Presseschau

Meldung vom Donnerstag den 12.07.2007 · noch keine Kommentare

Wir nehmen am Integrationsgipfel nicht teil!
Gemeinsame Presseerklärung

Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland (FÖTED)
Rat Türkeistämmiger Staatsbürger (RTS)
Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)
Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)

Berlin, den 11.07.2007 - http://www.tgd.de
Zuwanderungsgesetz macht viele Migranten zu Bürger/innen zweiter Klasse

Das Gesetz begeht Tabubruch in Bezug auf Gleichheit der deutschen Staatsbürger/innen

Nach langen Beratungen in den Verbandsvorständen haben wir beschlossen, am Donnerstag, den 12. Juli 2007 nicht am Integrationsgipfel teilzunehmen. Wir möchten mit unserer Absage ein klares Zeichen setzen!

Wir betonen am Tag vor dem Integrationsgipfel noch einmal unsere Ablehnung des neuen Zuwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes. Die Neuregelung des Gesetzes ist in wesentlichen Teilen kontraproduktiv und beschneidet die Rechte von Migranten.

Unsere Haltung wird von allen anderen türkischen Organisationen, die nicht am Integrationsgipfel, jedoch an den Arbeitsgruppen beteiligt waren und von allen anderen türkischen Organisationen einhellig unterstützt. Hierzu gehören die Alevitische Gemeinde in Deutschland und der Verband Türkischer Industrieller und Unternehmer in Deutschland (ATIAD). Die gesamte organisierte Bevölkerung der türkischen Minderheit lehnt dieses Gesetz ab.

Ein klares Signal der Bundesregierung, die Diskriminierungen im Zuwanderungsgesetz gemeinsam anzugehen, ist nicht erfolgt. Zu unserem  großen Bedauern sind unsere Sorgen und Nöte von der Bundesregierung nicht geteilt worden. Auf unsere Wünsche und Erwartungen wurde nicht eingegangen.

Wir werden unsere Bemühungen für Integration und gleiche Rechte, gegen Aushöhlung der im Grundgesetz garantierten Rechte und gegen ethnische Diskriminierung fortführen.

Wir begreifen uns nach wie vor als Teil der deutschen Gesellschaft und wollen, dass unsere Kinder eine Zukunft in Deutschland haben.

Deswegen werden wir uns um Gleichberechtigung und Chancengleichheit in Deutschland weiterhin engagieren und sind zu einer gleichberechtigten und konstruktiven Zusammenarbeit jederzeit bereit!

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Auch Polen meutern gegen Integrationsgipfel Verständnis für die Kritikpunkte, Schelte für den Boykott: Die Absage der vier großen türkischen Verbände für den Integrationsgipfel stößt auf ein geteiltes Echo der anderen Teilnehmer. Eine Gruppe eifert den Türken nach: Auch der polnische Sozialrat schimpft heftig auf den Gipfel. Von Anna Reimann mehr…
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Türkische Verbände geben Merkel einen Korb Die türkischen Spitzenvereine machen ernst: Sie werden morgen nicht am Integrationsgipfel teilnehmen. Der Grund: Die Bundesregierung habe keine Bereitschaft gezeigt über die Sorgen der Verbände wegen des verschärften Zuwanderungsgesetztes zu reden mehr…

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Integrationsgipfel Union attackiert türkische Verbände Nach der Integrationsgipfel-Absage türkischer Gruppen übt Unions-Fraktionschef Kauder scharfe Kritik. Sie wollten “Unmündigkeit” von Frauen “konservieren” mehr…

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Wieso die türkischen Verbände auf dem Irrweg sind. Von Severin Weiland. Die türkischen Verbände boykottieren den Integrationsgipfel, brüskieren Angela Merkel - und offenbaren ein Politikverständnis, das geradewegs in die Isolation führt. Die perfide Art, wie sie die Muskeln spielen lassen, wirft auch kein gutes Licht auf Ankara mehr…

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Mit 150 Maßnahmen und Selbstverpflichtungen will die Bundesregierung zu einerbesseren Integration in Deutschland lebender Zuwanderer beitragen. Die vomBundeskabinett beschlossene Initiative ist Teil des Nationalen Integrationsplans,der am Donnerstag beim zweiten Integrationsgipfel beschlossen werden soll. 15Millionen Menschen aus Migrantenfamilien werden davon profitieren mehr…

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FRAUEN IN DER TÜRKEI - Gewalt im Drei-Minuten-Takt
Von Dilek Zaptcioglu, Istanbul

Die Zahlen sind alarmierend: Laut jüngster Polizeistatistik wird in der Türkei alle drei Minuten eine Frau geschlagen oder misshandelt. Die Zahl der weiblichen Opfer ist um 76 Prozent auf rund 73.000 gestiegen. Oft bleibt den Frauen nur die Wahl zwischen Selbstmord - und Mord mehr…

***ARBEITSMARKT
OECD kritisiert Diskriminierung von Migranten Zuwanderer haben es erheblich schwerer als Deutsche, auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Das liegt laut der OECD an Sprachschwierigkeiten und mangelnder Berufsausbildung - aber auch an versteckter Diskriminierung mehr…

***Streit um 2. Integrationsgipfel in Berlin Wer kommt zum Gipfel? Mit wem wird Kanzlerin Merkel am Donnerstag (12.07.07) an einem Tisch sitzen? Türkische Verbände drohen noch immer, den geplanten 2. Integrationsgipfel zu boykottieren. Politiker und Intellektuelle werden seit Tagen nicht müde, die Verbände trotz deren Bedenken zur Teilnahme zu bewegen.
Presse-Echos: TAZ1; TAZ 2; TAZ 3; Tagesspiegel

SPD verhindert Abschaffung der Wertgutscheine in der Stadt Göttingen

Meldung vom Montag den 9.07.2007 · noch keine Kommentare

Der Rat der Stadt Göttingen hat in seiner Sitzung am 6. Juli 07 die Abschaffung des Wertgutscheinsystems für Flüchtlinge mit CDU-SPD-Mehrheit in letzter Minute gestoppt und hält somit an dem noch im Februar als “diskriminierend” und “bevormundend” bezeichneten System fest. Damals stimmte auch die SPD-Fraktion einer interfraktionell eingebrachten Resolution für die Abschaffung der Gutscheine zu. Jetzt schmetterten die SPD-Abgeordneten sogar die von der FDP und der antragstellenden GöLinken vorgeschlagene Überweisung in den Sozialausschuss ab und verhindern damit eine weitere parlamentarische Diskussion. » Den ganzen Beitrag lesen…

MI: Möglichkeiten der Zuwanderung für Hochqualifizierte verbessern

Meldung vom Freitag den 6.07.2007 · noch keine Kommentare

Anliegend die Rede von Innenminister Schünemann zur Begründung der Ablehnung des Änderungsgesetzes zum Zuwanderungsgesetz im Bundesrat.

Niedersachsen fordert

  • die Erleichterung des Zuzugs für Hochqualifizierte und Selbständige
  • eine Verbesserung des Aufenthaltsrechts für ausländische Hochschulabsolventen, die hier bei uns studiert haben.
  • eine Streichung von § 2 des Asylbewerberleistungsgesetzes. » Den ganzen Beitrag lesen…

Morgen im Bundesrat: Die Mogelpackung „Zuwanderungsänderungsgesetz“

Meldung vom Donnerstag den 5.07.2007 · noch keine Kommentare

Pressemitteilung PRO ASYL
Deutschland wird unattraktiver, kälter und integrationsfeindlicher

Morgen wird sich der Bundesrat mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union befassen. Der in der Öffentlichkeit eher als „Zuwanderungsänderungsgesetz” bekannte Entwurf trägt das Stigma der Verfassungswidrigkeit. Dies haben in der parlamentarischen Debatte im Bundestag und in einer Reihe persönlicher Erklärungen auch viele Abgeordnete der Regierungskoalition erklärt. » Den ganzen Beitrag lesen…

Neue Sammelabschiebung nach Afrika? Guinea-Anhörungen in Braunschweig

Meldung vom Donnerstag den 5.07.2007 · noch keine Kommentare

Neue Sammelabschiebung nach Afrika geplant? Vorladungen für guineische, togoische und kamerunische Flüchtlinge

Für den 16.-27.7.07 sind bundesweit afrikanische Flüchtlinge zu einer Sammelanhörung vor einer Delegation aus Guinea nach Braunschweig vorgeladen. Außerdem müssen am 5.7. mindestens 20 togoische Flüchtlinge aus Mecklenburg-Vorpommern zu ihrer Botschaft nach Berlin. Und etwa 150 kamerunische Flüchtlinge aus Brandenburg sind ab dem 9.7. zu Anhörungen nach Köln vorgeladen. All dies deutet darauf hin, dass eine weitere Sammelabschiebung in diese (und andere?) afrikanische Länder geplant ist. Bisher fanden solche Abschiebungen per EU-Charter aus Hamburg oder Düsseldorf statt. Bitte warnt alle potenziell betroffenen Flüchtlinge und gebt alle Informationen weiter an info@fluechtlingsrat-hamburg.de oder Tel.: 0173-4108642! » Den ganzen Beitrag lesen…

Vorstellung Alphabetisierungsprojekt

Meldung vom Mittwoch den 4.07.2007 · noch keine Kommentare

Dr. Martina Ochs, Meike Drittner

Der Internetseite des Flüchtlingsrates entnehmen wir, dass Sie sich unter anderem um fachliche Beratung und Weiterbildung von Flüchtlingen kümmern. Sicher treffen Sie auch auf Menschen, die aus verschiedenen Gründen in ihren Herkunftsländern nicht die Chance hatten, Lesen und Schreiben zu lernen ? Was das Leben in Deutschland wohl noch schwerer machen dürfte.
Daher möchten wir diese Mail nutzen, um uns und unser Alphabetisierungsprojekt kurz vorzustellen. Wir sind ein Autorinnenteam, das sich aus der Dipl. Päd. und Alphabetisierungslehrkraft Meike Drittner und der Germanistin und Lehrkraft Martina Ochs zusammensetzt.
Unser Alphabetisierungsprojekt umfasst drei geplante Bände, die alle als Lehr-, Selbstlern- und Lehrerhandbuch konzipiert sind. Die Zielgruppe des ersten, bereits vorliegenden Bandes, Erwach­sene Neulinge erobern die Schrift 1 (ISBN 978-3-8334-8275-5), sind Erwachsene und Jugendliche verschiedener Herkunft, die zumindest über erste mündliche Deutschkenntnisse verfügen und die Lesen und Schreiben lernen wollen.
Unsere Intention ist es, eine systematische synthetische Alphabetisierung mit einem angebotsorien­tierten und themenzentrierten Ansatz zu verbinden. Weitere Informationen zu den Zielen und Inhalten finden Sie auf unserer Homepage .

Falls all dies Ihre Zustimmung findet, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie den angehängten Handzettel in Ihren Räumen aushängen und Interessierte auf unsere Arbeit aufmerksam machen könnten.
Mit freundlichen Grüßen

Meike Drittner, Martina Ochs

Anlage: handzettel-buch.pdf

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