Rubrik: Aktuelles


Griechenland wird der vielen illegalen Immigranten nicht Herr. Menschenrechte werden missachtet

Meldung vom Mittwoch den 30.01.2008 · noch keine Kommentare

Berliner Zeitung vom 29.01.2008Corinna Jessen - ATHEN. Still sitzen die Männer über ihren brodelnden Wasserpfeifen. Eine Somalierin bereitet in der winzigen Küche Nudeln zu, sie blickt erstaunt unter ihrem Kopftuch hervor. Hier, mitten im Zentrum von Athen, kommt selten ein Europäer vorbei. Die kleine Kneipe in der engen Xouthou-Straße ist Treff der Afrikaner. Ziad Adam hat hier den Verein der Sudanesen für seine Landsleute und andere Schwarzafrikaner geschaffen, eine kleine, sehr kleine Insel sozialen Lebens in einem Meer von Armut, Unsicherheit und Verzweiflung. Beim Tee erzählen die Männer die immer gleiche Geschichte: Illegal sind sie nach Griechenland gekommen auf ihrer Flucht vor Bürgerkrieg, Verfolgung, Armut.

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Interview der jungen Welt zum Gazale-Hungerstreik

Meldung vom Mittwoch den 30.01.2008 · 1 Kommentar

Tageszeitung junge Welt - 28.01.2008 / Inland / Seite 8

»Ich will so weit gehen, wie ich nur kann«
Flüchtlingshelfer will mit Hungerstreik Wiedereinreise einer abgeschobenen Kurdin erreichen. Gespräch mit Andreas Vasterling

Reimar Paul - Der Hildesheimer Flüchtlingshelfer Andreas Vasterling ist Anfang Januar in den Hungerstreik getreten. Er will damit erreichen, daß die vor drei Jahren abgeschobene Kurdin Gazale Salame und ihre beiden kleinen Kinder wieder zu ihrer Familie nach Deutschland kommen kann. Salame und ihrem Mann Ahmed Siala wird vorgeworfen, bei der Einreise als Kinder ihre türkische Staatsangehörigkeit verschwiegen zu haben.

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Irak - VG München hebt Widerrufsbescheid auf

Meldung vom Dienstag den 29.01.2008 · noch keine Kommentare

Das Urteil der 11. Kammer des VG München in einem Widerrufsverfahren eines irakischen Kurden wurde positiv entschieden und der Widerrufsbescheid aufgehoben.In der Begründung heißt es, dass “der gegenüber der internationalen Gemeinschaft auf Lügen gestützte völkerrechtswidrige Krieg der USA mit ihren Koalitionstruppen den Irak in einen gesellschaftlich völlig destablisierten Zustand versetzt hat”, der schlimmer ist als unter Saddam. “Davon sind auch die Kurden im Nordirak betroffen, weil dort die Sicherheitslage offensichtlich nicht so viel besser ist, um eine asylrelevante Verfolgungsdichte abzulehen.”

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Ehegatten- und Familiennachzug nach Deutschland geht zurück

Meldung vom Montag den 28.01.2008 · noch keine Kommentare

Inneres/Antwort auf Große AnfrageBerlin: (hib/HAU) Die Zahl der zum Ehegatten- und Familiennachzug nach Deutschland erteilten Visa geht zurück. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/7408) auf eine Große Anfrage der FDP-Fraktion (16/4242) zum Stand der Integration von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland mit. Wurden im Jahre 2002 noch 85.305 Visa erteilt, waren es 2006 nur noch 50.300. Die Bundesregierung sieht diesen Rückgang als eine Folge des allgemeinen Rückgangs der Zuwanderungszahlen seit Mitte der 90er Jahre an. Außerdem sei durch den Beitritt zehn neuer Mitgliedstaaten in die Europäische Union für Staatsangehörige dieser Länder die Visumpflicht entfallen, so dass dieser Personenkreis in der Statistik nicht mehr erfasst werde, heißt es.

Weiter wird von der Bundesregierung mitgeteilt, dass von den derzeit in der Bundesrepublik lebenden Frauen zwischen 1975 und 2005 knapp 3,2 Millionen zugewandert seien. 468.000 Frauen hätten dabei die russische, 263.000 Frauen die polnische und 264.000 Frauen die türkische Staatsangehörigkeit. Zum Zeitpunkt der Einreise seien davon 41 Prozent zwischen 25 und 50 Jahre alt gewesen. 28 Prozent seien minderjährig, 22 Prozent im Alter von 18 bis 25 Jahre und neun Prozent älter als 50 Jahre gewesen, so die Regierung.

PRO ASYL erstreitet Dienstanweisungen des BAMF

Meldung vom Donnerstag den 24.01.2008 · noch keine Kommentare

PRO ASYL hat erfolgreich die Herausgabe eines Großteils der Dienstanweisungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nach dem Informationsfreiheitsgesetz erstritten. PRO ASYL hatte gegen das BAMF vor dem Verwaltungsgericht Ansbach Klage erhoben.
Die im Asylbereich eingesetzten Dienstanweisungen, die bisher als Verschlusssache eingestuft waren, wurden PRO ASYL während der Gerichtsverhandlung am 22. Januar 2008 übergeben. Die Sammlung ist jedoch nicht vollständig. Einige Dienstanweisungen stuft das Bundesamt offensichtlich als so heikel ein, dass es eine Herausgabe verweigerte. So wurden etwa die Dienstanweisungen zur Definition von “Religiöser Verfolgung” und zur Frage, wann eine Verfolgung “wegen Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe” vorliegt, nicht offenbart.
PRO ASYL hatte neben den Dienstanweisungen auch die “Herkunftsländerleitsätze” herausverlangt, die für die Asylsachbearbeiter als Leitlinie für die Frage dienen, ob in einem bestimmten Herkunftsland Verfolgung droht. Diese Leitsätze wurden PRO ASYL komplett verweigert. Das Verwaltungsgericht Ansbach hat diese Geheimhaltungspolitik nun erstinstanzlich abgesegnet. PRO ASYL und der Deutsche Anwaltsverein, der ebenfalls eine Klage eingereicht hatte, werden nun hiergegen Berufung einlegen.Alle Dienstanweisungen findet man auf der Homepage von PRO ASYL.

Anträge auf Kindergeld für Personen nach § 104a AufenthG werden nicht bearbeitet

Meldung vom Donnerstag den 24.01.2008 · 2 Komentare

Anträge auf Kindergeld für Personen mit Aufenthaltserlaubnis nach § 104a Abs. 1 Satz 1 AufenthG werden nach einer Weisung der Direktion der Bundesfamilienkasse Nürnberg von Dezember 2007 gegenwärtig regelmäßig bis auf weiteres zurückgestellt und nicht bearbeitet. Hintergrund ist vermeintlicher Klärungsbedarf seitens des Bundeszentralamts für Steuern, ob für Personen mit einer solchen Aufenthaltserlaunis die weiteren Voraussetzungen aus § 62 Abs. 3 Nr. a und b Einkommensteuergesetz (drei Jahre Aufenthalt und gegenwärtige Erwerbstätigkeit) erfüllt sein müssen, die für bestimmte Aufenthaltserlaubnisse gelten.

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Panorama Beitrag - Massenflucht aus dem Irak- Europa schottet sich ab

Meldung vom Donnerstag den 24.01.2008 · noch keine Kommentare

Fünf Jahre ist der Krieg im Irak offiziell vorbei. Doch das Land versinkt heute im Chaos. Gewalt, Gesetzlosigkeit und Korruption beherrschen den Irak. Beinahe fünf Millionen der Einwohner haben ihre Heimat verlassen, sind auf der Flucht. Immer mehr versuchen nach Europa zu kommen. Auf seeuntauglichen Kähnen, in kleinen Schlauchbooten oder versteckt auf Ladeflächen von Lastwagen kommen die Iraker auch über die griechische Grenze. Ihr Ziel: die EU.Aber die will sie nicht haben, das haben die europäischen Innenminister deutlich gemacht. Und Deutschlands Innenminister Schäuble will sogar irakische Flüchtlinge abschieben. Tausende Iraker, die in Deutschland bereits als Flüchtlinge anerkannt waren, haben ihre Aufenthaltserlaubnis verloren und werden mit Abschiebung in den Irak bedroht.

Hier gehts zum Beitrag.

Gazale Salame -Antwort auf offenen Brief vom Innenministerium

Meldung vom Mittwoch den 23.01.2008 · noch keine Kommentare

Antwort des InnenministeriumsSchreiben an Herrn Haibach (vom Fluerat NDS)

Änderung der Rspr. des BVerwG im Ausweisungsrecht

Meldung vom Mittwoch den 23.01.2008 · noch keine Kommentare

Das BVerwG hat nun entschieden, daß für ALLE Ausländer in Deutschland es in Ausweisungsverfahren maßgeblich auf die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung (und nicht auf die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt der letzen Behördenentscheidung) ankommt.Bislang konnten sich nur privilegierte Ausländer mit dem Argument verteidigen, die Sachlage habe sich zu ihren Gunsten während des Klageverfahrens verändert, und nun seien sie “weniger gefährlich”. Dieses Argument ist nun allen Ausländern in Deutschland möglich.

Bundesverwaltungsgericht Leipzig | Pressemitteilungen - Neuer Zeitpunkt für die Beurteilung der Ausweisung von Ausländern hier als pdf.

gez. Fred Hullerum

Einbürgerung Kosovo

Meldung vom Montag den 21.01.2008 · 1 Kommentar

Ergänzungserlass des MI vom 30.09.2005 (pdf) zum Erlass vom 3.6.2005 (pdf) betreffend die Einbürgerung von kosovarischen Staatsangehörigen (Hinnahme von Mehrstaatigkeit bei unzumutbaren Entlassungsbedingungen).

Darüber hinaus eine Klageschrift (pdf) / Schriftsätze (hier und hier) von Rechtsanwalt Hullerum, der dazu schreibt:

Dieser Erlaß ist ein Rückschlag für diejenigen, die sich weigern, sich einen Paß oder eine “Uverenje” (Bescheinigung über die Staatsangehörigkeit) aus Zentralserbien zu besorgen. Es scheint, daß im MI die eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Offenbar soll einerseits mir und meinen bisherigen Einbürgerungsklagen das Wasser abgegraben werden, aber die “serbische Fahne” (die Lüge der Legalitä  und Legitimität der Putschisten-Nachfolger in Belgrad) hochgehalten werden.

Der Erlaß ist überdies für die Personen, die aus Gebieten des Kosovo stammen, in denen die UCK die Matrikelbücher “erobert” hat, eine unüberwindbare Hürde. Wenn die Serben in Zentralserbien keine Bücher aus dem Kosovo haben, weil die UCK das jeweilige Einwohnermeldeamt schneller ausgeräumt hat, dann können diese Personen keine Pässe oder Bescheinigungen aus Zentralserbien erhalten. Die Serben bescheinigen dann gelegentlich, die Unterlagen seien durch den NATO-Angriff verlorengegangen oder “verbrannt”.
Und dann?

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Migranten beklagen hoffnungslose Bedingungen im Zeltdorf von Hal Far

Meldung vom Montag den 21.01.2008 · noch keine Kommentare

MALTA TODAY vom 06.01.08 - Übersetzung von Wolfgang EngmannDAVID DARMANIN - Während nach den Festtagen eine kalte Wetterperiode die maltesischen Inseln heimsucht, bitten die Bewohner des “Offenen Zentrums für Flüchtlinge” von Hal Far die Regierenden um eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Untergebracht in der Einrichtung von Hal Far sind fast 1.000 Flüchtlinge in Zelten, in denen eingepfercht jeweils bis zu 30 Etagenbetten stehen. Um die Privatsphäre zu wahren und als eine Art Sichtschutz, ist jedes Bett von einer Umhüllung umgeben. Wasser gibt es nur in einer zentralen überdachten Toiletteneinrichtung, in der die Bewohner auch Geschirr und Kochutensilien waschen können. Kochplatten (wenn vorhanden) bieten die einzige Heizmöglichkeit in den Zelten, in denen die Temperaturen im Winter sehr niedrig und in den Sommermonaten extrem heiß sind.

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Widerrufsverfahren Irak

Meldung vom Donnerstag den 17.01.2008 · noch keine Kommentare

Von UNHCR erfuhr ich heute, dass das BAMF seit Juni 2007 ein neues Verfahren zur Erfassung von Widerrufsverfahren eingeführt hat, das nicht mehr nur die durchgeführten Widerrufsverfahren erfasst, die ja in der Regel einen negativen Ausgang haben, sondern alle Verfahren, d.h. auch die, bei denen ohne Einleitung eines Widerrufsverfahrens nach außen nach Prüfung der Aktenlage festgestellt wird, dass kein Widerruf ergeht. Insbesondere betrifft dies die neuen Verfahren nach § 73 (2a) AsylVfG, die mit einer positiven Mitteilung an die ABH enden (dass kein Widerrufsverfahren durchgeführt wird), ohne dass die/der Betroffene dies erfährt. Dies erkläre, warum die Zahl der Widerrufsprüfverfahren im September und Oktober 2007 drastisch gestiegen ist (866 bzw. 1.811 eingeleitete Widerrufsprüfverfahren gegenüber 259 im August). » Den ganzen Beitrag lesen…

Im Bundestag notiert: 188 irakische Staatsangehörige abgeschoben

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Inneres/Antwort - Berlin: (hib/HAU) Vom 30. Juni 2006 bis zum 30. September 2007 wurden nach Erkenntnissen der Bundesregierung insgesamt 188 irakische Staatsangehörige abgeschoben. Das geht aus der Antwort (16/7426) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/7227) hervor. Demnach wurden 11 irakische Staatsangehörige in den Irak abgeschoben. 177 Abschiebungen wurden in Drittstaaten durchgeführt. Die meisten davon erfolgten dabei nach Griechenland (41), Großbritannien (29) und Italien (16).

Sozialrechtliche Schlechterstellung von Flüchtlingen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Josef Winkler zur Schlechterstellung von Flüchtlingen, die Leistungen nach dem AsylbLG erhalten, gegenüber Empfängern/innen von Leistungen nach SGB XII. Schamlos wird mitgeteilt, eine Erhöhung der Leistungen nach § 3 ff AsylbLG sei nicht beabsichtigt, obwohl die Sätze seit 1993 nicht erhöht wurden und sich seither ein Anstieg der Verbraucherpreise um 22,5% konstatieren lässt.

gez. Kai Weber

Illegalen Arbeitnehmern fehlen Papiere – gewerkschaftlicher Schutz steht ihnen trotzdem zu

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung steht in Deutschland auch ArbeitnehmerInnen ohne Papiere zu. Viele wissen das jedoch nicht - dabei wäre gerade auch für sie eine Interessensvertretung von Vorteil, denn mancher Arbeitgeber nutzt ihren unsicheren Status aus…

Den ganzen Artikel gibt es hier.