)
104 Abschiebungen erfolgten im Rahmen des Dublin II – Abkommens in Drittstaaten (39, 35, 30).
Meldung vom Montag den 17.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - 1 Kommentar »
Es ging alles ganz schnell:
Während Nehad K. in der Ausländerbehörde des Landkreises Celle um Verlängerung seines Ausweises bat, rief die Mitarbeiterin (Frau B.) die Polizei, die Nehad direkt in die (offensichtlich vorbereitete) Abschiebehaft nach Hannover-Langenhagen brachte. Das war am Donnerstag, 6.10.2011. Am 12.10.2011 saß Nehad bereits im Flugzeug nach Belgrad. » Den ganzen Beitrag lesen…
Meldung vom Montag den 17.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
Rund 100 Unterstützer/innen von Gazala Salame und Ahmed Siala sind am vergangenen Samstag (15.10.2011) erneut in Hildesheim auf die Straße gegangen, um ein Aufenthaltsrecht für die gesamte Familie in Deutschland zu fordern . Die Familie wurde bekanntlich im Februar 2005 durch Abschiebung auseinander gerissen. Begründung: Sie habe über ihre “Identität getäuscht”. Seither lebt Vater Ahmed Siala mit seinen beiden älteren Töchtern in Deutschland, Mutter Gazale Salame mit den kleineren Kindern in einem Vorort von Izmir.
Die Familie schöpft wieder neue Hoffnung auf eine Familienzusammenführung, weil es neue Erkenntnisse gibt: Das Landgericht Bückeburg hat in seinem Urteil vom 13.09.2011 einen im Landkreis Hameln lebenden Verwandten, der in dem selben türkischen Registerauszug auftaucht wie Ahmeds Vater, vom Vorwurf der Identitätstäuschung freigesprochen. Das Gericht stützt sich in seiner Urteilsbegründung ausgerechnet auf jenen Mitarbeiter der Landkreis-Ausländerbehörde, der den Fall Salame / Siala bearbeitet. » Den ganzen Beitrag lesen…
Meldung vom Mittwoch den 12.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - 2 Kommentare »
Flüchtlingsrat sowie Organisationen und andere Initiativen fordern: Unterbringung von Flüchtlingen in Oldenburg muss menschenwürdig geschehen
Der Flüchtlingsrat Niedersachsen begrüßt es, dass die Bürgerinitiative aus Ofen im Landkreis Ammerland sich gemeinsam mit Initiativen aus Oldenburg für bessere Unterbringungsbedingungen von Flüchtlingen einsetzt. Oldenburg werden im Rahmen eines durch die Landesaufnahmebehörde gelenkten, zentralen Verfahrens Flüchtlinge zugeteilt, die die Stadt ab dem 1. November unterbringen muss. Dazu sind zwei Gebäude eines alten Kasernengeländes vorgesehen, das sich am Stadtrand befindet und unmittelbar an den Ort Ofen angrenzt.
Der Flüchtlingsrat sowie andere Beratungsorganisationen und antirassistische Initiativen aus Oldenburg haben frühzeitig gefordert, dass die Stadt die Asylsuchenden in privaten Wohnungen unterbringen soll, und dass eine Unterbringung in isolierten Massenunterkünften vermieden werden muss (siehe Offener Brief an OB Schwandner).
Die Ofener Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, dass sie sich diesen Forderungen anschließt. Sie betont, dass ihr Leitmotiv eine dezentrale menschenwürdige Unterbringung ist. Neben der lagerähnlichen, abgeschlossenen Unterkunft, die kaum Privatsphäre zulässt und letztlich die Leute krank macht, kritisiert die Bürgerinitiative u.a. das unzureichende Betreuungskonzept für die Asylsuchenden. » Den ganzen Beitrag lesen…
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Der Flüchtlingsrat Niedersachsen dankt der Kirchengemeinde für ihren selbstlosen Einsatz und fordert eine sofortige Aussetzung von Dublin II – Abschiebungen nach Malta analog zum Verfahren für Flüchtlinge, die über Griechenland einreisen.
Der Fabian- und Sebastian-Kirchengemeinde Beverstedt und der Hagener Flüchtlingsinitiative ist es zu verdanken, dass der somalische Flüchtling Abdirisaaq M. vorläufig in Deutschland bleiben kann und zum Asylverfahren zugelassen wird: Mit Schreiben vom 07. Oktober hat das Bundesamt mitgeteilt, dass die Zuständigkeit für das Asylverfahren des somalischen Staatsbürgers wegen Ablaufs der Überstellungsfrist nunmehr auf Deutschland übergegangen ist. Abdirisaaq M. konnte daher aus dem Kirchenasyl entlassen werden. » Den ganzen Beitrag lesen…
Meldung vom Mittwoch den 5.10.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
Dem beharrlichen Einsatz der Rotenburger Auferstehungsgemeinde und Superintendent Daub ist es zu verdanken, dass den kosovarischen Roma-Frauen Selvije Ernst und Dulja Saiti nach eineinhalbjährigem Kirchenasyl endlich ein Schutzanspruch zugesprochen wurde: Am 29.09.2011 verpflichtete das VG Stade das Bundesamt, Selvije Ernst und Dulja Saiti Abschiebungshindernisse gem § 60,7. AufenthG zuzuerkennen. Die Ausländerbehörde hat den Haftbefehl gegen beide Frauen aufgehoben und beide können nun endlich wieder in ihrer eigenen Wohnung leben.
Der Fall der beiden Frauen hatte auch deshalb Schlagzeilen gemacht, weil das Innenministerium sich mit fragwürdiger Begründung und gegen die Empfehlung des Gesetzes- und Beratungsdienstes geweigert hatte, einen Härtefallantrag überhaupt nur anzunehmen, siehe hier.
Nach Auskunft von Eckhard Lang von Diakonischen Werk Rotenburg, der das Kirchenasyl über den gesamten Zeitraum fachlich begleitete, liegt das schriftliche Urteil noch nicht vor und ist somit also noch nicht rechtskräftig.
Berichte über den Fall finden sich in der Rotenburger Kreiszeitung vom 1.10.2011 sowie in der Rotenburger Rundschau.
Meldung vom Donnerstag den 29.09.2011 - Abgelegt unter: Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
30. September: Tag des Flüchtlings
Asylsuchende berichten über ihre Erfahrungen
Termin: Fr, 30.09.2011, 15.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Schillerdenkmal, (Ecke Schillerstr./Georgstr.), Hannover
Zum Tag des Flüchtlings, am Freitag, den 30.September, laden der Flüchtlingsrat Niedersachsen zusammen mit dem Verein der Roma in Niedersachsen, Romane Aglonipe e.V. und dem antirassistischen Plenum Hannover zu einer Veranstaltung am Schillerdenkmal in Hannover ein. Menschen mit Flucht- und Exilerfahrung, Flüchtlinge und Asylsuchende werden dort sprechen und von der Situation in ihren Herkunftsländern, ihren Fluchtgründen und -wegen sowie ihrer jetzigen Situation in Deutschland und ihren Kämpfen um Sicherheit, Würde und Teilhabe an unserer Gesellschaft erzählen. » Den ganzen Beitrag lesen…
Meldung vom Donnerstag den 29.09.2011 - Abgelegt unter: Aktuelles, Pressemitteilungen - Keine Kommentare »
Aufruf zur Demonstration am 15.10.2011 in Hildesheim
Treffpunkt: 11.00 Uhr am Huckup in Hildesheim (Schuhstraße)
Am 10. Februar 2005 hat der Landkreis Hildesheim eine in Deutschland integrierte Familie durch die Abschiebung der schwangeren Mutter Gazale Salame und ihres Kleinkinds in die Türkei auseinander gerissen. Zurück blieb Vater Ahmed Siala mit den beiden älteren Töchtern. Die Eltern sind Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon. Sie flohen als kleine Kinder aus Beirut zu uns und haben in der Türkei keine Wurzeln. Gazale lebte 17 Jahre in Deutschland, Ahmed ist seit 26 Jahren hier. Seit über sechs Jahren kämpft die Familie um ein gemeinsames Aufenthaltsrecht.
Hier geht es um Humanität! Hier geht es um unser Grundgesetz! » Den ganzen Beitrag lesen…
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Menschen, die auf eine Bleiberechtsregelung hoffen, eine Stimme geben / Lesemarathon beginnt morgen um 17 Uhr
Hildesheim/Braunschweig, 28.09.2011. „Die Beteiligung von Vertretern aller politischen Parteien im Landtag ist ein klares Signal“, so die Initiatoren des morgen beginnenden Lesemarathons zum Thema Bleiberecht. Auch die Schirmherren Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber und Bischof Norbert Trelle werden lesen.
Anlässlich des Tags des Flüchtlings am 30. September 2011 veranstalten Caritas und Diakonie in Niedersachsen, die evangelische und katholische Kirche, zahlreiche Organisationen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft einen Lesemarathon auf dem Braunschweiger Domplatz.
Sie appellieren mit dieser Aktion an die politisch Verantwortlichen, endlich eine bundesgesetzliche Bleiberechtsregelung zu schaffen, die den Realitäten entspricht. Ziel sei es, den langjährig hier Lebenden eine wirkliche Perspektive zu eröffnen. „75.000 Menschen müssen noch nach sechs Jahren in Deutschland um ihren Aufenthalt bangen“, so die Initiatoren. Ziel sei es, den langjährig geduldeten Flüchtlingen stellvertretend eine Stimme zu geben.
Unter den Mitwirkenden für je eine Stunde befinden sich Politiker aller Fraktionen ebenso wie Betroffene, Musiker, Künstler oder der Kabarettist Hartmut El Kurdi.
Der Lesemarathon beginnt am Donnerstag, den 29. September 2011, 17 Uhr und wird die Nacht hindurch fortgesetzt. Er endet am bundesweiten Tag des Flüchtlings, Freitag, den 30. September 2011, 17 Uhr.
Lesemarathon Einteilung 280911
Kontakt:
Heribert Schlensok
schlensok@caritas-dicvhildesheim.de
www.caritas-dicvhildesheim.de
Telefon 05121 938112
Mobil 0177/5247779