Neue Initiative will helfen
Hildesheim
(am). Ein Fernsehbeitrag über Gazale Salame bewegte die Hildesheimerin Nicole Stürmer so, dass sie sich entschloss, zu helfen. Sie gründete jetzt die Initiative „Wir für Gazale”. Gazale Salame ist am 10. Februar 2005 schwanger und mit einer Tochter in die Türkei abgeschoben worden. Ihr Ehemann Ahmed Siala und die Töchter Nura (8) und Amina (10) leben weiter in Deutschland. „Ich möchte, dass die medizinische Versorgung der Kinder in der Türkei sichergestellt ist”, sagt die 37-jährige Frührentnerin. Die Frau setzt auf praktische Hilfe, so sucht sie etwa einen Sportverein, der den in Deutschland lebenden Mädchen eine Ferienfreizeit ermöglichen könnte. „Vielleicht sind Helfer auch bereit, in die Türkei zu reisen und Gazale dort helfen”, sagt Stürmer.
Um vor Weihnachten den Fall Salame noch einmal ins Gedächtnis der Menschen zu rufen, stand sie gestern drei Stunden an einem Stand vor der Jakobi-Kirche, ihr zur Seite Andreas Vasterling, Pastor Gerjet Harms und Beate Uhlmann von „Menschen für Menschen”. „Uns geht es um die humanitäre Hilfe. Es ist einfach ein Skandal, dass eine Familie auseinander gerissen wird”, erklärt Pastor Harms.
Ein aktueller Bericht von SPIEGEL TV findet sich hier
