Rubrik: Aktuelles


Migranten beklagen hoffnungslose Bedingungen im Zeltdorf von Hal Far

Meldung vom Montag den 21.01.2008 · noch keine Kommentare

MALTA TODAY vom 06.01.08 - Übersetzung von Wolfgang EngmannDAVID DARMANIN - Während nach den Festtagen eine kalte Wetterperiode die maltesischen Inseln heimsucht, bitten die Bewohner des “Offenen Zentrums für Flüchtlinge” von Hal Far die Regierenden um eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Untergebracht in der Einrichtung von Hal Far sind fast 1.000 Flüchtlinge in Zelten, in denen eingepfercht jeweils bis zu 30 Etagenbetten stehen. Um die Privatsphäre zu wahren und als eine Art Sichtschutz, ist jedes Bett von einer Umhüllung umgeben. Wasser gibt es nur in einer zentralen überdachten Toiletteneinrichtung, in der die Bewohner auch Geschirr und Kochutensilien waschen können. Kochplatten (wenn vorhanden) bieten die einzige Heizmöglichkeit in den Zelten, in denen die Temperaturen im Winter sehr niedrig und in den Sommermonaten extrem heiß sind.

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Widerrufsverfahren Irak

Meldung vom Donnerstag den 17.01.2008 · noch keine Kommentare

Von UNHCR erfuhr ich heute, dass das BAMF seit Juni 2007 ein neues Verfahren zur Erfassung von Widerrufsverfahren eingeführt hat, das nicht mehr nur die durchgeführten Widerrufsverfahren erfasst, die ja in der Regel einen negativen Ausgang haben, sondern alle Verfahren, d.h. auch die, bei denen ohne Einleitung eines Widerrufsverfahrens nach außen nach Prüfung der Aktenlage festgestellt wird, dass kein Widerruf ergeht. Insbesondere betrifft dies die neuen Verfahren nach § 73 (2a) AsylVfG, die mit einer positiven Mitteilung an die ABH enden (dass kein Widerrufsverfahren durchgeführt wird), ohne dass die/der Betroffene dies erfährt. Dies erkläre, warum die Zahl der Widerrufsprüfverfahren im September und Oktober 2007 drastisch gestiegen ist (866 bzw. 1.811 eingeleitete Widerrufsprüfverfahren gegenüber 259 im August). » Den ganzen Beitrag lesen…

Im Bundestag notiert: 188 irakische Staatsangehörige abgeschoben

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Inneres/Antwort - Berlin: (hib/HAU) Vom 30. Juni 2006 bis zum 30. September 2007 wurden nach Erkenntnissen der Bundesregierung insgesamt 188 irakische Staatsangehörige abgeschoben. Das geht aus der Antwort (16/7426) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/7227) hervor. Demnach wurden 11 irakische Staatsangehörige in den Irak abgeschoben. 177 Abschiebungen wurden in Drittstaaten durchgeführt. Die meisten davon erfolgten dabei nach Griechenland (41), Großbritannien (29) und Italien (16).

Sozialrechtliche Schlechterstellung von Flüchtlingen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Josef Winkler zur Schlechterstellung von Flüchtlingen, die Leistungen nach dem AsylbLG erhalten, gegenüber Empfängern/innen von Leistungen nach SGB XII. Schamlos wird mitgeteilt, eine Erhöhung der Leistungen nach § 3 ff AsylbLG sei nicht beabsichtigt, obwohl die Sätze seit 1993 nicht erhöht wurden und sich seither ein Anstieg der Verbraucherpreise um 22,5% konstatieren lässt.

gez. Kai Weber

Illegalen Arbeitnehmern fehlen Papiere – gewerkschaftlicher Schutz steht ihnen trotzdem zu

Meldung vom Mittwoch den 16.01.2008 · noch keine Kommentare

Das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung steht in Deutschland auch ArbeitnehmerInnen ohne Papiere zu. Viele wissen das jedoch nicht - dabei wäre gerade auch für sie eine Interessensvertretung von Vorteil, denn mancher Arbeitgeber nutzt ihren unsicheren Status aus…

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Online-Dossier “Leben in der Illegalität”

Meldung vom Montag den 14.01.2008 · noch keine Kommentare

Die Sozialwissenschaftlerin Helen Schwenken von der Uni Kassel hat im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung ein sehr lesenswertes Online-Dossier zum Thema “Leben in der Illegalität” konzipiert, das seit ein Paar Tagen auf der Webseite der Böll-Stiftung abrufbar ist.

Die Beiträge im Einzelnen:

  • Der gefährliche Weg nach Europa
  • Die Herstellung von Illegalität - Das Scheitern von Migrationskontrollen ist kein Zufall
  • United States: Increased criminalizing of undocumented migration after 9/11
  • Das unsichtbare Bild - illegalisierte Migration im Film
  • Zwischen Repression und Integration: Wie gehen Kommunen mit dem Problem der Illegalität um?
  • Grundrechte für Familien im illegalen Aufenthalt gewährleisten
  • Die Lebenssituation von Menschen ohne Papiere in Köln
  • Gesundheitsversorgung für Menschen in der Illegalität
  • Vom Weltmarkt in den Privathaushalt. Die ,neuen Dienstmädchen’ im Zeit- alter der Globalisierung.
  • Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität in Deutschland: Was ist die Aufgabe der Kirche?
  • Between Organising and Exclusion: Trade Union Strategies and Undocumented Migrant Workers
  • Illegalisierte Frauen in Privathaushalten
  • Undocumented Migrants in the Workplace: A Rights-Based Approach
  • Legalisierungskampagnen: “Der zu realisierende Gewinn ist eine andere Gesellschaft”

Verbände fordern mehr Humanität bei Härtefällen

Meldung vom Montag den 14.01.2008 · noch keine Kommentare

HAZ vom 11.01.2008 - Verbände fordern mehr Humanität bei Härtefällen Hannover

(lni). Im Streit um die Härtefallkommission für abgelehnte Asylbewerber wollen Wohlfahrtsverbände nicht von ihren Forderungen nach Korrekturen abrücken. Sie hatten immer wieder einen zu restriktiven Kurs der Kommission zulasten betroffener Ausländer kritisiert. Nach einem Gespräch mit Innenminister Uwe Schünemann (CDU) teilte die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege am Donnerstag in Hannover mit, ihre Forderung nach Korrekturen sei „nicht verhandelbar“. Es müssten mehr humanitäre Kriterien in die Verordnung der Kommission aufgenommen werden.

Der Vorsitzende der Härtefallkommission, Frank Frühling, sagte am Donnerstag, „die Anregungen der Verbände werden ausgewertet“. Es werde dann überlegt, ob es Änderungen gebe. Die seit September 2006 bestehende Härtefallkommission soll prüfen, ob in Einzelfällen ausreisepflichtige Ausländer doch in Deutschland bleiben dürfen.

Kirchen für Gazale

Meldung vom Montag den 14.01.2008 · noch keine Kommentare

HAZ vom 10.01.2008 - Beide Kirchen setzen sich ein

(r). Die Kirchen in Hildesheim ziehen an einem Strang. Sie wollen, dass die vor drei Jahren in die Türkei abgeschobene Kurdin Gazale Salame zu ihrer Familie nach Deutschland zurückkehren kann. Einen entsprechenden Appell richteten der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, Helmut Aßmann, und der katholische Stadtdechant Wolfgang Osthaus jetzt an den niedersächsischen Landtag. Zahlreiche Gemeindemitglieder wandten sich zudem mit einer Petition an das Parlament. Die Theologen erinnern daran, dass die Eheleute im Alter von sechs und sieben Jahren nach Deutschland kamen: „Es steht für uns im Vordergrund, dass Ahmed Siala und Gazale Salame unbeteiligte, unschuldige Kinder waren, als sie mit ihren Familien zu uns flohen, und fast ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben.“ Eine Abschiebung nach 20-jährigem Aufenthalt erscheine „unverhältnismäßig und unmenschlich“. Die Kirchenvertreter betonen auch den grundgesetzlich verankerten Schutz von Ehe und Familie. Vor allem Salame trage die Konsequenzen der Abschiebung „mit voller Härte“. Die Ärzte hätten bei ihr eine akute Depression und Suizidgefährdung diagnostiziert. Auch die Kinder befänden sich in psychologischer Behandlung. „Bei Fortdauer der seit fast drei Jahren anhaltenden Situation ist zu befürchten, dass die Familie zerbricht.“ Osthaus fordert eine andere Umgangskultur mit Migranten. So solle unterschieden werden zwischen denen, die hier leben und die staatliche Ordnung anerkennen und anderen, die das Gastrecht verletzen. „Es muss möglich sein, hier zu differenzieren.“

Entscheidung des SG Osnabrück zu § 2 AsylbLG

Meldung vom Freitag den 11.01.2008 · noch keine Kommentare

RA Andreas Neuhoff (Osnabrück) übersandte uns  eine weitere Entscheidung zum Thema § 2 AsylbLG und zur Anrechnung von Zeiten des Bezugs höherwertigerer Leistungen auf die 48 Monats-Frist. Das SG Osnabrück hat festgestellt, dass entgegen dem Wortlaut des § 2 AslybLG auch andere Sozialleistungen und eben nicht nur solche nach §§ 3 ff. AsylbLg  im Wege einer Analogie in die 4 Jahresfrist mit einzubeziehen sind, weil eine Regelungslücke existiert und es im Hinblick auf das Fortschreiten der Integration unerheblich ist, welche Leistungen bezogen worden sind.

die Entscheidung des SG Osnabrück beschluss-sg-osnabrueck.rtf

RA Andreas Neuhof; Schlosswall 6; 49080 Osnabrück;Tel. 0541/ 45 061; mail: neuhoff-brundiek@osnanet.de

Bundesausländerbeauftragte: AusländerInnenbericht 2007

Meldung vom Donnerstag den 10.01.2008 · noch keine Kommentare

Die Bundesmigrationsbeauftragte Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer hat am 19. Dezember ihren “Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in der Bundesrepublik”, vorgestellt. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.
gez. Martin Link
Flüchtlings- & Migrationsarbeit
Diakonisches Werk