Rubrik: Pressemitteilungen


ai-Pressemitteilung zu irak. Flüchtlinge

Meldung vom Montag den 23.04.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung | amnesty international

Sperrfrist: Montag, 16.4.2007, 00:01 Uhr

Berlin, 16. April 2007 – Die EU muss dringend ein abgestimmtes Konzept zu Schutz und Versorgung irakischer Flüchtlinge in der Region und in Europa vorlegen, hat amnesty international (ai) vor der Irak-Konferenz des UNHCR am 17./18. April in Genf und dem Treffen der EU-Innen- und Justizminister am 19./20. April in Luxemburg gefordert. ai ruft die EU auf, die Nachbarstaaten des Irak sowie internationale Hilfsorganisationen finanziell und technisch bei der Versorgung der Flüchtlinge zu unterstützen, selbst Flüchtlinge aus dem Irak großzügig aufzunehmen und keine Iraker in ihr Heimatland abzuschieben. „Bei diesem Ausmaß der humanitären Krise und der anhaltenden Gewalt in der Region ist es überfällig, dass die internationale Gemeinschaft und die EU irakische Flüchtlinge schützen und unterstützen, wo immer sie sich aufhalten“, sagte Ruth Jüttner, Irak-Expertin von ai. » Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlingsrat kritisiert Irak-Politik der Landesregierung

Meldung vom Montag den 23.04.2007 · noch keine Kommentare

Scharfe Kritik an Irak-Politik des Innenministers
Niedersachsen startet Abschiebungen in den Nord-Irak

Als „fatales Signal zur Unzeit“ kritisiert die diesjährige Mitglieder-versammlung des Flüchtlingsrats Niedersachsen die Ankündigung des Innenministers, mit Abschiebungen in den Nord-Irak zu beginnen. Während UNHCR und die EU-Länder auf internationalen Konferenzen in Genf und Luxemburg um humanitäre Regelungen für die circa 4 Millionen Irak-Flüchtlinge ringen, destabilisiere der niedersächsische Innenminister Schünemann die Lage weiter.

“Die niedersächsische Landesregierung will mit ihrer Ankündigung ihren Ruf, eine knallharte Abschiebungspolitik zu verfolgen, offenbar erneut unter Beweis stellen“, so der alte und neue Vorsitzende des Flüchtlingsrats, Norbert Grehl-Schmitt.” Nachdem Tausende von Flüchtlingen trotz der anhaltenden Bürgerkriegssituation im Irak durch den Widerruf der Flüchtlingsanerkennung entrechtet und auf den Status der “Duldung” herabgestuft wurden, sollen die Betroffenen jetzt im zweiten Schritt auf der Grundlage von vagen Verdächtigungen oder geringfügigen Verurteilungen abgeschoben werden.“ Das Innenministerium scheue dabei nicht davor zurück, den Ausländerbehörden versuchsweise Abschiebungen zu erlauben, auch wenn die von UNHCR genannten Kriterien nicht erfüllt sind. » Den ganzen Beitrag lesen…

Exodus aus dem Irak – Deutsche Innenminister bereiten Rückführungen vor

Meldung vom Freitag den 20.04.2007 · noch keine Kommentare

Presseerklärung | PRO ASYL - Realitätsfern und unverantwortlich

Während international über Hilfe für Irak-Flüchtlinge beraten wird, setzen die deutschen Innenminister im Hintergrund ganz andere Akzente. Aus aktuellen Erlassen verschiedener Bundesländer wird deutlich, dass der Bundesinnenminister die Rückführungen in den Irak ab sofort ausweiten will. Dabei wären angesichts des Exodus aus dem Irak Solidarität mit den Nachbarstaaten, ein großzügiges Flüchtlingsaufnahmeprogramm, ein bundesweiter Abschiebestopp und ein sicherer Aufenthaltsstatus das Gebot der Stunde.

In einem Rundschreiben des Bayerischen Innenministeriums vom 17. April 2007 heißt es bezugnehmend auf die letzte Innenministerkonferenz: „Gleichzeitig wurde der Bundesminister des Innern gebeten, mit der irakischen Seite über eine Ausweitung der Rückführungen zu verhandeln. Dies ist nun geschehen. Das Bundesministerium des Innern hat mit Schreiben vom 13. März mitgeteilt, dass ab sofort » Den ganzen Beitrag lesen…

LK Holzminden: Traumatisierung als “Täuschungsgrund”?

Meldung vom Donnerstag den 19.04.2007 · noch keine Kommentare

Presseerklärung des Flüchtlingsrats Niedersachsen vom 19.4.2007

Traumatisierung als Täuschungshandlung?
Flüchtlingsrat kritisiert den Landkreis Holzminden

Kann eine mehrfach gutachterlich bestätigte Traumatisierung im Heimatland als versuchte Täuschung bewertet und damit die Erteilung des Bleiberechts verweigert werden? Diese Frage wirft allen Ernstes der Landrat Holzminden auf, der einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach der Bleiberechtsregelung für eine psychisch schwer erkrankte Flüchtlingsfrau aus dem Kosovo zu prüfen hat. Der Flüchtlingsrat ist empört: Hier wird eine schwerkranke Frau zur potenziellen Betrügerin erklärt.

Die mit ihrem Ehemann im Februar 1999 nach Deutschland eingereiste Mutter von drei minderjährigen Kindern leidet seit einem Übergriff im August 1998, bei dem sie von vier maskierten serbischen Soldaten vergewaltigt wurde, unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer schweren Depression. Dies wurde von zwei fachpsychiatrischen Gutachten (MHH, April 2005/ Trauma Consult, Dezember 2006) detailliert und fachlich fundiert bestätigt. Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden spricht von einer dringenden Behandlungsbedürftigkeit der psychischen Gesundheitsstörung (Depression, mögliche Diagnose der PTSD).
Auch das Verwaltungsgericht Hannover geht in seinem Urteil vom Februar 2006 von einer „unstreitigen psychischen Erkrankung und Behandlungsbedürftigkeit“ aus, lehnt jedoch die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis mit der Begründung ab, die Erkrankung sei auch im Heimatland behandelbar. » Den ganzen Beitrag lesen…

Flüchtlingsexodus aus dem Irak -– Europa schaut weg

Meldung vom Freitag den 13.04.2007 · noch keine Kommentare

ProAyl Pressemitteilungen

ECRE und PRO ASYL fordern eine gemeinsame, solidarische und humanitäre Antwort der Europäischen Union: Europaweiter Abschiebestopp, großzügiges Flüchtlingsaufnahmeprogramm, Sicherheit und Schutz für Asylsuchende in der EU

Frankfurt/Brüssel Im Irak findet eine humanitäre Katastrophe statt, die öffentlich bislang kaum wahrgenommen wurde. Jeden Monat fliehen 50.000 Menschen aus dem Irak, knapp 2 Millionen irren als Binnenflüchtlinge im Land umher.

Der Europäische Flüchtlingsrat ECRE und PRO ASYL fordern die europäischen Staaten auf, nicht länger wegzuschauen, sondern gemeinsam und solidarisch zu helfen.

Europa betreibt momentan eine Politik der Abwehr, Abschreckung und Entrechtung irakischer Flüchtlinge. Nur knapp jeder zehnte Flüchtling aus dem Irak erhält einen Schutzstatus in der EU. ?Solidarität mit den Nachbarstaaten, ein großzügiges Flüchtlingsaufnahmeprogramm der EU-Mitgliedstaaten, ein europaweiter Abschiebestopp und ein menschenwürdiges Leben für irakische Schutzsuchende in Deutschland und Europa wären eine Voraussetzung für ein glaubwürdiges Handeln der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten-, so Richard Williams, EU-Repräsentant von ECRE. » Den ganzen Beitrag lesen…

Dokumentation: Neun Finger, keine Papiere - Ein illegaler Tagelöhner will sein Recht

Meldung vom Freitag den 13.04.2007 · noch keine Kommentare

NEUN FINGER, KEINE PAPIERE - Ein illegaler Tagelöhner will sein Recht (43 Min.)
Ein Film von Carsten Rau und Hauke Wendler

Am 20. April 2006 hat Mitko seinen rechten Zeigefinger verloren, bei einem Arbeitsunfall im Hamburger Hafen. Doch niemand holte für Mitko einen Krankenwagen, weil der Chef Angst hatte, seine Geschäfte könnten auffliegen. Denn Mitko ist ein illegaler Einwanderer: Einer, der für vier Euro die Stunde Container packt, ohne Ansprüche zu stellen.

Als der junge Bulgare endlich ins Krankenhaus kam, musste der Finger amputiert werden. Der Chef drückte ihm 200 Euro in die Hand, das war’s. Keine Entschädigung, kein anderer Job, gar nichts. „Hätte ich gültige Papiere“, sagt der 24jährige, „hätte ich ihn damals schon verklagt.“ Menschen wie Mitko haben sich damit abgefunden, dass sie keine Recht haben. » Den ganzen Beitrag lesen…

Rot-Grün ist mitverantwortlich für lange Guantánamo-Haft von Murat Kurnaz

Meldung vom Donnerstag den 29.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung - amnesty international

Berlin, 29. März 2007 – Die frühere rot-grüne Bundesregierung ist mitverantwortlich für die lange Haft des Bremer Murat Kurnaz im US-Gefangenenlager Guantánamo. Kurnaz saß dort viereinhalb Jahre unschuldig in völkerrechtswidriger Haft und erlitt schwere Menschenrechtsverletzungen. „Die frühere Bundesregierung hat Möglichkeiten nicht genutzt, die Haftzeit deutlich zu verkürzen, sondern alles getan, um Kurnaz von Deutschland fernzuhalten“, sagte Barbara Lochbihler, Generalsekretärin von amnesty international Deutschland anlässlich der morgigen Befragung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor dem BND-Untersuchungsausschuss. „Das Mindeste ist, dass der Ex-Kanzleramtschef Steinmeier sich bei Murat Kurnaz entschuldigt“, sagte Lochbihler. „Die jetzige Regierung sollte Kurnaz bei Bemühungen, in den USA eine Entschädigung zu erwirken, unterstützen und ihm bei seiner Wiedereingliederung ins Alltagsleben in Deutschland behilflich sein.“ » Den ganzen Beitrag lesen…

PRO ASYL: Mehr Haft, weniger Rechtsschutz, mehr Ausgrenzung

Meldung vom Mittwoch den 28.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung von PRO ASYL
Heute im Bundeskabinett: Das große Antiausländerpaket alias „Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union“

Getarnt als Gesetzentwurf zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union geht heute ein ganzes Paket mit ausländerrechtlichen Verschärfungen ins Bundeskabinett. PRO ASYL kritisiert den Inhalt dieses Antiausländerpakets als repressiv und vom Geist der Abschottung geprägt. Das Resultat ist absehbar: Mehr Haft, weniger Rechtsschutz, mehr Ausgrenzung.

Wenn dieser Entwurf Gesetz wird, werden Tausende zusätzlicher Haftplätze entstehen. Denn Asylsuchende, die in einen anderen EU-Staat überstellt werden sollen, weil dieser zuständig ist, werden keine Chance mehr haben, gegen diese Abschiebung Rechtsmittel im Eilverfahren einzulegen. Sie werden in der Regel in Zurückweisungshaft genommen.

Eine Regelung aus Absurdistan ist die Rücknahme der bisherigen Einbürgerungserleichterungen für junge Erwachsene. Bislang können unter 23-Jährige sich einbürgern lassen – auch ohne ihren Lebensunterhalt selbst sichern zu können. Das ist sinnvoll, damit Studenten und Auszubildende ein Studium oder Ausbildung nicht abbrechen und arbeiten müssen, um sich einbürgern zu lassen. Die geplante Änderung ist integrationsfeindlich, weil sie die sinnvolle Wahrnehmung einer Bildungschance zum möglichen Nachteil macht. Ein Schildbürgerstreich – müsste doch bei zuletzt stark gesunkenen Einbürgerungszahlen das Interesse an der Einbürgerung qualifizierter Jugendlicher groß sein.

Seinen angeblichen Zweck, nämlich die Umsetzung von EU-Richtlinien, löst das Gesetz nur unzureichend ein. Obwohl eine EU-Richtlinie zu den Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge vorsieht, dass Personen in schwierigen Lebenssituationen besondere Rechte zustehen, wird dies im Gesetzentwurf nicht umgesetzt. Der Entwurf gewährleistet nicht, dass Minderjährige ggf. Zugang zu psychologischer Betreuung und notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen haben müssen. Er regelt nicht den Anspruch der Opfer von Folter und Gewalt auf die erforderliche Behandlung.

Der verbesserte Schutz, den die sog. EU-Qualifikationsrichtlinie für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten, insbesondere Bürgerkriegsflüchtlinge vorsieht, wird manipulativ und unzureichend in nationales Recht umgesetzt. Ohne Schutz sollen die Betroffenen in Deutschland auch künftig bleiben, wenn die Gefahren der Bevölkerung im Herkunftsland allgemein drohen.

PRO ASYL fordert die Abgeordneten des Bundestages auf, im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens darauf hinzuwirken, dass ein Gesetz herauskommt, das rechtsstaatlichen Ansprüchen genügt.

gez. Bernd Mesovic
Referent

Strafprozess um Verbrennungstod eines Flüchtlings im Polizeigewahrsam

Meldung vom Montag den 26.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung von PRO ASYL

Internationale Liga für Menschenrechte und PRO ASYL beobachten Strafprozess
gegen zwei Polizeibeamte vor dem Landgericht Dessau

Liga-Präsident Dr. Rolf Gössner, der den Prozess auch für die Flüchtlingsorganisation PRO ASYL (Frankfurt/M.) beobachteten wird: ?Dieses Strafverfahren bedarf besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit, damit der tragische Verbrennungstod eines Asylbewerbers in einer Polizeizelle endlich nach über zwei Jahren rückhaltlos aufgeklärt wird und die Verantwortlichen innerhalb der Polizei zur Rechenschaft gezogen werden.? » Den ganzen Beitrag lesen…

Familientrennung auf Staatskosten?

Meldung vom Donnerstag den 22.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung des Flüchtlingsrat Niedersachsen vom 22.03.2007

Familie zweier deutscher Kinder soll ausreisen
Kinder verlieren mit einer Abschiebung der Eltern auch ihre Existenzgrundlage

Heidi Hleis wird sich wohl nicht auf ihren 18. Geburtstag freuen: An diesem Tag, dem 23.07.2007, endet das Aufenthaltsrecht ihres Vaters Mohamad Hleis (43), ihrer Stiefmutter Mariam Hleis (32) und ihrer drei jüngeren Geschwister Inas (13), Amin (8) und Amina (3). Sie sollen nach dem Willen der zuständigem Ausländerbehörde Hannover danach das Land verlassen und notfalls abgeschoben werden. Lediglich der ältere Bruder Marcel (19) soll in Deutschland bleiben dürfen. Der Familienvater lebt insgesamt 12 Jahre in Deutschland. Die Familie spricht hervorragend deutsch, lebt vom Einkommen des Familienvaters und ist auch ansonsten in die deutschen Lebensverhältnisse bestens integriert. Weil die Familie sich jedoch zwischenzeitlich lange im Ausland aufgehalten hat, soll die Aufenthaltserlaubnis nur noch so lange erteilt werden, bis die beiden deutschen Kinder volljährig sind.
Hier liegt eine Paradebeispiel dafür vor, wie bürokratische Paragraphenreiterei zum Unglück einer Familie wird, für das der Steuerzahler auch noch aufkommen soll.

Zur Vorgeschichte:
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Abschiebeschutz für Engin Celik abgelehnt

Meldung vom Donnerstag den 22.03.2007 · noch keine Kommentare

Ausländerbehörde plant Abschiebung per Charterflug am 27. März

Pressemitteilung der Karawane Hamburg vom 21.3.2007

Am Montag hat die Richterin Koll am Verwaltungsgericht Schleswig den Abschiebeschutz für den kurdischen Künstler Engin Celik abgelehnt und ein Haftbefehl ist erlassen worden. Während seit Monaten die Repression gegen kurdische und türkische RegierungskritikerInnen in der Türkei massiv ansteigt, bescheinigt die Verwaltungsrichterin der Türkei große Fortschritte bezüglich Demokratie und Menschenrechte. Selbst der aktuelle Lagebericht des Auswärtigenamts ist kritischer als die Darstellung des Gerichts. So heißt es im Ablehnungsbeschluß, „dass sich die Menschenrechtslage bezüglich Folter und Misshandlung im Vergleich zu Situationen in den Jahren vor 2001 erheblich verbessert hat. Die AKP-Regierung hat alle gesetzgeberischen Mittel eingesetzt, Folter und Misshandlung im Rahmen einer „Null-Toleranz-Politik“ zu unterbinden. Selbst von den Menschenrechtsorganisationen wird mitgeteilt, dass Fälle schwerer Folter nur noch vereinzelt vorkommen.“ Das Auswärtige Amt spricht dagegen im Januar 2007 von einem längst wieder rückläufigem Prozeß. Menschenrechtsorganisationen haben bereits den Dialog mit der Regierung wieder abgebrochen, da den staatlichen Stellen der Wille zur Änderung fehlt. In der Tat ist wöchentlich von willkürlichen Festnahmen, Bedrohungen und Mißhandlungen zu hören. Verbote von Publikationen und hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte sind die Regel. Die laufenden kurdischen Newroz-Feiern nimmt die Regierung zum Anlaß, die Situation weiter zu eskalieren. Die Richterin Koll zeichnet ein schönes Wunschbild der Türkei, um das Asylgesuch Herrn Celiks abzulehnen. » Den ganzen Beitrag lesen…

Widerruf der Flüchtlingsanerkennung von Irakern

Meldung vom Dienstag den 20.03.2007 · 8 Komentare

Nachfolgend die Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichtes zu einer fatalen Entscheidung, mit der es feststellt, dass die Widerrufspraxis des Bundesamtes gegenüber irakischen Asylberechtigten juristisch in Deutschland nicht zu beanstanden ist. Eine ähnliche Entscheidung hatte das Bundesverwaltungsgericht schon im November 2005 im Falle von afghanischen Flüchtlingen gefällt, was damals u.a. vom UNHCR scharf kritisiert worden war (Pressemitteilung des UNHCR).

gez. Timmo Scherenberg
Hessischer Flüchtlingsrat

Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgericht Nr. 15/2007

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in mehreren Verfahren über den Widerruf der Flüchtlingsanerkennung von irakischen Staatsangehörigen entschieden, die noch zu Zeiten des Regimes Saddam Husseins nach Deutschland geflohen und hier als Flüchtlinge anerkannt worden waren. In den drei Fällen ging es vor allem um die in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung umstrittene verfahrensrechtliche Frage, ob Widerrufsbescheide des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bundesamt) eine Ermessensentscheidung erfordern, wenn sie nach dem 1. Januar 2005 ergangen sind, sich aber auf Anerkennungen vor diesem Zeitpunkt beziehen. Das Erfordernis einer solchen Ermessensentscheidung ist in der mit Wirkung ab 1. Januar 2005 eingefügten Vorschrift des § 73 Abs. 2a Asylverfahrensgesetz (AsylVfG)* geregelt. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die neue Vorschrift zwar im Grundsatz auch in derartigen Altfällen anwendbar ist. Es hat in allen drei Fällen aber eine Ermessensausübung des Bundesamts deshalb nicht für erforderlich gehalten, weil die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt waren. » Den ganzen Beitrag lesen…

Regierung hat noch immer keinen Plan gegen Rassismus

Meldung vom Dienstag den 20.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung amnesty international Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Berlin, 21. März 2007 –amnesty international (ai) und Aktioncourage– SOS Rassismus haben die Bundesregierung aufgefordert, endlich einen nationalen Aktionsplan gegen Rassismus vorzulegen. Anlass ist der Welttag gegen Rassismus am 21. März. „Angesichts des alarmierenden Anstiegs rassistischer und rechtsextrem motivierter Straftaten und einer steigenden Anzahl von Opfern rechter Gewalt ist es halbherzig, nur lokale und regionale Pilotprojekte zeitlich begrenzt zu fördern, während ein umfassendes und langfristiges Konzept gegen Rassismus fehlt“, sagte Dorothee Haßkamp, Anti-Rassismus-Beauftragte von amnesty international. „Dieses peinliche Versäumnis geht nun bereits ins sechste Jahr.“ Ende 2001 hatte Deutschland zugesagt, „ohne Verzögerung“ eine nationale Strategie aufzustellen. ai und Aktioncourage begrüßen die deutsche Initiative, den EU-Rahmenbeschluss zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und damit einen strafrechtlichen Minimalschutz zustande zu bringen. Sie fordern die Bundesregierung auf, die bislang zeichnungsunwilligen Mitgliedstaaten zum Einlenken zu bewegen. » Den ganzen Beitrag lesen…

Kompromiss zum Zuwanderungsrecht ist Erfolg für die Union

Meldung vom Freitag den 16.03.2007 · noch keine Kommentare

Anbei die Stellungsnahme der CDU/CSU zur geplanten gesetzlichen Bleiberechtsregelung und weiteren geplanten gesetzlichen Änderungen, die in der öffentlichen Berichterstattung bislang kaum zur Kenntnis genommen wurden.

gez. Kai Weber

Pressemitteilung der CDU/CSU vom 13.03.2007

Familiennachzug wird gesteuert - Integrationsverweigerung wird sanktioniert - Sozialsysteme werden entlastet

Zur gestern erzielten Einigung beim Zuwanderungsrecht erklären der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hans-Peter Uhl MdB, der Obmann im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, Ralf Göbel MdB, und der zuständige Berichterstatter, Reinhard Grindel MdB: » Den ganzen Beitrag lesen…

Umsetzung von EU-Richtlinien wird zur Verschärfung des Asylrechts missbraucht!

Meldung vom Mittwoch den 14.03.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung von Pro Asyl zum Thema: Gesetzentwurf zum Zuwanderungsgesetz

Als flüchtlingsfeindlich, rückwärtsgewandt und integrationshemmend hat ein breites Bündnis von flüchtlingspolitisch tätigen Organisationen den Gesetzentwurf zur ?Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der EU? gewertet. Die Bundesregierung will den Entwurf in Kürze verabschieden. Die Organisationen fordern die Regierung auf, den Gesetzentwurf nicht anzunehmen und zur Überarbeitung an das Bundesinnenministerium zurückzuverweisen.

Die öffentliche Diskussion konzentriert sich fast ausschließlich auf die Bleiberechtsregelung. Sie übersieht, dass Deutschland die gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen im Flüchtlingsrecht gar nicht, nur unvollständig oder mangelhaft umsetzen will. Gleichzeitig enthält der Gesetzentwurf Rechtsänderungen, die in keinem Zusammenhang mit dem Europarecht stehen. So wird die Umsetzung für Verschärfungen des Asylrechts missbraucht, etwa für die Einführung einer ?Zurückweisungshaft?. » Den ganzen Beitrag lesen…

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