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	<title>Kommentare zu: Kongolesische Kinder Josephat und Priscilla kehren nach Deutschland zur&#252;ck!</title>
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	<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 23:15:07 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: kai weber</title>
		<link>http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/kongolesische-kinder-josephat-und-priscilla-kehren-nach-deutschland-zurueck/#comment-58</link>
		<dc:creator>kai weber</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2007 08:27:30 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr D&#252;ringer,

Josephine braucht wahrscheinlich zun&#228;chst einmal &#228;rztliche Hilfe. Wenn die Familie kein Geld hat, w&#228;re es wichtig, ihr Geld zu &#252;berweisen, damit sie f&#252;r Arzt und Medikamente bezahlen kann. &#220;ber die Western Union Bank k&#246;nnen Sie Geld&#252;berweisungen in den Kongo t&#228;tigen. Dazu m&#252;ssen Sie Ihren Pass vorlegen, den Empf&#228;nger und seine Adresse zu Protokoll geben und ein Kennwort nennen. Der Empf&#228;nger kann sich das Geld dann unter Nennung des Kennworts und der Nummer der Geld&#252;berweisung, die Sie telefonisch durchgeben m&#252;ssen, bei der Bank holen. 
Die Aufhebung der Wiedereinreisesperre muss bei der Ausl&#228;nderbeh&#246;rde beantragt werden, die die Abschiebung verf&#252;gt hat. Auch nach der Aufhebung dieser Sperre ist eine Wiedereinreise jedoch nicht erlaubt, und es ist damit zu rechnen, dass ein Visum f&#252;r die Bundesrepublik verweigert wird. 
Im Fall der beiden Kinder Priscilla und Josephat erscheint eine R&#252;ckkehr nur deshalb m&#246;glich, weil die Kinder nach dem Tod ihrer Mutter allein dastehen und von der Tante in Berlin, die das Sorgerecht auch nach kongolesischem Recht beantragt hat, aufgenommen werden sollen. Bedingung ist unter anderem eine Verpflichtungserkl&#228;rung zur &#220;bernahme aller anfallenden Kosten (einschlie&#223;lich Krankenversicherung pp.). 
Ich teile Ihre Sorge um Josephine. Es spricht B&#228;nde, dass das Ausw&#228;rtige Amt deutsche B&#252;rger/innen dringend vor Reisen in den Kongo warnt, gleichzeitig aber keine Abschiebungshindernisse f&#252;r kongolesische Kinder zu erkennen vermag, die in Deutschland aufgewachsen sind. Entsprechend bigott erscheinen mir die Asylentscheidungen, die Fl&#252;chtlingen aus dem Kongo ein Aufenthaltsrecht aufgrund der allgemeinen Umst&#228;nde in der Regel absprechen. Dennoch m&#252;ssen wir wohl mit der Tatsache leben, dass Abschiebungen in den Kongo - jedenfalls meistens - "rechtm&#228;&#223;ig" erfolgen. Wenn denn auch die Abschiebung von Josephine und ihrem Vater in diesem Sinne "rechtm&#228;&#223;ig" war, sehe ich nur geringe Chancen, eine R&#252;ckkehr nach Deutschland zu erreichen. 

gez. Kai Weber</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr D&#252;ringer,</p>
<p>Josephine braucht wahrscheinlich zun&#228;chst einmal &#228;rztliche Hilfe. Wenn die Familie kein Geld hat, w&#228;re es wichtig, ihr Geld zu &#252;berweisen, damit sie f&#252;r Arzt und Medikamente bezahlen kann. &#220;ber die Western Union Bank k&#246;nnen Sie Geld&#252;berweisungen in den Kongo t&#228;tigen. Dazu m&#252;ssen Sie Ihren Pass vorlegen, den Empf&#228;nger und seine Adresse zu Protokoll geben und ein Kennwort nennen. Der Empf&#228;nger kann sich das Geld dann unter Nennung des Kennworts und der Nummer der Geld&#252;berweisung, die Sie telefonisch durchgeben m&#252;ssen, bei der Bank holen.<br />
Die Aufhebung der Wiedereinreisesperre muss bei der Ausl&#228;nderbeh&#246;rde beantragt werden, die die Abschiebung verf&#252;gt hat. Auch nach der Aufhebung dieser Sperre ist eine Wiedereinreise jedoch nicht erlaubt, und es ist damit zu rechnen, dass ein Visum f&#252;r die Bundesrepublik verweigert wird.<br />
Im Fall der beiden Kinder Priscilla und Josephat erscheint eine R&#252;ckkehr nur deshalb m&#246;glich, weil die Kinder nach dem Tod ihrer Mutter allein dastehen und von der Tante in Berlin, die das Sorgerecht auch nach kongolesischem Recht beantragt hat, aufgenommen werden sollen. Bedingung ist unter anderem eine Verpflichtungserkl&#228;rung zur &#220;bernahme aller anfallenden Kosten (einschlie&#223;lich Krankenversicherung pp.).<br />
Ich teile Ihre Sorge um Josephine. Es spricht B&#228;nde, dass das Ausw&#228;rtige Amt deutsche B&#252;rger/innen dringend vor Reisen in den Kongo warnt, gleichzeitig aber keine Abschiebungshindernisse f&#252;r kongolesische Kinder zu erkennen vermag, die in Deutschland aufgewachsen sind. Entsprechend bigott erscheinen mir die Asylentscheidungen, die Fl&#252;chtlingen aus dem Kongo ein Aufenthaltsrecht aufgrund der allgemeinen Umst&#228;nde in der Regel absprechen. Dennoch m&#252;ssen wir wohl mit der Tatsache leben, dass Abschiebungen in den Kongo - jedenfalls meistens - &#8220;rechtm&#228;&#223;ig&#8221; erfolgen. Wenn denn auch die Abschiebung von Josephine und ihrem Vater in diesem Sinne &#8220;rechtm&#228;&#223;ig&#8221; war, sehe ich nur geringe Chancen, eine R&#252;ckkehr nach Deutschland zu erreichen. </p>
<p>gez. Kai Weber</p>
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	<item>
		<title>Von: Thomas Düringer</title>
		<link>http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/kongolesische-kinder-josephat-und-priscilla-kehren-nach-deutschland-zurueck/#comment-57</link>
		<dc:creator>Thomas Düringer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2007 20:17:27 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo 

ich habe soeben ihren Artikel &#252;ber die Familie aus dem Kongo gelesen. Leider bin ich ebenfalls, was eine Abschiebung in den Kongo betrifft, betroffen. Ich m&#246;chte ihnen kurz den Fall schildern und hoffe ein paar Informationen zu bekommen.
 
Am Mittwoch, den 14.03.07 wurde am sp&#228;ten Abend (20:30-21:00) eine Mitsch&#252;lerin unserer Kinder Josefine Nkanu und ihr Vater von der Polizei zu Hause aufgesucht und in der gleichen Nacht in den Kongo nach Kinshasa abgeschoben. 
Josefine kam als dreij&#228;hrige 2003 alleine als asylsuchende aus dem Kongo. Ihr Vater war bereits ein Jahr zuvor in Deutschland angekommen. 
Josefine war in das gesellschaftliche Leben sehr gut integriert und in der Klassengemeinschaft sehr beliebt. Viele Mitsch&#252;ler kennen sie bereits aus dem Kindergarten. 
Josefine wurde mitten im laufenden Schuljahr, ohne jegliche M&#246;glichkeit einer Verabschiedung von ihren Freunden, aus allen Bez&#252;gen herausgerissen! Dadurch verliert sie alle sozialen Kontakte, die ihr bisher Sicherheit gaben und halfen, mit der schwierigen Situation ihrer Fluchtvergangenheit umzugehen. 
Wir sind sehr besorgt &#252;ber Josefines Zukunft im Kongo, ein Land mit einer katastrophalen medizinischen Versorgung und hoher Ansteckungsgefahr von tropischen Krankheiten. (Es besteht eine Reisewarnung seit 17.12.06 laut ausw&#228;rtigem Amt)
Da Josefine die meiste Zeit ihres Lebens in Deutschland verbracht hat, ist es fraglich, ob sie in der Lage sein wird, die gesundheitlichen Risiken zu bestehen.

Josefine und ihr Vater sind nun in Kinshasa. Ihnen geht es schlecht. Josefine ist gesundheitlich stark angeschlagen, so dass sie einen Arzt aufsuchen musste. Vor der Abschiebung gab es &#228;rztliche Untersuchungen, die Josefines als nicht ausreisef&#228;hig einstuften. Nun ist sie stark erkrankt. MAgenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber. Wir haben telefonischen Kontakt zu ihrem Vater. Wie k&#246;nnen wir verhindern, dass noch jemand im Kongo stirbt, der von den Beh&#246;rden abgeschoben wurde?
Wie k&#246;nnen wir die Wiedereinreisesperre aufheben? An wen muss man sich wie wenden? Welche Erfahrungen haben sie gemacht?

Ich w&#228;re ihnen sehr dankbar, wenn sie mir auf meine Fragen antworten k&#246;nnten.

Vielen Dank
Thomas D&#252;ringer, Bensheim</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo </p>
<p>ich habe soeben ihren Artikel &#252;ber die Familie aus dem Kongo gelesen. Leider bin ich ebenfalls, was eine Abschiebung in den Kongo betrifft, betroffen. Ich m&#246;chte ihnen kurz den Fall schildern und hoffe ein paar Informationen zu bekommen.</p>
<p>Am Mittwoch, den 14.03.07 wurde am sp&#228;ten Abend (20:30-21:00) eine Mitsch&#252;lerin unserer Kinder Josefine Nkanu und ihr Vater von der Polizei zu Hause aufgesucht und in der gleichen Nacht in den Kongo nach Kinshasa abgeschoben.<br />
Josefine kam als dreij&#228;hrige 2003 alleine als asylsuchende aus dem Kongo. Ihr Vater war bereits ein Jahr zuvor in Deutschland angekommen.<br />
Josefine war in das gesellschaftliche Leben sehr gut integriert und in der Klassengemeinschaft sehr beliebt. Viele Mitsch&#252;ler kennen sie bereits aus dem Kindergarten.<br />
Josefine wurde mitten im laufenden Schuljahr, ohne jegliche M&#246;glichkeit einer Verabschiedung von ihren Freunden, aus allen Bez&#252;gen herausgerissen! Dadurch verliert sie alle sozialen Kontakte, die ihr bisher Sicherheit gaben und halfen, mit der schwierigen Situation ihrer Fluchtvergangenheit umzugehen.<br />
Wir sind sehr besorgt &#252;ber Josefines Zukunft im Kongo, ein Land mit einer katastrophalen medizinischen Versorgung und hoher Ansteckungsgefahr von tropischen Krankheiten. (Es besteht eine Reisewarnung seit 17.12.06 laut ausw&#228;rtigem Amt)<br />
Da Josefine die meiste Zeit ihres Lebens in Deutschland verbracht hat, ist es fraglich, ob sie in der Lage sein wird, die gesundheitlichen Risiken zu bestehen.</p>
<p>Josefine und ihr Vater sind nun in Kinshasa. Ihnen geht es schlecht. Josefine ist gesundheitlich stark angeschlagen, so dass sie einen Arzt aufsuchen musste. Vor der Abschiebung gab es &#228;rztliche Untersuchungen, die Josefines als nicht ausreisef&#228;hig einstuften. Nun ist sie stark erkrankt. MAgenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber. Wir haben telefonischen Kontakt zu ihrem Vater. Wie k&#246;nnen wir verhindern, dass noch jemand im Kongo stirbt, der von den Beh&#246;rden abgeschoben wurde?<br />
Wie k&#246;nnen wir die Wiedereinreisesperre aufheben? An wen muss man sich wie wenden? Welche Erfahrungen haben sie gemacht?</p>
<p>Ich w&#228;re ihnen sehr dankbar, wenn sie mir auf meine Fragen antworten k&#246;nnten.</p>
<p>Vielen Dank<br />
Thomas D&#252;ringer, Bensheim</p>
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