From kai.weber at nds-fluerat.org Thu Jan 3 11:30:23 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Thu Jan 3 11:45:19 2008 Subject: [Gazale-Salame] [Fwd: [Flucht] Gazale Salame-Hildesheimer Allgemeine Zeitung] Message-ID: <477CB93F.3050301@nds-fluerat.org> weiterleitung -------- Original-Nachricht -------- Betreff: [Flucht] Gazale Salame-Hildesheimer Allgemeine Zeitung Datum: Thu, 3 Jan 2008 10:42:00 +0100 Von: Andreas Vasterling An: Fluchtliste NDS Hallo ihr Lieben, unten folgender Artikel erschien Heute in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung als erste Resonanz auf meinen offenen Brief an Innenminister Schünemann. Solidarische Grüße, Andreas Vasterling, Sprecher Menschen für Menschen Solidarität und Bleiberecht Hildesheim Gazale Salame: Unterstützer im Hungerstreik Kreis Hildesheim (tw). Der Unterstützerkreis für Gazale Salame, die im Februar 2005 aus dem Landkreis Hildesheim in die Türkei abgeschoben wurde, fordert, die Frau und zwei Kinder wieder einreisen zu lassen, bis das Bundesverwaltungsgericht eine endgültige Entscheidung über den Fall trifft. Andreas Vasterling, Sprecher des Kreises mit dem Titel „Menschen für Menschen – Solidarität und Bleiberecht in Hildesheim“ geht als Einzelner noch weiter: „Ab heute befinde ich mich im Hungerstreik, den ich erst beende, wenn Sie sich nicht weiter gegen einen humanitären Umgang mit der Familie sperren“, schrieb er gestern in einem offenen Brief an den Niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann. Niemand wisse, wann die Verhandlung beim Bundesverwaltung beginne, schreibt Vasterling. „Wird es wieder ein Jahr dauern – oder gar länger?“ Schon jetzt habe die Trennung der Familie bei allen Mitgliedern tiefe seelische Spuren hinterlassen. Gazale Salame lebt mit zwei Kindern in Izmir, ihr Ehemann Ahmed Siala mit zwei weiteren Kindern hier. Die Frau sei suizidgefährdet, schreibt Vasterling. Die hier verbliebenen Kinder seien vor drei Jahren noch aufgeweckt und fröhlich gewesen, nun würden sie von einer Psychologin betreut. „Dieses Leid verursacht mir und anderen förmlich Schmerzen.“ Daher habe er sich zu der ganz persönlichen Konsequenz entschlossen: dem Hungerstreik. -------------- nächster Teil -------------- _______________________________________________ flucht mailing list flucht@nds-fluerat.org http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/flucht From freegazalesalame at web.de Thu Jan 3 14:37:24 2008 From: freegazalesalame at web.de (freegazalesalame@web.de) Date: Thu Jan 3 14:54:34 2008 Subject: [Gazale-Salame] =?iso-8859-15?q?_Niedersachsen_-_Regiert_von_men?= =?iso-8859-15?q?schenverachtenden_B=FCrokraten!=3F?= Message-ID: <1840538339@web.de> Sehr geehrte Mitwählerinnen und Mitwähler, sehr geehrte ChristdemokratInnen unter Ihnen die Landtagswahl in Niedersachsen naht, und gewiss: es war nicht alles schlecht was die Regierung Wulff auf den Weg gebracht hat. Dennoch hat sie sich zum heutigen Zeitpunkt menschlich und moralisch disqualifiziert! Eine Regierung, die wie im Fall der Flüchtlingsfamilie von Gazale Salame unter einem fadenscheinigen Deckmantel juristischer Taschenspielertricks, den (christlichen!)Grundwert der Menschenwürde mit Füßen tritt,hat moralisch abgewirtschaftet und gehört abgewählt. Das Vorgehen gegen die Familie von Gazale Salame, die durch unmenschliche Behördenwillkür des Innenministers Uwe Schünemann und mit wissentlicher Duldung des Ministerpräsidenten auseinandergerissen und in den psychischen Abgrund getrieben wurde, ist schockierend und verabscheuungswürdig. Wohlgemerkt: es geht hier NICHT um eine unter Umständen berechtigt erscheinende Abschiebung krimineller Ausländer. Nein,diese Famile war seit Jahren bestens integriert, der deutschen Sprache mächtig, ihr Familienoberhaupt Ahmed Siala (nun schon seit Jahren getrennt von Frau und Kindern)gründete einen Betrieb und schuf dadurch auch noch Arbeitsplätze in Niedersachsen. Eine mit großem Behördeneifer aufgestöberte Passformalität war dieser Regierung willkommener Anlass zur mutwilligen Zerstörung einer rechtschaffenen und zuvor glücklichen Familie. Wollen wir von solchen Leuten regiert werden ? Jeder möge sich hier sein eigenes Bild machen. Umfangreiche Informationen zu diesem Fall sind jedem von uns frei zugänglich (s.u.). Wer zur Wahl geht, sollte wissen, wem er nach bestem Wissen und Gewissen das Vertrauen ausspricht. Hier finden Sie vertrauenswürdige Informationen. Nutzen Sie sie: http://www.zeit.de/2007/38/Globalisierte-Familie-Uchatius-37 http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-509758,00.html http://www.nds-fluerat.org/projekte/gazale-salame/ !!! Wenn auch Sie glauben, dass das Leid der Familie Gazale Salame für die Verantwortlichen Konsequenzen haben sollte, bitte ich Sie: LEITEN SIE DIESE MAIL AN IHRE BEKANNTEN WEITER !* SENDEN SIE AUSSERDEM JE EINE KOPIE AN: info@cdu-niedersachsen.de;wulff@cdu-niedersachsen.de;schuenemann@cdu-niedersachsen.de;thiele@cdu-niedersachsen.de Sie tragen so zu einer menschenwürdigeren Gesellschaft in unserem Land bei. *Nutzen sie möglichst die BCC-Adresszeile ihres Emailprogramms, um Ihre Bekannten / Freunde vor unerwünschten Emails zu schützen. _________________________________________________________________________ In 5 Schritten zur eigenen Homepage. Jetzt Domain sichern und gestalten! 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Der Flüchtlingsrat ist erfreut über die breite Unterstützung, die der Fall der seit nunmehr fast drei Jahren durch Abschiebung getrennten Familie jetzt erfährt. Wir unterstützen und anerkennen die Beweggründe, die Andreas Vasterling zu seinem Hungerstreik bewegt hat, und appellieren an ihn, sich nicht in Lebensgefahr zu bringen. Wir teilen die Auffassung der Kirchen, dass eine politische Lösung möglich ist, wenn sie denn gewollt ist, und fordern die Landesregierung auf, im Sinne des Schreibens von Superintendent Aßmann und Domkapitular Osthaus eine humanitäre Lösung herbeizuführen. Anliegend übersende ich - das Petitionsanschreiben von Superintendent Aßmann und Domkapitular Osthaus für Gazale Salame und Ahmed Siala sowie ihre vier Kinder, - die - von vielen Gemeindemitgliedern unterschriebene - Gazale-Petition, - den Kehrwieder-Artikel zum Hungerstreik von Herrn Andreas Vasterling aus Protest gegen das nds. Innenministerium, - den Bescheid des LK Hildesheim vom 21.12.2007 zur Begründung, warum Ahmed Siala und die Töchter keine Wiedereinreiseerlaubnis erhalten, um ihre Frau/Mutter in der Türkei zu besuchen. Freundliche Grüße Kai Weber Geschäftsführer Te. 05121 - 102683 (bis ca. 15 Uhr), 0178-1732569 -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : GazalePetAnschreiben Osthaus Aßmann.doc Dateityp : application/msword Dateigröße : 23552 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080107/f1ba49ed/GazalePetAnschreibenOsthausAmann-0001.doc -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : GAZALEPetition.doc Dateityp : application/msword Dateigröße : 33280 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080107/f1ba49ed/GAZALEPetition-0001.doc -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Von: Lothar Veit Betreff: Kehrwieder-Artikel Datum: Mon, 07 Jan 2008 11:26:36 +0100 Größe: 7017 URL: http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080107/f1ba49ed/Kehrwieder-Artikel_7_1_08-0001.eml -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : LK_Hi_Bescheid_Tuerkeibesuch.pdf Dateityp : application/pdf Dateigröße : 87468 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080107/f1ba49ed/LK_Hi_Bescheid_Tuerkeibesuch-0001.pdf From kai.weber at nds-fluerat.org Tue Jan 8 10:52:11 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Tue Jan 8 10:53:06 2008 Subject: [Gazale-Salame] HAZ 8.1.2008 Message-ID: <478347CB.5030209@nds-fluerat.org> Die nachfolgende Meldung erschien heute auf der Niedersachsenseite der HAZ, allerdings nicht in der Hildesheimer Ausgabe, die womöglich noch einen eigenen Bericht vorbereitet. gez. Kai Weber HAZ 8.1.2008 Kirche kämpft für Rückkehr von Gazale Salame Hildesheim (vb). Der evangelische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und das katholische Dekanat Hildesheim sind im Fall der im Februar 2005 abgeschobenen Hildesheimerin Gazale Salame mit einer Petition an den Landtag herangetreten. Superintendent Helmut Aßmann und Domkapitular und Stadtdechant Wolfgang Osthaus bitten darum, Gazale Salame und ihre zwei kleinen Kinder aus ?humanitären Gründen? wieder in den Landkreis Hildesheim zurückkehren zu lassen. Dort lebt ihr Ehemann Ahmed Siala mit den beiden älteren Töchtern. Die gebürtige Libanesin Gazale Salame war im Februar 2005 gemeinsam mit ihrer damals 18 Monate alten Tochter in die Türkei abgeschoben worden. Salame war im dritten Monat schwanger. Ihr Mann durfte mit den älteren Kindern in Deutschland bleiben, aber auch ihm wurde das Aufenthaltsrecht entzogen. In der Petition erklären Osthaus und Aßmann, dass ?die fortdauernde Trennung der Familie die Glaubwürdigkeit unserer eigenen Werteentscheidungen untergräbt?. Der Sprecher der Hildesheimer Initiative ?Menschen für Menschen?, Andreas Vasterling, ist unterdessen in einen Hungerstreik getreten. Er will ihn erst beenden, wenn sich Innenminister Uwe Schünemann nicht mehr ?gegen einen humanitären Umgang mit der Familie Siala/Salame sperrt?. From kai.weber at nds-fluerat.org Fri Jan 11 09:09:42 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Fri Jan 11 09:15:20 2008 Subject: [Gazale-Salame] Hungerstreik =?utf-8?q?f=C3=BCr_Gazale_?= Message-ID: <47872446.10209@nds-fluerat.org> HAZ 10.01.2008 ?Der Hungerstreik ist kein PR-Gag? ?Menschen für Menschen?-Vertreter Andreas Vasterling will humanitären Umgang mit der Familie Siala/Salame bewirken Kreis Hildesheim (am). Vor neun Tagen hat Andreas Vasterling nach eigenen Angaben zuletzt gegessen ? seither befindet er sich im Hungerstreik. Ziel seiner Aktion: Das Innenministerium soll sich nicht weiter gegen einen humanitären Umgang mit der Familie Siala/Salame sperren. Nach dem Treppensteigen in den ersten Stock stehen Andreas Vasterling ein paar Schweißtropfen auf der Stirn. ?Es macht sich natürlich bemerkbar, dass ich nichts mehr esse, aber es ist eigentlich gar nicht so schlimm?, sagt der 46-Jährige. Die Idee, etwas für Gazale Salame, ihren Ehemann Ahmed Siala und die vier gemeinsamen Kinder zu unternehmen kam dem Sprecher des Kreises ?Menschen für Menschen? schon im vergangenen Jahr nach der Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. An dem Tag beschied das Gericht, dass auch Ahmed Siala Deutschland verlassen soll (diese Zeitung berichtete). ?Ich dachte, jetzt geht der juristische Kampf wieder von vorne los. Und das kann sich lange hinziehen?, sagt Vasterling. Neben einem Hungerstreik habe er auch eine Sitzblockade vor dem Innenministerium in Erwägung gezogen. Doch diesen Plan habe er schnell wieder verworfen, weil alle Aktionen für Gazale Salame legal sein sollen. Im Vorfeld sprach er mit einigen Bekannten, nicht aber mit den Vertretern des Flüchtlingsrates. ?Ich kannte deren Argumentation schon im voraus?, sagt er. Und von einem ?bringt das etwas?? und ?denk? an deine Gesundheit? wollte er sich nicht abhalten lassen. Und so nahm sein Vorhaben Konturen an. Vor Weihnachten war der arbeitslose Maler und Lackierer das letzte Mal einkaufen. Nach und nach verzehrte er seine Lebensmittel, ließ sich an Silvester ein Schnitzel und am Neujahrstag ein paar Schwarzbrote mit Wurst und Käse schmecken. Dazu ? so gesteht er ? gönnte er sich ein paar Gläser von dem irischen Whiskey, den ihm sein Vater Hermann zu Weihnachten geschenkt hatte. Der 2. Januar begann für Vasterling mit Glaubersalz, das den Darm reinigt. Diese Methode wird auch beim Heilfasten angewandt. Seither nimmt er nur Wasser, Tee, Säfte und ab und an eine Brühe zu sich. ?Zugegeben, Kaffee und Zigaretten kann ich noch nicht weglassen.? Am 2. Januar brachte Vasterling bei einer Größe von 1,71 Meter noch 97 Kilogramm auf die Waage. Noch sind die Pfunde nicht gepurzelt, aber der Mann weiß, dass er einiges auf den Rippen hat, von dem er zehren kann. Sein Wohlfühlgewicht? Liegt zwischen 64 und 67 Kilogramm. ?Zwei, drei Monate werde ich den Streik durchhalten?, vermutet Vasterling. Bei 55 Kilogramm sei aber vermutlich Schluss. Er geht davon aus, dass sein Gesundheitszustand sich Ende Januar verschlechtern wird. ?Den Abbau werde ich auch intellektuell spüren?, mutmaßt er. Damit er dann nicht mehr auf sich allein gestellt ist, würde er im Februar gerne in einen öffentlichen Raum, wie ein Gemeindehaus, umziehen. ?Dieser Hungerstreik ist kein PR-Gag?, sagt Vastertling. ?Ich übertrage dem Innenministerium hiermit die Verantwortung über meine Gesundheit.? Er sieht seinen Hungerstreik als Akt des zivilen Ungehorsams, obwohl er keine Hoffnung hat, dass das Innenministerium reagieren wird. Und worauf baut er dann? ?Ich will viele Menschen auf den Fall der Familie aufmerksam machen, sie motivieren, sich ebenfalls für die Rückkehr Gazale Salames und ihrer Kinder nach Deutschland einzusetzen.? Vasterling kämpft schon seit drei Jahren für Gazale Salame. Der Hartz-IV-Empfänger interessierte sich schon als 13-Jähriger für Politik. ?Damals hing ich in der Realschule Bockenem mit dem linken Haufen zusammen?, erinnert er sich. In den folgenden Jahren verteilte er sein Interesse auf verschiedene politische Gruppen. Er sei etwa für die PDS aktiv gewesen, für die Grünen und auch für die NPD. ?Ich war sehr jung, als ich bei der jungen Kameradschaft mitmischte?, berichtet er über seine rechtsextreme Phase. Die Erfahrungen, die er bei seinen politischen Aktivitäten gesammelt habe, hätten ihn dorthin gebracht, wo er nun ist. Heute besitzte er kein Parteibuch mehr. Er sieht sich ?mehr in der linken Ecke?, engagiere sich für soziale Gerechtigkeit. ?Je länger die Familie von einander getrennt ist, desto mehr entfremdet sie sich?, sagt Vasterling. Am 10. Februar jährt sich der Tag der Abschiebung von Gazale Salame zum dritten Mal. Datum: 10.01.2008 Datum: 10.01.2008 Stimmen zum Hungerstreik Kreis Hildesheim (am). Der wohl berühmteste Mensch, der in einen Hungerstreik getreten ist, war Mahatma Gandhi. Er verweigerte 1947 wochenlang die Nahrung, um die Inder von einem Bürgerkrieg abzuhalten. Auch in Deutschland ist der Hungerstreik in den 1960er Jahren als Druckmittel für politische Ziele eingesetzt worden. Andreas Vasterling richtet sich ebenfalls an die Politik, er fordert Humanität für die Familie Siala/Salame. Ob dieser Weg der richtige ist? Einige Stimmen dazu: Ahmed Siala: ?Wir haben schon so viel versucht und nichts erreicht. Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist, um beim Ministerium etwas zu erreichen. Ich mache mir Sorgen um Andreas´ Gesundheit und fühle mich verantwortlich, weil er sich für meine Familie einsetzt. Ich weiß aber, dass er sich von seinem Vorhaben nicht abbringen lässt.? Gerjet Harms, Pastor im Ruhestand, Unterstützerkreis ?Menschen für Menschen?: ?Das ist allein die Entscheidung von Herrn Vasterling, die ich respektiere. Was mich bewegt, ist, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht, als so auf diesen Skandal hinzuweisen. Ich bin entsetzt über das Verhalten des Landes Niedersachsen, eine Familie auseinander zu reißen. Ich frage mich, ob Innenminister Schünemann nachts überhaupt noch schlafen kann.? Wolfgang Osthaus, katholischer Stadtdechand: ?Ich bezweifle, dass er mit dem Hungerstreik gut beraten ist.? Klaus Engemann, Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums: ?Der Streik impliziert, dass das Innenministerium einen gewissen Bewegungsfreiraum hat. So ist es aber nicht. Herr Vasterling wird in den nächsten Tagen ein Schreiben bekommen, in dem die Rechtssituation noch einmal erläutert wird. Er wird von selbst darauf kommen, dass diese Aktion nichts bringt. Herr Siala könnte die Situation selbst auflösen. Er ist abgelehnter Asylbewerber und könnte mit seinen Kindern zu seiner Frau in die Türkei reisen, um ihr zur Seite zu stehen.? (Ahmed Siala und seine Kinder dürften nicht wieder nach Deutschland einreisen, Anmerkung der Redaktion.) Sigmar Walbrecht, Niedersächsischer Flüchtlingsrat: ?Wir stehen der Aktion kritisch gegenüber. Es ist lobenswert, dass Herr Vasterling sich einsetzt, aber er setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Inwieweit sich das Innenministerium so unter Druck setzen lässt, ist fraglich.? Datum: 10.01.2008 From kai.weber at nds-fluerat.org Fri Jan 11 09:11:31 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Fri Jan 11 09:15:21 2008 Subject: [Gazale-Salame] Kirchen =?utf-8?q?f=C3=BCr_Gazale?= Message-ID: <478724B3.9070408@nds-fluerat.org> HAZ 10.01.2008 Beide Kirchen setzen sich ein Kreis Hildesheim (r). Die Kirchen in Hildesheim ziehen an einem Strang. Sie wollen, dass die vor drei Jahren in die Türkei abgeschobene Kurdin Gazale Salame zu ihrer Familie nach Deutschland zurückkehren kann. Einen entsprechenden Appell richteten der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, Helmut Aßmann, und der katholische Stadtdechant Wolfgang Osthaus jetzt an den niedersächsischen Landtag. Zahlreiche Gemeindemitglieder wandten sich zudem mit einer Petition an das Parlament. Die Theologen erinnern daran, dass die Eheleute im Alter von sechs und sieben Jahren nach Deutschland kamen: ?Es steht für uns im Vordergrund, dass Ahmed Siala und Gazale Salame unbeteiligte, unschuldige Kinder waren, als sie mit ihren Familien zu uns flohen, und fast ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben.? Eine Abschiebung nach 20-jährigem Aufenthalt erscheine ?unverhältnismäßig und unmenschlich?. Die Kirchenvertreter betonen auch den grundgesetzlich verankerten Schutz von Ehe und Familie. Vor allem Salame trage die Konsequenzen der Abschiebung ?mit voller Härte?. Die Ärzte hätten bei ihr eine akute Depression und Suizidgefährdung diagnostiziert. Auch die Kinder befänden sich in psychologischer Behandlung. ?Bei Fortdauer der seit fast drei Jahren anhaltenden Situation ist zu befürchten, dass die Familie zerbricht.? Osthaus fordert eine andere Umgangskultur mit Migranten. So solle unterschieden werden zwischen denen, die hier leben und die staatliche Ordnung anerkennen und anderen, die das Gastrecht verletzen. ?Es muss möglich sein, hier zu differenzieren.? Datum: 10.01.2008 From kai.weber at nds-fluerat.org Tue Jan 15 11:04:48 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Tue Jan 15 12:27:33 2008 Subject: [Gazale-Salame] [Fwd: Interview Superintendent Helmut =?iso-8859-1?q?A=DFmann_/_P?= =?iso-8859-1?q?rotest_gegen_Lage_von_Gazale_Salame-Ahmed_Siala_/_=5D?= Message-ID: <478C8540.40500@nds-fluerat.org> Unter der Adresse http://www.nds-fluerat.org/projekte/gazale-salame/ findet sich ein Interview mit Superintendent Helmut Aßmann, welches er Jo Schrader vom o-ton-team - Journalistenbüro am 13.01.08 gegeben hat. Abgerufen werden kann 1) das gesamte Interview als mp3-Datei (Hörversion) Länge 6:36 2) einen ausgewählten Originalton aus dem Interview 3) die schriftliche Transkription als PDF-Datei (acrobat - reader) Wir danken Jo Schrader für die Abdruckgenehmigung. Der Jourtnalist ist zu erreichen über: o-ton-team - Journalistenbüro Schrader, Keßler GbR Stiftstraße 15 30159 Hannover Tel.: 0511-600 605-80 Büro : 0179-95 00 654 mob. fax : 0511-600 605-90 mail: schrader@o-ton-team.de web: www.o-ton-team.de gez. Kai Weber From kai.weber at nds-fluerat.org Wed Jan 16 08:45:24 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Wed Jan 16 08:52:00 2008 Subject: [Gazale-Salame] Fw: Schreiben des IR an den =?iso-8859-1?q?Nieders=E4chsischen_La?= =?iso-8859-1?q?ndtagspr=E4sidenten?= Message-ID: <478DB614.3060309@nds-fluerat.org> ----- Original Message ----- *From:* Torsten Jäger *To:* info@interkultureller-rat.de *Cc:* jaeger@interkultureller-rat.de *Sent:* Tuesday, January 15, 2008 1:56 PM *Subject:* Schreiben des IR an den Niedersächsischen Landtagspräsidenten Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben uns heute in einem Schreiben, das dieser Mail zu Ihrer Information angefügt ist, an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags gewandt und um Unterstützung im Fall Gazale Salame gebeten. Frau Salame wurde vor etwa drei Jahren schwanger und gemeinsam mit einer Tochter in die Türkei abgeschoben. Dabei wurde von den Behörden die Trennung von ihrem Mann und zwei weiteren minderjährigen Kinder in Kauf genommen. Weitere Informationen zum Fall, zu dem bei Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtags eine Petiton anhängig ist, sind unserem Schreiben zu entnehmen, das wir mit Monika Bergen abgestimmt haben. Frau Bergen engagiert sich seit langem für die Familie. Wir regen an, sich sich weitere Organisationen und Einrichtungen mit ähnlichen Schreiben an den Niedersächsischen Landtagspräsidenten wenden. Für weitere Informationen zum Fall steht Ihnen Frau Bergen gerne zur Verfügung. Sie erreichen Sie per Mail unter folgender Adresse: monika.bergen@web.de Mit freundlichen Grüßen Torsten Jäger ___________________________________ Interkultureller Rat in Deutschland Goebelstr. 21 64293 Darmstadt Tel.: 06151-33 99 71 Fax: 06151-39 19 740 www.interkultureller-rat.de __________ NOD32 2781 (20080110) Information __________ Diese E-Mail wurde vom NOD32 antivirus system geprüft http://www.nod32.com -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : IR-Brief-Salame-NiSa-LTP150108.doc_aq Dateityp : application/octet-stream Dateigröße : 198656 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080116/0c8d7b18/IR-Brief-Salame-NiSa-LTP150108-0001.obj From kai.weber at nds-fluerat.org Wed Jan 23 12:24:32 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Wed Jan 23 12:29:47 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demoaufruf Message-ID: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> Wer den beiliegenden Aufruf zur Demonstration für die Rückkehr von Gazale Salame nach Deutschland am 9.2.2008 in Hildesheim als Erstaufrufer/in unterschreiben möchte, möge sich bitte möglichst noch diese Woche bei mir melden. Beste Grüße Kai Weber -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : demoaufruf_3_jahrestag.cwk (TV).pdf Dateityp : application/pdf Dateigröße : 33316 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080123/54007286/demoaufruf_3_jahrestag.cwkTV-0001.pdf From Klippenstein at t-online.de Wed Jan 23 13:11:00 2008 From: Klippenstein at t-online.de (Eva Klippenstein) Date: Wed Jan 23 13:49:22 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demo-Aufruf =?iso-8859-1?q?f=FCr?= den 9.2. Message-ID: <1JHeRZ-28DUye0@fwd33.aul.t-online.de> Lieber Kai, ich kann zwar nicht teilnehmen, möchte aber trotzdem mit aufrufen: Flüchtlingsrat Düsseldorf e.V. c/o Eva Klippenstein From c.klis at arcor.de Wed Jan 23 17:03:00 2008 From: c.klis at arcor.de (Christine Klissenbauer) Date: Wed Jan 23 17:31:21 2008 Subject: =?iso-8859-1?Q?Fw:_=5BGazale-Salame=5D_Demo-Aufruf_f=FCr_den_9.2.?= Message-ID: <002801c85dd9$719118c0$0c9bfea9@pc7f62b5e95e6d> Ebenfalls ich, Christine Klissenbauer, Mitglied in der pax christi-Kommission Solidaritätsfonds Eine Welt, unterschreibe von Herzen, wenn ich auch nicht teilnehmen kann. C.Klissenbauer Grimlinghauser Str. 57 40221 Düsseldorf Tel. 0211-153060 ----- Original Message ----- From: "Eva Klippenstein" To: Sent: Wednesday, January 23, 2008 1:11 PM Subject: [Gazale-Salame] Demo-Aufruf für den 9.2. Lieber Kai, ich kann zwar nicht teilnehmen, möchte aber trotzdem mit aufrufen: Flüchtlingsrat Düsseldorf e.V. c/o Eva Klippenstein _______________________________________________ gazale-salame mailing list gazale-salame@nds-fluerat.org http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/gazale-salame -- Internal Virus Database is out-of-date. Checked by AVG Free Edition. Version: 7.5.516 / Virus Database: 269.17.9/1197 - Release Date: 25.12.2007 20:04 From uisge at web.de Wed Jan 23 17:35:04 2008 From: uisge at web.de (uisge@web.de) Date: Wed Jan 23 18:04:31 2008 Subject: =?iso-8859-15?Q?Re:_Fw:_[Gazale-Salame]_Demo-Aufruf_f=FCr_den_9.2.?= Message-ID: <673630744@web.de> hallo! ka nn auch nicht kommen,weil zu weit weg und zuviel reisekosten,u nterschreibe aber mit ruthingeborg rieß aus oldenburg(dem nahe bremen).antirassistische grüße! -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080123/4d7bd091/attachment.htm From fluechtlingsarbeit at kirche-bremen.de Thu Jan 24 08:21:52 2008 From: fluechtlingsarbeit at kirche-bremen.de (Oekum. Auslaenderarbeit HB) Date: Thu Jan 24 09:59:17 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demo-Aufruf Message-ID: <47983C90.1080506@kirche-bremen.de> Lieber Kai, ich unterschreibe den Aufruf, sowpohl persönlich, als auch für die Ökumenische Ausländerarbeit. Herzliche Grüße, Britta -- Britta Ratsch-Menke Ökumenische Ausländerarbeit Bremen e.V. Berckstr. 27 28359 Bremen Tel./Fax: 0421 / 800 700 4 fluechtlingsarbeit@kirche-bremen.de From DarkSummoner at gmx.net Wed Jan 23 19:55:28 2008 From: DarkSummoner at gmx.net (Dark Summoner) Date: Thu Jan 24 09:59:47 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demoaufruf In-Reply-To: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> References: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> Message-ID: <47978DA0.3040803@gmx.net> kai weber schrieb: > Wer den beiliegenden Aufruf zur Demonstration für die Rückkehr von > Gazale Salame nach Deutschland am 9.2.2008 in Hildesheim als > Erstaufrufer/in unterschreiben möchte, möge sich bitte möglichst noch > diese Woche bei mir melden. > > Beste Grüße > Kai Weber > >------------------------------------------------------------------------ > >_______________________________________________ >gazale-salame mailing list >gazale-salame@nds-fluerat.org >http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/gazale-salame > > Hallo! Auch ich habe kein Geld um anzureisen, aber würde dennoch gerne mit aufrufen. Peter Geissler Alpinestraße 14 8652 Kindberg/Aumühl Österreich Auch von mir anti-rassistische Grüße Peter -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080123/5a9340ec/attachment.htm From k.micha at gmx.de Wed Jan 23 18:28:29 2008 From: k.micha at gmx.de (Michael Klein) Date: Thu Jan 24 10:00:12 2008 Subject: [Gazale-Salame] (kein Betreff) Message-ID: <20080123172829.264100@gmx.net> Kann leider bei der Demonstration nicht teilnehmen, da der Weg von Berlin zu weit ist, kann mir zudem auch die Reisekosten nicht leisten, da ich Hartz 4 Empfänger bin! WErde aber in Gedanken anwesend sein! Antirassistische Grüße aus Berlin Michael Klein From sigridbecker at medinetzbonn.de Wed Jan 23 18:22:01 2008 From: sigridbecker at medinetzbonn.de (Medinetz Bonn) Date: Thu Jan 24 10:00:19 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demoaufruf In-Reply-To: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> References: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> Message-ID: <479777B9.4040200@medinetzbonn.de> Übersprungener Inhalt vom Typ multipart/alternative-------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : sigridbecker.vcf Dateityp : text/x-vcard Dateigröße : 158 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080123/fa0e3d8d/sigridbecker.vcf From info at fluechtlingsrat-hamburg.de Thu Jan 24 12:13:26 2008 From: info at fluechtlingsrat-hamburg.de (=?ISO-8859-1?Q?Fl=FCchtlingsrat_Hamburg?=) Date: Thu Jan 24 12:14:59 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demoaufruf In-Reply-To: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> References: <479723F0.3010704@nds-fluerat.org> Message-ID: <479872D6.5000605@fluechtlingsrat-hamburg.de> Hallo, wir, der Flüchtlingsrat Hamburg e.V., unterschreiben den Demoaufruf für die Rückkehr von Gazale Salame. Wir wissen aber noch nicht, ob Menschen von uns teilnehmen werden. (Haben für den Tag auch einen Besuch im Lager Horst, MeckPomm, geplant.) Schöne Grüße Hermann Hardt Flüchtlingsrat HH P.S. - Müssen alle Unterschriftsankündigungen einzeln über den Verteiler gehen? - Ich fände es sinnvoller, wenn die Unterschriften am Ende der Zeichnungsfrist gesammelt über den Verteiler gehen (wie das ansonsten auch üblich ist) oder auf der Website einsehbar sind, aber nicht, dass wir 10 oder 20 Mails am Tag bekommen, in denen jeweils nur drinsteht, dass der Aufruf nun auch von Person X, Y oder Z unterschrieben wird! kai weber schrieb: > Wer den beiliegenden Aufruf zur Demonstration für die Rückkehr von > Gazale Salame nach Deutschland am 9.2.2008 in Hildesheim als > Erstaufrufer/in unterschreiben möchte, möge sich bitte möglichst noch > diese Woche bei mir melden. > > Beste Grüße > Kai Weber > ------------------------------------------------------------------------ > > _______________________________________________ > gazale-salame mailing list > gazale-salame@nds-fluerat.org > http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/gazale-salame > From kai.weber at nds-fluerat.org Mon Jan 28 09:45:48 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Mon Jan 28 09:55:15 2008 Subject: [Gazale-Salame] Gazale-Hungerstreik-junge Welt- Interview Message-ID: <479D963C.3080101@nds-fluerat.org> Nachfolgend ein interview in der jungen welt zum hungerstreik von andreas vasterling für die rückkehr von gazale salame nach deutschland. gez. kai weber Tageszeitung junge Welt 28.01.2008 / Inland / Seite 8 »Ich will so weit gehen, wie ich nur kann« Flüchtlingshelfer will mit Hungerstreik Wiedereinreise einer abgeschobenen Kurdin erreichen. Gespräch mit Andreas Vasterling Reimar Paul Der Hildesheimer Flüchtlingshelfer Andreas Vasterling ist Anfang Januar in den Hungerstreik getreten. Er will damit erreichen, daß die vor drei Jahren abgeschobene Kurdin Gazale Salame und ihre beiden kleinen Kinder wieder zu ihrer Familie nach Deutschland kommen kann. Salame und ihrem Mann Ahmed Siala wird vorgeworfen, bei der Einreise als Kinder ihre türkische Staatsangehörigkeit verschwiegen zu haben Wie geht es Ihnen gesundheitlich? Gewichtsverlust sieben Kilo, Moral gut, Beine manchmal schwach, aber nach 21 Tagen hätte ich es mir schlimmer vorgestellt. Das heißt für die Verursacher dieser Tragödie, daß dieser Streik sie noch sehr lange begleiten wird. Welche Reaktionen gab es bislang auf Ihre Aktion? Der Fall ist dadurch noch einmal in die Medien gekommen. Der Landkreis Hildesheim und der niedersächsische Innenminister mußten sich mit kritischen Fragen und auch mit Bitten für die Wiedereinreise von Gazale Salame auseinandersetzen. Meine Mitstreiter aus der Flüchtlingsinitiative »Menschen für Menschen« respektieren meine Entscheidung, wollen aber, daß ich abbreche, wenn mein Zustand kritisch wird. Sie hatten mit Beginn des Hungerstreiks in einem Brief an das Innenministerium eine humanitäre Lösung des Falls verlangt. Gibt es von dort eine Antwort? Ja, seit ein paar Tagen. Viel Mühe hat sich das Ministerium aber nicht gegeben. Es sandte mir einen Brief zu, der mittlerweile wohl als Standardantwort in dieser Sache fungiert. Was steht drin? Der Brief verweist auf die Ausreisepflicht von Gazale Salame und ihrem Mann Ahmed Siala, die auch gerichtlich festgestellt wurde. Dabei wird ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ins Feld geführt, das aber noch gar nicht die endgültige Entscheidung bedeutet. Auf den Hungerstreik und eine Petition der Kirchen zugunsten von Salame wird gar nicht eingegangen. Das Innenministerium sagt, Ahmed Siala könne jederzeit ausreisen, um bei seiner Familie zu sein. Wäre das keine Lösung? Ich wäre der letzte, der Ahmed Siala davon abhalten würde, wenn er das Gefühl hätte, daß alles keinen Sinn mehr hat und er ausreisen will, um die Familie in der Türkei zusammenzuführen. Seine Anwältin kann das Verfahren auch allein fortführen. Aber wenn er ginge, würden sicher bald die Fanfaren aus Hannover ertönen: Seht, er gesteht ein, ein Türke zu sein. Womöglich würde dann auch das Bundesverwaltungsgericht die Ausreise in diesem Sinn beurteilen. Am Ende hätte sich so das Unrecht durchgesetzt. Warum? Die Vorwürfe sind falsch. Die Familie Salame und Siala stammen aus dem Libanon und nicht aus der Türkei. Gazale und Ahmed sind als Kleinkinder nach Deutschland gekommen und hier aufgewachsen. Ahmed Siala arbeitet hier in einer Schlachterei und verdient genug Geld, um ohne staatliche Leistungen seine Familie zu ernähren. In der Türkei hätte er nicht diese Perspektiven und müßte zudem erst Türkisch lernen. Was sagen denn Gazale Salame und Ahmed Siala zu Ihrem Hungerstreik? Gazale Salame hat mich dieser Tage aus der Türkei angerufen. Sie erklärte, sie wolle mir ein Essen kochen, wenn sie wieder zu Hause, das heißt in Deutschland angekommen ist. Andererseits fürchtet sie um meine Gesundheit, sie möchte nicht, daß ich ihretwegen sterbe, oder dauerhafte Schäden davontrage. Auch Ahmed Siala war sehr erschrocken über meinen Schritt. Er sagte: »Laß uns das juristisch und politisch ausfechten, bring dich nicht um.« Machen Sie den Hungerstreik bei sich zu Hause? Derzeit ja. Ich hoffe aber, daß ich Anfang Februar in ein Gemeindehaus oder in eine Kirche übersiedeln kann. Ich hatte zunächst befürchtet, daß meine Aktion der Kirche zu weit gehen könnte. Der Superintendent des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt hat mir aber versichert, es gebe kein ideologisches Problem, sondern nur ein logistisches. Er wolle schauen, wo man so etwas ins Werk setzen kann. Wie lange wollen Sie den Hungerstreik denn überhaupt aushalten? Ich wiege noch 90 Kilo, habe also noch Substanz. Das Telefonat mit Gazale Salame hat etwas in mir ausgelöst, ich mußte zum ersten Mal seit langer Zeit weinen. Es gibt da für uns alle eine Verpflichtung zur Menschlichkeit, darum will ich so weit gehen, wie ich nur kann. From kai.weber at nds-fluerat.org Thu Jan 31 16:54:15 2008 From: kai.weber at nds-fluerat.org (kai weber) Date: Thu Jan 31 16:56:19 2008 Subject: [Gazale-Salame] Demoaufruf =?iso-8859-15?q?=22f=FCr_die_r=FCckkehr_gazales=22_am_?= =?iso-8859-15?q?9=2E2=2E2008_in_Hildesheim?= Message-ID: <47A1EF27.6090906@nds-fluerat.org> Liebe Freundinnen und Freunde, zunächst möchte ich mich entschuldigen für die Vielzahl der Mails, die in den letzten Tagen an den Gazale-Verteiler geschickt wurden. Manche haben sich - zu Recht! - darüber beschwert, ungefragt in den Verteiler eingetragen worden zu sein. Wir wollen diesen Fehler heilen und werden nach dieser Mail alle Adressen löschen. Wer weiterhin Intresse an Nachrichten in Sachen Gazale möche, kann sich dann unter http://www.nds-fluerat.org/mailman/listinfo/gazale-salame erneut eintragen. Anliegend übersende ich - zum letzten Mal also an den alten Verteiler - den Demonstrationsaufruf "Für die Rückkehr Gazales" am 9.2.2007 in Hildesheim. Die Demonstration erfolgt aus Anlass der vor drei Jahren erfolgten Abschiebung von Gazale Salame (10.2.2005) in die Türkei. Als Redner/innen haben bereits zugesagt: Dr. h.c. Lore Auerbach, Superintendent Helmut Aßmann Regina Stolte, DGB-Vorsitzende Hildesheim Pastor Gerjet Harms Projektwerkstatt Hildesheim Wir bitten um Teilnahme, Verbreitung und weitere Unterschriften unter den Aufruf an: Flüchtlingsrat Niedersachsen Langer Garten 23 B 31137 Hildesheim Fax 05121 - 31609 kw@nds-fluerat.org gez. Kai Weber -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt... Dateiname : Für die Rückkehr Gazales_Demoaufruf.doc Dateityp : application/msword Dateigröße : 35840 bytes Beschreibung: nicht verfügbar URL : http://www.nds-fluerat.org/pipermail/gazale-salame/attachments/20080131/dd0061a2/FrdieRckkehrGazales_Demoaufruf-0001.doc