[Gazale-Salame] HAZ 8.1.2008

kai weber kai.weber at nds-fluerat.org
Die Jan 8 10:52:11 CET 2008


Die nachfolgende Meldung erschien heute auf der Niedersachsenseite der 
HAZ, allerdings nicht in der Hildesheimer Ausgabe, die womöglich noch 
einen eigenen Bericht vorbereitet.

gez. Kai Weber

HAZ 8.1.2008
Kirche kämpft für Rückkehr von Gazale Salame

Hildesheim (vb). Der evangelische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und 
das katholische Dekanat Hildesheim sind im Fall der im Februar 2005 
abgeschobenen Hildesheimerin Gazale Salame mit einer Petition an den 
Landtag herangetreten. Superintendent Helmut Aßmann und Domkapitular und 
Stadtdechant Wolfgang Osthaus bitten darum, Gazale Salame und ihre zwei 
kleinen Kinder aus „humanitären Gründen“ wieder in den Landkreis 
Hildesheim zurückkehren zu lassen. Dort lebt ihr Ehemann Ahmed Siala mit 
den beiden älteren Töchtern.
Die gebürtige Libanesin Gazale Salame war im Februar 2005 gemeinsam mit 
ihrer damals 18 Monate alten Tochter in die Türkei abgeschoben worden. 
Salame war im dritten Monat schwanger. Ihr Mann durfte mit den älteren 
Kindern in Deutschland bleiben, aber auch ihm wurde das Aufenthaltsrecht 
entzogen. In der Petition erklären Osthaus und Aßmann, dass „die 
fortdauernde Trennung der Familie die Glaubwürdigkeit unserer eigenen 
Werteentscheidungen untergräbt“. Der Sprecher der Hildesheimer 
Initiative „Menschen für Menschen“, Andreas Vasterling, ist unterdessen 
in einen Hungerstreik getreten. Er will ihn erst beenden, wenn sich 
Innenminister Uwe Schünemann nicht mehr „gegen einen humanitären Umgang 
mit der Familie Siala/Salame sperrt“.