Familiennachzug Irak

Es gibt eine neue Zuständigkeitsregelung für die Erteilung von Visa für irakische Staatsangehörige zum Familiennachzug aufgrund Weisung des Auswärtigen Amtes vom 19.09.2008:

Grundsätzlich zuständig für Visumsanträge wegen Familiennachzug ist die Deutsche Botschaft in Amman.

Die Deutsche Botschaft in Ankara ist nach wie vor zuständig für Personen aus den kurdisch verwalteten Provinzen.

Die Deutsche Botschaft in Damaskus hat nur eine Notzuständigkeit, wenn ein schriftlicher Nachweis vorliegt, dass eine Einreise nach Jordanien nicht möglich ist, oder wenn der gewöhnlich Aufenthalt der betreffenden Person in Syrien liegt.

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Medizinische Hilfe für Illegale

Von Reimar Paul - Alina, 81, lebt seit mehr als 15 Jahren ohne gültige Aufenthaltspapiere bei ihrer Tochter in Deutschland. Mittlerweile ist die Kirgisin an Darmkrebs erkrankt. Weil sie nicht krankenversichert ist, müssen ihre Kinder für die Kosten der Therapie aufkommen.

Zudem hat Alina Angst, dass das Krankenhaus ihren Fall an die Behörden meldet und ihre Kinder Ärger bekommen. Ihre größte Sorge ist aber, ob sie als nicht registrierte Einwanderin in Deutschland nach ihrem Tod überhaupt ein Grab bekommt.

Kein Einzelfall: Bis zu einer Million Menschen leben Schätzungen zufolge heimlich in Deutschland. Weil sie keine gültigen Papiere haben, gelten sie als “Illegale” und damit als Straftäter. Aus Angst vor ihrer Entdeckung und Ausweisung trauen sie sich nicht zum Arzt zu gehen, wenn sie krank sind. Und sie haben Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken und sich gegen Lohnbetrug zu wehren.

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Abschiebung im Morgengrauen

Presseerklärung | Arbeitskreis Asyl Oldenburg

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am Dienstag, 16.9. morgens zwischen 5.00 und 6.00 Uhr in Sandkrug/Gemeinde Hatten eine 4-köpfige kurdische Familie von der Polizei aus der Wohnung geholt und nach Syrien abgeschoben worden.

Opfer der Aktion waren das Ehepaar Fawzi Jafar und Fatma Wakass mit ihren Söhnen Nagwan 12 Jahre und Siya, 5 Jahre. Die Familie lebte seit 9 Jahren in Deutschland, seit 8 Jahren in Sandkrug in einem 4-Familienhaus, Lilienweg 11. Der jüngere Sohn ist in Deutschland geboren. Die Eltern, besonders die Mutter, waren im Ort vielen Leuten bekannt, Frau W. beteiligte sich an verschiedenen kommunalen Aktivitäten, z.B. vom Kindergarten veranstalteten Basaren oder Veranstaltungen der Kirche. Der Vater hatte eine Zeit lang eine Beschäftigung in einer Gärtnerei. Wegen eines komplizierten Beinbruchs musste er diese Beschäftigung aufgeben. Der ältere Sohn besuchte die 5. Klasse der örtlichen Realschule (Wallschule).

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