<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.3.3" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: &#8220;Demokratie&#8221; auf kurdisch - ein weiteres Beispiel gef&#228;llig?</title>
	<link>http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/demokratie-auf-kurdisch-ein-weiteres-beispiel-gefaellig/</link>
	<description></description>
	<pubDate>Fri, 16 May 2008 03:11:13 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.3.3</generator>
		<item>
		<title>Von: Said Pirmurat</title>
		<link>http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/demokratie-auf-kurdisch-ein-weiteres-beispiel-gefaellig/#comment-23</link>
		<dc:creator>Said Pirmurat</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2007 14:51:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.nds-fluerat.org/aktuelles/demokratie-auf-kurdisch-ein-weiteres-beispiel-gefaellig/#comment-23</guid>
		<description>Stellungnahmen der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland zur &#196;u&#223;erungen von Herr Tilman Z&#252;lch in der Mindener Tageblatt

Die Yezidische Gesellschaft in Deutschland hat mit Befremden die &#196;u&#223;erungen Herrn Z&#252;lchs, dem Generalsekret&#228;r der Gesellschaft f&#252;r bedrohte V&#246;lker aus G&#246;ttingen, zur Kenntnis genommen, die er anl&#228;sslich von Demonstrationen gegen progromartige &#220;bergriffe auf Yeziden, ihre religi&#246;sen St&#228;tten, Gesch&#228;fte und Privath&#228;user in Shekhan/Nordirak am 15./16. Februar 2007 in der Presse machte. Seine Aussage, bei den Veranstaltern dieser Demonstrationen handele es sich um „yezidische Splittergruppen, die die Verwaltung im Nordirak gezielt infrage stellen und die zum Teil mit dem gest&#252;rzten Diktator Saddam Hussein kooperiert h&#228;tten“ stellt eine schwere Beleidigung des Veranstalters, n&#228;mlich der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland, dar. Herr Z&#252;lch hat entweder aus Unwissenheit &#252;ber die Gruppe, falsche Informationen &#252;ber ihre Vertreter herausgegeben oder aber er verunglimpft gezielt die Leute, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen im Nordirak eingesetzt haben. Beides l&#228;sst doch stark an der Integrit&#228;t des Herrn Z&#252;lch zweifeln. Zum einen w&#228;re zu erwarten gewesen, dass er die Vorkommnisse vom 15./16. Februar, als Vertreter einer Menschenrechtsorganisation verurteilt und nicht sch&#246;n redet. Zum anderen ist es besch&#228;mend f&#252;r seine Organisation, dass er ehrabschneidend &#252;ber Menschen redet, von denen er zumindest suggeriert, dass er sie kennt. Zu seiner und zur Information der Leser sei gesagt, dass es sich hier um Verfolgte des Saddam Regimes handelt, die selbst und ihre Familien ihre Opposition zum Saddam Regime bitter bezahlt haben. Einer von ihnen verlor bei der Anfal-Kampagne, deren T&#228;ter zzt. vom Obersten Irakischen Strafgerichtshof abgeurteilt werden sollen, 39 Familienmitglieder, darunter seine Frau und alle seine Kinder, sein Land und Verm&#246;gen wurden beschlagnahmt. Auch die anderen Mitveranstalter verloren enge Angeh&#246;rige durch die Anfal-Kampagne, auch ihr Besitz wurde beschlagnahmt und Familienmitglieder willk&#252;rlich verhaftet. Allerdings f&#228;llt es schwer, zu glauben, dass Herr Z&#252;lch tats&#228;chlich nicht wei&#223;, wen er hier angegriffen hat. Er gibt selbst an, dass er mehrfach im Nordirak gewesen ist und nach unseren Informationen auch immer noch regelm&#228;&#223;ig dort hinf&#228;hrt. Erstaunlich nur, dass jemand, der sich „f&#252;r bedrohte V&#246;lker“ einsetzt, die ausgesprochen gef&#228;hrliche Situation f&#252;r die im Nordirak lebenden Minderheiten, wie Yeziden und Christen, einfach abstreitet. Da fragt man sich doch, wen Herr Z&#252;lch dort besucht, offenbar nicht Angeh&#246;rige dieser Minderheiten, die diesen &#220;bergriffen ausgesetzt sind. Ansonsten m&#252;sste ihm ja bekannt sein, dass die Wasserquellen in Khanek vergiftet und viele Yeziden und Christen umgebracht wurden. Er sollte wissen, dass insbesondere Yeziden in den St&#228;dten nicht arbeiten d&#252;rfen, weil man sie als „unrein“ betrachtet und vor allem d&#252;rfte ihm nicht verborgen geblieben sein, dass gezielt versucht wird, die Yeziden und Christen zu vertreiben, um billig ihr Land aufkaufen oder sich aneignen zu k&#246;nnen. All diese Dinge geschehen nicht heimlich im Verborgenen, &#252;ber sie wird im Nordirak geredet. Herr Z&#252;lch hat sich lediglich mit Vertretern der kurdischen Regierung getroffen, z.B. mit Dr. Dakhil Said Khidir, einem Minister in dieser Regierung, der auch Yezide ist, aber vorrangig die Interessen der Partei Barzanis, der PDK, vertritt. H&#228;tte er auch am Ort der &#220;bergriffe des 15./16. Februars mit betroffenen Augenzeugen gesprochen, h&#228;tte er erfahren, dass erstaunlich viele der aus Duhok, Semel, Gasruk, Atrosh und Jera stammenden T&#228;ter Mitglieder genau dieser Partei sind und verzweifelte Anrufe im B&#252;ro Barzanis, die auf die Ansammlung dieser Leute und die Gefahr von &#220;bergriffen hinwiesen, schlicht abgewimmelt wurden. 
Offizieller Hintergrund der &#220;bergriffe war der Umstand, dass zwei yezidische Polizisten auf dem Weg zur Arbeit von einer muslimischen Frau um Hilfe gegen ihren gewaltt&#228;tigen Ehemann angefleht wurden und sie die Frau mit zur n&#228;chsten Kontrollstelle genommen hatten, um sie in Sicherheit zu bringen, wie alle drei es bei Befragungen ausgesagt haben. Leider wurde die Frau, nachdem sie von anderen Polizisten zu ihrer Familie zur&#252;ckgebracht worden war, von dieser ermordet, weil man ihr unterstellte, ein Verh&#228;ltnis mit den beiden Polizisten gehabt zu haben, sonst w&#228;re sie nicht in ihr Auto gestiegen. Dann suchte man die beiden Polizisten und steckte das Haus eines von ihnen an, wogegen die Obrigkeit nichts unternahm, au&#223;er zu sagen, man habe alles unter Kontrolle. Die „Kontrolle“ sah allerdings so aus, dass man zusah, wie die Sache eskalierte, jedenfalls waren Autos des &#246;rtlichen Parteib&#252;ros der PDK vor Ort und uniformierte Polizei, als die marodierende Menge die H&#228;user der yezidischen Einwohner &#252;berfiel, ohne dass einer von ihnen dies zu verhindern suchte. Erst durch das Eingreifen des irakischen Pr&#228;sidenten Talabani, der &#252;ber die Unt&#228;tigkeit der kurdischen Regierung informiert wurde, konnten die &#220;bergriffe gestoppt werden. Warum beschr&#228;nkt sich Herr Z&#252;lch darauf, unreflektiert wiederzugeben, was die kurdische Regierung zu diesen Vorkommnissen sagt. Selbst wenn man ein gutes Verh&#228;ltnis zueinander hat, entbindet dies doch nicht davon, Sachaufkl&#228;rung zu betreiben. Dazu reicht es sicher nicht, nur eine Seite zu befragen, schon gar nicht, wenn diese Seite befangen sein k&#246;nnte, man bedenke nur die Bem&#252;hungen um deutsche Unterst&#252;tzung beim wirtschaftlichen Aufbau.
Die Tatsache, dass eine Gruppe in Deutschland diese Vorkommnisse in die deutsche &#214;ffentlichkeit getragen hat, hat zu Drohungen gegen&#252;ber den Gruppenmitgliedern und ihren Familien gef&#252;hrt. Ein Umstand, der zeigt, wie sehr man im Nordirak bem&#252;ht ist, die tats&#228;chliche Situation dort vor den Europ&#228;ern zu verbergen. Warum also macht sich Herr Z&#252;lch zum Werkzeug von Menschen, die Menschen vertreiben wollen?
Die Vorf&#228;lle von Februar haben zu weit verbreiteter Angst gef&#252;hrt, viele Familien &#252;berlegen, ihr Land zu verlassen. Irgendjemand macht den Menschen dort weis, dass die USA und Australien gerne mehrere tausend Yeziden aufnehmen m&#246;chten, man k&#246;nne sich f&#252;r eine solche Aufnahme in Damaskus/ Syrien registrieren lassen. Auch dazu muss man den Irak verlassen, ohne R&#252;ckkehrm&#246;glichkeit, weil Hab und Gut f&#252;r die Reise verkauft werden musste. Wo wohl werden diese Menschen landen? 

Sprecher der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland
M.L.L Said Pirmurat
pirmuratsaid@hotmail.com</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stellungnahmen der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland zur &#196;u&#223;erungen von Herr Tilman Z&#252;lch in der Mindener Tageblatt</p>
<p>Die Yezidische Gesellschaft in Deutschland hat mit Befremden die &#196;u&#223;erungen Herrn Z&#252;lchs, dem Generalsekret&#228;r der Gesellschaft f&#252;r bedrohte V&#246;lker aus G&#246;ttingen, zur Kenntnis genommen, die er anl&#228;sslich von Demonstrationen gegen progromartige &#220;bergriffe auf Yeziden, ihre religi&#246;sen St&#228;tten, Gesch&#228;fte und Privath&#228;user in Shekhan/Nordirak am 15./16. Februar 2007 in der Presse machte. Seine Aussage, bei den Veranstaltern dieser Demonstrationen handele es sich um „yezidische Splittergruppen, die die Verwaltung im Nordirak gezielt infrage stellen und die zum Teil mit dem gest&#252;rzten Diktator Saddam Hussein kooperiert h&#228;tten“ stellt eine schwere Beleidigung des Veranstalters, n&#228;mlich der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland, dar. Herr Z&#252;lch hat entweder aus Unwissenheit &#252;ber die Gruppe, falsche Informationen &#252;ber ihre Vertreter herausgegeben oder aber er verunglimpft gezielt die Leute, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen im Nordirak eingesetzt haben. Beides l&#228;sst doch stark an der Integrit&#228;t des Herrn Z&#252;lch zweifeln. Zum einen w&#228;re zu erwarten gewesen, dass er die Vorkommnisse vom 15./16. Februar, als Vertreter einer Menschenrechtsorganisation verurteilt und nicht sch&#246;n redet. Zum anderen ist es besch&#228;mend f&#252;r seine Organisation, dass er ehrabschneidend &#252;ber Menschen redet, von denen er zumindest suggeriert, dass er sie kennt. Zu seiner und zur Information der Leser sei gesagt, dass es sich hier um Verfolgte des Saddam Regimes handelt, die selbst und ihre Familien ihre Opposition zum Saddam Regime bitter bezahlt haben. Einer von ihnen verlor bei der Anfal-Kampagne, deren T&#228;ter zzt. vom Obersten Irakischen Strafgerichtshof abgeurteilt werden sollen, 39 Familienmitglieder, darunter seine Frau und alle seine Kinder, sein Land und Verm&#246;gen wurden beschlagnahmt. Auch die anderen Mitveranstalter verloren enge Angeh&#246;rige durch die Anfal-Kampagne, auch ihr Besitz wurde beschlagnahmt und Familienmitglieder willk&#252;rlich verhaftet. Allerdings f&#228;llt es schwer, zu glauben, dass Herr Z&#252;lch tats&#228;chlich nicht wei&#223;, wen er hier angegriffen hat. Er gibt selbst an, dass er mehrfach im Nordirak gewesen ist und nach unseren Informationen auch immer noch regelm&#228;&#223;ig dort hinf&#228;hrt. Erstaunlich nur, dass jemand, der sich „f&#252;r bedrohte V&#246;lker“ einsetzt, die ausgesprochen gef&#228;hrliche Situation f&#252;r die im Nordirak lebenden Minderheiten, wie Yeziden und Christen, einfach abstreitet. Da fragt man sich doch, wen Herr Z&#252;lch dort besucht, offenbar nicht Angeh&#246;rige dieser Minderheiten, die diesen &#220;bergriffen ausgesetzt sind. Ansonsten m&#252;sste ihm ja bekannt sein, dass die Wasserquellen in Khanek vergiftet und viele Yeziden und Christen umgebracht wurden. Er sollte wissen, dass insbesondere Yeziden in den St&#228;dten nicht arbeiten d&#252;rfen, weil man sie als „unrein“ betrachtet und vor allem d&#252;rfte ihm nicht verborgen geblieben sein, dass gezielt versucht wird, die Yeziden und Christen zu vertreiben, um billig ihr Land aufkaufen oder sich aneignen zu k&#246;nnen. All diese Dinge geschehen nicht heimlich im Verborgenen, &#252;ber sie wird im Nordirak geredet. Herr Z&#252;lch hat sich lediglich mit Vertretern der kurdischen Regierung getroffen, z.B. mit Dr. Dakhil Said Khidir, einem Minister in dieser Regierung, der auch Yezide ist, aber vorrangig die Interessen der Partei Barzanis, der PDK, vertritt. H&#228;tte er auch am Ort der &#220;bergriffe des 15./16. Februars mit betroffenen Augenzeugen gesprochen, h&#228;tte er erfahren, dass erstaunlich viele der aus Duhok, Semel, Gasruk, Atrosh und Jera stammenden T&#228;ter Mitglieder genau dieser Partei sind und verzweifelte Anrufe im B&#252;ro Barzanis, die auf die Ansammlung dieser Leute und die Gefahr von &#220;bergriffen hinwiesen, schlicht abgewimmelt wurden.<br />
Offizieller Hintergrund der &#220;bergriffe war der Umstand, dass zwei yezidische Polizisten auf dem Weg zur Arbeit von einer muslimischen Frau um Hilfe gegen ihren gewaltt&#228;tigen Ehemann angefleht wurden und sie die Frau mit zur n&#228;chsten Kontrollstelle genommen hatten, um sie in Sicherheit zu bringen, wie alle drei es bei Befragungen ausgesagt haben. Leider wurde die Frau, nachdem sie von anderen Polizisten zu ihrer Familie zur&#252;ckgebracht worden war, von dieser ermordet, weil man ihr unterstellte, ein Verh&#228;ltnis mit den beiden Polizisten gehabt zu haben, sonst w&#228;re sie nicht in ihr Auto gestiegen. Dann suchte man die beiden Polizisten und steckte das Haus eines von ihnen an, wogegen die Obrigkeit nichts unternahm, au&#223;er zu sagen, man habe alles unter Kontrolle. Die „Kontrolle“ sah allerdings so aus, dass man zusah, wie die Sache eskalierte, jedenfalls waren Autos des &#246;rtlichen Parteib&#252;ros der PDK vor Ort und uniformierte Polizei, als die marodierende Menge die H&#228;user der yezidischen Einwohner &#252;berfiel, ohne dass einer von ihnen dies zu verhindern suchte. Erst durch das Eingreifen des irakischen Pr&#228;sidenten Talabani, der &#252;ber die Unt&#228;tigkeit der kurdischen Regierung informiert wurde, konnten die &#220;bergriffe gestoppt werden. Warum beschr&#228;nkt sich Herr Z&#252;lch darauf, unreflektiert wiederzugeben, was die kurdische Regierung zu diesen Vorkommnissen sagt. Selbst wenn man ein gutes Verh&#228;ltnis zueinander hat, entbindet dies doch nicht davon, Sachaufkl&#228;rung zu betreiben. Dazu reicht es sicher nicht, nur eine Seite zu befragen, schon gar nicht, wenn diese Seite befangen sein k&#246;nnte, man bedenke nur die Bem&#252;hungen um deutsche Unterst&#252;tzung beim wirtschaftlichen Aufbau.<br />
Die Tatsache, dass eine Gruppe in Deutschland diese Vorkommnisse in die deutsche &#214;ffentlichkeit getragen hat, hat zu Drohungen gegen&#252;ber den Gruppenmitgliedern und ihren Familien gef&#252;hrt. Ein Umstand, der zeigt, wie sehr man im Nordirak bem&#252;ht ist, die tats&#228;chliche Situation dort vor den Europ&#228;ern zu verbergen. Warum also macht sich Herr Z&#252;lch zum Werkzeug von Menschen, die Menschen vertreiben wollen?<br />
Die Vorf&#228;lle von Februar haben zu weit verbreiteter Angst gef&#252;hrt, viele Familien &#252;berlegen, ihr Land zu verlassen. Irgendjemand macht den Menschen dort weis, dass die USA und Australien gerne mehrere tausend Yeziden aufnehmen m&#246;chten, man k&#246;nne sich f&#252;r eine solche Aufnahme in Damaskus/ Syrien registrieren lassen. Auch dazu muss man den Irak verlassen, ohne R&#252;ckkehrm&#246;glichkeit, weil Hab und Gut f&#252;r die Reise verkauft werden musste. Wo wohl werden diese Menschen landen? </p>
<p>Sprecher der Yezidischen Gesellschaft in Deutschland<br />
M.L.L Said Pirmurat<br />
<a href="mailto:pirmuratsaid@hotmail.com">pirmuratsaid@hotmail.com</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
