Überlebenskampf in Kabul: Ein aus Deutschland abgeschobener Afghane erlebt seine alte Heimat als kalte Fremde
Meldung vom Freitag den 25.05.2007 · noch keine Kommentare
Während Deutschland um die in Afghanistan getöteten Soldaten trauert und die Bundeswehr vor Ort verstärkten Sicherheitsmaßnahmen unterworfen ist, gibt es dort auch Menschen aus Deutschland, die das Leben in Afghanistan so unmittelbar erleben wie kaum jemand: Flüchtlinge, die von Deutschland aus weiterhin in das Land am Hindukusch abgeschoben werden. Es sind vor allem junge Afghanen ohne Familie: Behörden und Gerichte argumentieren, sie würden dort beim Wiederaufbau gebraucht. Einer von ihnen ist der 22-jährige Samir Zazay. Mit 14 ist er nach Nürnberg gekommen, hat hier Schule und Ausbildung absolviert und sagt heute: „Deutschland ist mein Heimatland.” Er wurde vergangenen Dezember nach Afghanistan abgeschoben. Für jetzt.de beschreibt er seine Rückkehr nach Kabul - und wie es ist, als in Deutschland aufgewachsener Afghane die alte Heimat als Fremde zu erleben.
